Beiträge von kodi

    Aber mal aus der anderen Perspektive: Was macht man mit Klassen, die keinen Lehrer haben? (kurzfristige Krankmeldung morgens oder aufsichtslose Klasse in der 3./4.)

    Lehrer eher kommen lassen/länger bleiben lassen, die sonst unterrichtsfrei haben.
    Klasse auf andere Lerngruppen teilen

    Natürlich sind dann etliche Kollegen völlig entsetzt, ....vor allem die der Marke "Rechte&Pflichten kenne ich nur zu meinem Vorteil".

    Du sorgst dich wegen des Schulleiters genug um hier zu schreiben, dh. du kannst ihn vermutlich also nicht ignorieren/aussitzen.
    Du willst eh irgendwann wechseln wegen der Fahrzeiten.
    Die Stimmung ist nicht gut.

    Stell den Antrag und sag deinem SL, dass es wegen der Fahrtzeiten ist.
    Es kann halt sein, dass du 5 Versuche brauchst, dann wärst du aber wieder grob in deinem Zeitrahmen.

    Diese war bis vor kurzem Konrektorin. Sie ist von der Stelle zurück getreten aber möchte als Lehrerin an der Schule bleiben.
    Jetzt soll sie allerdings versetzt werden.

    Das ist normal und hat gute Gründe.
    Als Konrektorin hat sie in der Regel einen vertieften Einblick in vertrauliche Interna, der bei einer Rückstufung den Verbleib an der Schule unmöglich macht.
    Das dient dem Schutz aller Beteiligten, einschließlich ihrer selbst.

    Ich halte nicht so viel von dem Lego-Experimentiermaterial.
    Der Spiel- und Bau-Aspekt steht da zu sehr im Vordergrund. Das ganze wirkt so wie "Wir verkaufen unser Spielzeug jetzt mit einer Nawi-Tünche auch an Schulen".

    Physikalische Experimentalaufbauten sind mit dem Schülerexperimentiermaterialien der beiden großen Lehrmittelhersteller Phywe und Leybold viel klarer.
    Das Material ist robuster, es besteht weniger Klaugefahr, weil keiner seine Legosammlung damit ergänzen kann und es ist gezielt auf die Experimente zugeschnitten.

    Mein noch relativ aktuelles Elektronik/Mechanik- Schülerexperimentier ist beispielsweise von 2005. Das hatten seitdem ca. 1500 Schüler jeweils 2-3 Schuljahre im Einsatz.
    Die Verlustrate liegt ca. bei einem halben Experimentierset und jedes Kleinteil kann ich bis heute nachbestellen.
    Ich bin zuversichtlich, dass das Material nochmal die gleiche Zeit durchhält.... und das ist schon das neue, im Vergleich zu früher deutlich weniger robuste Material.
    Ich habe ernste Zweifel, dass die Lego-Sets alles in allem (inkl. Klau) eine ähnliche Standzeit haben.

    Was hingegen bei Lego super ist, sind diese Roboterkästen. Auch da hat man natürlich das Kleinteilproblem, aber dort kann das Material seine Flexibilität sehr gut ausspielen.

    Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum SuS einen Satz wie "Ihr nehmt jetzt ... " oder "Jeder von euch benutzt ..." nicht verstehen sollen.

    Geht mir auch so. Ich hab beide Formen mal an meinen "kleinen" 5ern ausprobiert, als ich davon das erste mal hörte. Auch dort ist der Effekt noch überraschend deutlich.
    Seitdem achte ich verstärkt darauf, die jüngeren Kinder direkt anzusprechen und benutze zumindest zu Anfang auch manchmal dieses generalisierte "Du" bei Arbeitsaufträgen.

    Grundsätzliche spreche ich meine Klasse aber auch oft als Klasse/Gruppe an und finde das auch nicht schlimm. Ich meine aber zu beobachten, dass die individuelle Ansprache mehr wirkt.
    Vermutlich meinte deine Kollegin das. @GeMir

    Ganz besonders dramatisch ist der Unterschied, wenn man dann auch noch negative durch positive Rückmeldungen ersetzt.
    Statt: "Ihr seid zu laut/Bitte etwas leiser/XYZ hör auch zu reden" lieber "Ich finde es gut wie X, Y und Z arbeiten."
    Auch das hab ich mir von einer Grundschulkollegin abgeguckt. Der Effekt ist verblüffend.

    Ich denke SL sollten als Chef Vorbild sein. Das ist irgendwo auch eine Frage der Glaubwürdigkeit.

    Auf der anderen Seite hat die SL deutlich mehr Arbeit als normale Lehrer und ein zum Teil sehr enges (oft extern vorgegebenes) Terminkorset.
    Von daher finde ich z.B. sowas wie Ausplanen für ein Beratungsgespräch bei SL durchaus eher ok als bei einem normalen Lehrer.

    Letztendlich haben Lehrer und Schulleitungen unterschiedliche Aufgaben, wodurch man nicht strikt gleiche Absprachen/Regelungen anlegen kann.

    Mal zurück zur Eingangsfrage...
    Ich finde die Kombination schon naheliegend.
    Wenn du gerne mit Texten arbeitest, dann bietet sich Geschichte doch als Begleitfach zur Germanistik an. Schließlich stützt sich das Fach vor allem auf Textquellen, wenn man nicht gerade Archäologie macht.
    Zudem hat jeder eine Vorstellung aus der Schule, wie das (vermeintlich) läuft.

    Also ich belehr nur über Sicherheit im Fachraum und zum Verhalten im Brandfall. O_o

    Im Klassenbuch stehen fehlende Schüler und wenn sie entschuldigt sind, ist ein (e) dahinter.
    Rein rechlich ist sogar fraglich, ob das überhaupt im Klassenbuch in Teil A (öffentlich) erlaubt ist oder in Teil B (vertraulich) muss. Auf der anderen Seite kann man schlecht die Vollständigkeit feststellen, wenn es nicht in Teil A geführt wird.

    Kranke Lehrer werden garnicht im Klassenbuch festgehalten. Da steht dann neben dem Fach V (Vertretung) und das Kürzel des Vertretungslehrers.

    Fehlende Lehrer führen wir in Untis und Kranke zusätzlich (per Import) auch in GPC.

    Ob noch geschoben werden muss, hängt von der Situation vor Ort und dem Stundenplanprogramm ab.
    In Untis kann man viel einstellen, aber Untis kann nicht sinnvoll selbst entscheiden, in welchen Fällen es gegen Vorgaben verstoßen kann und in welchen nicht.

    Je mehr Absprachen im Plan einzuhalten sind, je mehr Bänder und Doppelbesetzungen es gibt und je mehr externe Bedingungen einzuhalten sind, umso eher schlägt die Automattik fehl. Ganz besonders gilt das, wenn die Kernzeiten strikt und springstundenfrei für die SuS einzuhalten sind und man einen nennenswerten Anteil, an Elternlehrern, Fachleitern, Teilzeitleuten und Co. an der Schule hat, gepaart mit den erstgenannten Rahmenvorgaben.

    Das ist im Öffentlichen Dienst, wie überall.

    Irgendjemand legt Kennzahlen fest, wie viele Beamte/Festanstellungen gebraucht werden.
    In der Regel ist das einer, der was mit Witschaft studiert hat, oder es zumindest glaubt.
    Die Kennzahlen müssen schön schlank aussehen für den Finanzbericht.
    Der, der sie festlegt hat keine Ahnung von der Praxis und dem echten Bedarf.

    Die, die Ahnung vom Mangel haben, müssen den Stopfen und haben befristete Stellen als einziges Mittel, dass sie vielleicht bewilligt bekommen.

    So wie du das beschreibst, würde ich einen Versetzungsantrag stellen.
    Das Problem wären für mich nicht die Unterrichtsbesuche, sondern die Haltung dahinter.

    Allerdings muss man fairerweise sagen, dass es auch Schulen mit, sagen wir mal, "verwildertem" Professionalitätsverständnis gibt, wo so eine enge Qualitätskontrolle nötig ist.

    Naja ich glaub da gibt es zwei entscheidende Dinge:

    • An Förderschulen ausgebildete Lehrer sind oft genauso wenig auf die Inklusion vorbereitet, wie wir Regellehrer, nur von der anderen Seite her.
    • Teamteaching ist extrem anspruchsvoll, wenn man nicht gerade zufällig gleiche pädagogische Konzepte, kompatible Lehrerpersönlichkeiten und persönliche Symphatien hat. Leider wird man nicht darin ausgebildet, wie man Teamteaching professionell macht. Ich wurde es zumindest nicht und kenne auch keinen bei dem es der Fall war.

    Reibungspunkte gab es bei uns vor allem am Anfang, bis wir eine Art Geschäftsverteilungsplan gemacht haben, der die Erwartungen an alle Beteiligten geklärt hat.

    Ansonsten hab ich bisher die normale Bandbreite wie bei allen Kollegen erlebt. Von Teampartner Marke "teilnahmsloser Hospitant" bis zum echten Partner kam bisher alles vor. Das ist aber in reinen Regelschullehrerteams auch nicht anders. Klar, wenn der Verdienst unterschiedlich ist, ärgert man sich natürlich etwas mehr in schlecht funktionierenden Teams. Den Unterschied hat aber der Dienstherr verschuldet und nicht die Förderschullehrer.

    Es gibt auch ganz normale Lehrerstellen an Krankenhausschulen.

    Ich persönlich würde übrigens etwas ganz anderes machen, falls ich mal den Schuldienst quitieren sollte.
    Es hängt natürlich immer etwas von den Gründen ab, aber will man wirklich in einem Bereich weiterarbeiten, wenn man die Entscheidung getroffen hat, dass das nix ist?

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