Beiträge von kodi

    Naja gibt ja nur 4 Möglichkeiten:
    1. Wegfall
    2. Hochstufung um eine Besoldungsstufe
    3. Zulage
    4. Stundenentlastung

    Persönlich tippe ich auf Nr. 3, da die Länder geizig sind und ein Wegfall vermutlich rechtlich problematisch wäre und in Zeiten des Lehrermangels eine Stundenentlastung auch unwahrscheinlich ist.

    Das ist die Definition von Hochbegabung.
    Gemein gesagt: wenn die SuS nach Begabung beschult würden (und nicht nach nase der Eltern), sollte die Majorität am Gymnasium hochbegabt sein. Zumindest rechne ich bei "Gymnasialschülern, die da auch hingehören" eigentlich mit 120+ als üblich, unter 100 sollte am Gymnasium nicht vertreten sein (wenn man schon mal mit Zahlen kommen soll).

    Das Gymnasium nimmt 41% aller Kinder in NRW auf.
    Der IQ ist so justiert, dass 100 der Mittelwert ist und die Hochbegabung bei den oberen 2 Prozent liegt.

    Angenommen alle Hochbegabten landen am Gymnasium (Was sie nicht tun.), dann sind am Gymnasium gerade mal 2/41 = 4,9% an Hochbegabten.
    Das ist rechnerisch etwa einer pro Klasse.

    Alle Fächer mit streng aufeinander aufbauendem Wissen sind tendenziell schlechter. Am stärksten betroffen ist Mathe. Da ist noch das Zusatzproblem, dass es gesellschaftlich angesehen ist "mathematisch dumm" zu sein.

    Selbst wenn du das nachstudierst, ist die Frage ob du ESE wieder los wirst....zumindest, wenn du in der Inklusion oder an einer Förderschule mit ESE landest.

    Als Regelschullehrern wird man seine Fächer z.B. nicht wieder los und kann dort jederzeit eingesetzt werden.

    Ich finde auch, dass der Seiteneinstieg in NRW ein gutes Vorbild ist, wie man sowas gestalten sollte.

    Das einzige Problem ist manchmal die ausufernde Kreativität der Bezirksregierung Fächer (nach Bedarf) abzuleiten.
    Das führt zu unglücklichen Seiteneinsteigern und einem Kratzer im Image des Seiteneinstiegssystems.

    Allerdings finde ich, dass das Abschneiden des Dochtes keinen Lebensweltbezug darstellt.

    Wenn man das heftig didaktisch reduziert, könnte man vielleicht Feuerschneisen als Beispiel heran ziehen. Die Frage ist natürlich, welches Kind sowas heute noch kennt.

    Etwas besser passt vielleicht das Beispiel, dass z.B. die Feuerwehr den Gashaupthahn absperrt, wenn es brennt und dieser noch zugänglich ist.

    Naja man muss das Ganze mal systemischer Sicht sehen.

    • Ein neuer Kollege bekommt eher keine Klassenleitung alleine, weil er die Schule nicht kennt.
    • Eine Doppelbesetzung des neuen Kollegens ist mangels Stellen selten möglich.
    • Lehrerwechsel sind für die Schüler ungünstig. Daher wird tendenziell der bisherige Fachlehrer weiter in der jeweiligen Klasse eingesetzt. Das heißt aber auch, dass für den Neuen erstmal primär die Lücken bleiben und Parallelunterricht eher unwahrscheinlich ist.
    • Fachfremder Unterricht kann passieren, wenn man sich im Bewerbungsgespräch mit der Bereitschaft dazu hervorgetan hat.

    Jede Schulleitung wird schon im Eigeninteresse versuchen, den neuen Kollegen einen möglichst guten Einstieg zu ermöglichen.
    Klar ist aber auch, dass es Sachzwänge gibt und andere Dinge im Zweifel Priorität haben (z.B. die Schüler).

    Dringend ansprechen und zwar deutlich und unmißverständlich, so dass er sich nicht herausreden kann. Gehäufte Rechtschreibfehler sind doch bei einem Deutschlehrer ein elementarer Mangel an Fachkompetenz.

    Ich persönlich würde auch die UB-Materialien nicht korrigieren, außer er bittet explizit darum. Es bringt nichts, wenn solche Mängel gegenüber den Fachleitern und später den Prüfern nicht sichtbar sind.
    Letztendlich trägt man da die Verantwortung für die folgenden Schülergenerationen.

    Zu den UB-Entwürfen würde ich ihm die klare Ansage machen, dass er sie digital als Word-Datei schicken soll und dass er sie erst schicken soll, wenn von der Rechtschreib/Grammatikprüfung da nix mehr rot/grün angekringelt ist. Das fängt nicht alle Fehler ab, aber sicher 95%.

    Wenn ein offizielles Verbot kommt, hat sich die Sache ja eh erledigt.

    Ansonsten darf man nicht vergessen, dass Schüler durchaus Dinge/Zeichen im Kontext verstehen und man Symbole auch umwidmen kann.
    Wieso sollte man die Deutungshoheit des "Leisefuchs" z.B. den grauen Wölfen überlassen?

    Letztendlich wird sich zu jedem Handzeichen irgendwo auf der Welt eine üble Gruppe finden, die diese nutzt.
    Die Frage ist dann nur, wie bekannt und über den lokalen Gebrauch hinaus bedeutend das genutzte Handzeichen ist.

    Bei uns gibt es statt Hausaufgaben Lernzeiten (Ganztagschule). Eine der Lernzeiten pro Woche ist in der Regel beim Mathelehrer.
    Darüber hinaus liegen sie in einem Jahrgangsband, sodass SuS sich auch Hilfe beim Lernzeitlehrer der Parallelklasse bekommen können, wenn in der eigenen Lernzeit gerade kein Mathelehrer ist, aber in der Parallelklasse schon.

    Die meisten Kollegen handhaben es so, dass die Förderaufgaben aus dem kompetenzorientierten Rückmeldebogen in der Stunde der Klassenarbeitsrückgabe begonnen werden und in den folgenden Lernzeiten dann zu Ende bearbeitet werden. Die Schüler müssen die Aufgaben in der Regel 2 Wochen nach Arbeitsrückgabe bearbeitet haben. Wir betreiben also eine Mischform zwischen "in der Stunde" und Lernzeitarbeit. Der Schwerpunkt liegt aber bei letzterem.

    Die Förderaufgaben stehen natürlich nie alleine, sondern sind entweder so angelegt, dass die Aufgabe durch entsprechende Strukturierung zum Lösungsweg führt oder indem es zusätzlich ein analoges Beispiel mit entsprechener Erklärung gibt. Sie müssen halt so sein, dass die SuS sie alleine oder mit minimaler Hilfe erarbeiten können, selbst wenn sie die in der Aufgabe geforderten Kompetenzen vorher noch nicht erreicht hatten.

    Fachdidaktisch ist das extrem problematisch, weil es ein animistisches Weltbild vermittelt.

    Darüber hinaus produzierst du bei falscher Durchführung leicht ganz viele Fehlvorstellungen, z.B. wenn Kinder in deinem Parcour die Möglichkeit haben, sich an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich schnell zu bewegen (Rennen auf freier Strecke, Stau vor dem Hindernis).

    Das Ergebnis "es wird warm, weil es anstrengend ist" ist auch kaum in ein Modell einzuordnen, dass noch irgendeinen fachlich korrekten Bezug zum physikalischen Inhalt Wärme hat.

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