Beiträge von Leo13

    Auch A9 hat einen großen Abstand zum Bürgergeld.
    Das sind (verh. 2 Kinder) 2773 € netto + Kindergeld
    https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/be…bund-2021&g=A_9

    Meine Nachbarn haben zwei Kinder und beziehen als Familie Bürgergeld. Ich kenne die Zahlen, weil sie offen darüber reden und man es sowieso überall nachlesen kann. Sie bekommen eine monatliche Überweisung von 2200,- € (Sätze für zwei Erwachsene und zwei Kinder). Miete und Nebenkosten werden übernommen (ich schätze einen Wert von 1200,- €). Macht also ein Nettoeinkommen von 3400,- €. Hinzu kommen Übernahme von Kosten aus dem Bildungs- und Teilhabepaket wie Klassenfahrten, Mittagessen, Schulbücher usw. Beide Nachbarn sagen ganz offen, dass sie weniger hätten, wenn sie arbeiten gehen würden. Deshalb bleiben sie zu Hause.

    Bevor ich so hadern würde mit meinem unterbezahlten Job, würde ich ihn wechseln. Wir haben Fachkräftemangel. Sich als Akademiker einen anderen Job zu suchen, der einem statt 4000 netto vielleicht 6000 netto bringt, sollte doch kein Problem sein. Insofern: go for it.

    Ich bin Grund- Haupt- und Realschullehrerin und habe lange Erfahrung mit den Jahrgängen 5-10 und genauso viel mit den Jahrgängen 1-4. Beides machte und mache ich gern. Ich kann auch nicht sagen, dass das eine leichter oder schwerer ist als das andere. Es ist verschieden.

    Vorteile in der Primarstufe: Kinder sind in der Regel lernwillig. Man ist eine echte Gesamtschule: von sozial- und leistungsstark bis sozial- und leistungsschwach ist alles vertreten und die Kinder lernen mit- und voneinander. Diziplinschwierigkeiten bekommt man leichter in den Griff. Didaktisch-methodisch kann bzw. muss man auf höchstem Niveau arbeiten. Hoher Anteil sozialpädagogischer Tätigkeit (muss man mögen, mir gefällt´s).

    Nachteile: Fachlich dringt man nicht in die Tiefe, Kinder gerade am Anfang unselbstständig

    Vorteile in der Sek. I: fachlich interessanter, Berufsorientierung (spannendes Feld), Abschlussprüfungen nach Jg. 10 (mache ich immer gern), Kommunikation auf Augenhöhe, Schüler verstehen z. B. Ironie

    Nachteile: Pubertät hemmt Lernbereitschaft, rüder Ton unter den Schülern, großer Anteil lernunwilliger Schüler, je nach Schulform extrem leistungsschwache Klassen

    Ich arbeite an einer Grund- und Oberschule (=ehemalige HRS) - das ist für mich die perfekte Schulform. Leider gibt es sie selten. Wenn ich mich für eine Schulform entscheiden müsste, würde mir das sehr schwer fallen. Ich würde jedem freiwillige Praktika in beiden Schulformen empfehlen, um sich entscheiden zu können.

    Für meine Region im GHR-Bereich kann ich sagen: Durchfallen ist nahezu unmöglich. Was man hier schon alles durchgewunken hat... oh je... Man muss sich schon wirklich ganz, ganz, ganz dumm anstellen, um durchzufallen. Und selbst dann ist es nicht sicher.

    Du wirst keine Verordnung finden, in der diese Angelegenheiten geregelt sind. Sie fallen in den Bereich der zuständigen Behörde, also der Schule selbst. Wenn diese schlecht geführt ist, willkürliche Entscheidungen trifft und der Schulpersonalrat überfordert (weil neu im Amt) ist, muss man sich an den Bezirkspersonalrat wenden. Der verfügt in der Regel über mehr Erfahrung und Einfluss. Auf jeden Fall nachhaken, denn viele Schulleitungen handeln entgegen der geltenden Vorschriften. Das sollte man auf keinen Fall hinnehmen.

    Der Schulleiter unserer Berufsschule des Landkreises ist seit Jahren der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion bzw. war es auch schon, als der neue Schulleiter der Berufsschule wurde. Ein Schelm, wer nicht böses dabei denkt.

    Nun ja, auch ein ehrenamtlich tätiger Kommunalpolitiker hat das gute Recht, sich heimatnah auf eine Schulleiterstelle zu bewerben.

    Ich frühstücke morgen gut zu Hause und esse während der Schulvormittage nichts, trinke nur 1,5 l Tee. Mittags so gegen 13/14 Uhr Brötchen oder Obst/Joghurt/Müsli. Abends low carb: Fisch, Fleisch, Gemüse, Salat, Omelett, Falafel, Kartoffeln mit Quark - die Bandbreite ist groß. Alkohol nur in Ausnahmefällen, Süßigkeiten immer nur ein kleines Stückchen. Ich bin Ü50, da braucht man nicht mehr so viele Kalorien, 1600 reichen mir um mein Gewicht zu halten (3x die Woche Sport ist allerdings Pflichtprogramm - sonst wird das nichts). Klingt langweilig, aber mir geht es so am besten, körperlich wie psychisch.

    In Niedersachsen wäre das nicht möglich. Egal, wie groß die Schule ist: Zwei Stunden MUSS jeder Schulleiter unterrichten. Das von dir genannte Beispiel klingt unglaubwürdig. 8 Klassen und 0 Stunden geht nicht. Es kann natürlich sein, dass sie sich am Stundenpool bereichert. So lange da keiner gegenquakt, kann sie das machen. Ich halte das für unehrenhaft. Normalerweise liegt ihre Unterrichtsverpflichtung noch bei etwa 10-14 Stunden. Aber wie so oft: Wo kein Kläger, da kein Richter. Und wenn es rauskommt, ist man die Schlagzeile auf Seite 1.

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