möchtest Du mit einem Durchschnittsrentner tauschen? Echt? Ich nicht.
Beiträge von DeadPoet
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Gibt es irgendeine Berufsgruppe außer Lehrer, wo in einem Meckerfaden über eine schlechte Tarifrunde reihenweise Leute betonen, dass wir es doch gut haben? Ist das referendariatsinduziertes Stockholmsyndrom oder so? Spendet doch einfach das höhere Gehalt an den Dienstherren zurück, wenn ihr mit über 3 Jahre hinweg vermutlich an die -10% Reallohn zufrieden seid. Die Tariferhöhungen auf die Jahre 2020, 2021, 2022 aufgeteilt ergibt knappe 1%. Das ist keine Erhöhung, das ist angesichts der Inflationsrate noch eine Kürzung. Ein Schlag ins Gesicht.
Renten steigen um 5% im gleichen Zeitraum!
Heute kam die Meldung, dass die Renten sehr wahrscheinlich NICHT um 5% steigen.
Du wirst es kaum glauben, ich spende tatsächlich Teile meines Gehalts - nun allerdings nicht an den Staat.
Ich habe auch geschrieben - Lesekompetenz? - dass ich 2,8% bei 5% Inflation nicht gut finde. Allerdings auch keinen Grund "oh weh ... Doom and gloom" zu schreien. Ja, es mag auf eine Kürzung hinaus laufen (auch wenn die Inflation nicht über zwei Jahre auf 5% bleiben wird) ... aber es gibt viele Leute, die in dieser Zeit den Gürtel enger schnallen müssen, noch enger, wenn sie um den Job fürchten. Ich habe mich noch nie über mein Gehalt beklagt, wenn ich etwas ändern könnte, dann nicht an der Summe des Geldes, sondern an Arbeitsbedingungen und Arbeitspensum.
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Finde ich 2,x % bei ca. 5% Inflation gut? Nein.
Habe ich Grund, mich zu beklagen? Nein.
- kein wirklich niedriges Gehalt
- sicherer Arbeitsplatz
- mit Sicherheit - trotz allem - weniger Stress als manch andere im öffentlichen Dienst.
Die Person, die 4000 Euro verdient, braucht doch die Sonderzahlung nicht wirklich so dringend, wie die mit 2000 Euro. Von daher finde ich es schon etwas merkwürdig, wenn man sich beklagt, man hätte von der Sonderzahlung nicht so viel.
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Naja, z.B. dass das Sozialsystem irgendwann überlastet werden könnte.
Hm, viele Menschen, die nach Deutschland einwandern, finden hier Arbeit, zahlen in das Sozialsystem ein. Ich würde mal behaupten, bei unserer Geburtenquote wäre unser System ohne Zuwanderung schon heiß gelaufen (oder noch heißer). Zuwanderung sorgt für dringend benötigte Arbeitskräfte, hör Dich mal um, was viele Betriebe und Firmen dazu sagen.
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Ausschließen will ich mal gar nix, aber ich glaube nicht, dass Wechselunterricht kommt, geschweige denn Distanz. Paar Tage eher Ferien ... vielleicht.
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Ich kenne ein Ehepaar (den Mann schon seit seiner Kindheit), beide arbeiten im Krankenhaus. Ich erspare es mir, zu schreiben, was sie mir erzählen / sagen. Schwankt von ohnmächtiger Wut bis zur völligen Verzweiflung ...
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Nachtrag zur Waldorf-Debatte und den bereits erwähnten Ausbrüchen in Freiburg nach einer Zirkusveranstaltung:
Ob wohl irgendjemand an der Schule aus den massenhaften Infektionen gelernt hat?
Wundert mich nicht.
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Die CDU von 1970 ist aber nicht mehr die CDU von heute. Ansichten / Politik entwickelt sich weiter. Eine Partei, die 1980 noch gut wählbar war, muss das heute nicht mehr sein. Die AFD mag die CDU von 1970 sein, wählbar ist sie deshalb heute noch lange nicht.
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Ich hatte am Freitag Frühaufsicht. Da kam plötzlich ein Schüler auf mich zu ... ich hatte den mal zwei Jahre in der Mittelstufe, jetzt ist er wohl 10. Klasse. Hat einen Youtube-Channel und gibt sich als Rapper (ist evtl. auch einer). Also kein Streber, kein "Schleimer".
Sagt zu mir: "Sie hatten doch vorgestern Geburtstag (stimmte auch) ... alles Gute".
Ich war überrascht ... "Stimmt, danke. Woher weißt Du das?"
"Das haben Sie uns vor drei Jahren mal erzählt."Ich war noch überraschter ... "Was Du Dir merken kannst." (ich hatte ihn jetzt nicht für einen sehr aufmerksamen Schüler gehalten, der sich sowas merkt ... ist ja nicht wirklich wichtig).
Antwort: "Na, bei einem tollen Lehrer merk ich mir das." ... Ich bin jetzt noch fast sprachlos. In meinen schönen Erlebnissen als Lehrer mit Sicherheit in den Top 5 ... davon zehre ich jetzt wieder das ganze Jahr (und länger).
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Elternabende: Unterstufe in Präsenz ... alles andere digital. Wobei schon die Unterstufe allein mehr als diskutabel ist.
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Wobei die Verantwortung für die missliche Lage der Jugendlichen dann nicht in erster Linie bei den staatlichen Stellen, sondern bei den Eltern liegt ...
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Ich verstehe den Zweck / die Wirkung von solchen Schulshirts ... allerdings sehe ich Formen der "corporate identity" kritisch. Emotionale Verbundenheit ist in vielen Bereichen positiv ... kann aber auch ganz schnell ins Negative gehen ("Wir gegen die anderen" - wie bei Fußball- oder auch Fan-Shirts zu sehen). Bei Schülern wird die emotionale Verbundenheit nicht so weit gehen, um sich wegen ihr von der Institution ausnützen zu lassen ... bei Lehrkräften bin ich mir nicht so sicher ("Unsere Schule muss / soll ... und da machen wir jetzt mit und opfern noch zusätzlich Zeit ... weil UNSERE Schule").
Ja, ich seh's wohl zu negativ ...
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Die allermeisten meiner SchülerInnen haben ein gutes Gespür dafür, was man da anzieht. In Jogginghosen habe ich noch keine(n) gesehen. Es gibt aber zwischen Anzug und Schlabberlook eine große Bandbreite an Kleidung, die für mich völlig ok ist. Ich hatte weder im Staatsexamen an der Uni noch bei Lehrproben einen Anzug an.
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Wir haben auch 80% des Erbgutes mit einer Banane gemein.
Und es käme nie jemand auf den Gedanken, den Menschen als Banane zu bezeichnen. Ähnliches gilt für den Affen. Nur weil man zur gleichen Familie gehört, heißt es nicht, dass alle in der Familie Mama sind.
https://www.nationalgeographic.de/tiere/2021/01/…ende-faehigkeit
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Der Wikipediaartikel ist also inhaltlich falsch?
Das wäre nicht der erste falsche Wiki-Artikel. Im Ernst ... Lehrer berufen sich bei Diskussionen auf Wikipedia?
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Naja, Menschen sind Affen
Nein.
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Alles, alles Gute auch von mir.
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Ich denke, 40 Stunden beträgt meine Arbeitszeit tatsächlich in der Woche, wenn ich die Ferien und die 30 Tage Urlaub mit einrechne. Von daher ist das ok ... das Problem ist die ungleiche Verteilung der Stunden auf die Wochen. Es gibt Wochen, da komme ich evtl. auf nur 15-20 Stunden (Weihnachts"ferien" wenn ich eine Schulaufgabe korrigieren muss ... oder zwei). Auch während der Unterrichtszeit gibt es Wochen mit nur ca. 30 Stunden (oder sogar weniger).
Und dagegen stehen dann Abiturprüfungswochen (Colloquium, Korrektur schriftlich), Wochen, in denen Zeugnisse erstellt werden usw. mit z.T. weit über 50 Stunden.
Ich hatte früher auch immer die erste Schulwoche als locker gesehen, inzwischen sind wir aber bei fast vollem Unterricht, 5 Stunden Gesamtkonferenz und zwei Fachsitzungen mit je 2-3 Stunden. Wenn man dann noch Klassleitung hat, ist die erste Woche auch schon bei 40+ Stunden.
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Schön, wenn es so wäre. Wenn einfach die führen, die fahren wollen, braucht man aber nicht aber höherer Ebene etwas beschließen. Solche Beschlüsse führen dann eben dazu, dass auch die, die nicht von dem Konzept überzeugt sind, die Arbeit. Insofern muss ich zitierten Aussage auch ein Stückchen Naivität attestieren.
Könnte aber auch sein, dass unser Kollegium halt zum großen Teil auch für das einsteht, was es beschließt und die, die "Ja" stimmen dann halt mitfahren ... das "bei uns" und den Konjunktiv "müssten" sollte man schon erkennen, bevor man Naivität attestiert. Und wenn wir Wortklauberei betreiben wollen, kauf ich Dir ein "machen" und ein "der".
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Bekomme ich die Kosten erstattet? Ja, aber erst seit einigen Jahren.
Ist es Mehrarbeit? Meiner Meinung nach schon.
Wusste ich, dass das zu den Dienstpflichten gehört? Ja.
Fahre ich freiwillig? Unter gewissen Umständen ja (wie geht es mir grad selbst (Stressfaktor), halte ich die Fahrt für sinnvoll, usw).
Würde ich ohne großen Aufstand auch fahren, wenn mein Chef es anordnen würde? Ja.
Ein guter (kluger) Chef wird sowas allerdings nur im äußersten Notfall anordnen. Übrigens beschließt bei uns die Gesamtkonferenz das Fahrtenprogramm (welche Schullandheim-, Skilager- und Abiturfahrten ... wann ... wohin?). Von daher müssten sich ja auch immer genügend "Freiwillige" finden, sonst würden die Fahrten ja auch gar nicht beschlossen.
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