Beiträge von DeadPoet

    Bayern, Gymnasium: Ab der Zeugnisübergabe (=offizielle Verabschiedung der Abituritenten) zählen die durch die wegfallenden Kurse gehaltenen Stunden als Minusstunden, so dass, wenn man zusätzliche Stunden hält, man erst mal nicht so leicht Mehrarbeit in Rechnung stellen kann. Alles andere bleibt den Schulen überlassen - theoretisch kann man ja jedem immer ein paar zusätzliche Stunden zuweisen; gute Schulleitungen werden vor der Zeugnisangabe erst mal die heranziehen, die weniger belastet sind, je nachdem, wie die Situation halt so aussieht.


    Stimmt. Das zugehörige KMS (dass erst nach Zeugnisübergabe Minusstunden zu berechnen sind) ist aber den Vertretungsplanern bei uns (die häufiger mal wechseln) immer wieder "nicht bekannt", so dass der Personalrat regelmäßig daran erinnern muss.

    Ich bin Familienvater, zwei Kinder ... wir zahlen unser Haus ab. Ich arbeite Vollzeit, meine Frau ist bei den Kindern zu Hause. Einmal im Jahr können wir in Urlaub fahren (fliegen) und auch sonst habe ich nicht den Eindruck, dass wir uns finanziell sehr einschränken müssen (wir können Essen gehen - klar, nicht jeden Tag, jeder kann seine Hobbies finanzieren, wie z.B. Sportverein oder Musik machen).


    Ich kann über viel jammern (Arbeitsbelastung, mangelnde Wertschätzung), aber ich sehe keinen Grund, über das Geld zu klagen.

    Wenn der Vertretungsplaner Dich bereits am Freitag für eine Vertretung am Montag einplant und Du darüber informiert wirst (bzw. Dich selbst durch Blick auf einen Vertretungsplan am Freitag noch informieren kannst), wirst Du die Stunde wohl halten müssen, im Prinzip egal, wann sie am Montag liegt (mit vernünftigen Vertretungsplanern lässt sich da aber reden). Wenn Du aber am Montag um kurz nach 11 nach Hause fährst und dem Vertretungsplaner fällt dann ein, dass Du ja mal kurz um 12 Uhr eine Stunde vertreten könntest, dann kannst Du das ja schlecht wissen. Eine Pflicht zur Anwesenheit in "Freistunden" besteht nicht, der Vertretungsplaner könnte dann nur noch bei Dir zuhause anrufen ... aber da besteht auch keine Pflicht, "daheim" zu sein.

    Bei uns muss man vor der Rückgabe von Leistungserhebungen, die besonders schlecht (Schnitt schlechter als 4,2 oder die Hälfte der Klasse Note 5 oder 6) oder besonders gut (Schnitt besser als 2,0 oder Hälfte der Klasse Note 1 oder 2) ausgefallen sind, diese der Schulleitung vorlegen (nix Dramatisches, kurzes Gespräch, SL schaut sich die Notenverteilung, die Angabe und evtl. 1-2 Schülerarbeiten an - die er z.T. ja nicht wirklich beurteilen kann - und will ggf. kurz wissen, wie man sich diesen "Ausrutscher" nach unten oder oben erklärt. Keine Erklärung wird - solange nicht zu oft - auch akzeptiert).

    Ich glaube, es gibt da schon einen Unterschied. Es gibt Schülernachfragen, bei denen ist den SuS auch klar, dass die Antwort "nein" ist, aber es geht auch mehr um ein leichtes Necken oder Frotzeln des Lehrers.


    So nach einer bis 1 1/2 Wochen beginnen dann die ernsthaften Nachfragen. Bei uns interessiert es also durchaus, wann man was zurück gibt.


    Und: Die Fachbetreuung schaut jede Schulaufgabe (in Nicht-Schulaufgabenfächern auch jede Stegreifaufgabe) an (Aufgabenstellung und stichprobenartig einige Schülerarbeiten und die entsprechende Korrektur). Aber ja, es passiert nicht so viel, wenn da keine gute Arbeit geleistet wird ...

    Ich habe bisher ziemlich wenige Seiten im Internet gefunden, die vom Vokabular und Anspruch her einigermaßen passen. Dazu kommt, dass man sich sehr oft die richtige Lösung anzeigen lassen kann und das tun viele SuS dann auch sehr schnell (bevor sie selber nachdenken). Ich erstelle da lieber Arbeitsblätter, denn die passen genau zum Unterricht, zum vorhandenen Vokabular, zum gewünschten Niveau etc.

    Wir haben an der Schule zwei Ehepaare (mit beiden habe ich viel Kontakt und verstehe mich sehr gut) - es funktioniert blendend.
    Allerdings haben wir auch einige Kolleginnen und Kollegen, deren Partner(in) an einer anderen Schule in der Gegend arbeitet - ob das gewollt war oder nicht, weiß ich nicht.


    Lasst das doch einfach auf Euch zukommen. Wenn es nicht so gut funktioniert, kann einer immer noch einen Versetzungsantrag an eine andere Schule in der Gegend stellen.

    Älter wirst von alleine ... das Problem (falls es eins wird) löst sich von selbst.


    Es ist gar nicht einmal gesagt, dass Dich die Klasse wegen des Aussehens nicht ernst genommen hat. Ich habe durchaus erlebt, dass Praktikanten - egal wie alt oder jung sie aussahen - von älteren Schülern erst einmal nicht ernst genommen wurden. Auf Dauer wird man ernst genommen, wenn man zeigt, dass man etwas kann und die Stelle vor der Tafel nicht im Lotto gewonnen hat. Wenn die Schüler merken, dass der vorne Ahnung hat, kaufen sie ihm das Wissen ab.


    Löse Dich etwas von Deinem Aussehen, darauf kommt es in einem Schuljahr eher weniger an. Klar hat man leichteres Spiel am Anfang, wenn die Mädels in der Klasse alle dahin schmelzen oder die Jungs einen cool finden (aber nur am Anfang ... und wenn dann nur heiße Luft kommt, nützt dieser Ersteindruck nix). Ebenso kann die erste Reaktion sein: "Der sieht ja aus, wie ein Schüler" oder "Bäh, sieht der doof aus." Ich habe aber noch nie erlebt, dass das bei kompetenten Lehrern (Lehrerinnen) auf Dauer ein Problem gewesen wäre (immer vorausgesetzt, Kleidung ist nicht dreckig, man stinkt nicht und die Haare sind kürzlich mal gewaschen worden).


    ("Sehe mich vom Aussehen selber nicht als Lehrer." ... Aha ... weil? Wie muss ein Lehrer aussehen?).

    Ich habe für jedes Fach, jede Jahrgangsstufe eine Open Office Datei (also Gesch6, Gesch7, Engl5 etc - da ist jedes Arbeitsblatt, jeder Stundenaufbau für dieses Fach für diese Jahrgangsstufe in der Reihenfolge des Schuljahres drin). Die befinden sich alle im gleichen Ordner auf meinem PC (Schule). Alle paar Monate speichere ich diesen Ordner auf eine externe Festplatte (überschreibe also auch die alten Daten). Kaufe ich einen neuen PC, wird der Ordner "Schule" eben wieder auf den neuen PC kopiert ...

    Ich habe zwei Kinder im bayerischen Schulsystem (Tochter am Gymnasium und Sohn an der Realschule). Bis die Kinder aus der Grundschule waren, war ich - in einem riesigen Anfall von Naivität - der Ansicht, dass Kolleginnen und Kollegen gute Arbeit leisten und sich selbst an bestimmte Regeln halten. Ich muss in aller Deutlichkeit sagen, dass ich davon nun geheilt bin und den Vorsatz, sich als Vater nicht einzumischen (weil ich als Lehrer halt auch Eltern erlebe, die sich aus meiner Sicht zu stark einmischen) nicht durchhalten konnte.


    - Kolleginnen und Kollegen, die einschlägige KMS nicht kennen (verzeihlich!), dann aber Unkenntnis mit falschen Sachbehauptungen zu verschleiern versuchen (und damit bei Nicht-Lehrern wohl Erfolg hätten)
    - Kolleginnen und Kollegen, denen es in sogenannten Lernfächern wirklich nur auf das Auswendiglernen einer ganzen Heftseite und das Wissen jedes Details ankommt (Geschichte: Alle Kriege Ludwigs XIV mit Jahreszahlen, aber NICHT, warum sie geführt wurden bzw. welche Ergebnisse sie hatten)
    - Kolleginnen und Kollegen, die einen Schüler kurz vor einer mündlichen Prüfung wegen einer vergessenen Kleinigkeit so zur Schnecke machen, dass der Schüler in der (zwei Minuten später bei der gleichen Lehrkraft) Prüfung nicht mehr weiß, ob er Männlein oder Weiblein ist
    - Kolleginnen und Kollegen, die zum vereinbarten Sprechstundentermin nicht da sind (nicht erkrankt!) und dann nicht einmal den erbetenen Rückruf (natürlich während der Dienstzeit an der Schule) durchführen
    - Kolleginnen und Kollegen, die sich auf Klassenfahrten mit ein paar Flaschen Wein zu den SuS setzten und diese zum Mittrinken animieren


    (nur ein paar Beispiele aus den letzten Jahren (und nein, ich habe mich nicht bei allen Vorfällen "eingemischt", auch wenn es mir schwer fiel ... aber doch bei ein paar)).

    Ich habe einen Laptop ... der ist privat und wird für dienstliche Zwecke nicht genutzt - basta (Unterrichtsvorbereitung läuft am "normalen" PC, wenn ich dann etwas für die Schule brauche kann ich mir das entweder über unser Schulportal in die Schule schicken oder ich zieh es auf USB Stick).

    Putzmunter ... das kann genau das Problem sein: Ich habe nichts (damit) gemacht, weil ich eventuelle Nachteile befürchte. Und genau darum findet man immer wieder Kolleginnen und Kollegen, die fast alles schlucken.


    Natürlich wäre es blauäugig, wenn ich jetzt sagen würde, dass es da nie im Leben Nachteile geben würde ... aber: ich habe auch schon erlebt, dass auf Kolleginnen und Kollegen, die sich mal wehren, in Zukunft deutlich mehr Rücksicht genommen wird. Man weiß halt nicht, in welche Richtung es geht. Nur: Welche Nachteile wären denn zu befürchten?

    Die GEW hatte mal ein Formular "Überlastungsanzeige" (müsste man noch im Netz finden und ich glaube, jemand aus diesem Forum hatte auch mal den Link geposted). Darin wird der Dienstherr darauf hingewiesen, dass man aus genannten Gründen sich außer Stande sieht, seine Aufgaben vernünftig zu erfüllen und er - im Rahmen seiner Fürsorgepflicht - sich Gedanken um Abhilfe machen soll.


    Ob's was hilft weiß ich nicht ... ich kann Dir gut nachfühlen, nachdem ich überraschend noch einen OBerstufenkurs mitten im Jahr (einschließlich Abiturprüfung) zu meinen schon vorhandenen zwei dazu bekommen habe, ist bei mir auch etwas dicke Luft (Korrekturtage gibt es bei uns nicht und mit der Frage, ob man denn mal etwas länger als drei Wochen brauchen dürfe - bei ca. 75 Klausuren - braucht man erst gar nicht zu Schulleitung gehen).


    edit: hier zum Beispiel: http://www.gew-koeln.de/02/web…/ueberlastungsanzeige.htm

    In Bayern heißt es: Hilfsmittel KÖNNEN verwendet werden / sind erlaubt ... da steht nichts davon, dass sie verwendet werden müssen (höchstens, dass die Verwendung zu erlauben ist). Das würde ich jetzt so interpretieren, dass ich niemanden hindern darf, sie zu verwenden, aber nicht, dass ich sie zur Verfügung stellen / aufdrängen muss, wenn das Interesse an der Verwendung so gering ist, dass man sie zuhause vergisst.

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