Beiträge von pepe

    Nur zur Info: An drei weiterführenden Schulen in Geilenkirchen sind drei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden.

    Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien. Seltsam ist es aber schon, dass das seit heute Morgen bislang nur eine kleine lokale Meldung in den Printmedien ist. Noch vor kurzer Zeit wäre die Welle kurzfristig sehr hoch geschwappt. Aber jetzt, wo wir uns alle ganz schnell locker machen sollen...20200506AN_autoscaled.jpg

    Wer muss denn etwas "beantragen"?

    Nur mal so: Anführungszeichen können vor und hinter Wörtern oder Textstücken stehen, die hervorgehoben werden sollen. Dazu gehören u.a. ironische Hervorhebungen. Deshalb habe ich sie benutzt.

    Und aus den zurzeit gültigen Bestimmungen:

    Zitat

    Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben

    Lehrerinnen und Lehrer, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sind unabhängig von Vorerkrankungen nicht im Präsenzunterricht einzusetzen. Ein Einsatz bei digitalen Lernformaten (Lernen auf Distanz) sowie die Teilnahme an Konferenzen und schulinternen Besprechungen ist – unter strikter Einhaltung der Hygienevorgaben (siehe hierzu IV.) – zulässig.

    Wollen Lehrerinnen und Lehrer dieser Altersgruppe in der Schule im Präsenzunterricht freiwillig tätig werden, ist dies möglich. Eine kurze schriftliche Erklärung gegenüber der Schulleiterin oder dem Schulleiter ist erforderlich.

    Wenn ich schriftlich erklären muss, dass ich mich freiwillig in eine für mich riskante Situation begeben will, ist das doch so etwas wie ein Antrag... Ohne den darf die Schulleitung mich nicht in den Präsenzunterricht schicken. Alles klar jetzt?

    Ich mache meinen Job um davon zu leben, wenn mir mein Chef sagt: Du musst nicht in der Schule arbeiten, das könnte für dich gefährlich sein, aber wenn du es freiwillig machst isses wohl ok, dann bin ich sowas von zuhause und arbeite von dort aus...

    :!::!::!:

    Mag aber z.B. an der Grundschule anders sein, wo man noch mehr Spiele, Kärtchen, haptisches Material eben, benötigt.

    Meine Familie (mich eingeschlossen) ist jedenfalls froh, dass der ganze "analoge Krempel" nicht bei uns in der Wohnung Schränke und Regale verstopft.

    Von daher ist Anjas Frage wirklich von Interesse!

    Die Frage darf man sich gar nicht stellen. Es sollte selbstverständlich sein, sich nicht freiwillig einem erhöhten Risiko auszusetzen. Du sollst bei deiner Schulleitung "beantragen", dass du arbeiten möchtest, obwohl du dein Risiko kennst. Im schlimmsten Fall heißt es hinterher nur: Aber Sie kannten doch das Risiko - selbst Schuld.

    Wir (vor allem unsere SL) waren fleißig und haben unsere "Schulöffnung" nach dem in dieser verunglückten Schulmail angedachten (hüstel) rollierenden System mal durchgeplant. Es geht..., wenn die Eltern es verstehen, die lieben Kleinen mitspielen, und niemand aus dem verbleibenden Nicht-Risiko-Kollegium ausfällt. Dann würde jede Klassenstufe bis zu den Sommerferien achtmal in die Schule kommen. Immerhin.

    Aber wir rechnen eigentlich damit, dass am Mittwoch wieder etwas ganz anders entschieden wird.

    Ich kann deine Meinung auch nicht ändern, egal. Aber ich sehe einen deutlichen Unterschied zwischen einem öffentlichen Interview (WDR) und einer internen Anweisung an die Schulen. Sowohl in der Form, als auch in der Reihenfolge.

    Zitat
    Die Grundschulen in NRW sollen wie geplant am 4. Mai wieder öffnen. Das betonte Schulministerin Yvonne Gebauer am Dienstaggegenüber dem WDR. Wie bei den Gymnasien sollen aber zuerst nur die Schulleitungen zur Vorbereitung wieder in die Schulen zurückkehren.

    - Sagte die Ministerin und nicht der Stammtisch. Das ist der Unterschied. Klar ist, dass alle "innerhalb des Systems Schule" wissen, was in den Wochen vorher in den Schulen gelaufen ist. Die meisten anderen aber nicht, und ziehen ihre Schlüsse. Eine Ministerin für Schule und Bildung muss in der Lage sein, ihre Worte so zu wählen, dass die Stammtische nicht noch von ihrer Seite aus bedient werden. Insofern: Unqualifizierte Äußerung, ohne jeden Zweifel.

    Wenn du mit Leuten sprichst, die nicht im System Schule arbeiten, merkst du, wie die kritisierte Aussage rüberkommt: Sogar die Schulleitungen machen fünf Wochen Osterferien mit vollen Bezügen, anstatt zu arbeiten. Und Frau Gebauers Interviews haben nun mal einen anderen Stellenwert als Stammtischgeplapper, sollte man meinen.

    Und solch unqualifizierte Aussagen einer Ministerin sind sicher viel peinlicher als ein paar Buchstabendreher in einem wütend verfassten Brief. Ja, lieber Frosch, da bist du zu gelassen. Und ich bin nicht in einem Schulleitungsteam, trotzdem könnte ich mich sowas von aufregen... :sauer:
    :schimpf::qualm::explodier:

    Ich halte das Wort "Unverschämtheit" sogar für eine Untertreibung. Viele Kolleg*innen, gerade aus den Schulleitungen, finden sicher noch stärkere Worte, die besser nicht veröffentlicht werden sollten. Genau das habe ich - hiermit - gemeint.

    Ab 7. Mai sollen die Grundschulen wieder öffnen

    Das betonte Schulministerin Yvonne Gebauer am Dienstag (28.04.2020) gegenüber dem WDR. Wie bei den Gymnasien sollen aber zuerst nur die Schulleitungen zur Vorbereitung wieder in die Schulen zurückkehren. "Die Schülerinnen und Schüler kommen dann frühestens ab dem 7. Mai", so Gebauer. Eine Entscheidung über diesen Plan werde in dieser Woche fallen.

    Also meine Schulleitung hat sich schon seit letzte Woche auf den 4. Mai vorbereitet... Welche SL war denn in den letzten Tagen nicht in der Schule? :ka:

    Tja, und was soll ich sagen? Es ist - vor allem anderen - zum Unterstellen aller Arbeitsmaterialien (Grundschule...) und als ruhige Rückzugsmöglichkeit zum Arbeiten außerhalb der Wohnung gut. Alles, was mit funktionierender Internetverbindung (die habe ich da nicht) zu tun hat, mache ich an einem kleineren Arbeitsplatz in der Wohnung.

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