Beiträge von kodi

    Wenn du das jetzt nicht irgendwie locker nebenher machen kannst, dann würde ich das verschieben.

    Die Schülerzahlen gehen zurück. Von daher denke ich, dass es ratsam ist, möglichst bald in den Schuldienst zu gehen.
    Wenn du dann Probleme hast eine Stelle zu finden, kannst du immer noch das dritte Fach nachstudieren.
    Hinterher im Dienst gibt es dann die Möglichkeit über einen Z-Kurs in einigen ausgewählten Mangelfächern noch eine zusätzliche Lehrerlaubnis zu erwerben, wenn du dich etwas diversifizieren willst.
    Das ist natürlich nicht mit einem Studium vergleichbar.

    ... was für absolut mega mäßige Verzerrung die Lösungen dort dann sein können


    Da hat er ja recht. Aber das ist ein anderes Problem, nämlich ob die Aufgabe stabile Lösungen hat oder nicht. Leider werden aus Unkenntnis manchmal Aufgaben mit instabilen Lösungen gestellt...selbst in Schulbüchern.
    Das ist interessant und man sollte es meiner Meinung auch mal im Unterricht thematisieren, ist aber eher nicht Teil der S1-Mathematik.

    Wenn du einen mathematischen Zusammenhang beweist, ist Exaktheit wichtig und in diesem speziellen Fall wäre auch eine Rundungslösung nicht angebracht.

    In sämtlichen Anwendungsaufgaben, wie z.B. aus der ZP10, sieht das anders aus.
    Um dort korrekt zu modellieren müsste eigentlich Fehlerberechnung/Fehlerbetrachtung gemacht werden. Schon die Annahme exakter Werte ist falsch.
    Das ist jedoch nicht bzw. extrem eingeschränkt Stoff des Mathematikunterrichts in S1/S2. Selbst durchs Mathestudium kann man kommen, ohne jemals davon zu hören.
    Von daher befindest du dich auf dünnem Eis, wenn du nur 'exakte' Lösungen einforderst.

    Der nächste Fehler liegt in deiner Taschenrechnerannahme. Auch dein Taschenrechner rundet. Das fällt meistens nicht auf, weil er viele Stellen benutzt und manchmal trickreich Identitäten nutzt.
    Du schiebst das Rundungsproblem nur weiter in den Nachkommabereich und verschweigst es dann. Im technischen Datenblatt der besseren Taschenrechner steht übrigens ihre Genauigkeit und ab welcher Stelle es zu Rundungen und Fehlern kommt.

    Das Entscheidende ist aber letztlich das, was neleabels geschrieben hat. Die Kompetenzerwartung ist nicht die Nutzung des Taschenrechnerspeicher und auch nicht die Fehlerrechnung, sondern das strukturierte Zerlegen und lösen von Problemen.

    ... aber im Mathematischen Zweig mit Übergang Technik FOS und eventuell Ingenieurstudium sieht das da auch ganz anders aus: EXAKT oder FALSCH.

    Nein! Da wird Fehlerrechnung und Toleranzmanagement gemacht. Deine Vorstellung von Exakt ist da völlig falsch.

    Wer bei mir keinen TR mitbringt, rechnet eben schriftlich, halbschriftlich oder im Kopf.
    Schließlich sind die dazu nötigen Verfahren für Natürliche Zahlen in Klasse 5, für Bruchzahlen in Klasse 6, für rationale Zahlen in Klasse 7 und schließlich für Exponentialzahlen in Klasse 9/10 erlernt worden.
    Ich erwarte mindestens einen Überschlagswert. Nur Einsetzen reicht mir nicht aus, da ich von den Schülern auch erwarte, dass sie ihr Ergebnis auf Plausibilität bzw. die richtige Größenordnung prüfen.

    Die einzige Ausnahme davon sind Winkelfunktionen, da die SuS in Mathe nicht lernen, wie man Sinus, Cosinus und Tangens zu Fuß ausrechnet.

    Meiner Meinung nach sollte ein guter Physiktest jedoch nicht das Rechnen in den Vordergrund stellen, sondern den physikalischen Zusammenhang und seine Auswertung und Beurteilung.

    Ich würde an deiner Stelle sofort auf Medizin wechseln, wenn du einen Studienplatz hast. Falls du warten musst, kannst du als Plan B Lehramt weiter studieren.
    Hintergrund ist einfach der, dass dir dein Lehramtsstudium als Mediziner nichts bringt und nur weitere Zeit in einer eh sehr langen Ausbildung kostet.
    Denk dran, dass du nach dem Studienabschluss in Medizin in der Regel noch einen etliche Jahre dauernden Facharzt machst. Da verdienst du zwar schon (etwa so viel wie ein Lehrer ;) ) aber es dauert halt wieder einige Jahre...
    Rein von den Jobchancen und natürlich dem Verdienst, ist das Medizinstudium sicher deutlich lohnender.

    Interessant ist da auch §18 LVO. Demnach können bei der Ausschreibungen Ausnahmen für den entsprechenden Paragrafen §53,1 zugelassen werden.
    Guckt man mal die Stellen so durch, ist das sogar gar nicht so selten. Dazu muss dich die Bezirksregierung natürlich auf dem Posten haben wollen.

    Naja, irgendwie muss man das auch im Vergleich zum üblichen Aufgabenniveau sehen.
    Wenn der Normalfall für alle anderen Schüler ganzzahlige Lösungen sind, dann ist es nicht fair, wenn das für eine einzelne Schülergruppe plötzlich abweicht.
    (Jetzt mal unbesehen davon, welchen Sinn es macht Spezialfälle mit ganzzahligen Lösungen zu unterrichten und abzuprüfen.)

    Letztlich ist der Artikel aber etwas informationsarm, um den Sachverhalt zu beurteilen. Da blamiert sich nicht der Lehrer, der den Fehler gemacht hat, sondern die Zeitung mit informationsarmer reißerischer Berichterstattung.

    Guck mal hier.
    Die OH-A3 könnte geeignet sein, wenn du sie auf A4 ausdruckst.
    Sie ist etwas ungewohnt, weil es keine Mercatorprojektion, sondern eine Lambert-Gaußsche winkeltreue Kegelprojektion ist.... aber das ist vielleicht auch ein guter Aufhänger, um mal über die Probleme beim Erstellen von Landkarten zu sprechen.

    Edit: Ah, auf A4 gedruckt ist sie zu unübersichtlich. :(


    Oder etwas zum selbst ausfüllen:
    Deutschlandkarte zum Ausfüllen
    Lösung

    Mein Eindruck war auch, dass die Nützlichkeit eines Didactabesuchs sehr von der Schulform abhängt.
    Für Grundschulen gab es jede Menge tolles Material. Gymnasialmaterial gab es auch noch viel, wenn auch schon deutlich weniger. Für Realschulen gab es hingegen fast nix.

    An einer staatlichen Schule mußt du in NRW während deiner 3-jährigen Probezeit zwei Revisionen machen. Da kann im schlimmsten Fall deine Probezeit auf maximal 5 Jahre verlängert werden bzw. deine Nichtbewährung festgestellt werden. Ich kenne keinen dem letzteres passiert ist, aber die theoretische Möglichkeit gibt es. Bei einer abschließenden Nichtbewährung würde man aus dem Dienst entlassen. Ggf. ist wohl auch eine Einstufung in eine niedrige Laufbahn möglich.

    Der klagende Vater kann durchaus berechtigte Gründe haben. So ein Geschenk kann auch nicht unerheblichen sozialen Druck entstehen lassen sich daran zu beteiligen, obwohl man es sich vielleicht nicht leisten kann. Schon allein das ist in meinen Augen Grund genug, Geschenke weitgehend zu verbieten.
    Von der allgemeinen Korruptionsbekämpfung mal abgesehen...

    In NRW kannst du hinten im Annahmeformular deiner Stelle Teilzeit ankreuzen.
    Zu dem Zeitpunkt hast du die Stelle ja schon sicher, weil du das unterschriebene Angebot ja in der Hand hast.
    Vorher würde ich das ehrlich gesagt nicht unbedingt sagen.

    Die Möglichkeiten zum Seiteneinstieg in NRW sind z.B. bei LOIS unter 'Allgemeine Informationen' aufgeführt.

    Der sicherste Weg ist wirklich der Wechsel in ein Lehramtsstudium und dort den Abschluss zu machen.
    Da du ja bereits Scheine gemacht hast, lässt du sie dir am besten anerkennen. Dann bist du ja relativ schnell fertig. Schlimmstenfalls musst du konsekutiven Prüfungen nachholen.

    Meine Erfahrung zur universitären Fachdidaktik Physik (und auch Mathe) war übrigens, dass sie zwar irgendwie eine Grundlage legt, aber meilenweit von der schulischen Praxis entfernt ist.
    Das ist ja auch irgendwie klar, weil die Dozenten in der Regel eher wenig oder nur kurz Kontakt zu Schülern hatten und die Studenten natürlich auch keinerlei echte Schulerfahrung haben. ;)

    Grundsätzlich solltest du dir im Punkt Fachwissen nichts vormachen. Das ist die absolute Basis um überhaupt guten Physikunterricht machen zu können.
    Da gehört auch die Beherrschung der entsprechenden mathematischen Werkzeug dazu. Auch wenn man sie im Unterricht mit den Schülern selten anwendet, wird dir ohne ihre Kenntnisse immer ein großer Teil der Physik versperrt bleiben, weil physikalische Zusammenhänge eben mittels der Mathematik beschrieben werden.

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