Ich glaube du musst dich ein bisschen stärker mit der systemischen und strukturellen Seite des Schulsystems beschäftige. Es ist ein bürokratischer Verwaltungsapparat. Je nach Input gibt es jeweils nur wenige Stellen, wo dieser erfolgreich eingebracht werden kann. An allen anderen Stellen läuft er völlig ins Leere und ist unerwünscht bzw. schlicht nicht verarbeitbar.
Für NRW sähe das ohne Anspruch aus Vollständigkeit in etwa so aus:
- Grundlegende fachdidaktische und inhaltliche Ausrichtungen --> Lehrplankommission deines Fachs
- Fachliche Hilfestellungen, Tipps, Tricks, Best-Practise - alles eher strukturell --> Fachberater für das jeweilige Fach bei der Bezirksregierung
- Fachliche Hilfestellungen, Tipps, Tricks, Best-Practise - praktischer Teil --> Fachberater, Kompetenzteams, früher Fortbildungsinstitut des Landes (gibt es heute nur noch abgespeckt)
- Konkrete Umsetzung des Lehrplans unter den Rahmenbedingungen deiner Schule --> Fachkonferenz
Ich bin mir sicher, dass es in der bayrischen Schulbürokratie ähnliche Schlüssel-Stellen gibt.
Geh ich zur falschen Stelle kann ich nichts erreichen. Die Fachkonferenz kann nichts am Lehrplan ändern, der Fachberater auch nicht. Die Lehrplankommission interessiert die konkrete Umsetzung an der einzelnen Schule nicht, auch nicht die tolle Fortbildungsidee. Der Fachberater kann nichts an den Rahmenbedingungen ändern, sowohl den lokalen als auch den übergeordneten, etc.