Beiträge von kodi

    Ich gebe oft vor, dass jedes Plakat eine Aufgabe enthalten muss, die mit dem jeweiligen Plakat bearbeitet werden kann. Dann machen die SuS einen Galleriegang und bekommen die Vorgabe, dass jeder 3 von insgesamt ca. 10 Aufgaben bearbeiten muss. Geht das nicht im Klassenraum, kann man die Plakate auch in einem Foyer oder im Flur (temporär) aufhängen.

    Abgewandelt kann man das auch bei Präsentation der Plakate machen, indem man von allen zusammen einen Quiz-Pool erstellen lässt. An die Präsentation schließt sich dann das Quiz an.

    Habe ich nur wenige verschiedene Themen zur Auswahl, bin ich auch so frei nur ausgewählte Gruppen vorstellen zu lassen. Bei den anderen bewerte ich dann nur die Arbeit in der Gruppe und das Plakat.

    Bei den Präsentationen ist es mir wichtig, dass jeder sehen kann. Im Zweifel stellen die SuS vorne vor. Ist ja letztlich eine Art Frontalphase. Wenn vor der ganzen Klasse präsentiert werden soll, dann muss das Plakat bei mir zu Gunsten der Sichtbarkeit reduzierter sein (Große Schrift, mehr grafische Elemente), als z.B. für einen Galleriegang. Dafür verlange ich manchmal bei Präsentationsplakaten ein Mini-Handout, dass ich dann für alle kopiere.
    Interessanterweise lernen die Plakatersteller meiner Beobachtung nach mehr, wenn sie den Inhalt reduzieren und stärker grafisch aufbereiten müssen. Das kann aber auch an meinem Schülerklientel liegen.

    Ich handhabe das ganz pragmatisch.
    Ich unterrichte eine Naturwissenschaft. Natürlich werden da die naturwissenschaftlichen Methoden und Inhalte benutzt und vermittelt. Wer sich dem entzieht bzw. die nicht lernt, der bekommt eine entsprechend mangelhafte Note. Zum Glück gibt es ja einen Lehrplan, der das ganze auch rechtssicher macht.

    Irgendwelche Gegenüberstellungen und Scheinlegitimationen fundamentalistischer religiöser Ansichten sind an der Stelle völlig unangebracht, da es erstens nicht zum Unterrichtsfach gehört, zweitens keine Gleichwertigkeit besteht und drittens die hinter diesen Themen stehenden Denkmodelle sich gegenseitig ausschließen. Die naturwissenschaftliche Methode ist nicht mit der Methode "Glauben" kompatibel.

    Würde ein Religionskollege aktiv durch fundamentalistische Propaganda meinen Unterricht stören, dann bekäme der eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

    Das Problem ist nicht der Quereinstieg. Ein Mathematiker/Physiker/Chemiker, der sich didaktisch und pädagogisch fortbildet und einen Quereinstieg macht, ist völlig ok.

    Das echte Problem sind Quereinsteiger, denen Fächer anerkannt werden, die sie gar nicht unterrichten wollen oder in denen sie sich nicht auskennen.
    Vor allem wenn die Motivation für ein zwangsanerkanntes Fach fehlt, ist natürlich alles verloren....übrigens für alle Beteiligten.

    Ich persönlich finde übrigens auch die Praxis in NRW unmöglich, dass Leute ohne Abschluss als Vertretungskräfte beschäftigt werden.
    Das können zwar im Einzelfall tolle und qualifizierte Leute sein, aber es fehlt halt eine wenigstens fachliche Qualitätssicherung.
    1. Staatsexamen bzw. Ba/Ma sagt immerhin etwas über eine fachliche Mindestqualifikation aus.

    Guck dir mal §13 (5) in der ADO an. Mehrarbeit kann mit Einschränkungen angeordnet werden.
    Trotzdem würde ich mich im Zweifel vom Personalrat beraten lassen. Der Lehrerrat ist zwar auch eine gute Anlaufstelle, die du ansprechen kannst, weil er deine lokalen Gegebenheiten gut kennt, aber dein Bezirkspersonalrat wird die rechtliche Seite solcher Fälle sicher öfter klären müssen, als deine Kollegen aus dem Lehrerrat.

    Das Klassenlehreramt sollte man jetzt auch nicht zu hoch hängen.

    Du hast im wesentlichen drei Aufgaben:
    1. Ansprechpartner für die Probleme der Kinder
    2. Regelsystem in der Klasse etablieren (inklusive Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen, falls nötig)
    3. Organisation (Klassenpflegschaft, Wandertag, Klassenfahrt, Infopapierkram von der Schulleitung weitergeben, Klassenbuchführung)

    Außer den Kollegen, die Hinweise zum Ablauf an der eigenen Schule geben können, braucht man da in der Regel eher selten externe Hilfe in Form von Literatur.

    Im Informatikunterricht analysiert man eben diese Daten und deren Verarbeitungsmöglichkeiten. Datenbanken, Algorithmen, Rechneraufbau und -netze, Verschlüsselungen und Codierungen studiert man und übt diese, dadurch können die SuS die Manipulationstechniken durchschauen, um sie in anderen Kontexten nachweisen zu können und Gegenmaßnahmen einleiten zu können (man muss schließlich nicht alles mitmachen, was Facebook und Co von einem will). Unser Hilfsmittel sind Maschinen, die deutlich schneller als wir rechnen, daher müssen wir ihre Sprache beherrschen und das sind Algorithmen. Diese unterstützen uns in der strukturierten und gezielten Weitergaben von Informationen auch in anderen Sprachen, daher werden diese in Informatik vermittelt und in Form von Programmiersprachen geübt.


    Ich finde das ist eine gute Beschreibung des Fachs Informatik.
    Es wäre viel gewonnen, wenn sich das Fach in der Praxis auch darauf konzentrieren könnte und nicht ein Bündel anderer Kulturtechniken mit vermitteln müsste, die zwar alle wichtig sind, aber eben eher anderen Fächern näher liegen.


    Weiß jemand ob es möglich ist, mit einem nicht bestandenen Staatsexamen in einem anderen Bundesland in einen Bachelor of education einzusteigen und mir meine jetzigen bestandenen Module anrechnen zu lassen? Die Studienberatung in meinem Bundesland sagt nein, ich habe nun aber von vielen schon gehört, dass das funktionieren kann.


    Du kannst auch mal an anderen Universitäten fragen. Bei der Anerkennung könnte dir zu Gute kommen, dass der Bachelor kein einheitlicher Abschluss ist, sondern ein unigebundener Abschluss.
    Die Regeln können da deshalb von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich sein.
    Grundsätzlich wird es aufgrund der konsekutiven Prüfungen im Bachelor natürlich bei allem schwierig, wo du keine bestandenen Examensprüfungsteile hast.
    An einigen Unis wurde mal diskutiert, ob sich alte Leistungsnachweise in Prüfungsteile mit der Note ausreichend umschreiben lassen. Was daraus wurde, weiß ich allerdings nicht. Jobtechnisch ist das je nach Fach auch nicht unbedingt die beste Idee.

    Bei uns hat die Fachkonferenz folgendes in meinen Fächern festgelegt:
    ab 95% - sehr gut
    ab 80% - gut
    ab 65% - befriedigend
    ab 50% - ausreichend
    ab 25% - mangelhaft

    Letztlich ist diese Zuordnung jedoch relativ nichtssagend, da es entscheidend darauf ankommt, wie und wofür die Punkte verteilt werden und nicht wie die Punkte in eine Note umgerechnet werden.
    Insofern sind diese Festlegungen nur eine Scheinobjektivität.
    Rein aus mathematischer Sicht, ist der einzige Punkt über den man sich meiner Meinung nach streiten könnte, (wenn man zu viel Zeit hat), ob dem ganzen eine lineare Verteilung, eine Normalverteilung, oder was auch immer zugrunde liegen sollte.
    Bedenkt man dann aber, dass die meisten Kollegen in der Praxis aus Unkenntnis munter auch normalverteilte Noten zusammenaddieren dann ist auch das letztlich eine praxisferne Debatte.

    Welchen Eindruck hast du denn selbst von den anderen Klassen dieser Schule?
    Leider ist es ja so, dass neue Kollegen oft auch die Klassen bekommen, die sonst niemand haben will. Das wird natürlich heftigst bestritten, falls man es anspricht... ;)
    Das anhand von klagenden Kollegen zu beurteilen, ist immer so eine Sache. Gerade da man als Anfänger natürlich auch das Problem hat, dass manche Kollegen versuchen einen zu instrumentalisieren.

    Ich glaub es ist irgendwie jedem klar, dass die Rolle des Sonderpädagogen in den Regelschulen weder die "Normkompatibelmachung der I-Kinder" noch die eines "A13-Praktikanten" ist.
    Aus Sicht eines Regelschullehrers fehlt mir allerdings in der Tat eine transparentes Aufgabenprofil bzw. so eine Art Geschäftsverteilungsplan. Ich glaube das wurde allen Seiten bei dieser schwierigen Umstellung des Schulsystems helfen.

    Da ja bei dir auch Hardwareausstattung ein Thema ist:
    Wir haben neben den normalen PC-Räumen auch Notebook-Koffer mit WLAN-Accesspoint.
    Die sind super als Ergänzung. Du hast die räumliche Flexibilität bei gleicher Leistungsfähigkeit.

    Unsere Smartboards sind auch eine feine Sache, allerdings ist das letztlich nur eine modernere Tafel.
    Sie erleichtert für den Lehrer einiges und bietet an ein paar Stellen interaktivere Präsentationsmöglichkeiten.
    Für die Handlungsorientierung auf Schülerseite bringen sie meiner Erfahrung nach nicht so viel. Es sind eher lehrerzentrierte Arbeitsmittel.

    Tablets haben wir nicht im Einsatz. Alternativ nutzen die Schüler ihre Handys. Bei uns hapert der BYOD-Ansatz an dieser Stelle etwas am fehlenden freien WLAN für Schüler.
    Es kann eigentlich nicht sein, dass die SuS ihre eigenen Datentarife nutzen müssen.

    Für Video/Präsentations-Situationen gibt es dann noch klassische Medienwagen mit Beamer, Notebook, DVD-Player.
    Die entlasten einerseits die Räume mit fest installierten Beamern und sind ein gutes Arbeitsmittel für die weniger technikaffinen Kollegen.

    Ein großes Problem bei der Medienkompetenzentwicklung ist meiner Meinung nach, dass da zu viel auf das Fach Informatik abgeschoben wird.

    Ich fände es besser, wenn da verbindlich passendes Aspekte in die anderen Fächer geschoben würden, gerade was die Basisanwendungen angeht.
    Word --> Deutsch
    Excel --> Mathematik
    Bildbearbeitung --> Kunst
    Audiobearbeitung --> Musik
    Recherche&Quellenbewertung --> Geschichte
    Datenschutz --> Politik/Sozialwissenschaften
    GIS --> Erdkunde

    Bei Powerpoint müsste man gucken, da Präsentationen eigentlich zu jedem Fach gehören.

    Ich verstehe zwar, wie das historisch so gekommen ist, aber ich finde es völlig unverständlich, dass das Erlernen klassischer Kulturtechniken (Schreiben mit Füller, Rechnen auf Papier/mit Taschenrechner, Malen mit Wasserfarbe, ...) selbstverständlich in manchen Fächern verankert ist, aber ihr neueres Pendant (Schreiben mit Word, Rechnen mit Excel oder CAS, Bildbearbeitung, ...) nicht. Zum Teil betrifft das ja auch direkt die Kernkompetenzen, die die entsprechenden Fächer für sich beanspruchen.

    Würde man das konsequent aufteilen, dann könnte sich der Informatikunterricht wieder stärker auf seine Kerninhalte konzentrieren und wäre nicht der Lückenfüller zur Vermittlung neuerer Kulturtechniken.
    In Ansätzen ist da ja schon eine Veränderung erkennbar, z.B. in Mathematik.

    Es gibt halt Fächer da kann man sich eher durchlavieren und bei anderen nicht. ;)
    Es ist ehrlicher sich da mal im Vorfeld unbeliebt zu machen und falsch zu liegen, als die Leute hinterher scheitern zu sehen.
    Da es bei Salomee kein Notnagel ist, ist alles ok.


    Interessant wäre auch, ob ein Wechsel in eine andere Schule (Gym/ges) in den höheren Dienst noch möglich ist.(a13z)


    Sobald du in der S1-Laufbahn bist, bleibst du da drin bis du dich entlassen lässt (wäre sehr dämlich) oder du einen Laufbahnwechsel machst.
    Die Stellen wandeln sich nicht von alleine um und auch für eine Versetzung an ein reguläres Gymnasium brauchst du den Laufbahnwechsel.
    Das Problem am Laufbahnwechsel ist vor allem, dass die neue Stelle dafür geöffnet sein muss.

    Mit Physik (oder Chemie) als Zweitfach könnte ich mich aber auch anfreunden.


    Wenn das so gemeint ist, wie es klingt, dann tue es dir, den Schülern und deinen Kollegen bitte nicht an.
    Seine Unterrichtsfächer sollte man mögen und sich nicht nur mit "anfreunden" können.
    Mach dir weiterhin klar, dass du im Physikstudium auch Mathe brauchen wirst.

    Ich mag dir jetzt unrecht tun, aber für mich klingt der Beitrag nach "Nehm ich mal Physik dazu um eingestellt zu werden".
    Das klappt nicht, wenn du nicht eine Affinität zu Physik (und zu Mathe) hast.

    Man sieht mal wieder deutlich, dass das Ministerium die Probleme erkannt und die Prioritäten richtig gesetzt hat. ;)
    Schreiben wir mal ewig geltende Erlasse in die APO und tun so als wären sie neu und würden sich damit plötzlich alle Probleme lösen....

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