Beiträge von Melosine

    Prusseliese: Man hat in deinen Beiträgen schon eine Weile herauslesen können, dass dich die Schule sehr stresst! Tut mir einerseits leid, dass es dich so umgehauen hat, andererseits ist es gut, dass du etwas für dich tust! Alles Liebe wünsche ich dir!

    Ansonsten kann ich eigentlich nur den Kopf schütteln darüber, dass man ein schlechtes Gewissen hat, wenn man bald fehlen wird, weil ein Wunschkind erwartet. Geht es noch? Sorry, aber liegt das an unserem Job? Ist das ein Helfersyndrom? Ich verbiete mir solche Gewissensbisse seit einiger Zeit mehr oder auch mal weniger erfolgreich. Gesund sind die nämlich nicht!
    Niemand ist unersetzbar. Man kann auch krank werden und ausfallen. Dann geht es meist von heute auf morgen. In eurem Fall kann die SL bzw. die Schulbehörde ja langfristig planen. Vertretungskräfte gibt es doch genügend. Und wenn nicht, ist das auch nicht eure Schuld!

    Alles Gute!

    Melo

    Zitat

    Original von Ilse2
    So ganz klar ist mir das immer noch nicht...
    Betrifft mich jetzt zwar auch nicht, interessiert mich aber trotzdem. Ist es (auch wenn es wahrscheinlich schwer wird) theoretisch möglich, mit einem Schnitt von 3,7 eine feste Stelle an einer öffentlichen Schule zu bekommen (egal ob als Beamter oder Angestellter)? Oder wäre das völlig ausgeschlossen und man müsste von einer Vertretungsstelle zur nächsten bangen?


    Das hängt vermutlich vom Bundesland ab bzw. von dem Bedarf an Lehrkräften, der dort besteht.
    Meiner Freundin mit Examensnote 3,7 wurde, wie schon erwähnt, in Hessen klipp und klar gesagt, dass sie in dieser Gegend und mit dieser Note nie auf eine Festanstellung hoffen könne. Dabei ging es definitiv nicht um die Verbeamtung, sondern einfach um eine feste Stelle. Wie das in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht. Fand es jetzt auch nicht schwer zu verstehen, was hier geschildert wurde - trotzdem kann es einen ja ärgern.
    Natürlich kann der Dienstherr selber bestimmen, wen er einstellt. Gerecht wäre aber, wenn nicht von Vornherein bestimmte Bewerber ausgeschlossen wären. Bestanden ist eben bestanden. Damit hat sich derjenige qualifiziert. Anderenfalls hätt er durchfallen müssen.
    Ist natürlich nur meine unmaßgebliche Meinung.
    Die ominöse Rangliste in Hessen macht die Sache auch nur dubioser. Mit einem schlechteren Examensschnitt rückt man eigentlich nie vor. Über diese Liste hat man, nach allem was ich gehört habe, nur eine Chance, wenn man ein Einserexamen abgelegt hat. Insofern kommt das alles aufs Gleiche raus...

    Hm, mir stößt auch auf, dass Leute mit einem bestimmten Notenschnitt keine Aussicht auf eine Festanstellung haben. Wären sie zu schlecht, um Lehrer zu sein, hätte man sie durchfallen lassen müssen. Was soll das denn, sie dann mit einem grottigen Schnitt bestehen zu lassen in dem Wissen, dass sie eh nie eine Stelle bekommen!?
    Mich ärgert so was - vielleicht auch, weil eine Ref-Freundin von mir mit einem Schnitt von 3,7 bestanden hat und ihr vom Schulrat (in Hessen, nicht in Bayern) gesagt wurde, dass sie nie eine feste Stelle kriegen wird. Wie ermutigend ist das denn? Als Vertretung hat man sie aber immer gerne genommen und ausgebeutet - Entlassung zu den Sommerferien, kurze Verträge, das Übliche.
    Da ich mich in Bayern nicht auskenne, kann ich nicht sagen, ob es dort schlimmer als in anderen Bundesländern ist. Aber eine Überprüfung und ggf. ein Wegbewerben wäre mir die Sache wert.
    In meinem Heimatland Hessen waren (und sind?) die Einstellungschancen für Grundschullehrer ganz schlecht. Vermutlich würde ich heute noch Vertretungen schieben (2er Schnitt im Examen vor 5 Jahren), wenn ich nicht weggegangen wäre. Mir fiel das damals auch nicht leicht, weil ich schon immer in meiner Heimatstadt lebte, dort Freunde und Familie hatte, aber nachträglich kann ich nur sagen, dass es absolut richtig war.
    In RLP wurde damals noch gut eingestellt. Hier bekam ich am Tag nach meinem Refende eine Planstelle und bin schon längst auf Lebenszeit verbeamtet.
    Was ich damit sagen will: schieb das "Auswandern" vielleicht nicht ganz so weit von dir. Es kann ja auch den Horizont erweitern und manchmal entwickelt sich das Leben dann auch ganz unerwartet, sodass man nicht mehr nach Hase möchte ;)
    Ich könnte es jedenfalls auf Dauer schlecht aushalten, zu wissen, dass ich wahrscheinlich nie eine feste Stelle in meinem Beruf bekomme.

    LG
    Melo

    Flex und Flo kenne ich nicht, dafür aber Welt der Zahl. Ich glaube bald, alles ist besser als WdZ! ;) Wenn ihr die Chance habt, dieses Lehrwerk abzuschaffen, kann ich persönlich nur dazu raten..
    Und was die Kosten wegen neu anzuschaffender Bücher angeht: von WdZ gibt es eine Neuauflage. Da passt nichts mehr mit der alten Ausgabe zusammen. Neue Bücher wären also eh bald fällig.

    Gruß
    Melo

    Ja, Annie, ich bin auch gerade verwundert (und verärgert), weil ich einen neuen PC gekauft habe und Office fehlt.
    Mein alter PC ist definitiv nicht 10 Jahre als und hat keine 2000 DM gekostet! Trotzdem enthielt er eben alles, was ich zum arbeiten brauchte. Ich glaube, der ist jetzt 5-6 Jahre alt und hat knapp 300 Euro gekostet. Mein neuer PC kostete 500 Euro und hat eigentlich nicht viel, was ich gebrauchen kann. *grmpf*
    Habe beim Hersteller angerufen und angeblich darf man die Office Pakete nicht mehr vorinstallieren. Nur das Betriebsystem ist drauf.

    Allerdings kommt man für unsere Zwecke meist ganz gut mit Open Office klar. Das kann man sich kostenlos runterladen und zumindest im Vergleich zu Word sehe ich nicht viele Unterschiede.
    Trotzdem ärgert es mich...

    Melo <- hat den Hackerangriff zum Glück verpasst

    Danke, Nananele und Indidi! So sehe ich es auch.

    Das ist eine Informationsveranstaltung. Ich bin die Lehrerin, keine Wirtin. Es spricht ja nix dagegen, anschließend noch gemeinsam eine Kneipe aufzusuchen, wenn man das mag.
    Ich war eben sehr irritiert, hier von Keksen und Tee als Standartprogramm auf dem EA zu lesen. Sonst noch was? ;)

    Wichtiger finde ich, dass die Informationen kurz und verständlich rübergebracht werden. Eine knappe, übersichtliche schriftliche Zusammenfassung schadet sicher auch nichts.
    Den Rat mit der Übersetzung halte ich auch für sinnvoll.
    Und warum keinen Büchertisch auslegen? Man kann ja sicher nicht pauschal davon ausgehen, dass alle Eltern den Kindern keine Bücher kaufen wollen oder können.
    Wenn du das alles vorbereitest, hast du sicher genug zu tun... Tee und Gebäck könnten ja in der Zukinft, sofern gewünscht, auch Eltern im Wechsel übernehmen.

    Gruß
    Melo

    Vielleicht sollte man die Troll enicht zu sehr füttern... ;)

    Zum Thema: meine neue Klasse ist / war auch sehr laut. Nach und nach geht es. Sie mussten sich z.B. auch erstmal an mich gewöhnen.
    Es hilft aber, dass lautes Verhalten Konsequenzen nach sich zieht. Wenn sie im Flur wieder mal lärmen, wenn es zum Sportunterricht geht, gehen wir wieder in die Klasse zurück. Wenn es so laut war, dass ich nicht zügig weitermachen konnte, fällt etwas nettes aus, z.B. ein Spiel am Schluss.
    Zudem habe ich neben einem Smileysystem für den einzelnen Schüler ein Klassenbelohnungssystem eingeführt: an jedem Tag, an dem sie gut mitarbeiten, es leise ist, etc. bekommen sie eine Murmel in eine Glas. Ist das Glas voll, machen wir etwas zusammen, z.B. Eis essen gehen, auf den Spielplatz, Spielestunde, o.ä.
    So langsam wird's. Man darf halt auch nicht so schnell verzweifeln. Die sind in der 2. Klasse. Man muss sei eben immer wieder dahingehend fordern, dass sie leise sind, es muss Konsequenzen haben, wenn sie zu laut sind, aber ansonsten braucht man wohl auch einen langen Atem und gute Nerven. ;)
    Mich nervt's aber auch oft...

    LG
    Melo

    Zitat

    Original von Avantasia
    Ich geb auch ein Grünkerndinkeleis aus.

    8o :pfui:

    Irgendwo ist mal Schluss! DAS ist jetzt wirklich nicht mehr witzig!!! Wenn es um solch ernste Themen wie Eissorten geht, sollte man sich doch mal fragen, ob ein derart verunglimpfender Humor wirklich angebracht ist!!!
    Außerdem muss ich als Moderatorin darauf hinweisen, dass das alles OFF TOPIC ist! Hier geht es ausschließlich um Vanille- und Schokoladeneis!!! Vielleicht ein bisschen um Pistazieneis, aber auch das ist bereits ein Nebenstrang.
    Also kehrern wir doch zum eigentlichen Thema zurück!! Es MUSS Schokoladeneis geben!!!.

    Kopfschüttelnd,
    Melosine

    Zitat

    Original von kleiner gruener frosch

    Mikael
    Mag ja sein, dass dir das egal ist, aber in einer Diskussion wirkt es recht lächerlich, wenn du nicht zwischen den Zuständigkeiten unterscheidest. ;)
    Wenn du der Stadt sagst "Wir brauchen mehr Geld für Kopien, immerhin wird auch die HRE mit 40 Milliarden unterstützt", werden die nur mit den Schultern zucken und auf ihren Etat zeigen.

    Ebend ;)

    Ja, annasun, das Prinzip verstehe ich schon. Ich hab allerdings keine Lust, diese Art von Unterricht zu praktizieren, damit es in 20 Jahren vielleicht mehr Kopiergeld gibt. Zumal es einfach so ist, dass es kein Geld gibt, wenn keins da ist. Ist das so schwer zu verstehen? Der Bund verschleudert Miliarden, aber meine Verbandsgemeinde ist pleite. Deswegen zahle ich trotzdem nicht die Kopien für die Kinder selber, investiere aber vertretbare Summen in meine berufliche Professionalität und Zufriedenheit.
    Aber das sagte ich ja bereits ;)
    Ich finde es nicht revoluzionär, keine Anstrengungen zu unternehmen, damit man seinen Unterricht für die Kinder und sich verbessern und sich stattdessen schmollend darauf zurückzuziehen, dass einem der Staat ja nicht genügend Mittel zur Verfügung stellt. Man kann den Eltern z.B. ganz deutlich machen, was man ohne Kopiergeld noch machen kann, man kann entsprechend mit der SL verhandeln und auch selber etwas beitragen. Und dabei geht es nicht darum, alles aus eigener Tasche zu bezahlen.

    Ich fand den Beitrag auch nicht unpassend. Mich interessiert schon, wie Schule in anderen Ländern ist. Und es holt einen schon auch auf den Teppich zurück. Allerdings glaube ich, dass sich die Unterrichtsmethoden der beiden Länder doch sehr voneinander unterscheiden. Zur Generation meiner Eltern gab es auch keine Kopien in der Schule. Da haben die Kinder anders gelernt. Ich weiß nur nicht, ob ich dahin zurück will...

    Natürlich sagt die Anzahl der Kopien nichts über guten Unterricht aus, aber um differenziert arbeiten zu können, jeden zu fördern, etc. benötige ich eben Material. Dazu gehören auch Kopien.
    Es ist ja so, wie Frosch geschrieben hat: die Gemeinden kommen für den Schuletat auf. Und wo kein Geld ist, kann keins ausgegeben werden.
    Mikael: wie soll das an der Grundschule laufen? Stelle ich mich vor die Klasse, schreibe etwas an die Tafel und lasse die Kinder abschreiben? Denn ohne Kopien und Arbeitshefte ist ja mehr nicht drin. Das wird lustig... Klar, ich kann die meisten Kinder voll vor die Wand fahren lassen und meine Nerven ruinieren (denn keine Grundschulklasse schreibt gerne und den ganzen Tag ruhig von der Tafel ab), um langfristig vielleicht politisch etwas zu erreichen. Aber ich möchte meinen Beruf halbwegs zufrieden und erfolgreich ausüben. Dafür greife ich nicht zu tief in die eigene Tasche, gehe aber Kompromisse ein.
    Es spricht ja nichts dagegen, sich politisch bzw. gewerkschaftlich zu engagieren, um Veränderungen herbeizuführen - im Gegenteil! Ich möchte nur nicht dabei meine beruflichen und persönlichen Überzeugungen völlig über Bord werfen.

    Ich möchte nur noch mal ergänzen, dass ich es sehr gut und mutig finde, sich dem Thema auch in der Grundschule zu nähern! Ich hatte bisher in allen 3./4. Klassen Kinder, die in irgendeiner Form mit der Zeit in Berührung gekommen sind. Und wenn es war, dass sie beim Thema "Schüle früher" von ihren Großeltern Schulhefte mit Hakenkreuz mitgegeben bekamen. Kinder in dem Alter leben doch nicht im Elfenbeinturm. Wie Strubbelsuse schon schrieb, kann man ihnen ja nicht den Kontakt mit den Großeltern verbieten, weil diese vom Krieg erzählen.
    Ich habe außerdem schon öfter Grundschüler erlebt, die irgendwelche furchtbaren Sachen aufgeschnappt haben, wie hier auch schon beschrieben.
    Da ist es sogar unsere Aufgabe, dieses Halbwissen oder auch Falschwissen zu korrigieren. Natürlich kann man in der Grundschule nicht die komplette Zeit durchleuchten (Macht man das in einem Schuljahr in der weiterführenden Schule in Geschichte so? Ich dachte eher, auch hier baut Wissen aufeinander auf?), aber man kann doch Geschichtsverständnis anbahnen und mit falschen Vorstellungen aufräumen.
    Ich hab da eine eigene Kindheitserinnerung: der große Bruder meiner Freundin ritzte immer Hakenkreuze in Baumrinden und fand das cool. Wir hatten keine Ahnung, dachten, das sei was abenteuerliches. Meine Grundschullehrerin hat dann gesehen, wie wir Hakenkreuze auf Hefte malten und uns erklärt, dass das eine schlimme Zeit war und man solche Zeichen nicht verwenden sollte. Hab ich nie wieder gemacht, obwohl ich die kompletten Hintergründe der Entstehung des 3. Reiches nicht gekannt habe.
    Wie auch immer: meines Erachtens gehört Geschichte auf jeden Fall in die Grundschule - auch diese Zeit. Es kommt ja auch darauf an, wie man das Thema aufbereitet. Natürlich schleppe ich Grundschüler nicht ehemalige Konzentrationslager oder zeige ihnen entsprechende Bilder. Das ist ja eigentlich selbstverständlich. Davon, das Thema auszuklammern, halte ich aber auch nichts.

    Gruß
    Melo

    Was Meike schreibt bringt es auf den Punkt. Es geht hier nicht um einen schwachen, ausgegrenzten Schüler, sondern darum, dass jemand mit seinen verschwurbelten Theorien (die er gerne aus praxiserprobt darstellt, was sie nicht sind!) sich immer und immer wieder in diesem und vielen anderen Foren austobt. Schlimm daran finde ich z.B., dass Hilfesuchende nicht unbedingt unterscheiden können, welchen Hintergund der Ratgebende hat und was man von dem Geschwafel halten kann. Es ist auch nicht so, dass hier von Anfang an jemand, der einfach eine andere Meinung hat, gemobbt worden wäre. Viele Lehrerforen-User haben, wie Lehrer eben so sind, immer wieder die ernsthafte Diskussion gesucht. Die Antworten erschöpften sich meist in weiterem mystisch verschrobenem Geschwafel oder, bei kritischen Rückfragen, in Beleidigungen.

    Irgendwann reicht es einfach. Humorvoll mit der Sache umzugehen halte ich für wirkungsvoller, als jedesmal wieder ernsthaft darauf einzugehen.

    Ich hab ja nichts von "schön stillhalten" geschrieben. Vielleicht liest du noch mal genau. Es ging mir um vertretbare Kompromisse, denn ich selber will auch noch zufrieden in meinem Job sein.
    Und da nützen mir revolutionäre Phrasen erstmal wenig.
    Worauf die Regierung baut, weiß ich nicht. Unsere Verbandsgemeinde ist jedenfalls pleite. Entsprechend wenig Geld bekommen die Schulen. Ich zahle so wenig wie möglich aus eigener Tasche, sehe aber bestimmte Anschaffungen als notwenig für die Qualität meines Unterrichts an. Ansonsten nehme ich die Eltern durchaus in die Verantwortung. Sie müssen eben Kopier- und Bastelgeld zahlen.
    Ungerecht ist natürlich, dass an anderen Schulen so viel Geld da ist, dass zig Werkstätten, Material, etc. angeschafft werden kann, während andere Gemeinden kein Geld haben.

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