Beiträge von kodi

    Das ist so ein bisschen die Crux. Eigentlich wäre es ja wünschenswert, den besten Kandidaten für den jeweiligen Aufgabenbereich zu bekommen.

    Nur schiebt die scheinbare Gleichbehandlung des Bewerbungsverfahrens dem formal einen Riegel vor, weil die dienstliche Beurteilung nicht aufgabenspezifisch sein darf. Deshalb wird herumgetrickst, um dann doch den vermeintlich besten Kandidaten für die jeweilige Aufgabe zu bekommen.

    Hast du den Fragebogen mit deinem Betreuer durchgesprochen?

    Einige Fragen erzeugen bei mir sehr starke WTF?-Momente:

    • Mobiles Schülerlabor, damit Schüler abschalten können?
    • Mobiles Schülerlabor, das an die Schule kommt als besonderer Ort?
    • Mobiles Schülerlabor, damit meine Schüler selbst experimentieren können?
    • Mobiles Schülerlabor, um den Unterricht von anderen gestalten zu lassen?

    [...]Ich habe eben schon lange Interviews mit ihr gesehen, in denen sie [...] tatsächlich auch sympathisch rüberkommt.

    Echt? Ich finde die guckt immer, als würde sie gerade eine volle Windel entsorgen. Ich hab mich schon gefragt, wieso die keine PR-Berater hat, die ihr den angeekelten Gesichtsausdruck mal abtrainieren... ;)

    Naja, das hängt ja neben den Fächern auch von Schulform, Ort und Zeit ab.

    Bei uns sind Sek1-Planstellen-Bewerber z.B. im Moment auch gerade selten, weil die neuen LAA noch nicht fertig sind, nur Sek1-Studium gerade nicht 'in' ist und der Ort eher lokale Leute anzieht.

    Dafür kloppten sich dann 100 Gymnasialbewerber um eine unserer Vertretungsstellen, weil sie überbrücken wollten bis am Gym wieder Stellen frei sind.

    Ergänzend zum Widerspruch würde ich den Rheumaarzt bitten, nochmal ein Gutachten/eine Begründung zu erstellen, wieso genau diese Therapie im individuellen Fall notwendig und alternativlos ist. Ich würde ihm auch den Hintergrund schildern. Oft wissen die Ärzte ja, wie sie etwas für die Beihilfe formulieren müssen. Nur "leitliniengerecht" ist vielleicht etwas wenig. Letztlich geht es bei diesen Dingen auch immer darum, dass die Entscheidung mit einer entsprechenden Aktenspur gerechtfertigt werden kann.

    Der Gerechtigkeitsgedanke ist auch der falsche Ansatz und ziemlich unprofessionell.

    Du wirst als Beamter/Angestellter in Vollzeit für 41 Stunden bezahlt bei 30 Tagen Urlaub. In der Zeit hast du deine Aufgaben zu erledigen. Das ist bei allen anderen auch so. Wie die das organisieren, ist erst einmal völlig egal. Sie können das innerhalb ihrer Rahmenbedingungen gestalten. Genauso, wie du deinen nichtunterrichtlichen Teil deiner Arbeitszeit weitgehend frei gestalten kannst.

    Problematisch wird es erst, wenn die Arbeitszeitgestaltung anderer dazu führt, dass du deine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kannst. Dafür gibt es dann das Mittel der Remonstration.

    [...] Zusätzliche PDF Bearbeitung wird übrigens gerade implementiert.

    Der Vorteil bei meinem Tool ist, dass es mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt, da die KI Latex Code erstellt und diesen kompiliert in PDF.

    Falls diese Bearbeitungsmöglichkeit auf Latex hinaus läuft, denk bitte daran, dass dies nur einem verschwindend geringen Teil der Lehrerschaft bekannt ist.

    Das Alter spielt keine Rolle, solange du lernfähig und lernbereit bist.

    Du darfst halt nicht in den Fehler fallen, zu meinen, dass du aufgrund deiner Lebenserfahrung oder deiner vorherigen Tätigkeit alles besser weißt. Das passiert leider einigen älteren Anfängern.

    Bezüglich deiner Fachanerkennung musst du wissen, dass das in Deutschland über formale Nachweise läuft. Eine Qualifikation ohne formalen Nachweis wird leider nicht anerkannt. Allerdings sollten sich nach deiner Kurzbiographie ziemlich sicher Unterrichtsfächer ableiten lassen.

    Wie ist denn die Stellenlage in Chemie derzeit am Gymnasium?

    Bekommen die Gymnasien in deiner Region überhaupt Stellen zugewiesen?

    Brauchen die lokalen Gymnasien das Fach Chemie?

    Auch wenn das ein tendenziell seltenes Fach ist, heißt das ja nicht, dass es lokal Stellen gibt.

    Für die Auswahlkommission würde ich mir eine schlüssige Erklärung für die Kündigung überlegen. Die könnte ja auch befürchten, dass du das wiederholst. Es sind schon Leute nicht auf Platz 1 gelandet, weil es Zweifel gab ob sie kommen oder ob sie länger bleiben...

    ich habe hier im Forum in einem älteren Thread gelesen, dass man die Schule wechseln muss, wenn man sein Amt niederlegt. Ist das tatsächlich so? Hat jemand Erfahrung?

    Ich kenne 4 Fälle. Da war das so.

    Das macht auch Sinn, weil du a) Einblick in interne Dienstgeheimnisse hattest und b) sonst kaum in die Kollegenrolle zurück kommst.

    Würdet ihr das empfehlen sein Zfsl für die Verlängerung (6 Monate) zu wechseln?

    Nein, das beruhigt nur den eigenen Fluchtinstinkt.

    Prüfungsmisserfolg hat in der Regel nichts mit dem ZfsL oder dem Fachleiter zu tun, zumal in der Prüfung 2 von 3 der Prüfungskommisionmitglieder 'Fremdprüfer' sind.

    Offensichtlich ist so ein ZfsL und Schulwechsel aber möglich. Wir haben so vereinzelte Verlängerungen in der Vergangenheit aufgenommen. Die Grundprobleme haben sie dabei aber mitgebracht/mitgenommen, weil sie eben nicht an den äußeren Umständen lagen.

    Meine Empfehlung wäre daher, sich lieber auf die in den Gutachten genannten oder in der Prüfung aufgetauchten Probleme zu fokussieren und daran zu arbeiten.


    Ich finde es nicht in Ordnung, wenn man deutlich mehr verdient, Anrechnungsstunden bekommt und dann noch ca. 7-8 Wochen Zusatzurlaub pro Jahr erhält.

    Klar, und du als Lehrer hast 12 Wochen Urlaub statt nur 30 Tagen und frei sobald du das Schulgebäude verlässt? ;) Merkst du was an der Argumentation...?

    Ansonsten steht es dir frei, dich auf eine AL zu bewerben, wenn du ehrlich glaubst, dass man da arbeitszeittechnisch einen guten Schnitt macht. Vermutlich wirst du dich dann sehr wundern...

    Ich glaub man muss ein bisschen vorsichtig sein, wie man das Ganze kommuniziert und auf welche Situation man sich bezieht.

    Es macht uns als Berufsgruppe völlig unglaubwürdig, wenn wir das Muschelsuchen im Urlaub beim Flanieren am Strand, das morgentliche Zeitungsschmökern beim Frühstück oder den Spanienurlaub nur wegen der Landessprache als Arbeitszeit erklären. Da braucht man sich nicht zu wundern, wieso der Lehrerberuf so wenig Ansehen hat und Lehrer als lebensferne Nassauer angesehen werden.

    Völlig anders sehen die Beispiele von der Rezeption aus, wenn du zu einer Miesmuschelfarm fährst, um dort die Schalen abzuholen, die Zeitung am Schreibtisch gezielt nach Artikeln für den Unterricht durchguckst oder in Spanien eines Sprachkurs/Landeskundekurs machst.

    Sprich alles was du zielgerichtest machst und vom Privatvergnügen trennst...

    Nochmal zum Verständnis:

    Aus Sicht der SL ist die Krux, dass er/sie für Teilzeiten ohne Voraussetzung keinen einstellen darf (also wenn zB 10 Kollegen jeweils 5h reduzieren dafür dann rd 2 Lehrerstellen nicht nachbesetzt werden), während von der Bezirksregierung genehmigte Teilzeiten oder Teildienstfähigkeiten etc. durch Einstellung von weiteren Kollegen ausgeglichen werden können?

    Nein. Teilzeit egal welcher Art senkt die Stellenausstattung der Schule. Im Idealfall wird die dann wieder durch Zuweisung neuer Stellen auf 104% hochgefahren. In der Praxis muss die Bezirksregierung die Stellenzuweisung haben, der Haushälter die Stellen freigegeben haben und dann noch eine passende Lehrperson gefunden und eingestellt werden. Das sind also 3 Ebenen wo das schief gehen kann und es in einigen Regierungsbezirken in NRW auch kräftig tut. ;)

    Da wir Lehrermangel haben, gibt es von den Bezirksregierungen die dringende Empfehlung keine voraussetzungslose Teilzeit mehr zu befürworten. Der SL muss beim TZ-Antrag auch unterschreiben, dass der Unterricht trotzdem sichergestellt ist. Letztendlich genehmigt allerdings die Bezirksregierung (oder bei Grund- und Hauptschulen das Schulamt) die Teilzeit. Spätestens da werden derzeit viele voraussetzungslose Teilzeitanträge abgelehnt.

    Erfährt denn ein Schulleiter einer potentiellen Schule, an die man sich versetzen lassen will, von der Teildienstfähigkeit vor Einstellung?

    Ich könnte mir vorstellen, dass er solche Kollegen nicht unbedingt als erste Wahl einstellt.

    Das ist völlig egal, da planbar und in 90% der Fälle nichts anderes als eine Teilzeit.

    Problematisch sind für Schulen die nichtplanbaren Dauerkranken mit 2-Wochen-Ketten-Krankschreibungen. Die verursachen massive Belastungen des restlichen Kollegiums, weil kein Ersatz besorgt werden kann.

    Dann sind Probleme wie Klimawandel usw. die geringsten.

    Das finde ich die besorgendste Haltung in unserer Gesellschaft. Das mag für ältere Menschen noch gelten, für alle anderen nicht.

    Wenn man sich die IPCC-Klimamodelle anguckt, mit dem Hintergrundwissen, dass diese die optimistische Auswahl sind, dann sind alle anderen Probleme dagegen verschwindend in ihren Auswirkungen.

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