Beiträge von kodi

    Wenn man einen gemeinsamen dienstlichen Kollegiumsausflug aka eine Veranstaltung zur Förderung des Betriebsklimas plant, sollte man schon darauf achten, dass auch jeder irgendwie teilnehmen kann. Ansonsten entfällt meiner Ansicht nach die dienstliche Berechtigung dieser Veranstaltung.

    Dann kann man sich privat treffen.

    Allerdings hätte ich jetzt auch nicht auf den ersten Blick vermutet, dass Wandern und Bowlen eine kritische Aktion sein könnte und das vermutlich unter "kann eigentlich jeder" eingeordnet. Umso wichtiger ist die Rückmeldung der Kollegen und deren Einbeziehung bei der Vorplanung.

    Zum Stichwort Mobbing. Das ist ein starker Vorwurf und lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Auf jeden Fall scheint gegen den TO aber ein gewisses Maß Altersdiskriminierung zu herrschen. Darüber würde ich persönlich mit der SL sprechen und auch klar zum Ausdruck bringen, dass ich mir Bezeichnungen wie 'Mumienstunden' oder Abwertungen gegenüber Eltern verbitte.

    Bezüglich der Reaktion auf das Feedback zu Abläufen und Projekten muss man sich immer selbst kontrollieren, ob man da nicht als Bremser aus Tradition/Gewohnheit wahrgenommen wird. "Haben wir seit 30 Jahren so gemacht. Brauchten wir die letzten 30 Jahre nicht...."

    Nichts ist so frustrierend, wenn das Gefühl entsteht, dass sich nichts verändern lässt, weil einzelne keinerlei Innovationsbereitschaft mehr haben und Veränderungen aktiv bekämpfen. Damit kann man sich leicht selbst ins Abseits stellen. Kann nur der TO beurteilen, ob vielleicht dieser Eindruck erweckt wird. Sollte das der Fall sein, rechtfertigt das natürlich trotzdem keine Diskriminierung!

    Ich hab so meine Zweifel, dass wirklich viele Kolleginnen und Kollegen kündigen bzw. um Entlassung bitten werden. Die meisten, die ich kenne, haben dafür die falsche Mentalität und stecken schon irgendwie im Beamtentum fest. Das meine ich jetzt nicht abwertend.

    Ich glaube allerdings, dass die Anzahl an Burnouts und Dienstunfähigkeiten ansteigen wird, wenn die "anlasslose" Teilzeit verboten wird. Das wäre in der Tat eine Katastrophe. Für die Betroffenen sowieso, aber auch für alle anderen, denn sowas geht ja oft in der Anfangsphase, die mit viel kurzfristigem Ausfall und daraus entstehend viel Vertretung und massiver Zusatzbelastung des restlichen Kollegiums einher.

    Platte Vergleiche führen zu nichts.

    Defakto krieg ich ein System hingestellt, was weitgehend geschlossen ist und nur bedingt arbeitstauglich. Natürlich kann ich mir da irgendwas zurechtbasteln. Nur ist das eine Verschwendung meiner Arbeitsressourcen und sollte eigentlich nichts sein, was ich überhaupt selbst tun muss.

    Da Apple explizit massiven Lobbyismus betreibt, um sich als Anbieter auf dem Bildungssektor darzustellen, laste ich natürlich den Geräten auch ihre Unzulänglichkeiten an, genauso wie dem Schulträger, dass er sowas unkritisch kauft.

    Ergänzend dazu:

    Mal Hand aufs Herz. Wie viele Gegenstände, die man so benutzt, könnte man selbst herstellen? Von deren Bestandteilen mal ganz abgesehen.

    Selbst wenn man es technisch nicht kann, bei wie vielen Gegenständen ist das eigene Wissen tief genug um zumindest zu wissen, wie man es genau herstellt und was man beachten muss?

    Als ITl'er wundern mich die guten Deutschnoten meiner Schüler.

    Wenn diese bei mir in Leistungsnachweisen ihre Deutschkenntnisse präsentieren, komme ich aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus.

    Die Deutschnote erfasst schlicht andere Kompetenzen als die, die man als Fachfremder so als erstes erwartet.

    Matheklausuren sind im Fachabi wegen der Kompetenzorientierung auch mittlerweile so lang, dass die nicht am Rechnen, sondern am Textverständnis scheitern.

    Das ist bei uns in der ZP10 und in den Lernstanderhebungen 8 auch das große Problem. Im Grunde sind das keine Matheprüfungen mehr, sondern Sprachprüfungen mit nachgeschaltetem Matheteil. ;(

    Daher sehe ich den Kompetenzbegriff bzw. das Konzept der Kompetenzorientierung als problematisch an.

    Finde ich übrigens nicht. Es hängt sehr an der Umsetzung. Leider beobachte ich in meinen Fächern, dass da die Tendenz zu den für die Lehrperson/Schulbuchautoren einfach zu stellenden Aufgaben mit viel Sprachanteil geht. Das führt dann letztlich dazu, dass man sich fragen muss, was eigentlich wirklich vermittelt und geprüft wird.

    Natürlich muss das im Ministerium passieren. Eine etwaige Deputatsanpassung ja auch. Dass ihr das lokal als Einzellehrer oder Fachschaft nicht lösen könnt, ist doch logisch.

    Ihr selbst könnt derzeit nur die Karte "Ersatz einer der Arbeiten durch eine andere Form der Leistungsüberprüfung" ziehen, was meine Kollegen übrigens tun, in Englisch/Französisch durchgehend und in Deutsch teilweise.

    Stichwort Korrekturbelastung:

    Da müssten sich eigentlich die Fächer mal fragen lassen, was sie da eigentlich genau abprüfen und ob die Form der klassischen stundenlangen Klausur dafür wirklich die adäquate Prüfungsform ist.

    Die ADO ist dein Freund in NRW.

    Grundsätzlich alles über den Dienstweg, über die SL nach 'oben' mit folgenden Ausnahmen:

    • Beschwerden über deinen Vorgesetzten können direkt an dessen Vorgesetzten gehen.
    • Gleichstellungssachen unterliegen nicht dem Dienstweg.

    2. Auf ein Dienstrad-Modell warten, bei dem das Land die Raten zu 2/3 ca. übernimmt.

    Auf eine sehr abstruse Art geht das scheinbar derzeit, falls du einen Fahrzeugschein beantragst und bekommst und dein E-Bike nicht zu lahm ist.

    THG-Prämie für E-Bikes

    Ich finde es großartig von der Idee, aber sehr traurig, dass das wohl eher ein Fall von "funktionale Analphabeten beim Gesetzschreiben" ist. ;)

    Sicher, dass nur die Schule das Problem ist?

    Deine gesamte Lebenssituation kommt mir deiner Beschreibung nach höchst belastend vor. Vielleicht machst du das ja eh, aber ich würde dir empfehlen die gesamte Situation in den Blick zu nehmen und zu gucken, wo du dich entlasten kannst.

    Bei mir hat z.B. damals mal eine Umorganisation und externe Hilfe bei einer Pflegesituation sehr viel Entlastung gebracht. Was sich dann auch deutlich positiv auf alles andere auswirkte.

    Ich habe das so gemacht, dass ich tatsächlich alle Anträge selbst ausgefüllt und mir nur noch die offenen Daten + die Unterschrift der Eltern eingeholt habe. Danach haben es die Eltern selbst weggeschickt.

    Auf jeden Fall! So müssen wir das auch machen. Wir füllen alles vorher aus, was wir können. Vermutlich haben wir eine ähnliche Klientel. ;)

    Mein Schulschwerpunkt ist die Gesamtschule.

    Das heißt nicht zwingend, dass du auch an eine Gesamtschule kommst. Bleib offen, damit du nicht hinterher enttäuscht bist.

    Ansonsten ist das glaub ich eher eine gute Region für den Vorbereitungsdienst. Mal abgesehen von den weiten Wegen...

    Den Tipp mit Aachen kann ich nur unterstreichen. Letztlich ist das aber auch eine Kosten-Nutzen-Frage wo man wohnt.

    Gibt es eigentlich inzwischen zu Schwangeren und Corona belastbare Studien?

    Die Auskünfte, die wir vom B.A.D. so bekamen, waren sehr wechselhaft und deckten das volle Spektrum von "Kein Risiko eingehen --> zu Hause lassen" bis hin zu "Corona ist das kleinste Problem im Vergleich zu den anderen Infektionskrankheiten" ab.

    Diese FAQ klingt jetzt z.B. eher "entwarnend" und nach normalen Risiken. Ich fühl mich gerade etwas verloren, was den Informationsstand zu diesem Thema angeht.

    Ich glaube du musst dich ein bisschen stärker mit der systemischen und strukturellen Seite des Schulsystems beschäftige. Es ist ein bürokratischer Verwaltungsapparat. Je nach Input gibt es jeweils nur wenige Stellen, wo dieser erfolgreich eingebracht werden kann. An allen anderen Stellen läuft er völlig ins Leere und ist unerwünscht bzw. schlicht nicht verarbeitbar.

    Für NRW sähe das ohne Anspruch aus Vollständigkeit in etwa so aus:

    • Grundlegende fachdidaktische und inhaltliche Ausrichtungen --> Lehrplankommission deines Fachs
    • Fachliche Hilfestellungen, Tipps, Tricks, Best-Practise - alles eher strukturell --> Fachberater für das jeweilige Fach bei der Bezirksregierung
    • Fachliche Hilfestellungen, Tipps, Tricks, Best-Practise - praktischer Teil --> Fachberater, Kompetenzteams, früher Fortbildungsinstitut des Landes (gibt es heute nur noch abgespeckt)
    • Konkrete Umsetzung des Lehrplans unter den Rahmenbedingungen deiner Schule --> Fachkonferenz

    Ich bin mir sicher, dass es in der bayrischen Schulbürokratie ähnliche Schlüssel-Stellen gibt.

    Geh ich zur falschen Stelle kann ich nichts erreichen. Die Fachkonferenz kann nichts am Lehrplan ändern, der Fachberater auch nicht. Die Lehrplankommission interessiert die konkrete Umsetzung an der einzelnen Schule nicht, auch nicht die tolle Fortbildungsidee. Der Fachberater kann nichts an den Rahmenbedingungen ändern, sowohl den lokalen als auch den übergeordneten, etc.

    Ach....ich habe remonstriert, den Lehrerrat eingeschaltet oder auch immer wieder auf diese unhaltbaren Zustände bei der SL hingewiesen.

    [...]

    So einen tollen Plan habe ich bestimmt nicht, weil ich immer alles mit mir machen lasse, sondern als Bestrafung für Aufmüpfigkeit....., vermute ich mal.....!

    Das halte ich für ungesunde Paranoia. Auch deine Stundenplaner haben genug damit zu tun eure offensichtlich komplexen Rahmenbedingungen zu verarbeiten. Um gezielt irgendwelche Pläne schlecht zu machen, hat da keiner Zeit. Vor allem auch warum? Den Stundenplaner interessiert vor allem, dass der Plan in der Praxis funktioniert. Das tut er am besten, wenn die Kollegen gesund bleiben und keinen Burnout kriegen....

    Kenne nur einen Kollegen, der so Theater gemacht hat, dass er jetzt keine Klassenleitung mehr hat und nicht mehr pendelt.

    Er bekommt aber auch sicher keine Wünsche mehr in irgendeiner Form mehr erfüllt....

    Das klingt eher so, als bekäme er seine wichtigsten Wünsche erfüllt.

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