Beiträge von kodi

    Ich frag mich, was man macht, wenn die Abordnung endet. Die Abordnungen sind ja meines Wissens nicht nur als Stelle begerenzt sondern auch in der maximal am Stück abordbaren Zeit (12 Jahre?).

    Auch wenn ich meinen Job wirklich gerne mache, stelle ich mir den Wiedereinstieg nach einer Abordnung ziemlich hart vor.

    Hallo zusammen,
    "Er sagt, wir sollten uns in der Zeit gemeinsam über die Unterrichtsinhalte austauschen."


    So wie du das beschreibst, klingt durch, dass diese Veranstaltung der Qualitätssicherung dienen soll.
    Hast du schon einmal daran gedacht, dass du als Fachfremder mit geringer Stundenzahl ggf. der Adressat dieser Maßnahme bist und die anderen dir da helfen sollen? ;)


    Darf man als Lehrer die Benutzung eines Taschenrechners verbieten und Aufgaben zum Beispiel so stellen, dass immer mit 'runden' Zahlen gerechnet wird? Zum Beispiel stelle ich mir das so vor, dass ich, je nach Leistungsstand des Kurses sogar das Ergebnis vorgeben würde und die Schüler müssten 'nur' auf einen richtigen Weg kommen.

    Das führt zu massiven Fehlvorstellung. Die meisten Zahlen sind nicht "rund".

    Das Verständnis aller Zahlenräume jenseits der natürlichen Zahlen wäre nicht möglich.
    Du müsstes ganze Klassen von Aufgaben weglassen, z.B. wenn du Brüche in Dezimalbrüche umwandeln läßt.
    Dir gehen mathematisch tiefgreifende Phänomene verloren, z.B. die Betrachtung der Stabilität von Lösungen.
    Deine Schüler würden nie lernen bei Problemlösungen Zahlen auf ihre signifikanten Stellen zu untersuchen.

    Letztendlich gießt du mit dem Ansatz das Kind mit dem Bad aus, wie man so schön sagt.

    Natürlich macht es Sinn, auch das Kopfrechnen zu üben, aber die Einführung des Taschenrechners markiert in der Regel den Übergang vom Fokus "Rechnen" zum Fokus "Strukturen".
    Ich mache durchaus auch in höheren Klassen regelmäßige kurze Kopfrechentest, aber nutze dann im "Hauptunterricht" den Taschenrechner. Es geht da schlicht um andere mathematische Kompetenzen.

    Rein aus rechtlicher Sicht wäre in dem Fall natürlich interessant, ob das Land per Klage dazu gezwungen werden kann die Beförderungsstelle von der Nichtbeförderungsstelle zu differenzieren oder ob Thüringen aus rechtlicher Sicht einfach alle Lehrkräfte "befördert" hat.

    Naja gibt ja nur 4 Möglichkeiten:
    1. Wegfall
    2. Hochstufung um eine Besoldungsstufe
    3. Zulage
    4. Stundenentlastung

    Persönlich tippe ich auf Nr. 3, da die Länder geizig sind und ein Wegfall vermutlich rechtlich problematisch wäre und in Zeiten des Lehrermangels eine Stundenentlastung auch unwahrscheinlich ist.

    Das ist die Definition von Hochbegabung.
    Gemein gesagt: wenn die SuS nach Begabung beschult würden (und nicht nach nase der Eltern), sollte die Majorität am Gymnasium hochbegabt sein. Zumindest rechne ich bei "Gymnasialschülern, die da auch hingehören" eigentlich mit 120+ als üblich, unter 100 sollte am Gymnasium nicht vertreten sein (wenn man schon mal mit Zahlen kommen soll).

    Das Gymnasium nimmt 41% aller Kinder in NRW auf.
    Der IQ ist so justiert, dass 100 der Mittelwert ist und die Hochbegabung bei den oberen 2 Prozent liegt.

    Angenommen alle Hochbegabten landen am Gymnasium (Was sie nicht tun.), dann sind am Gymnasium gerade mal 2/41 = 4,9% an Hochbegabten.
    Das ist rechnerisch etwa einer pro Klasse.

    Alle Fächer mit streng aufeinander aufbauendem Wissen sind tendenziell schlechter. Am stärksten betroffen ist Mathe. Da ist noch das Zusatzproblem, dass es gesellschaftlich angesehen ist "mathematisch dumm" zu sein.

    Selbst wenn du das nachstudierst, ist die Frage ob du ESE wieder los wirst....zumindest, wenn du in der Inklusion oder an einer Förderschule mit ESE landest.

    Als Regelschullehrern wird man seine Fächer z.B. nicht wieder los und kann dort jederzeit eingesetzt werden.

    Ich finde auch, dass der Seiteneinstieg in NRW ein gutes Vorbild ist, wie man sowas gestalten sollte.

    Das einzige Problem ist manchmal die ausufernde Kreativität der Bezirksregierung Fächer (nach Bedarf) abzuleiten.
    Das führt zu unglücklichen Seiteneinsteigern und einem Kratzer im Image des Seiteneinstiegssystems.

    Allerdings finde ich, dass das Abschneiden des Dochtes keinen Lebensweltbezug darstellt.

    Wenn man das heftig didaktisch reduziert, könnte man vielleicht Feuerschneisen als Beispiel heran ziehen. Die Frage ist natürlich, welches Kind sowas heute noch kennt.

    Etwas besser passt vielleicht das Beispiel, dass z.B. die Feuerwehr den Gashaupthahn absperrt, wenn es brennt und dieser noch zugänglich ist.

    Naja man muss das Ganze mal systemischer Sicht sehen.

    • Ein neuer Kollege bekommt eher keine Klassenleitung alleine, weil er die Schule nicht kennt.
    • Eine Doppelbesetzung des neuen Kollegens ist mangels Stellen selten möglich.
    • Lehrerwechsel sind für die Schüler ungünstig. Daher wird tendenziell der bisherige Fachlehrer weiter in der jeweiligen Klasse eingesetzt. Das heißt aber auch, dass für den Neuen erstmal primär die Lücken bleiben und Parallelunterricht eher unwahrscheinlich ist.
    • Fachfremder Unterricht kann passieren, wenn man sich im Bewerbungsgespräch mit der Bereitschaft dazu hervorgetan hat.

    Jede Schulleitung wird schon im Eigeninteresse versuchen, den neuen Kollegen einen möglichst guten Einstieg zu ermöglichen.
    Klar ist aber auch, dass es Sachzwänge gibt und andere Dinge im Zweifel Priorität haben (z.B. die Schüler).

    Dringend ansprechen und zwar deutlich und unmißverständlich, so dass er sich nicht herausreden kann. Gehäufte Rechtschreibfehler sind doch bei einem Deutschlehrer ein elementarer Mangel an Fachkompetenz.

    Ich persönlich würde auch die UB-Materialien nicht korrigieren, außer er bittet explizit darum. Es bringt nichts, wenn solche Mängel gegenüber den Fachleitern und später den Prüfern nicht sichtbar sind.
    Letztendlich trägt man da die Verantwortung für die folgenden Schülergenerationen.

    Zu den UB-Entwürfen würde ich ihm die klare Ansage machen, dass er sie digital als Word-Datei schicken soll und dass er sie erst schicken soll, wenn von der Rechtschreib/Grammatikprüfung da nix mehr rot/grün angekringelt ist. Das fängt nicht alle Fehler ab, aber sicher 95%.

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