Beiträge von Brick in the wall

    ich drücke die Daumen, dass es klappt. Ob nun mit offzieller Verlgegung oder einem netten Kollegium, das an dem Nachmitatg einspringt.
    Wenn ich die Geschichten mit der Beerdigung etc. lese, kann ich mich wirklich nur fragen, was das für SL sind. Klar, Vorschriften gibt es. Aber es gibt auch mal Dinge, die wichtiger sind. Ich bin jedenfalls froh, in einem Kollegium zu sein, in dem ich Leute auch mal um einen Gefallen bitten kann (für mich Vertretung übernehmen, wenn es wirklich nötig ist), mit einer SL, die das dann auch mitmacht.
    Ist ein Geben und Nehmen. Eine gute Leitung weiß das.

    Wenn die Eltern am Telefon unverschämt werden, dann nicht telefonieren.
    Ordnungsmaßnahmen ergreifen und schriftlich darüber informieren. Vielleicht kann man sich einmal von einem Dolmetscher Textbausteine erstellen bzw. übersetzen lassen.
    Falls es so weit geht, dass man sich schon die Frage stellen muss, ob die Kinder beschulbar sind, Kopie an Schulaufsicht.

    Briefe ungeöffnet zurückschicken! Geht's noch?

    Sollen sie doch zur SL gehen und gucken, wie weit sie kommen...

    Das wird die Lage sicher nicht entspannen. Wenn ich mir vorstelle, Eltern würden genau das mit einem Brief von mir tun...
    Meine Erfahrung ist, dass es sinnvoll ist, SL möglichst früh zu informieren. Das gibt Rückendeckung oder Tipps für das weitere Vorgehen (oder beides!) und ermöglicht es der SL, gegenüber Eltern zu reagieren, wenn sie sich melden.
    Weiterhin wichtig: Das Kind nichts von dem Konflikt spüren lassen, sondern sachlich mit ihm umgehen. Schwierige Eltern wird man oft nicht überzeugen können, aber man kann sicherstellen, dass die eigene Arbeits- und Handlungsfähigkeit erhalten bleibt.
    Und außerdem wichtig: Selbst wenn du vor der Ankündigung, die SL einzuschalten, Angst haben solltest, zeig sie nicht.

    Wer kennt es nicht?
    Beim Pflegschaftsabend möchte sich niemand zur Wahl stellen. Hat jemand schon die Erfahrung gemacht, dass auch anch mehreren Anläufen beim Pflegschaftsabend niemand zur Kandidatur bereit war?
    Wie seid ihr vorgegangen, wie lange habt ihr gewartet? Und weiß zufällig jemand, ob die Eltern einer Klasse in NRW verpflichtet sind, einen Vertreter zu wählen? Dass sie das Recht auf eine Vertretung haben, ist klar. Aber MUSS eine Klasse eine Elternverttretung haben?

    An Gymnasien sind der stellv. SL und die Stufenkoordinatoren A15, evtl. (je nach Größe der Schule, Stellenzuweisung, Haushaltslage...) noch weitere Personen. Für eine Leitungsposition empfiehlt man sich idealerweise durch langjährige gute Arbeit. Dann kann man sich bewerben, wenn eine Stelle ausgeschrieben wird. Evtl. wird man auch im Vorfeld angesprochen. Wenn die Bwerbung läuft, kann es möglich sein, dass es andere Bewerber gibt, die die entsprechende Tätigkeit schon lange machen, die haben dann einen Vorteil, wenn auch nicht auf der formalen Ebene. Evtl. kommen auch externe Bewerber auf den Plan, da die A15 oder sogar A16-Stellen rar sind. Planbar ist das also nicht. Ggf. kann man sich ausrechnen, wenn z.B. das ganze Oberstufenteam um die 60 ist, dass da in einigen Jahren etwas möglich ist o.ä.

    Zu Mikaels Variante kann ich nichts sagen, da fehlt mir die Erfahrung. Fachleiter zu werden, wäre auch eine Möglichkeit. Nach meiner Wahrnehmung werden da vor der Ausschreibung auch oft Leute angesprochen, die aus irgendwelchen Gründen im Seminar bekannt sind.

    Ob ein Verfahren für eine Leitungsposition wirklich offen ist oder ob es gewünschte Kandidaten gibt, wird man normalerweie nicht vorher erfahren. Evtl. kann man aber 1 und 1 zusammenzählen. Das ist in der Schule nicht anders als woanders auch. Das muss auch nicht unbedingt Mauschelei sein. Wenn sich jemand über Jahre bewährt hat, z.B. als Stufenleiter, dann halte ich es für halbwegs natürlich, dass derjenige der gewünschte Kandidat sein kann.

    Erprobungs- oder Mittelstufenkoordination. An Gesamtschulen die Didaktische Leitung, wenn ich mich nicht irre. An meinem Gymnasium hat eine Kollegin A15 für Schulentwicklung und alles rund um Förderung. ich weiß, dass es Schulen gibt, wo die Studien- und Berufswahlkoordination A15 ist. Ist aber eher selten. Ebenso wie die FAchbereichskoordination, auch eher selten nach meiner Wahrnehnung.

    Wie das recht umfangreiche Verfahren für A15 ist, kannst du leicht selber recherchieren.

    Um bei deinem Beispiel mit der Oberstufenkoorination zu bleiben: An den meisten Schulen gibt es 3 Stufenleiter, wovon einer auch Oberstufenkoordinator ist. Manchmal ist das auch eine vierte Person. Manchmal sind das teilweise zumindest Oberstudienräte. Wenn der Oberstufenkoordinator in Pension geht, kommt es oft vor, dass die Nachfolge genau aus diesem Pool von 2-3 Leuten gesucht wird. Sich dafür von 0 auf 100 selbst ins Gespräch zu bringen, kann natürlich funktionieren. Ist aber wohl eher selten, zumal sich ja auch Externe bewerben können, die schon Oberstufenarbeit gemacht haben.

    Das Referendariat und eine A15-Stelle zu bewältigen, das sind übrigens zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Beides ist für sich anspruchsvoll, aber vergleichbar ist das nicht.

    Meiner Meinung nach kommt die stellenweise (nein: mit zunehmender Threadlänge fast sichere) Entgleisung daher, dass immer dann, wenn ein Thema auch nur ansatzweise kontrovers ist, irgendjemand dabei ist, der irgendwem das Wort im Mund umdreht, irgendwas in Aussagen reininterpretiert oder schlicht und einfach falsch liest. Dazu kommt teilweise eine Lust an der Provokation.

    Dass Moderatoren das fördern, wäre mir neu. Und ich würde mir wünschen, dass kecks bleibt.

    Meine Vorbehalte würden in die Richtung gehen, dass Schüler dadurch evtl. noch unselbstständiger werden und ihnen noch mehr Verantwortung abgenommen wird. Das ist aber eine grundsätzliche Frage.
    ich würde das selber nicht machen, weil ich dann auch das Gefühl hätte, mich selber unter Zugzwang zu setzen und alles und jedens auf Twitter veröffentlichen zu müssen.

    Termine für die ganze Stufe lasse ich über Kollegen mitteilen. Das klappt gut, aber nicht sehr gut. Ich habe selber längere Zeit ein anderes elektronisches Medium für ähnliche Dinge benutzt, das hat nur mäßig funktioniert. Ein Großteil der Schüler hat die Dinge auch da nicht gelesen. Einen Königsweg habe ich leider nicht, zumal die unzuverlässigen Schüler immer unzuverlässig sein werden, solange wir als System hinter ihnen herlaufen und sie nicht auf die Nase fallen lassen.


    Um das Beispiel mit dem selektiven Mutismus aufzugreifen: Was ist, wenn sich im jungen Erwachsenenalter die Blockade löst (kommt oft vor)? Hat die junge Frau dann Pech gehabt, weil sie zwar klug, engagiert und begabt ist, aber es ihr als Kind und Jugendliche nicht möglich war, mit anderen Menschen zu sprechen?

    Das wäre gut, wenn es sich löst. Ich habe ja auch geschrieben, dass ich nicht gegen den Ausgleich bin. Ich frage mich eben nur, wie es nach der Schulzeit weitergeht. Und da gibt es eben Dinge, die sich leicht regeln lassen, nämlich z.B. die von jemand anderem angesprochene größere Bildschirmdarstellung, und Probleme, die tiefer sitzen.

    Ähnliche Gedanken wie Trapito hatte ich auch schon oft. Bei mir hat es sich zwar noch nicht ergeben, dass ich viel mit Schülern zu tun hatte, die einen Nachteilsausgleich benötigten, ich bin auch nicht gegen den Ausgleich.
    Ich habe mich allerdings schon oft gefragt, wie der Übergang in das Berufsleben funktionieren wird. Das Pilotenbeispiel dürfte zwar ziemlich hinken, andere Beispiele ließen sich aber zuhauf finden. Dass "die" Wirtschaft auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen Nachteilsausgleich einräimt, kann zwar kein Argument für Schule sein, es ihr gleichzutun, aber das Problem bleibt.

    Mir fällt hier z.B. eine Schüerlin mit selektivem Mutismus ein. Durchweg gute Klausuren, div. Möglichkeiten der sonstigen Mitarbeit genutzt, die abseits vom klassischen Unterrichtsgespräch liegen. Ordentliches Abi gemacht. Wie da irgendwann ein Vorstellungsgespräch oder der Umgang mit Kollegen laufen soll, ist mir unklar.

    Zur eigentlichen Frage: Der Widerspruch zwischen mehr und mehr individueller Förderung/Betreuung etc auf der einen und mehr zentralen Abschlussprüfungen auf der anderen Seite besteht auch dann, wenn man keinen Nachteilsausgleich bekommt. Eine überzeugende Antwort habe ich noch von niemanden gehört. Es gibt sie wohl auch nichr, wenn man beides will.

    §13 ADO

    (4) Wenn der stundenplanmäßige Unterricht wegen Abwesenheit der zu Unterrichtenden nicht erteilt werden kann (z.B. Abgangsklassen, Schulfahrten, Exkursionen, Berufspraktika) oder durch Abschlussprüfungen (z.B. Abiturprüfung) vorzeitig endet, sollen die nicht erteilten Unterrichtsstunden insbesondere für Vertretungszwecke verwendet werden. Besondere dienstliche Belastungen sind im Einzelfall zu berücksichtigen.

    Bei uns trägt keiner irgendwelche Ausfallstunden in Listen ein - außer, wenn auf der anderen Seite Mehrarbeit ansteht. Dann wird das verrechnet.

    Prognosen habe ich nicht parat, aber...

    ...wenn RLP aktuell katholische Religionslehrer sucht, kann das nach deinem Ref ganz anders aussehen.
    ...je nach Bundesland bzw. Region benötigt eine Schule nur sehr wenige kath. Religionslehrer. Evtl. gibt es da max. pro Jahrgang eine Lerngruppe, die in der Sek.I dann 1-2 Stunden in der Woche utnerrichet wird.
    ...Philo wird auch nicht in großem Umfang unterrichtet. Wenn eine Schule mit wenigen Katholiken im Einzugsgebiet also 1-2 Kollegen pro Fach hat, dann ist die Schule "dicht", evtl. über einen ehr langen Zeitraum - je nach Alter der Kollegen. Wir sind so eine Schule. Mittelgroßes Gymnasium, 1 Lehrer für kath.Rel, 1 für Philo. Das reicht lockker, um den Bedarf zu decken. Pensionierung absehbar in ca.25 Jahren.
    ...viele Schulleitungen bevorzugen Neueinstellungen mit mind. einem Hauptfach, weil dann z.B. ein Einsatz als Klassenlehrer möglich ist.

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