Beiträge von DeadPoet

    Das ist jetzt nicht wirklich neu und auch völlig klar - Ferien sind nicht Urlaub (erstaunt mich etwas, dass man darüber diskutieren soll). An bestimmten Schulen müssen Lehrer in den Ferien Telefondienst leisten (also das Telefon im Sekretariat "bewachen"), Korrekturen in den Ferien sind ganz normal. Wenn "Nachprüfungen" abzuhalten sind (Schüler hat Fach nicht bestanden, er kann unter bestimmten Voraussetzungen am Ende der großen Ferien eine Prüfung in dem Fach machen und wenn das Gesamtergebnis Jahresnote/Prüfung für ein Vorrücken reicht, dann kann er vorrücken), muss ich auch die letzten Ferientage im Sommer erreichbar sein, die Prüfung erstellen und abhalten.
    Das einzige Argument ist: Auch wir haben das Recht auf 30 Tage Urlaub (plus ggf. das "Abfeiern" von Überstunden, die aber nie wirklich erfasst werden). Bisher ist das "Gentleman-Agreement" bei uns, dass man uns in den Ferien nicht groß gängelt und wir dafür akzeptieren, dass wir wohl im Schnitt mehr als 40 Stunden in der Woche (auch unter Einberechnung der Ferien, vgl. einschlägige Studien, arbeiten).

    Die kannst du aber nicht viel benutzt haben, sonst wären sie schon längst kaputt. :) Jute ist wirklich ein ungeeignetes Material für Einkaufstüten.

    Naja, ich pass auf meine Sachen immer gut auf ;) . Ich hatte sie halt als Taschen für meine Noten bei Proben ... und jetzt ist musikalisches Krimskrams drin (Stimmgerät, Kapodaster etc).

    Rassismus, wie diverse andere -ismen, das weiß man inzwischen, ist sehr viel mehr ein psychologisches (manchmal pathologisches) Problem als etwas Kognitives.
    Auch hoch intelligente Menschen entwickeln oder erleben Minderwertigkeitskomplexe, Angststörungen, tiefe Unsicherheitsgefühle, schwere Selbstwertkrisen uvm. Alles davon kann in diverse psychische Störungen ausarten, oder eben auch in - immer irrationalen - Hass/Verachtung gegenüber anderen Gruppen. Ethnien, Frauen, Homosexuelle, ....

    Richtig. Nur gehe ich eigentlich davon aus, dass ich durch Rationalität bestimmte (leichte) Störungen überwinden kann, wenn sie mir bewusst werden bzw. wenn mir bewusst wird, dass diese Störung schlecht für mich oder andere ist. Ich war als Kind eher still und schüchtern (schon mindestens in der Nähe von Minderwertigkeitskomplexen, Unsicherheit, Angst) ... wer mich heute erlebt, wird das wohl nicht glauben. Ich hab an mir gearbeitet, als ich merkte, dass das so nicht weiter gehen kann (ohne professionelle Hilfe).
    In meiner Jugend waren "Negerküsse", "Mohrenköpfe" oder "Zigeunerschnitzel" für uns ganz normale Begriffe. Ob falsch oder richtig, das wurde gar nicht hinterfragt. Die Begriffe wurden von allen Menschen, die ich kannte, verwendet. Sie fanden natürlich Eingang in meinen Wortschatz und ich habe sie ohne große Gedanken verwendet. Als es in der Gesellschaft deutlich wurde, dass man sie nicht verwenden sollte, war es gar nicht so einfach, sie unbedacht nicht mehr zu benutzen. Aber wenn man sich eben bewusst wird, dass diese Begriffe nicht verwendet werden sollten, kann man sich bemühen, es abzustellen.

    Natürlich: Je tiefer die Störung (der Rassismus), desto weniger nutzt Rationalität. Aber ich würd's dennoch im Kollegium als Erstes damit versuchen.

    Evtl. ist es naiv und kommt daher, dass ich das Problem noch nie erlebt habe ... aber ich hab es im Kollegium doch mit gebildeten Leuten zu tun, die wenigstens im Ansatz zu rationalem Denken fähig sind. Von daher würd ich erst einmal eine Sachdiskussion versuchen (auch mit dem Hinweis auf den Werten des GG und des Lehrplans). Ja, mir ist klar, dass man bei bestimmten Leuten damit gar nicht weiter kommt, aber im Kollegium wäre das mein erster Ansatz.

    Ich kann dir versichern, das ich Lehrer bin. Ich habe auch gemerkt, dass ich mich einige Male vertippt habe oder wie Wortwahl nicht angemessen war. Ich schätze es, solche Verdächtigungen zu äußern.

    Ich schreib es ja ungern, aber ein Deutschlehrer, der mehrfach (!) "das" statt "dass" schreibt und umgekehrt (auch hier einmal und in vorangehenden Beiträgen) ... das ist für mich schon mehr als "vertippt".

    Weil es einige Lehrer OHNE Klassenleitung und ebenso vielen Stunden Teilzeit, wie ich sie habe, gibt. Und da finde ich das immer unfair.Denn es sind mehrere Stunden Mehrarbeit pro Woche, durchgängig, das ganze Jahr. Zu Zeugnis- bzw Lernentwicklungsgesprächszeiten dann extrem viele mehr (das dürfte dann die Ferien mit abdecken).
    PS An meiner alten Förderschule hatte eine Kollegin mit 8 Stunden Klassenleitung.

    Deshalb führt an meiner Schule der Personalrat eine Liste, wer wie oft schon Klassleitung hatte und achtet darauf, dass jede(r) mal dran ist bzw. eine Pause bzgl. Klassleitung bekommt.

    Muss es denn ein persönliches Gespräch sein? Bestimmte Dinge lassen sich auch z.B. durch ein Telefonat regeln ... oder durch eine email. Dann muss weder die Mutter noch die Lehrkraft zu einem bestimmten Termin an der Schule sein.

    Bei uns gibt es deshalb vor den (Klassen)Fotos für den Jahresbericht extra den schriftlichen Hinweis, dass man, wenn man sich mit der Klasse fotografieren lässt, auch der Veröffentlichung im Jahrbuch zustimmt.

    Aber: Wenn Klassenfotos gemacht werden ... zu welch anderem Zweck, als für das Jahrbuch? Nach einem Jahr Schule (oder sogar schon Referendariat) weiß man das doch? Mir ist doch völlig klar, dass wenn im schulischen Zusammenhang (von einem Fotografen oder der Lehrkraft, die für sowas zuständig ist) von mir Fotos gemacht werden, selbige auf der Homepage, im Jahrbuch oder in der Zeitung veröffentlicht werden können.

    Ihr macht's euch aber auch ein bisschen einfach :respekt:

    Natürlich ist es verkürzt zu sagen, weil man einiges an Schulwissen vergessen hat, ist Schule sinnlos. Trotzdem ist es nicht zu leugnen, dass der 45-min.-Takt-Frontalunterricht nicht die Qualtität hat, die es braucht, um Motivation zu wecken und ernsthaftes Auseinandersetzen mit dem Unterrichtsgegenstand zu erzeugen. Und dass Pubertiere sich noch schwerer tun, sich auf Kommando zu konzentrieren, ist auch nix Geheimes. Ich erinnere mich noch rege an die Langeweile über die Wahlsysteme von GB, F und USA. Bei der Wahl von Trump fiel mir das wieder ein: da hab ich angefangen zu lesen, was es mit der Wählerei in Amiland auf sich hat und warum der gute Mann eigentlich Präsident werden konnte. Der Fächerkanon hat seine Tücken. Und Noten: Waldorfschulen leben seit Jahrzehnten ohne Noten und dort vermisst sie auch niemand. Anthroposophen sind ein eigenes Völkchen, ganz klar, aber was ich sagen will: man wird auch ohne Noten groß, vor allem braucht man sie nicht, um besser lernen zu können.

    Also nach den letzten Artikeln, die ich über Waldorfschulen gelesen habe, möchte ich die nicht als positives Beispiel stehen lassen.

    Artikel z.B. hier: https://www.sueddeutsche.de/bildung/100-ja…ritik-1.4588339

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