Kommt so ein bisschen drauf an, was ich brauche.
Allgemeines Werkzeug kaufe ich beim lokalen Werkzeughändler. Dessen Zielgruppe sind Gewerbetreibende. Der ist an die Einkaufsgemeinschaft deutscher Eisenwarenhändler angeschlossen und kann quasi alles beschaffen. Da kann ich sicher sein, dass ich nur Qualitätswerkzeug bekomme.
Metallwerkzeug kaufe ich bei der HoffmannGroup. Das ist ein Industriezulieferer.
Elektronik bestellte ich bei Reichelt, ELV, Conrad, Voelkner, Pollin oder AliExpress.
Opitec und Co. nutze ich nur selten. In die Kategorie würde vielleicht noch Dictum fallen, auch wenn der Fokus etwas anders ist.
Holz kaufe ich beim lokalen Holzhändler oder beim Sägewerk und zieh es dann ggf. selbst über den Dickenhobel.
Mobiliar kaufe ich bei Weba oder LPE.
Ganz selten brauche ich Zusatzmaterial aus dem lokalen Kunstmarkt und manchmal von Gerstaecker. (Beispiel: kleine Zierscharniere für Kästchen, Emaillie, oder ähnliches)
Was Werkzeug angeht, ist meine grundsätzliche Erfahrung dabei, dass es sich lohnt immer nur das Qualitätswerkzeug zu kaufen, welches z.B. auch unsere Partnerfirmen benutzen. Die Standzeit ist einfach größer als beim günstigen und es verzeiht auch mehr Schülerfehler. Das ist letztlich billiger als alle Nase lang so ein Opitec-Werkzeugset oder gar Baumarktwerkzeug nachkaufen zu müssen. Entsprechend sind dann die Standbohrmaschinen von Flott, die Zangen von Knipex, die Schraubendreher von Wera oder Wiha, die Feilen von Adler, etc.
Ich hab jetzt das Glück in einer von Deutschlands größten Maschinenbau- und Möbelbauregionen zu arbeiten. Entsprechend viele Unternehmen mit Zulieferketten gibt es hier. Grundsätzlich ist es eine gute Idee sich mit lokalen Partnerfirmen zu vernetzen, weil man über deren Lieferketten oft auch Werkzeug, Material oder Materialreste beziehen kann. Meine Beobachtung ist auch, dass die Firmen ein relativ hohes Interesse an einer Zusammenarbeit haben, weil sie natürlich auf Auszubildende hoffen....