Beiträge von Finchen

    Vielleicht ist meine Schule (aber so kenne ich es auch von anderen) da ja zu "hart", aber in solchen Fällen verlangen wir einen ärztlichen Nachweis über das Vorliegen der chronischen Erkrankung, die zu erhöhten Fehlzeiten oder auch früheren Abmeldungen aus dem noch laufenden Unterricht führen kann. Die legen uns SuS, die z. B. an Migräne leiden oder Diabetiker*innen sind, vor.

    Ja, wenn sich sowas herausstellt, kann man ja um eine ärztliche Bescheinigung bitten. Dann weiß man damit umzugehen.

    Wenn du noch einmal auf den Beginn der Diskussion schaust, siehst du schnell, dass es gerade nicht um vereinzelte Fehlzeiten von Schülern geht, sondern um den Umgang mit starken Häufungen. Und es ist eben Aufgabe der Schule, auch darauf zu reagieren und nicht nur schulterzuckend daneben zu stehen.

    Habe ich doch geschrieben. In solchen extrem gehäuften Fällen muss man halt über eine Attestpflicht nachdenken und ggf. auch verhängen. Vorher würde ich aber immer über ein Gespräch versuchen herauszufinden, woran die hohen Fehlzeiten liegen. Manche Erkrankungen, auch chronische, sind ja nicht offensichtlich.
    Mein Patenkind hat z.B. starke Migräne. Wenn der Stress nach einer Klausur abfällt, kommt es vor, dass ein Anfall einsetzt. Dann geht ganz schnell nichts mehr außer im dunklen Zimmer liegen.

    Klar gibt es SuS, die „blau machen“. Das werden wir aber nicht verhindern. Sind die Fehlzeiten so hoch, dass der Schüler/die Schülerin nicht bewertbar ist, ist es halt ein Fehlkurs. Viele davon kann man sich in der Oberstufe nicht leisten.
    Und das Schöne in der Oberstufe ist doch: sie sind freiwillig da. Wer nicht will, bleibt halt weg und muss mit den Konsequenzen leben 🤷🏻‍♀️

    Warum macht man sich das Leben so schwer? Wer fehlt, der fehlt. Warum interessiert mich erstmal nicht, solange eine Entschuldigung vorliegt. Sollten sich Fehlzeiten häufen, redet man mit den SuS und hakt mal nach. Bleibt es bei den gehäuften Fehlzeiten, denkt man mit der Stufenleitung über eine Attestpflicht nach. Das sind aber nur absolute Ausnahmen.

    Arzttermine kann man sich häufig überhaupt nicht aussuchen und man ist - selbst beim Allgemeinmediziner - froh, wenn man überhaupt einen Termin bekommt. Besonders wenn er kurzfristig notwendig ist. Das ist die Realität und liegt vielleicht außerhalb des Erfahrungsbereichs von privat versicherten Beamt/innen.

    Aufgrund der Arbeitsbelastung in den Arztpraxen stellen viele überhaupt keine Bescheinigungen über den Besuch der Praxis mehr aus oder sie erheben eine nicht unerhebliche Gebühr dafür (ich habe schon bis zu 20 Euro erlebt). Daher würde ich das ausschließlich bei Prüfungen verlangen und selbst dann gibt es Praxen, die es prinzipiell nicht ausstellen (z.B. auch die Kinderarztpraxis meiner Kinder). Was sollen die SuS und/oder Eltern da machen?

    Letztendlich wirkt sich häufiges Fehlen doch sowieso auf die Noten aus - sowohl mündlich/SoMi als auch schriftlich. Das wissen die SuS auch und entscheiden halt selber.

    Ich habe mich auch unbeliebt gemacht, weil in der Klasse meiner Kinder für ein Weihnachtsgeschenk gesammelt werden sollte (Wert pro Lehrkraft 44 Euro). Ich habe nur angemerkt, dass dies nicht angenommen werden dürfe und auch den entsprechenden Link von der Bezirksregierung beigefügt. Trotzdem bin ich jetzt die Doofe, weil das ja "schon immer so gemacht wurde" (bei älteren Geschwistern auf der gleichen Schule). Ich hoffe für die wirklich sehr nette Klassenleitung, dass es keinen Ärger für sie nach sich zieht.

    Ich finde das insofern schlimm, als dass Studienplätze eben immer noch nach NC vergeben werden. Eigentlich bräuchte es flächendeckende Auswahltests.

    Genau DAS!

    Diejenigen, denen das Abitur hinterher geworfen wurde, nehmen im Zweifelsfall denjenigen, die sich eine etwas schlechtere Note hart erarbeiten mussten, den Studienplatz weg. Daher sollte es an den Unis nicht nur in einzelnen Fächern wie Medizin, Sport oder Musik Aufnahmetests geben, sondern flächendeckend die fachspezifische Studienkompetenz geprüft werden.

    Es gibt (zumindest in NRW) schon riesige Niveauunerschiede zwischen einzelnen Gymnasien. Das haben wir beim eigenen Kind erlebt.

    Der Niveauunterschied vom Gymnasium zur Gesamtschule ist gigantisch. Nahezu alle, die es an verschiedenen Gymnasien nicht schaffen, machen an den Gesamtschulen ein gutes Abi. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Da hilft auch kein Zentralabi.

    An "meiner" alten Gesamtschule gar es Anweisung vom Chef, auf welche Note man den Prüfling in der Nachprüfung mindestens zu prüfen hatte, damit er auf jeden Fall das Abi bekommt. Die Liste lag offen im Lehrerzimmer aus. Ich war verwundert und sauer, das scheint aber normal zu sein. Man will ja das Gesicht wahren... An der Gesamtschule gab es Jahre lang keinen Jahrgang, an dem nicht mindestens 80% der SuS in eine Abweichungsprüfung mussten, weil sie nach geschenkten Vornoten die zentrale Prüfung verkackt haben.

    Es gibt KEINE Vergleichbarkeit.

    Alles, was über den Mathematikstoff der 8. Klasse hinaus geht, braucht kein Mensch, der beruflich nicht damit zu tun hat. Das ist jedoch in vielen anderen Schulfächern genauso. Letztendlich könnte man eine Diskussion über die Inhalte sämtlicher Lehrpläne führen.

    Ich habe meinen Neuntklässlern übrigens gerade (auf genau diese Frage) gesagt, dass ich Gedichtanalysen genauso überflüssig finde, wie sie und mich frage, warum solch unnüzer Ballast nicht schon längs aus den Lehrplänen geflogen ist. Lieber würde ich Zeit haben, um mit ihnen darüber zu sprechen, wie man z.B. KI sinnvoll nutzen kann.

    Drei Stunden am Stück finde ich persönlich ja gut, da ich dann nachhause fahren und mit dem Hund raus kann (hatte den Fall schon). Aber natürlich ist auch das relativ, genauso wie die Frage, ob es in der Schule ausreichend Arbeitsplatz gibt, um diese Zeit für konzentriertes Arbeiten nutzen zu können.

    Mein Schulweg ist zu weit, um ihn zweimal täglich fahren zu können - auch bei drei Freistunden lohnt es sich nicht. Mein Schreibtisch ist winzig und nicht zum konzentrierten Arbeiten geeignet. Der Großteil meiner Hohlstunden sind daher "tote Zeit" oder ich werde halt zur Vertretung rangezogen.

    Mal die andere Seite: Meine Kinder sind in der Schule sehr angepasst. Das führt dazu, dass sie ständig als "Puffer" zwischen Chaoten gesetzt werden und quasi nie neben ihren Freunden sitzen dürfen. Das empfinden nicht nur sie als Schüler, sondern auch ich als Mutter als äußerst unfair. Das Ganze wird dann einfach als "pädagogische Entscheidung" abgetan, die hinzunehmen ist.

    Bisher habe ich jedoch nur einmal gegenüber der Lehrkraft etwas gesagt (nachdem in der Grundschule das zweite Mal eine Mappe bzw. ein Heft vom Sitznachbarn mit der umgekippten Getränkeflasche geflutet wurde und das Kind alles neu schreiben musste).

    Das Thema ist schwierig - einerseits will man als Lehrer möglichst wenige Lärmquellen und setzt die "Quatscher" bewusst auseinander, andererseits leiden darunter in den allermeisten Fällen die braven, angepassten Kinder, weil sie zwichen die Chaoten gesetzt werden.

    Sorry, ich konnte nicht anders: Ich komme mit keinem Deputat/Hohlstunden-Verhältnis auf 39 %. Außer du arbeitest 15,5 h bei 6 Springstunden :musik:

    Kleiner Spaß. Viel Erfolg (Glück) bei deinem nächsten Plan. Ich wünsche dir, dass er für dich besser wird.

    Es sind 5 Freistunden bei 13 Stunden Teilzeit (an vier Tagen). Das entspricht 38,46% meines Deputats. Es sind also gut 38% anstatt "gut 39% - das macht es nicht besser...

    Danke für eure Rückmeldungen und Meinungen! Ich wollte einfach mal lesen, wie es bei euch so aussieht, und ob das, was bei uns gerade diesbezüglich "passiert", normal ist.

    Prozentual gesehen habe ich (als Teilzeitlehrkraft) gut 39% meines Deputats als Freistunden/Hohlstunden im Stundenplan und bin damit gerade sehr unglücklich, denn ich kann aufgrund der Entfernung nicht mal eben zwischendurch nach Hause gehen/fahren und habe auch keinen ordentlichen Arbeitsplatz, an dem ich meinen Unterricht in Ruhe vorbereiten kann. Dazu kommt, dass es keine planbaren Freistunden sind, in denen ich z.B. mal eben zum Einkaufen fahren könnte, denn ich muss immer damit rechnen, für Vertretungen eingeplant zu werden und bekomme das natürlich auch erst morgens kurz vor Unterrichtsbeginn gesagt.

    Hier in BW führen solche Allergien im Zweifelsfall dazu, dass das entsprechende Schulfach (AES) nicht gewählt werden kann von einem Kind, da der Praxisunterricht nicht ausgeschlossen werden kann und AES Kernfach/ Prüfungsfach ist für diejenigen, die das Fach wählen.

    Nachdem das bei euch anders gehandhabt zu werden scheint, müsst ihr mit eurer übergeordneten Behörde eine schulrechtlich saubere Lösung finden, sei es durch reinen Theorieunterricht oder irgendeine andere Sonderlösung, die euch als Schule unter Umständen einiges abverlangt an Zusatzaufwand, wenn ihr die Fachwahl hättet unterbinden können in dem Fall, das aber unterlassen habt.

    Das Bundesland wäre hier wichtig. In NRW ist Hauswirtschaft nicht nur Wahlfach, sondern wird an Gesamt- und Sekundarschulen epochal im Wechsel mit Technik unterrichtet.

    Ich hatte (in NRW) auch mal einen Schüler mit sehr starken Lebensmittelallergien in der Klasse. Er hat nur am theoretischen Hauswirtschaftsunterricht teilgenommen. In den praktischen Stunden, die in der Lehrküche stattfanden, war erin der Parallelklasse und hat schriftliche Aufgaben für den Hauswirtschaftsunterricht bearbeitet.

    Weder den Eltern noch uns Lehrern war daran gelegen, dass er einen allergischen Schock bekommt und die Gefahr ist einfach (zu) groß. Wichtig ist doch, dass es eine ordentliche Bewertungsgrundlage gibt. Die bekommt man auch auf dem alternativen Weg.

    Warum musst du Unterrichtsmaterial produzieren? Gerade in Englisch kann man ganz wunderbar mit dem Schulbuch arbeiten. Da gibt es zu sämtlichen Ausgaben gutes bis sehr gutes Ergänzungsmaterial - auch digital. Da solltest du zuerst ansetzen!

    Dein anderes Fach ist Deutsch. Auch da würde ich mal schauen, was das Lehrwerk hergibt und inwieweit du damit arbeiten kannst! Inzwischen sind auch die Deutschlehrwerke so gut, dass man sie prima im Unterricht einsetzen kann.

    Es reicht völlig aus, wenn du ab und zu mal mit deinen/anderen Materialien ergänzt aber du musst definitiv nicht das Rad neu erfinden!Komm erstmal an, lerne die SuS, KuK und Schulorganisation kennen und stress dich nicht so sehr!

    Magst Du das einmal erläutern? Dass die Änderungen in der APO-GOSt kein Wünsch-Dir-Was werden würden, war doch eigentlich klar. Die anderen Vorgaben gehen ja auch auf die KMK-Vereinbarung zurück. Nimmt man diese als gesetzt, ist die Ergänzung eines fünften Abiturfachs objektiv ein Gewinn.

    Na ja, du schreibst, duch das fünfte Abiturfach könne man "echte Schwerpunkte setzen". Ich sehe das nicht so, denn so wie ich das verstanden habe, sind die Wahlmöglichkeiten kaum besser geworden - vor allem nicht für die Gesellschaftswissenschaften.

    Na ja, er hat seinen Schwerpunkt in den Gesellschaftswissenschaften. Neben Sport sind seine Lieblingsfächer Politik, Erdkunde und Geschichte. Da die Gesellschaftswissenschaften nicht den gleichen Stellenwert haben, wie die Naturwissenschaften, wird das wohl nichts mit "echtem" Schwerpunkt.

    Mein Großer ist Versuchskaninchen in diesem Abijahrgang 2029, der als Erster dran glauben muss. Ich bin diesbezüglich sehr zwiegespalten.

    Gut finde ich die Reduzierung der Klausurzeit - sowohl aus Schüler- als auch aus Lehrerperspektive.

    Gut finde ich auch, dass es eine Präsentationsprüfung geben soll, denn dieses Aufgabenformat spricht andere Lerntypen an.

    Ich empfinde es aber als völlig unsinnig, dafür ein fünftes Prüfungsfach einzurichten. LKs schriftliche Prüfung, drittes Fach Präsentatsionsprüfung und viertes Fach "klassische" mündliche Prüfung hätte es auch getan. So wird allen Seiten - sowohl SuS als auch und LuL nur noch mehr unnötige Arbeit aufgehalst.

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