Ich habe das Buch nicht gelesen, sondern nur das Interview mit dem Autor gesehen, das reicht mir aber. Ich weiß nicht, in welcher Parallelwelt der Gute lebt, aber er hat völlig unrealistische Vorstellungen davon, was in Grundschulen heute tatsächlich stattfindet. Insofern mag er die erwünschten Antworten geben, aber was soll man von Antworten halten, die auf falschen Vorstellungen fußen?Sollte man also als Junglehrer an weiterführenden Schulen dieses Buch tatsächlich lesen, empfehle ich ergänzend dazu unbedingt den Besuch einer real existierenden Durchschnittsgrundschule vor Ort!!!
(auf dass es nicht noch mehr Oberschullehrer gibt, die sich mit einfachen Antworten aufgrund festgefahrener Vorurteile begnügen....)
Ich glaub das sofort. Wir Gymnasiallehrer klagen über das, was die Kinder alles von der Grundschule her nicht können ... aber ich glaube keine Sekunde, dass die Grundschullehrer auf der faulen Haut liegen würden. Die haben ganz andere Baustellen ...
Aber von oben her (Ministerium) könnte man den Grundschulen wieder mehr Zeit für die Basics geben, statt gut gemeinte aber in der Wirklichkeit nicht so hilfreiche Projekte/Unternehmungen/Fächer vorzuschreiben (ich würde Englisch in der Grundschule wieder weg lassen und statt dessen in der Stunde, die man dann mehr hat, mehr daran arbeiten, dass die Kinder Subjekt und Verb - nicht unbedingt mit diesen Begriffen - sicher erkennen können ... davon hätte ich in Englisch auch was.)
Ich hab den Autor übrigens auch nicht so verstanden, dass er die Grundschule kritisieren will, sondern das ganze System ... und noch mehr die ganze Gesellschaft.