Beiträge von Melosine

    Vielen Dank für eure Antworten!
    Ja, vermutlich habt ihr recht!
    Der erste Elternabend ist leider schon am zweiten Schultag. Dort wird den Eltern erklärt, warum ich jetzt auf einmal ihre Kinder unterrichte und die alte Klassenlehrerin nicht mehr da ist. Das weiß nämlich noch niemand. Auch ne interessante Situation am Montag...
    Habe eigentlich Skrupel, den Eltern dabei auch gleich neue Arbeitsformen, mehr Klassenkasse und Kopiergeld, etc. nahezubringen.
    Aber wahrscheinlich ist das der einzige Weg. Stillschweigend neue Methoden einzuführen, wäre wohl nicht so gut.

    Suse, ich bin froh, dass du auch geantwortet hast :) Von dir habe ich ja viele Anregungen und tolles Material, womit ich auch weiterhin gerne arbeiten würde.

    Muss diesen Elternabend jetzt inhaltlich sehr gut überdenken... denn auch, wenn ich von meinem Vorgehen im Unterricht überzeugt bin, tue ich mich manchmal schwer mit Leuten, die meinen, es ging ja bisher auch so und ein Stift und ein Heft reichen...


    LG
    Melo

    Hallo zusammen,

    ich komme jetzt an eine neue Schule und übernehme eine 2. Klasse.
    Diese Schule ist zweizügig, ich war bisher weitgehend an einzügigen Schulen.

    Nun ist es ja eigentlich positiv, dass man so mit der Parallelkollegin zusammenarbeiten kann. Bisher wurde das an der Schule auch so gehandhabt. Anscheinend vergleichen die Eltern die beiden Klassen auch stark. :rolleyes:

    Das Doofe ist nur, dass die Kollegin so ganz anders arbeitet als ich. :( Meine Vorgängerin und sie lagen da wohl schon eher auf einer Welle, aber ich fürchte, bei uns wird das anders sein.
    Bin deswegen gerade ziemlich gefrustet, denn es geht schon um grundsätzliche Ansätze: so kennen die Kinder beider Klassen kein freies Schreiben, kaum Sachthemen (und wenn, dann mit Merksätzchen und im Arbeitsheft), kein projektorientiertes oder anderes freies Arbeiten, haben in Klasse 1 mit Schreibschrift angefangen, aber noch nie nen eigenen Text verfasst, usw.
    Was soll ich denn jetzt machen?
    Natürlich wäre es sinnvoll, mit der Kollegin harmonisch zusammenzuarbeiten, aber das würde hier bedeuten, dass ich meine Grund- und Ansätze total über Bord werfe. Ich habe mir im Laufe der Zeit auch einige schöne Werkstätten zusammengestellt, habe viel mit Literaturprojekten, etc. gearbeitet. Das wollte ich eigentlich auch weiterhin tun.
    Es ist aber wahrscheinlich schwierig, den Kindern und Eltern die neuen Arbeitsformen bei- und nahe zu bringen, besonders, wenn die Kollegin den alten Stil weiterhin verfolgt. Da entsteht dann phasenweise nichts vergleichbares. :( Außerdem macht man sich wahrscheinlich nicht gerade beliebt, wenn man sofort aus der Spur läuft. Ich kann mir aber trotzdem nur schwer vorstellen, meinen Sachunterricht auf die Doppelseite im Pusteblume-Arbeistheft zu beschränken...

    Was würdet ihr denn tun? Wart ihr schon mal in so einer Situation?

    Unfrohe Grüße,
    Melo

    Hm, an den Freund habe ich auch schon gedacht. Lässt sich leider nicht immer so verwirklichen, aber die Idee ist grundsätzlich gut!

    Was sind den Familienfreizeiten? Ich kenne das nicht: hast du da mal einen Link oder so was?

    Danke für eure Tipps!

    Melo

    Ganz entspannt schließe ich mal den Thread. ;)
    Ich weise außerdem noch mal darauf hin, dass in diesem Forum nur Lehrer schreibberechtigt sind.
    Bitte überzeuge doch Stefan oder einen der Mods glaubhaft davon, dass du Lehrer/in bist!

    Melosine

    Hallo,

    habt ihr vielleicht ein paar nette Tipps für mich, wohin ich / wir mit einem 13jährigen verreisen kann?
    Mein Sohn war gerade ne Woche mit Oma und Opa in Griechenland. Tolle Strände, etc., aber nach 4 Tagen war die Luft raus und Sohni nölig, gelangweilt, doof.
    Weiß nicht, ob ich auf Cluburlaube stehe :rolleyes: , aber etwas, wo er in irgendeiner Art "animiert" wird und wo man als Erwachsener auch gut Urlaub machen kann, wär toll.

    Zu weit weg sollte es auch nicht sein... ;)

    Hat jemand Kinder in dem Alter? Oder einfach so eine Idee?

    Würde mich freuen!

    LG
    Melo

    Super Erklärung, Meike!
    Mich würde jetzt mal interessieren, was passiert, wenn man die Krake tippen lässt und das Ergebniss geheim hält. Wie oft läge sie dann richtig? Kann man das bitte mal machen!? :D

    Mrs X, volle Zustimmung! - Aber Finger weg von den wertvollen Gegenständen, sonst geht noch mehr kaputt! - :D

    Nee, im Ernst: selber Denken ist chic. Und es steht vor allem am Anfang.
    Wenn du hier etwas konkreter fragst und mehrere Themen zur Auswahl anbietest, dann kann man auch was dazu sagen.
    In diesem Sinne verstehe ich übrigens auch die erste Antwort auf dein Eingangsposting - nicht so, dass du was zum Thema Eigenständigkeit machen sollst. ;)
    Es wird ja sicher das ein oder andere Thema geben, das dich interessiert, das du dir gut vorstellen kannst, in der Klasse umzusetzen. Irgendwelche Gedanken hast du dir doch sicher schon gemacht (hoffe ich!). Dann lass mal hören! :)

    Grüße
    Melo

    Ich stimme Nele zu! Gut überlegen und vielleicht lieber lassen. ;) Nee, muss jeder selber wissen, aber es gibt auch viele Schulleiterstellen. Vielleicht dann, wenn man den Drang nach Höherem hat, lieber darauf bewerben.

    Mir geht's ähnlich wie Flip. Mein Sohn war zum Glück schon ein guter Rechtschreiber, als er in die 5te Klasse kam, aber das kann man nicht von allen Kindern sagen. Die Rechtschreibentwicklung dauert eben ihre Zeit - meist wird von 6 Jahren ausgegangen, während die Grundschulzeit 4 Jahre dauert.

    Ans Gymnasium kommen eigentlich nur Kinder, die grundsätzlich nicht so große Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung haben (von LRS vielleicht mal abgesehen), aber was nützt es einem Kind in der 3. oder 4. Klasse, das in jedem zweiten Wort nen Fehler hat, wenn ich alles rot anstreiche?

    Für mich liest es sich so, als würde das Problem hier beim Grundschulunterricht gesucht. Ich sehe das - vielleicht naturgemäß ;) - ganz anders. Ich beobachte eher, dass sich die sog. weiterführenden Schulen nicht bewegen wollen, während in der Grundschule fröhlich drauflos reformiert wird. M.E. müsste die Grundschulzeit 6 Jahre dauern, dann könnten wir uns noch mal darüber unterhalten. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Zitat

    Original von Conni
    Naja, leg eine CD ein mit Gesang und lass die Kinder dazu singen.


    Echt? Klappt das bei dir? ?(
    Hatte noch nie ne Klasse, die einfach gesungen hätte, wenn ich ne CD einlege... leider! Man muss doch immer vorsingen, mitsingen, rumhampeln... ;)
    Musikunterricht ist so ein Thema - habe mich entschlossen, eine Musikfortbildung zu machen, wiel ich das Fach einfach bisher immer unterrichten musste und da auch ziemlich planlos bin.
    Überhaupt musste ich bisher alle Fächer unterrichten. Bisher mit Ausnahme von katholischer Religion, aber das wird an meiner neuen Schule auch anders.

    Ich finde es besonders ärgerlich bei Fächern, die einem überhaupt nicht liegen bzw. für die man sich nicht qualifiziert genug fühlt.
    Trotzdem kommt man immer irgendwie rein, und was den regulären Unterricht angeht, fand ich es auch oft schon ganz praktisch, alle Fächer in meiner Klasse zu unterrichten, da man so gut variieren kann. Zugegeben kommen dann ungeliebte (Neben-) Fächer manchmal etwas zu kurz. Deutsch, Mathe, Sachunterricht ist das Kerngeschäft. Was drüber hinaus geht ist gut und schön, aber da tut halt jeder was er kann. So sagte es mir ein erfahrener SL und er hat m.E. Recht.
    Mach halt, was du kannst und so gut du kannst. Darstellendes Spiel hört sich für mich jetzt sehr nett an. Kenne das nicht als Unterrichtsfach. Es gibt zig Theaterstücke und -stückchen für Klassen. Da wird sich sicher was finden lassen. Und vieles entwickelt sich auch beim Üben.
    Also, auf ins kalte Wasser! ;)

    LG
    Melo

    Da hast du's, Mrs X! Völlig unqualifiziert! ;)

    Ansonsten kann ich Meike nur zustimmen und sie dafür bewundern, dass sie auch hier wieder nicht die Geduld verliert... Das zeichnet einen ehcten Pädagogen vermutlich aus. :D

    Mich nervt dieses an der Sachen vollkommen vorbeigehende arrogante Geschwafel wieder dermaßen, das sich mich ausgeklinkt habe. X(
    Es ist doch völlig hirnrissig zu behaupten, man sei nicht Fachmann / -frau genug, um Kindern etwas über gesunde Ernährung beizubringen!
    Mich erinnert diese hier von einigen (?) vertretene Haltung an andere Zusammenhänge.
    Man kann ja nichts machen, nicht helfen. Man hat ja gar nicht die Mittel / die Ausbildung / die Erfahrung dazu *bequem zurücklehn*

    Mann oh Mann :rolleyes:

    Natürlich ist es nicht deine Schuld, wenn ein Schüler zu dick ist! Mir geht es in der Tat darum, sich zu bemühen, ihn in die Klassengemeinschaft zu integrieren. Und ein bisschen Überzeugungsarbeit darf man auch ruhig machen, finde ich. Ich konnte eben nicht herauslesen, dass die TE schon Gespräche mit den Eltern geführt hat. Das wär mal ein Anfang, den sie ja auch machen will. Fruchtet das nicht (oder darüber hinaus) kann man an Projekte zur gesunden Ernährung denken. Der Schüler wird älter und kann mehr Eingenverantwortung für seine Ernährung übernehmen. Dazu muss er natürlich wissen, wie er sich gesunder ernähren könnte. Könnte er z.B. auch in der Schule lernen.

    Vermutlich ist es wirklich schwierig, hier Überzeugungsarbeit in der Familie zu leisten. Ich würde mich daran auch nicht aufreiben wollen. Stattdessen dann eben versuchen, das Kind so gut es geht zu unterstützen.

    Ich hatte auch mal einen extrem dicken Schüler. Der fing nach 100m an zu schnaufen, frag nicht nach Sonnenschein. Natürlich fanden das alle lustig. Für das Kind ist sowas eine Qual. Habe auch Gespräche mit den Eltern geführt, aber das hatte eher keinen Erfolg. Da er auch ziemlich gewalttätig war, stand das meist im Vordergrund der Gespräche.
    Bei Ausflügen hab ich aber schon versucht, etwas zu finden, bei dem er mitkonnte, damit er nicht völlig ins Abseits gerät. Wir haben immer nette Ausflugsziele gefunden, bei denen man alle Interessen unter einen Hut bringen konnte.

    Zitat

    Original von SteffdA

    hier:


    Daraus folgt zwingend, das wegen des Problems schon Kontakt zur Familie des Jungen aufgenommen wurde.

    Es mag daraus folgen, dass schon Kontakt zur Familie aufgenommen wurde, aber nicht, dass die Lehrerin diesen Kontakt aufgenommen und schon gar nicht, dass sie "... bereits getan (hat) was möglich ist", wie hier herausgelesen wurde.
    Die Kollegin schreibt dann ja auch selber, dass sie sich um einen Gesprächstermin bemüht, nicht, dass schon mehrere Gespräche stattgefunden haben.

    Ich kann eigentlich nur ungläubig den Kopf schütteln, dass die pädagogische Verantwortung einfach so vom Tisch gewischt werden soll. Natürlich soll man sich nicht bis zur Selbstaufopferung bemühen, wenn sich die Eltern nicht kümmern. Aber es ist zumindest unsere Aufgabe, zu versuchen, das Kind in die Klasse zu integrieren und UNterstützung anzubieten.
    Dieses Vorverurteilen und Abhaken von Kindern / Familien geht mir total gegen den Strich und auch gegen meine Berufsauffassung!
    Natürlich mus sman sich schützen, sich nicht überarbeiten, sich nicht ausnutzen lassen, auf sich achten - aber ich frage mich, ob es hier schon angebrach tist, die Reißleine zu ziehen und den Fall zu den Akten zu legen.

    Zitat

    Original von Modal Nodes
    Für mein Dafürhalten hast du bereits getan was möglich ist.


    Wo liest du das? Ich lese nur, dass die Mutter keine Einschränkungen angegeben hat, nicht, dass da irgendwelche tiefergehenden Gespräche geführt wurden.
    Muss man mit der Zeit so zynisch werden? Sory, aber das regt mich grad auf, wie schnell Schüler aufgegeben werden. Sooo viel Mühe macht doch ein intensives Elterngespräch auch wieder nicht! Vielleicht kann man da zu einer gemeinsamen Regelung finden. Wenn nicht, hat man es wenigstens versucht.

    Ich finde nicht, dass man als Lehrer keinen anderen Auftrag als die Wissensvermittlung hat! Vielleicht hat man nicht immer Erfolg, aber dem ein oder anderen Kind kann man schon helfen.

    Ich hab seit Jahren ein Dinkespelzkissen. Es knirscht ein bisschen, stört aber nicht wirklich. Mittlerweile nehme ich es sogar mit auf Reisen, weil ich auf normalen Kissen nicht mehr richtig liegen kann und am nächsten Morgen sofort nen steifen Nacken hab.
    Besser sind meine bereits vorhandenen Verspannungen damit nicht geworden, aber ich bilde mir ein, dass über Nacht keine neuen dazu kommen.

    Blöd ist nur, dass man das Kissen nicht waschen kann. Sobald mir mal wieder eins über den Weg läuft, kaufe ich mir ein neues. Die gibt es manchmal bei Lidl oder Aldi, z.B.

    Würde mir also jederzeit wieder ein Dinkelspelzkissen kaufen.

    LG
    Melo

    "Lehrproben werden zum Fiasko" - hm, soll vorkommen. Wusste nicht, dass "Seilschaften" dafür verantwortlich sind.
    James Bond hin, Weltverschwörung her - das klingt doch alles etwas abenteuerlich.
    Ich wäre interessiert daran, nach Aufdeckung des Sachverhaltes von den Hintergründen zu erfahren.

    VG
    Melo

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