Beiträge von Brick in the wall

    Wir sind zwar keine Ganztagsschule, bei uns werden die Lernzeiten aber ganz selbstverständlich voll angerechnet. Im Stundenplan liegen sie im Vor-und im Nachmittagsbereich, kommt drauf an.

    Was ist denn die Begründung für die Änderung?
    Keine Korrekturen? Dann wäre ich gespannt, ob ich mein Nebenfach in der Sek.I in Zukunft auch nur teilweise angerechnet bekomme.
    Kleine Gruppe? Unsere katholischen Religionslehrer werden sich bedanken.

    Wir nehmen unsere Lernzeiten aus dem Bereich der Ergänzungsstunden, die ja jede Schule zu einem Teil verpflichtend für alle und zu einem Teil fakultativ anbieten kann/muss. ich wäre sehr an der Reaktion der Bezirksregierung oder des Schulministeriums interessiert, wenn es plötzlich heißt, dass verpflichtende Schülerstunden den Lehrern nur teilweise angerechnet werden. Und auf die Reaktion der Schulleitung.

    Natürlich schadet das den Schülern.
    Meine Erfahrung ist dabei, dass Schüler recht früh durchblicken, wie das Spiel funktioniert. Diejenigen, die du als Lieblingslehrer beschreibst, glaube ich, werden doch nicht so gemocht, wie es sich bei dir liest. Schüler sind zwar durchaus froh, wenn sie mal eine entspannte Stunde haben, wenn sie aber dauerhaft das Gefühl haben, nichts zu machen und den Kollegen auf der Nase rumtanzen zu können, sehen sie es sehr kritisch. Ich habe in den letzten Jahren öfter mal Gespräch mit Schüler geführt bzw. mitbekommen, wo sie sich entsprechend geäußert haben.

    Für mich gilt: Ich freue mich, wenn Schüler mich mögen, lege es aber nicht darauf an. Und dass jeder lieber gemaocht als nicht gemocht werden möchte, ist auch klar. Wenn Beliebtheit mit unprofessionellem Verhalten erkauft wird, ist aber eine Grenze erreicht.

    Im Bereich der Förderschulen kann ich nichts aus eigener Praxis beitragen, aber unterm Strich hilft nur, sich selbst zu reflektieren.
    Die Situation heute haben die schüler vielleicht gar nicht so schlimm wahrgenommen? Wenn das nicht dein normaler Ton ist, werden sie das betimmt wegstecken können. Ich hatte mal eine ähnliche Situation, die ich am nächsten Tag aufgegriffen habe. Ich habe den Schülern gesagt, dass ich inhaltlich zu allems tehe, was ich gesagt habe. Dass der Ton nicht angemesen war, habe ich auch gesagt. Da waren wir dann mitten im Gespräch darüber, wie man miteinander umgehen sollte.
    Wie gesagt: Das war eine andere Klientel, aber vielleicht ist das ein Weg. Ich bin in meinen Aussagen darüber, wenn mit etwas nicht passt, auch immer sehr deutlich. War bisher nie ein Problem, da ich umgekehrt auch deutlich bin, wenn etwas gut läuft.

    Ich muss das einfach mal loswerden, auch wenn diejenigen, die sich das, was jetzt kommt, am stärksten hinter die Ohren schreiben sollten, es vermutlich am wenigsten tun:

    Ich bin lange dabei, lese sehr regelmäßig, schreibe ab und zu, aber insgesamt eher selten.
    Wir haben an verschiedenen Stellen und schon oft beklagt, dass das Ansehen unseres Berufes in der Öffentlichkeit nicht immer besonders gut ist.

    Manches, was hier gepostet wird, trägt im Inhalt und Tonfall aber auch nicht dazu bei, daran etwas zu ändern. Im Gegenteil.
    Ich meine damit nicht, dass man nicht kontrovers dikutieren darf und soll. Wenn das nicht mehr möglich wäre, dann wäre es weit gekommen.

    Ich meine damit, dass verbal zunehmend gepoltert wird. Klar, jeder hat seine eigenen Fächer, aber andere Fächer pauschal als "Schwachsinn" abzutun o.ä., das sollte ein absolutes Tabu sein. Wir alle kennen genug unanagenehme Anekdoten aus dem Schulalltag, sollten aber aufpassen (ich nehme mich da nicht aus), sie nicht pauschal zu verallgemeinern. Das fällt mir zusammen mit einem immer mal wieder aufblitzenden rechthaberischen Ton mehr und mehr auf. Nicht in der Masse der User, aber bei einer in meiner Wahrnehmung stärker werdenden Minderheit.

    Kann sein, dass das Lehrergen ist, aber ich dachte, wenn das als Aussage nicht vom Modertorenteam kommt, könnte das mal nicht schaden.

    Leute, denkt daran, wir stehen hier in der Öffentlichkeit. Zwar unter Nicknames, aber als Berufsgruppe kann man sich so oder präsentieren.

    Für mich verliert das Forum leider an Wert. Ich überlege, ob ich mich abmelden soll.

    Ich komme von einer allgemeinbildenden Schule, wo ich für den Bereich der Studien- und Berufsorientierung zuständig bin.
    Ich habe sehr häufig Kontakt zur BA für Arbeit und zu diversen Unternehmen, bin außerdem mit dem heiligen Segen des Landes NRW zum Studien- und Berufswahlkoordinator forgebildet. Und ich werde mich hüten, Berufsberatung bei Schülern zu machen. Nämlich genau deswegen, weil ich zu wenig Ahnung vom Thema habe. Jede weiteführende Schule in NRW wird von einem Mitarbeiter der BA für Arbeit betreut, dessen Hauptaufgabe es ist, Schülerberatungen durchzuführen. Der für uns zuständige Mann ist ein Hauptgewinn. Ich käme nie auf die Idee, selbst beraterisch tätig zu werden, sondern verweise auf ihn, der regelmäßig bei uns ist.
    Für Laien halte ich es schlichtweg für unmöglich, auch nur annähernd einen Überblick zu haben, wie der Arbeitsmarkt in welchem Bereich ist, wie sich Anforderungen und Tätigkeitsfelder verändern etc.

    Das Verwaltungsverfahrensgesetz ist Bundesrecht. Bula müsste also egal sein?
    @Trapito, wie kommst du darauf, dass das für Schule nicht gilt? Vielleicht gilt das von dir zitierte Gesetz nur für Verwaltungsverfahren, ein Infogespräch zählt aber nicht dazu?

    Das Verwaltungsverfahrensgesetz NRW (!) schränkt seine eigene Gültigkeit in §2 u.a. für den Bereich der Schulen ein.

    Davon abgesehen: Wenn ein Erwachsener gegenüber Kindern handgreiflich wird und die SL nichts von einem Hausverbot weiß, macht die SL da keinen sehr souveränen Eindruck, wenn es wirklich feststeht, dass der Mann mit Recht beschuldigt wurde.

    Das Problem ist an unserer Schule, dass sich viele Lehrer von den Eltern dermaßen auf der Nase rumtanzen lassen, dass es Mobbing unter Schülern in nichts nachsteht.


    Wenn das so ist, dann wäre das ein Thema für das gesamte Kollegium inkl. Schulleitung. Von heute auf morgen ändert man das Verhalten nicht, aber steter Tropfen höhlt den Stein. Dabei hilft es vielleicht, sich bewusst zu machen, ob es viele Eltern sind, die unangemessen auftreten. Oder sind es einige wenige, die dafür immer wieder das Bild der Elternschaft bestimmen?
    Wenn man unsachlichen Vorwürfen begegnen muss, ist das nicht immer leicht. Man kann dabei aber nur verlieren, wenn man selber unsachlich wird.

    Ich disktutiere auch nicht, aber ich erkläre.
    ich lehne mich dabei nicht lächelnd zurück, schalte nicht auf Durchzug und erkläre den Eltern auch nicht ihre fachliche Inkomeptenz. Ich möchte nämlich nicht oberlehrerhaft behandelt werden.

    Ich zeige auf, wo die Schwächen liegen und nenne erste konkrete Schritte zu einer möglichen Verbesserung. Bei Eltern- und bei Schülergesprächen. Das entschärft nahezu jede Situation, wenn ich einerseits deutlich mache, dass ich meinen festen Standpunkt habe, bei dem ich bleibe, aber auch eine Perspektive für die Zukunft aufzeigen kann. Und wenn es so ist, dass 2 Parteien auf ihren gegenteiligen Standpunkten beharren, dann ist das eben so.

    In der Sache hilft das nicht weiter, aber wenn das Kollegium das Zeugnispapier kaufen soll, könntet ihr

    a) Eine Spendendose im Sekretariat aufstellen.
    b) Beim Schulträger mal anfragen, ob Zeugnisse neuerdings Privatanschaffungen sind.
    c) Einen Steuerberater als Referenten für den nächsten Pädagogischen Tag einladen (inkl. Elternvertreter).

    Dann sollte eine SL etwas merken.

    Gemeinsam mit den Prüfern zu frühstücken, das ist neu, mir jedenfalls.

    Dass das Thema sogar vor einem Jahr in der Zeitung stand, habe ich auch eben erst gesehen:
    http://www.waz.de/politik/schule…id11459357.html

    Ein Getränk anzubieten, das finde ich auch eine Form der Höflichkeit. Auf der anderen Seite kann man von erwachsenen Menschen erwarten, dass sie sich selber mit Proviant versorgen, wenn sie wissen, dass sie einen Tag lang unterwegs sind.

    Mir fällt seit längerer Zeit auf, dass die Refs an meiner Schule mehr und mehr dazu übergehen, ihre Fachleiter in Nachbesprechungen zu bewirten, teilweise werden Kuchen gebacken u.ä. Ich glaube nicht, dass sie das aus notentaktischen Gründen machen. Ich glaube auch nicht, dass sich FL davon (bewusst) beeinflussen lassen würden. Ich beobachte aber, dass Refs sich auch gegenseitig (sicher unbewusst) unter Zugzwang setzen.

    Dass Gästen eine Tasse Kaffee angeboten wird, finde ich nicht dramatisch, obwohl ein Abhängiggkeitsverhältnis zwischen Gast und Gastgeber besteht. Ganz vergleichbar ist das nicht, wenn mir aber ein Schüler einen Kuchen mitbringen würde, den ich essen sollte, während ich seine Klassenarbeit korrigiere, käme ich nie auf die Idee, den Kuchen auch nur anzurühren.

    Mich würde mal die Meinung aus anderen Schulen oder von FL interessieren. Die einschlägigen Vorschriften darüber, was man als Beamter annehmen darf und was nicht, sind mir bekannt.

    Bevor die Nachfrage kommt: Ich bin lange aus dem Ref raus und selber kein FL.

    Wir sind weit davon entfernt, nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben. Und das muss ich mir - mit oder ohne Verlaub - hier auch nicht sagen lassen.
    ich habe lediglich die Frage gestellt, ob und wie die Thematik an anderen Schulen gehandhabt wird. Bisher war das, so steht es oben nachzulesen, bei uns kein Thema, es ist aber nunmal aufgekommen. Falls die Geschichte mit den getrennten Aufsichten der Grund für Morses Kommentar gewesen sein sollte: Das war ein Beispiel, nicht mehr und nicht weniger. Das wird bei uns nicht diskutiert.
    Es geht eher um die Frage, ob es woanders ein Problem ist oder nicht - wir haben, wie gesagt, bisher wenig Erfahrungen und keine Schwierigkeiten.

    Wir haben bei uns nur wenige Schülerinenn, die ein Kopftuch tragen. Eine Abiturientin hatten wir noch nie, ländliches Gymnasium.
    Neulich kam die Frage auf, wie man seitens der Schule mit Kopftüchern in schriftlichen Prüfungen umgehen sollte, Stichwort Ohrhörer.
    Da haben wir uns bei Klassenarbeiten noch nie Gedanken drüber gemacht, negative Erfahrungen gab es, soweit wir wissen, bisher auch nicht.

    Mich interessiert, ob es an anderen Schulen dazu Regelungen gibt, z.B. muslimische Schülerinnen schreiben getrennt, ohne Kopftuch und mit weiblicher Aufsicht.

    Bitte keine Diskussion über Koptücher an sich oder die Tatsache, dass jeder, der spicken will, das auch schaffen kann. Es geht mir einizig und alleine um Erfahrungen und Praktiken an anderen Schulen.

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