Beiträge von kodi

    Die zuständige Person hat vor den Ferien von drei Tage die Woche gesprochen.Zwei Tage vor Schulbeginn durfte ich mein Stundenplan sehen. Ich war geschockt und als ich ihn ansprach hieß es: "Geht halt nicht anders."
    Ich habe alles hingenommen und dachte sowas wäre "normal". Später konnte ich mir die Stundenpläne anderer Lehrer ansehen.

    Die Leitung weiss das ich unerfahren bin. Es ärgert mich sehr dass die SL versucht meine Unwissenheit auszunutzen.

    Egal welche Regelung ihr da in Hessen habt oder nicht habt, erst 3 Tage in Aussicht zu stellen und dann 5 Tage zu verplanen ist schon ziemlich dreist.
    Die einzige Ausnahme wäre, wenn du das selbst verursacht hättest, z.B. durch spezielle Klassen/Fachwünsche oder eine AG.

    Falls du Vertretungslehrer bist, würde ich an deiner Stelle nachdrücklich darum bitten, wenigstens einen weiteren Tag freizublocken und andernfalls mit der kürzest möglichen Frist kündigen und eine andere Vertretungsstelle annehmen.
    Natürlich wird man danach nicht wieder an dieser Schule arbeiten können...aber das will man sicher dann auch nicht.

    Vor allem frage ich mich, ob die in der Bezirksregierung sich nur ansatzweise Gedanken machen, welche Anreizwirkung von dieser Praxis ausgeht.

    Letztendlich geht es nicht darum, individuelle Anreize zu setzen, sondern die Allgemeinheit vor hohen Folgekosten zu schützen.
    Ob das jetzige System das wirklich so sicherstellen kann, sei mal dahin gestellt.

    Als Betroffener ist das natürlich extrem ärgerlich und subjektiv auch unfair.
    Wie viele andere schon geschrieben haben, solltest du dich rechtlich beraten/vertreten lassen.
    Egal wie das letztendlich dann ausgeht, hast du dann zumindest Gewissheit, ob dein Fall rechtlich korrekt bearbeitet wurde.

    Studier bitte nur Physik, wenn du das später auch 40 Jahre engagiert und in guter Qualität unterrichten willst.
    Die Chance ist sehr hoch, dass du viel Physik unterrichten wirst.

    Falls dich Konkurrenz sorgt, dann ist es besser gute Noten anzustreben, zumal du mit Chemie ja bereits ein Mangelfach hast.

    Der Unterschied ist das mathematische Modell, dass die Kinder benötigen:
    Beispiel 1 wird in den meisten Fällen eine 1:1-Zuordnung auslösen, die nicht aufgeht. Das ist eine alltägliche Situation, die Kinder häufig erleben. Aufteilen/Verteilen.
    Beispiel 2 erfordert das grundlegende Konzept der additiven Veränderung.

    Wir haben an der Schule sogar com Regierungspräsidium die Anweisung, den Zustand der Reifen bei Busfahrten und den Zustand des Busfahrers kritisch zu betrachten. Danach hatte erstmal niemand mehr Lust zu fahren.

    Bürokratie schlägst du mit den eigenen Waffen:
    Kostenvoranschlag vom TÜV hinfaxen und nach Zahlstelle (des Anweisenden) fragen. Gleich auf deinen Aktenvermerk mit Datum hinweisen.

    Du wirst sehen, wie schnell solche Anweisungen zurückgezogen werden.

    Vielleicht hatte er einen schlechten Tag, vielleicht ist er auch einfach generell unprofessionell. Kann man aus der Ferne und nach einer Sitzung schwer sagen...


    Die Fenstergeschichte kann alle möglichen Gründe haben, wie Lärm, Zugluft vorne, Fensterflügel die in den Raum stehen und die Sicht beeinträchtigen. Kann man aus der Ferne nix zu sagen.

    Wir sind alles erwachsene Menschen und müssen uns doch nicht behandeln lassen wie Schüler, die man zurecht weisen kann.

    Natürlich mußt du dich nicht wie ein Kind behandeln lassen.

    Auf der anderen Seite beschreibst du aber allein drei Kinderverhaltensweisen des Seminars:

    • Verspätungen
    • Nicht Nachgearbeitet + Ausflucht statt einfach zu sagen: "Mache ich noch."
    • Handynutzung
    • Sitzordnung? Könnte dazu zählen, je nach Situation. Alle saßen hinten?

    Das rechtfertigt natürlich nicht die Unprofessionalität der beschriebenen Dozentenreaktion.
    Trotzdem würde ich da jetzt von einer Sitzung aus nicht generalisieren...

    Bei uns gibt es nichts für die Sammlungsleitung, erst recht keine Aufstiegsstelle.

    Wenn du den Kram eh an den Hacken hast, dann wüde ich an deiner Stelle gleich auch Gefahrstoffbeauftragter werden.
    Dafür gibt es eine Anrechnungsstunde aus dem SL-Topf und du bist als Chemiesammlungsleiter ja eh derjenige, der >95% aller Gefahrstoffe verwaltet.

    Also in NRW könnte man durchaus argumentieren, dass Classcraft bei dauerhafter Einführung einen Beschluß der Schulkonferenz benötigt, da es die Punkte Lehrmittel und grundlegende Erziehungsabsprachen betrifft.

    Darüber hinaus muss der Punkt Datenschutz geklärt werden. Die Datenschutzerklärung von denen ist zumindest in einigen Punkten etwas salopp.
    Weiterhin solltest du dir bewußt sein, dass du nach deren Geschäftsbedinungen als Person in eine Lizenzvereinbarung eintrittst und nicht deine Schule/dein Dienstherr für dich. Du haftest also im Zweifel selber.

    Abgesehen davon ist das Ganze natürlich ein interessanter Ansatz. Schade finde ich, dass die weiterführenden Funktionen inzwischen kostenpflichtig sind.

    Zu deiner konkreten Situation:
    Wenn das bei euch schon so verfahren ist, dann würde ich mich versetzen lassen.

    Neben den Fällen, wo die Anstellung vielleicht von Vorteil ist, darf man auch nicht vergessen, dass es einen Anteil von Kollegen gibt, die ihre Lebensentscheidungen/umstände nachträglich nach außen rationalisieren. Insofern höre ich immer mit einem halb skeptischen Ohr zu, wenn mir jemand etwas erzählt, dass mir komisch vorkommt.

    Ich beobachte bei meinen Schülern zwei Dinge:

    • Das Thema wird mehr und mehr enttabuisiert. Dh. ich als Lehrer erfahre es öfter bzw. es wird offener kommuniziert. Zum Teil sind das extrem heftige Geschichten... :(
    • Gründe für Leistungsdefizite werden vermehrt externalisiert oder mit medizinisch/psychologischen Diagnosen erklärt. Frei nach dem Motto: "Schlechte Leistungen ohne Grund erzeugen Handlungsbedarf, schlechte Leistungen mit Diagnose entbinden (die Eltern und das Kind) von der Verantwortung" ;)

    Trotzdem sehr fragwürdig, dass die Bundesländer dann dort nicht mehr Geld investieren.

    Universitäten werden nicht am Lehramtsoutput gemessen, sondern z.B. an Publikationen, Preisträgern und vor allem Drittmitteln.
    All das gibt es im Lehramtsbereich quasi nicht. Folglich sind Lehramtsstudiengänge auf dem Papier eine Belastung für das Ranking der Universitäten.
    Entsprechend sind sie auch nichts, womit die Bildungsminister werben können, wenn es um die Universitäten geht.

    In die Lehrerausbildung bzw. generell in Schulen zu investieren lohnt sich für Politiker nicht, weil es nur mittel- bis langfristig vorzeigbare=wahlwerbewirksame Wirkungen zeigt.
    Dann sind die damaligen Politiker aber in Aufsichtsratsposten etc. gewechselt.

    Dass das gesellschaftlich und volkswirtschaftliche eine Katastrophe ist, steht auf einem anderen Blatt. :(

    Jetzt kann man sich fragen, wieso die Wähler das nicht abstrafen...

    Wir hatten mal die Regelung "festgelegte Sprechstunde, aber mit vorheriger Anmeldung". Wenn sich keiner anmeldete, dann mußte man auch nicht da sein. Das war meistens der Fall. ;)
    Sinn und Zweck von so etwas ist, die Hemmschwelle für die Eltern zu senken und zu signalisieren "Wir beraten sie gerne und reservieren dafür Zeit".

    Natürlich machen wir auch individuelle Termine, wenn ein Elternteil zu den Schulzeiten gar nicht kann und großer Beratungsbedarf besteht.

    Ist es nicht unfair, so auf der Straße zu stehen, obgleich ein fertig ausgebildeter Lehrer bereitstünde?

    Klar wäre das unfair. Der Punkt ist aber, dass zum Zeitpunkt der Einstellung des Seiteneinsteigers kein ausgebildeter Lehrer bereit stand.

    Es wäre erst recht unfair und vom Land auch dumm, den fertig ausgebildeten Seiteneinsteiger wieder herauszuwerfen.

    Ob das nun sinnvoll ist, dass der Seiteneinsteiger im Gegensatz zum LAA bereits mit Aubildungsbeginn die Stellenzusage bekommt, darüber kann man sich sicher streiten.
    Dafür spricht auf jeden Fall die Lebenssituation des durchschnittlichen Seiteneinsteigers und dass der Seiteneinstieg auch für Berufswechsler attraktiv sein soll. Da konkurriert das Land auch mit den Stellen im regulären Bereich des Seiteneinsteigers.

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