Ich stimme Trekkie zu.
Ich bin auch Spanischlehrerin. Es gibt für die Akzente ganz klare Regeln, die wurden ja oben schon zitiert und sind in jeder Grammatik nachzulesen. Natürlich kann man die lernen und dann einfach anwenden. Genau diesen Prozess musste ich als Nicht-Muttersprachlerin ja auch durchlaufen, und so schwer ist es ja nun wirklich nicht, da gibt es schon schwierigere Themen im Spanischen.
Bei uns setzt sich die Note 50:50 mündlich/schriftlich zusammen. Zur mündlichen Note zählt sowohl die Quantität als auch die Qualität der mündlichen Beiträge (u.a.). Meldet sich dein Sohn denn regelmäßig? Liefert er auch inhaltlich gute Beiträge ab (also auch mal eine fundierte Begründung, Meinungsäußerung, sachlich richtige Informationen) oder hebt er sich "nur" durch seine grammatikalisch richtigen Sätze und seine gute Aussprache ab?
Klar, ich hatte auch schon mal Muttersprachler bzw. Fast-Muttersprachler. Aber die müssen genau wie alle anderen auch eine inhaltliche Leistung erbringen. Wenn sie das nicht tun, kriegen sie auch keine 1. Allein die sprachlich korrekten Äußerungen reichen da nicht aus.
Im Schwimmunterricht z.B. reicht es ja auch nicht aus, wenn du dich stundenlang über Wasser halten kannst oder besonders schnell schwimmen kannst, sondern du muss auch noch den korrekten Stil zeigen. In Mathe reicht es auch nicht aus, wenn du der Weltmeister im Kopfrechnen bist. Da gibt es bestimmt noch mehr Beispiele in der Art.
Ich würde die Lehrerin einfach mal nach ihren Benotungskriterien fragen, so etwas legt ja die FK fest. Dann müsste sie dir ja weitere Argumente als nur die fehlenden Akzente liefern können. Das alleine ist in der Tat seltsam, das würde mir auch nicht reichen.
LG
Susanne