Beiträge von kodi

    Hallo zusammen,

    ich arbeite an einer Gesamtschule (mit Inklusion) in NRW und hatte schon Hoffnung, dass der Erlass auch für die Klassen 5/6 gelten könnte. Leider müssen wir dennoch weiterhin 6 KA schreiben. Ich halte es auch für übertrieben, zumal ja - zumindest in Klasse 5 in meiner Schule noch 2 Sprachstandstests dazu kommen. Es frustriert mich, dass man für die Grundlagen kaum Zeit hat - bumms schon steht der nächste Termin an.

    Das ist aber eher ein Problem der Lehrpläne, dass die zu viele Sachen in zu wenig Zeit vorsehen.

    Ein Thema muss ja nicht vollständig abgeschlossen sein, um eine Klassenarbeit zu schreiben. Die Arbeit muss nur zum aktuellen Lernstand passen.

    warum wird eine Bandbreite angegeben? Damit man sich in einer Fachschaft ggf. streitet? (mir fallen keine Argumente für die höhere Anzahl, aber wer weiß?...)

    Weil es auch Schüler wie meine Klientel gibt, für die es besser ist, die Leistungen möglichst kontinuierlich und in kleinen (inhaltlichen) Paketen abzutesten. Sei es weil sie Klassenarbeiten mit vielen unterschiedlichen Themen überfordern oder weil ihre Leistungen aufgrund vieler außerschulischer Belastungen tagesabhängig stärker schwanken, als bei einem Mittelschichtsgymnasialkind. Die Bandbreite erlaubt es dann beiden Gruppen gerecht zu werden.

    Auch so ein Punkt, den ich nicht verstehe: Unsere SL kennt jetzt schon alle Lehrerkonferenz-Termine für den Rest des Schuljahrs. Die Termine werden immer schon mündlich verkündet. Trotzdem kommen die offiziellen Ladungen immer gerade so eben noch fristgerecht per eMail um 23:58 Uhr.

    Ist doch super. Du kennst die Termine weit im voraus und kannst die einplanen.

    Die Tagesordnung ist hingegen jeweils aktuell. ;)

    Leider ist es aus rechtlicher und versicherungstechnischer Sicht so, dass man eigentlich nicht mal mehr kurz Tische und Stühle irgendwohin tragen kann.

    Natürlich ist das in gewisser Weise absurd und führt zu dieser völligen Verweichlichung der Gesellschaft, wo du hinterher eine Fachfirma beauftragen musst um einen Nagel in die Wand zu hauen oder 20 verschiedene (deutsche) Handwerker bestellen musst, weil jeder nur noch sein Mini-Spezialgebiet bearbeitet... O_o

    Was heißt "müsste"? Niemand muss nix. Bei Gast ergibt es wenig Sinn, weil es ein geschlechtsneutrales Personenwort ist wie Vormund, Person oder Opfer.

    der Gast ;)

    der Vormund

    die Person

    Einfach gelassen damit umgehen. Beißt man sich da ideologisch in der einen wie der anderen Richtung fest, kommen unweigerlich schräge Texte und schräge Argumentationen dabei raus. (Bezieht sich jetzt nicht speziell auf dich Quittengelee)

    Früher war das nicht unüblich und sogar bei einigen Kombinationen direkt mit einem Studiengang möglich. (Stufenlehrämter S1+S2, GHRGe)

    Heute musst du dich halt in zwei Studiengängen einschreiben und die entsprechenden Prüfungen machen. In NRW reicht dann das Ref in einem der Lehrämter.

    Hier gibt es auch Unis mit integrierter Sonderpädagogik. Da erwirbst du dann das Grundschul- oder HRGe-Lehramt zusammen mit dem Sonderpädagogiklehramt, wenn du für letzteres 2 Semester anhängst.

    Mein Mann hat eine Kollegin die möchte mit Vollzeitstelle einen freien Tag Montags oder Freitags..und sie bekommt ihn.. manchmal schüttel ich nur den Kopf über die Wünsche, als auch über meinen Mann der jeden Quatsch tatsächlich berücksichtigt und daher den Plan gerne x Mal überarbeitet..

    Er war mal wieder so dumm und hat den Stundenplan schon letzte Woche ( mit allen Wünschen) erstellt und auch allen zur Verfügung gestellt… oh Wunder oh Wunder.. jetzt gibt es neue Wünsche 🤬🤬

    Wir setzen eine klare und vor allem klar kommunizierte Deadline für die Wünsche.

    Alle Wünsche die danach aufkommen werden nicht mehr berücksichtigt bzw. höchstens wenn es ohne große Planänderung und ohne Nachteil für andere geht. Anders geht das auch gar nicht.

    Ausnahme sind natürlich sowas wie unerwartete Langzeiterkrankung und ähnliches.

    Was wären denn die Vorteile eines späteren Ferienbeginns, die das zu einer "Extrawurst" machen? Entzerrung von Verkehr wäre übrigens auch ein Gedanke, warum Ferien gestaffelt statt finden.

    Die "Extrawurst" ist die Weigerung mit den anderen Bundesländern zu kooperieren und auch mal bereit zu sein die Slots zu tauschen.

    Noch besser fände ich eine generelle Ferienreform. Abkopplung von den religiösen Festen und eine sinnvolle Verteilung, sodass es wieder 2 längere Urlaubsslots gibt, statt nur der Sommerferien. Ich fand z.B. früher die 3-wöchigen Osterferien als Reisemöglichkeit ganz gut.

    Genauso sollten die ganzen religiösen Feiertage zweckentbunden und zu den Ferien geschlagen werden oder als bewegliche Ferientage freigegeben werden. Ich hatte schon Schuljahre, da halbierte sich im zweiten Halbjahr die Unterrichtszeit in einigen Kursen, weil ständig Donnerstags frei war.... für religiöse Feiertage an denen die absolute Mehrheit weder religiös tätig ist, geschweige denn ihren Hintergrund kennt.

    Dabei gibt es folgende Probleme:

    • Du musst Personal finden.
    • Das Personal muss (wirtschaftlich) verwaltet werden. Am einfachsten ist das natürlich über einen externen Träger.
    • Die kapitalisierten Stunden müssen "frei" sein. Das heißt in NRW z.B. dass die Schule in der Regel unterbesetzt sein muss. Besetzte Stellenanteile kann man nicht kapitalisieren.
    • Letztlich ist es eine Art Dumpingsystem, was höhere Löhne gegen niedrigere tauscht. Dem kann man natürlich entgegen halten, dass je nach Angebot auch eine niedrigere Qualifikation ausreicht und es z.B. Ressourcenverschwendung ist da einen überqualifizierten Lehrer einzusetzen.

    Letztlich hängt es von der Situation der Schule, dem lokalen pädagogischen Arbeitsmarkt, der Verfügbarkeit von geeigneten Trägern und den gewünschten Angeboten ab, ob das für eine Schule Sinn macht oder nicht.

    Du hast einen Abschluss mit einem der breitesten Einsatzfelder bei gleichzeitig guter Bezahlung. Da gibt es mit Sicherheit einen Bereich, der für dich geeignet ist.

    Dein Französisch- und Geschichtsinteresse pflegst du besser als Hobby. Das wird wesentlich befriedigender sein, als immer die gleichen Sachen dort (auf relativ niedrigem Niveau) zu unterrichten.

    Da würde mich mal interessieren, woher die weiterführenden Schulen die Stunden nehmen, ob sie dafür Unterrichtsstunden haben, das aus zusätzlichen Geldern für den Ganztag stemmen oder ob sie ehrenamtliche Mitarbeitende einwerben, die sich dann um Bienen oder Sport kümmern.

    In NRW gibt es 20% bzw. 30% Stellenzuschlag für gebundenen Ganztag. Davon kann die Schule einen Teil der Mittel kapitalisieren und externe Träger oder pädagogische Angebote einkaufen. Darüber finanzieren wir das. Darüber hinaus können Schulen mit benachteiligter Schülerklientel Zusatzstellen beantragen. Auch darüber lassen sich einige Ganztagsförderangebote realisieren. Die SL muss halt relativ auf Zack sein und alle potentiellen Zusatzförderprogramme anzapfen, die Geld oder Stellen bringen.

    Vielen Dank für eure Rückmeldung.

    Ich hab mich nun entschlossen eine NervennahrungsBox in das Lehrerzimmer zu stellen. Mit Süßigkeiten und Kaffeepads. Meine direkte Kollegin bekommt noch ein Blümchen. ;)

    GLG Mona

    Damit macht man eigentlich nie etwas falsch.

    Aber denk immer dran, dass das rein freiwillig ist!

    Ich persönlich achte immer darauf jeden Anflug von Erwartungsdruck zu bekämpfen, dass ein schlechter verdienender Vertretungskollege, Praktikant oder Referendar die Kollegen beschenken oder verköstigen soll, sofern ich sowas mitbekomme.

    Denn die Behörden haben diesen angeblich so großen Mangel ja noch nicht mitbekommen, wenn ich nur lese, in welch abschätzigem Befehlston mit mir als Bewerber in offiziellen Dokumenten kommuniziert wird. Als wären wir noch im Feudalsystem in einer absolut frechen Grundherrenart. Die Zeiten ändern sich und auch die Schulbehörden müssen sich dem Wettbewerb um die Lehrer stellen, und das fängt mit normaler, wertschätzender Kommunikation an.

    Wenn du dich von der Rechts- & Amtssprache so angegriffen fühlst, dann wäre vielleicht ein Job im Ausland besser. Rechts/Amtsdeutsch wird dir im Schulsystem überall in Deutschland begegnen. Daran wird sich auch nichts ändern, weil es da um rechtssichere Kommunikation geht und nicht um psychologische Befindlichkeiten der Kommunikationsbeteiligten.

    Also ich kenne keinen Schulleiter, der Burnout-Kollegen will und sich über Kollegen freut, die sich dauerhaft überlasten. Ganz im Gegenteil.

    Allerdings hast du insofern recht, dass eine demonstrative nach außen getragene Arbeitsbegrenzung eher nicht zu großer Anerkennung führt. Das Problem ist einfach, dass diese Haltung oft besonders penetrant und extrovertiert von notorischen Minderleistern kommuniziert wird. Das ist dann nicht mehr ok und macht es dem normalen Kollegen schwerer die Grenze zu ziehen.

    Da hier nun zweimal die Verwunderung durch Gesamtschullehrkräfte ausgedrückt wurde[...]

    Wofür sollte es denn sonst Entlastungsstunden geben, wenn nicht für Lehrertätigkeiten? Ist eine Aufgabe keine Lehrertätigkeit, fällt sie nicht in meinen Arbeitsbereich, also kann ich dafür keine Entlastung erwarten. Aufgaben wie Klassenleitung, Korrekturen, Betreuung von Wettbewerben, Digitalisierung (und damit Administration von Hard- und Software), Inklusion etc. sind Teil meiner Arbeit, also kann ich dafür Entlastung erwarten, wenn die Anforderungen dies erfordern.

    Zu diesen Stunden heißt es:

    Für die ständige Wahrnehmung besonderer schulischer Aufgaben, zum Ausgleich besonderer unterrichtlicher Belastungen, für die Mitgliedschaft im Lehrerrat und für die Tätigkeit als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen können die Schulen über folgende Anrechnungsstunden je Stelle...

    Insofern finde ich es auch verwunderlich, wenn damit normale Tätigkeiten abgegolten werden. Korrekturen gehören zu Vor- und Nachbereitung von Unterricht, die Tätigkeiten der Klassenleitung gehören nach ADO ebenfalls zum normalen Dienstgeschäft.

    Letztendlich ist es aber egal, was ich oder andere Externe dazu meinen. Wenn eure Lehrerkonferenz diesen Verteilungsgrundsätzen und der Verteilung zustimmt, dann ist doch alles gut. Dafür gibt es ja das Mitbestimmungsrecht. Nicht jede Schule/jedes Kollegium hat die gleichen Schwerpunktsetzungen und Bedürfnisse.

    Edit: Ich sehe gerade, die langsame Formulierung meiner Antwort hat sich mit Seph und frosch überschnitten. ;)

    Sehe ich das vielleicht zu streng? Man kann mir mit meinem Track Record in Mathe und Informatik sicher nicht vorwerfen, dass ich fachlich unterqualifiziert wäre (pädagogische Anteile ausgenommen, aber dafür bin ich ja auch Quereinsteiger).

    Mach was im Bereich Fachdidaktik, wenn das geht und du in die Schule willst.

    Deine fachwissenschaftliche Qualifikation ist bei deinem Werdegang nicht der entscheidende Punkt. Dein Job wird es sein Mathematik zu vermitteln und nicht selbst zu betreiben.

    Unterqualifiziert bist du allerdings insofern, als dass du nur die angewandte Fachwissenschaft studiert hast. Dir fehlt die Fachdidaktik, dir fehlt die Fachmethodik und wie du selbst erkannt hast, die Pädagogik und darüber hinaus die Psychologieanteile eines aktuellen Lehramtsstudiums.

    Unabhängig davon, was dir für den Quereinstieg formal anerkannt und angerechnet wird, solltest du dir klar machen, in welche Bereichen du dich selbst dann nachqualifizieren musst, wenn du ein wirklich guter Lehrer werden willst.

    Die Gleichstellungsbeauftragte muss eine Frau sein 🤷‍♂️

    Das ist eine ganz klare strukturelle Diskriminierung beim derzeitigen Geschlechterverhältnis und zeigt auch ein bisschen die Verlogenheit der ganzen Debatte.

    Was wäre für ein Theater, wenn die Regelung umgekehrt wäre und in einem Frauenminderheitsbereich dieser Posten zwangsweise an einen Mann ginge.

    Die Umdefinierung des Postens a la " da macht man ja auch was für XYZ und das betrifft ja primär Frauen" ist übrigens die gleiche Ausweichstrategie mit der Diskriminierung immer schon begründet wurde.

    Sauber wäre es, wenn der Posten automatisch immer an die Minderheit ginge.

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