Beiträge von Anna Lisa

    Das Problem bei mir ist, dass ich NIE um 14 Uhr zu Hause bin, außer an meinem freien Tag. Da ist nichts mit Schläfchen halten. So etwas geht an einer weiterführenden Ganztagsschule nicht.

    Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass, wenn ich endlich mal zu Hause bin, dann auch nicht gezwungen bin, noch etwas für die Schule zu mache, sondern wirklich frei entscheiden kann und auch mal 5 gerade sein lassen kann.

    Warum sollte ich das lernen? Für mich ist das nicht erstrebenswert. Ja, ich kann das. Aber ich mag das einfach nicht. Wenn ich koche, mag ich auch ganz mit allen Sinnen beim Kochen sein und nicht noch 1000 Dinge nebenher erledigen. Und für alles Andere gilt das selbe.

    Nun ja, Karl-Dieter, wenn man aber Vollzeit arbeitet, hat man am WE ja durchaus auch mal Anspruch auf Erholung. Und das geht m.E. nur richtig gut, wenn der Partner bei der Kinderbetreuung voll mitzieht und nicht einfach mehrere Stunden "abwesend" ist. Wenn man den Großteil der Kinderbespaßung alleine stemmen muss, ist es irgendwie nichts mit persönlicher Freizeit.

    Für mich kommt WE-Arbeit nur in Notfällen (Klausurstapel etc.) in Frage, aber mit Sicherheit nicht regelmäßig oder gar jedes WE.

    Ich finde, das WE gehört komplett der Familie und einem selbst. Wenn man unter der Woche die Arbeit nicht schafft, würde ich definitiv über eine Reduzierung nachdenken. So eine 6-7 Tage Verfügbarkeit für die Arbeit ist für mich ein absolutes No-Go.

    Panama: Hast du denn auch mal Zeit für dich? Für Hobbies? Zum Freunde treffen? Einfach mal "chillen"?

    Was ist, wenn ihr Sonntags Besuch bekommt oder eingeladen seid? Schaffst du dann deine Arbeit? Macht ihr nie Sonntags mal Ausflüge?

    Mir ist rätselhaft, wie man mit so einer straffen Zeitplanung dauerhaft überleben kann, mir würde da vollkommen jeglicher Freiraum fehlen. Aber du scheinst da echt ganz anders als ich veranlagt zu sein.

    Aber wieso muss es denn unbedingt zu diesem Thema sein? Du darfst doch aus jedem Halbjahr Texte nehmen.

    Was bei uns immer gut geht ist was zum Thema "Movimientos migratorios". Wir machen in der 13 immer "La frontera entre Mexico y EEUU" und da findet man wirklich massenweise Texte.

    Was zum Thema "Bilingüismo" geht auch immer gut, ist ja quasi ganz aktuell, da findet man auch viel.

    Ich weiß natürlich nicht, was ihr für Themen in Niedersachsen habt, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich die Themen gar nicht sooooo weit unterscheiden.

    Wie gesagt, kannst du nicht aus einem anderen Halbjahr was nehmen?

    Was wir auch schon mal gemacht haben: Wir haben im Unterricht den 1.Akt von "La mordaza" von A. Sastre gelesen und im Abitur gab es dann einen andere Textausschnitt, den wir noch nicht behandelt haben. Habt ihr wirklich die komplette Lektüre gelesen?

    Ich weiß nicht, wie es in Niedersachsen ist. Aber ich schreibe mal, wie es in NRW ist:

    Es gibt bei uns eine Seite, die "Standardsicherung NRW" heißt, dort sind alle relevanten Vorgaben sowohl für das Abitur als für zentrale Abschlussprüfungen aufgeführt. Halt auch die Konstruktionsvorgaben für Klausuren und die Korrekturzeichen.

    Gibt es das vielleicht bei euch auch?

    Wo informierst du dich denn über die inhaltlichen Vorgaben für das Zentralabitur? Also, was im jeweiligen Jahrgang gemacht werden muss? An dieser Stelle sollten dann auch die Korrekturzeichen zu finden sein.

    Bei uns gehen die FK Vorsitzenden regelmäßig zu den Dienstbesprechungen der Bezirksregierung , dort werden ja alle relevanten Neuerungen vorgestellt und der Vorsitzenden gibt sie dann in der FK weiter.

    Da du neu an der Schule bist, würde ich mal Einsicht in alte Protokolle nehmen und ansonsten den Vorsitzenden darauf ansprechen.

    Ich hoffe, das hat geholfen.

    Ja, genau, das meine ich! Genau solche Tage. Und es ist einfach unnötig. Man könnte genau so gut nur 3 Stunden entrümpeln und die Vollzeitkräfte halt dann 6. Ist doch kein Problem!

    Natürlich könnte man jetzt sagen, dann arbeite doch einfach Vollzeit, dann brauchst du dich nicht zu ärgern. Ja, aber dann muss ich ja immer so viel arbeiten. Ich will aber nicht so viel arbeiten! Und es ist mir ja von der Bezirksregierung zugesichert worden, dass ich aus familiären Gründen meine Stunden halbieren darf. Und dann so etwas.

    Ich finde, es müsste auch im Lehrerberuf möglich sein, eine halbe Stelle zu arbeiten, wie in anderen Berufen auch.

    Na ja. Bei 3 benoteten Klassenarbeiten pro Halbjahr und jeweils einem Übungsaufsatz vorher macht das 36 - 48 Klassensätze pro Halbjahr

    Wenn ich pro Schüler nur einen Probeaufsatz pro Halbjahr einsammle, sind das immerhin noch 24 -32 Klassensätze. Da bleibt kaum Spielraum.

    Abgesehen davon sind die Termine der Klassenarbeiten von oben vorgegeben und ja, da ballt es sich. Meist alles innerhalb von 3 Wochen.

    Selbst, wenn du dir nur 10 Minuten pro Aufsatz nimmst, sind das bei 30 Schülern 5 Stunden. Bei 6-8 Klassen macht das dann 30-40 Stunden! Wann soll mann DAS denn schaffen? Neben den ganzen anderen Korrekturen ???

    Bei uns gibt es nachmittags auch die additive Förderung.Viele Teilzeitkollegen sind da auch involviert, die geht von 13:30 bis 14 Uhr. Ich muss diese zum Glück nicht machen.

    Also bis 14 Uhr hätte ich gar kein Problem.

    Bei uns geht die 7. Std. bis 14.15 Uhr. Da habe ich auch gesagt, dass ich die machen kann.

    Ich habe ein Problem mit der 8. und 9. Stunde, die jeweils bis 15 Uhr oder 15.45 Uhr gehen.

    Zum Thema Fahrtzeit: Ich arbeite in der Nachbarstadt. Ich könnte mich auch versetzen lassen, habe aber natürlich keinen Einfluss darauf, welche Schule es dann tatsächlich wird. Da wir in einer Großstadt wohnen, kann ich auch locker die gleiche Zeit innerhalb meiner Stadt auf der Straße verbringen während des Berufsverkehrs. Also würde mir das evtl. gar nichts nützen. Da bleibe ich lieber in der Schule mit dem netten Kollegium.

    Mein Mann arbeitet 45 Minuten in die andere Richtung. Wenn wir jetzt in die Stadt meiner Schule ziehen würden, wäre es für ihn unzumutbar.

    Na, bei uns eben nicht. Da waren sie nur bis 14.30 in der Betreuung. Damals hatten wir eine andere Schulleitung, die hat mir nicht eine 8. und 9. Stunde reingedrückt.

    Mir ist schon klar, dass das mein Problem ist. Aber in früheren Jahren, mit der alten Schulleitung, hatte ich eben viel familienfreundlichere Stundenpläne, da ging es mir besser und die Kinder hatten auch mal Zeit, sich zu verabreden.

    Ja klar, fange ich später an. Aber das ist ineffektiv, denn oft schafft man morgens, wenn man nur 1 Stunde Zeit hat, bevor man fahren muss, nicht so viel, wie wenn man am Stück arbeiten kann. Da mache ich eher schon mal Haushalt oder so.

    Ich ärgere mich einfach darüber, dass ich mit meiner Teilzeitstelle trotz 8,5 Stunden täglicher Betreuungszeit meiner Kinder trotzdem noch regelmäßig einen zusätzlichen Babysitter brauche. Abgesehen davon, dass ich eigentlich 16 Uhr für Kinder einer 2. Klasse viel zu lange finde. Mit 15 Uhr könnte ich leben, aber das klappt halt nicht immer.

    Susannea: Da liegt der Hase im Pfeffer. Bei uns ist Grundschule nur von Klasse 1-4. Dort gibt es tatsächlich nur maximal 6 Stunden. Klasse 5 und 6 gehören zur Sek I und ja, da gibt es eine 7. Stunde. Da unterrichte ich ja auch ;)

    Also für NRW stimmen meine Ausführungen so. Betreuung wird in NRW definitiv nicht von Lehrern übernommen und ich habe noch nie eine Schule kennengelernt, deren 6. Std. bis 13.30 ging.

    Nur kannst du in einer Grundschule selten direkt nach dem Unterricht abdüsen.

    Da muss die Klasse aufgeräumt werden, Gespräche mit Kindern (aus unterschiedlichsten Gründen) müssen geführt werden, ich muss für Kinder anrufen,deren Eltern nicht gekommen sind. Ich muss Material in Fachräume räumen. Es finden ständig Besprechungen statt. Ich bin selten vor 14.30 Uhr aus dem Gebäude. Unterrichtsschluss 13:30 Uhr.

    Aber Gespräche mit Kindern muss ich doch auch führen, Eltern anrufen auch. Material muss ich auch wegräumen. Niemand hat mehr Besprechungen als ein Gesamtschullehrer. Allein schon dadurch, dass wir in 1000 Teams arbeiten: Im Team mit meinem Co-Klassenlehrer, im 7er-Team, in den Fachschaften, Oberstufen-Kooperationen, Parallell-Lehrer, Dienstbesprechungen mit Abteilungsleitern, Laufbahnkonferenzen etc. etc. etc.

    Ich finde es ist ein Unterschied, ob ich um 13.30 Schluss habe und noch bis 14.30 bleibe, oder ob ich um 15.45 Uhr Schluss habe und noch bis 16.45 Uhr da bleibe. Um 14.30 habe ich jedenfalls nicht Schluss und muss danach (!) noch die ganzen Sachen erledigen.

    Das verstehe ich, ABER:

    Mit einer vollen Stelle hätte ich 6 Korrekturen (ca. 170 Schüler). Geschrieben werden in der Oberstufe 2 Klausuren pro Halbjahr, in der SEK I 3 pro Halbjahr. Dazu kommt noch das Abitur, das ich dann jedes Jahr hätte.

    Das ist nicht zu stemmen mit 2 Kindern und einem Mann, der kaum zu Hause ist!

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