Beiträge von kodi

    Als Grundschule werdet ihr ja hauptsächlich Klassenlehrerunterricht im Klassenraum haben, keine Vertretungsreserven und wenig Springstunden. In Vertretungsfällen teilt ihr vermutlich Klassen auf. Unter diesen Bedingungen bringt Untis wenig Mehrwert.

    Diese Programme haben ihre Stärke, wenn du viele Lerngruppen, viele Lehrer im Fachunterricht und viele Räume hast, also im Stundenplan relativ viel potentielle Variabilität steckt. Die zweite Stärke ist die Vertretungsplanung, wenn Unterrichte mit Hilfe von Vertretungsreserven oder Mehrarbeit vertreten werden.

    Selbst mit den Fortbildungen brauchst du als Planer mehrere Jahre um mit Untis einen wirklich guten Stundenplan zu erstellen und das volle Potential des Programms auszuschöpfen. Insofern ist ein Test mit den Testversionen nur mäßig aussagekräftig, es sei denn du holst dir einen Kollegen zur Hilfe, der das Programm schon länger nutzt.

    Dieses Defakto-Verbot finde ich persönlich sogar recht entlastend.

    Allerdings ist es manchmal schwierig das meiner Elternklientel zu erklären. Da gab es schon ein paar kulturbedingt problematische Situationen, weil die Ablehnung als Beleidigung gesehen wurde.

    Im Grund gibt es drei Wege sowas aufzuziehen, die von deiner Vernetzung, der deines Profs und der deiner Uni abhängen:

    1. Informelle Umfrage. Du fragst halt im kleinen Rahmen direkt bei Schulen und Lehrkräften an, z.B. hier oder bei Schulen an denen du bekannt bist.
    2. Dein Prof hat ein Netzwerk und zieht das als Forschungsprojekt auf und holt über die Reputation der Uni dein Bildungsministerium mit ins Boot. Dann wird es eine mehr oder weniger verbindliche Umfrage "von oben". Dazu müssen natürlich die entsprechenden Kontakte und der Einfluss reichen. Stichwort: Uni Landau
    3. Du machst es über ein Unternehmen, welches in dem Bereich bereits tätig ist und befragst dessen Nutzer.

    Wie man sich in wenigen Jahren so viele zusätzliche Lehrer, Erzieher, Sozialarbeiter etc. backen will, das sehe ich wirklich nicht.

    In den Bereichen sehe ich das tatsächlich auch nicht. Das dauert eine halbe Generation. Vor 10 Jahren kamen in meiner Region die Kinder der Aussiedler in diesen Jobs an. Das heißt es hat ca. 20 Jahre gedauert.

    Ansonsten wäre es schön Einwanderung und Asyl sauber zu trennen. Daran krankt das Ganze in Deutschland. Es gibt kein wirkliches Einwanderungsgesetz, welches die Einwanderung regelt und klare Perspektiven aber auch Anforderungen aufzeigt. Ich hoffe, dass die konservativen Parteien da endlich mal über ihren Schatten springt und sich dagegen nicht mehr sperren.

    ... und ich muss mir vielleicht eine neue Stelle suchen.

    Lass den Kopf nicht hängen! Den Vorfall kann man regeln und das wirst du sicher auch ordentlich machen.

    Natürlich ist das jetzt erst einmal unangenehm und eine emotionale und finanzielle Belastung. Zum Glück wurde aber niemand verletzt.

    Sobald ihr das mit dem Schaden geklärt habt, werdet ihr nach einiger Zeit rückblickend darüber lachen können und es als schräges Ereignis verbuchen.

    An welcher Schule gab es noch keine Autounfall-Vorfälle... auch wenn der durch die Leihsituation vielleicht etwas spezieller ist...

    Vermutlich ist die Stressbelastung auch eine andere. Es ist schon nochmal eine besondere Belastung, dass wir jeden Tag da 30 Kinder sitzen haben, die immer halbwegs gut vorbereiteten Unterricht benötigen und somit ein großer Teil der Arbeit grundsätzlich nicht auf- bzw. verschiebbar ist.

    Beißt euch doch nicht so an den Kinderwunschbehandlungen fest.

    Wir hatten bereits mehrere Fälle im Kollegium. Das war vertretungstechnisch überhaupt kein Problem.

    Eher im Gegenteil, die fehlten sogar seltener als so manch anderer Kollege. Meine persönliche Vermutung war dazu immer, dass das darin lag, dass die auf einen besonders gesunden Lebenswandel achteten.

    Jetzt mal ab vom Forum, stresst bitte diese Kolleginnen auch nicht, wenn ihr sowas erfahrt (und behaltet es auch für euch). Sonst macht das die Situation der Betroffenen nur noch schwieriger und beeinträchtigt die Erfolgsaussichten der Behandlung.

    Für mich lohnt sich Anstrengung. Selbstwirksamkeit zu sehen motiviert mich. Gute Arbeit spiegelt sich auch in den sozialen Beziehungen wieder. Guter Unterricht führt zu einem guten Unterrichtsklima und einer guten Schüler-Lehrer-Beziehung, die mir wiederum die Arbeit erleichtert. Eine positive Einstellung hilft mir, Stress zu vermeiden und mit Belastungsspitzen umzugehen.

    Ich will auf keinen Fall als resignierter Zyniker in einer Negativspirale enden, der sich in die Schule quält, im Kalender die Tage bis zu Pensionierung abstreicht und vor Stress der Arbeitsvermeidung dann krank wird. Arbeit nimmt zwangsläufig einen großen Teil meiner Lebenszeit ein. Die ist mir zu schade, um sie negativ gestimmt abzusitzen.

    Wenn ich merken würde, dass sich mein Beruf in die Richtung entwickelt, würde ich etwas ändern. Sei es ein Dienstortwechsel, ein Tätigkeitswechsel oder ein Berufswechsel...

    Halte nicht viel von dem Artikel. Eine empirische Studie wird als Aufhänger genommen um davon ausgehend wild herumzuphilosophieren und herumzuspekulieren.

    Dann kommt das bei dieser Schreibweise zu erwartende Zitat irgendeines "Didaktikers", der keinerlei relevante Qualifikationen hat:

    Nie in der Schule gearbeitet, keine empirischen Untersuchungen, reines philosophisches Geschreibsel veröffentlicht. Solche Leute vermiesen den Ruf der Geisteswissenschaften und der deutschen Pädagogik.

    Die Diskussion wäre interessant, wenn sie auf empirischen Belegen fußen würde.

    Das ist Chance und Gefahr zugleich.

    Es ist naheliegend, dass irgendwann die Begehrlichkeit entsteht, aus den Daten auch zu extrahieren, wie lange welche Tätigkeit dauert und entsprechende Normen zu schaffen. Dadurch kann die Arbeitszeiterfassung leicht vom Arbeitsschutzinstrument zum Leistungsdruckinstrument mutieren.

    Da bisher wenig an der strukturellen Belastung getan wurde, bin ich etwas skeptisch, dass die Erfassung da in Zukunft etwas dran ändert, insbesondere was die Korrekturfachkollegen betrifft. Da hätte man schon vor Jahrzehnten prüfen können, ob die traditionelle Art der schriftlichen Leistungsermittlung mit den Schreib- und Korrekturorgien wirklich das beste denkbare Instrument zur Lernzielkontrolle ist. Eine Arbeitszeiterfassung wird da sicher nicht zwangsläufig plötzlich Innovationswillen erzeugen.

    Was habt ihr für Schulleitungen? Oder steigert ihr euch in den Fall hinein?

    Natürlich ist das kein Problem für einen dringenden Arzttermin freigestellt zu werden. Wenn sich abrupt der Stundenplan geändert hat, dann ist das erst recht kein Problem.

    Selbstverständlich guckt man selbst auch, dass man die Termine, so möglich, nicht gerade in die Unterrichtszeit legt. Geht halt nicht immer.

    Wenn der Schüler/die Schülerin nur Drogen nähme ohne schulischen Kontext, wäre wieder § 54 im Spiel.

    Wobei das nicht so eindeutig ist. Wir hatten gerade einen außerschulischen Vorfall und bekamen von der Rechtsabteilung der Bezirksregierung die Einschätzung, dass ein Ausschluss nicht rechtens wäre, obwohl der Vorfall Auswirkungen auf die Schulgemeinschaft hat.

    Im Zweifel also die Rechtsberatung in Anspruch nehmen oder in Kauf nehmen, dass das bei einem Widerspruch rückwirkend zurückgenommen wird... ;)

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