Beiträge von kodi

    Zeit und Nerven in solche SuS zu stecken ist für mich Verschwendung und deshalb mache ich das nicht.

    ....

    Ab einem gewissen Punkt sage ich den SuS ganz deutlich und ins Gesicht: "Ich habe mich hier und da um dich bemüht. Es hat dich nicht interessiert. Jetzt lasse ich dich fallen."

    Kann man so machen, aber dann hat man die beschriebenen Probleme gehäuft. SuS sind absolute Experten diese Haltung zu detektieren, bevor du sie verbal äußerst und reagieren darauf mit Reaktanz.

    Investierst du hingegen als Lehrer (und auch als Schule als System) gezielt in die Beziehung zu den Schülern, dann tun die alles für dich und solche Probleme sind extrem selten. Wenn man sich die Beziehungsebene nicht zu Nutze macht, vergibt man sein wirksamstes pädagogisches Werkzeug.

    Was heißt das in der Praxis, wenn man es gezielt als ganze Schule einsetzt:

    Wir (Standorttyp 5, ~850 Schüler) haben in den letzten 10 Jahren 3 Schüler verloren, an die wir nicht mehr herankamen und die letztendlich die Schule verlassen haben. Ich glaube das ist eine gute Quote.

    Wir haben auch die übliche Novemberkrankenwelle. In der Heftigkeit ist sie so wie immer. Unsere Coronawellen waren im Vergleich etwas niedriger, hielten aber länger an.

    Es fällt derzeit mehr auf, weil die Gesamtbelastung durch die Coronazeit immer noch höher und spürbarer ist und weil das normale Krankheitsgrundrauschen während der Coronazeit durch die Masken und Desinfektion geringer war.

    Das ist genau der Punkt. Und mit Blick auf Kriterien zur Versetzung hab ich auch das Gefühl, dass sich hier, im Gegensatz zur Privatindustrie, Leistung nicht unbedingt auszeichnet.

    Leistung im Sinn von Konkurrenzsinn zählt nicht.

    Das ist der Beamtendeal:

    Du wirst dein Leben lang angemessen versorgt. Dafür gehört deine Treue, deine Loyalität und dein persönliches Leistungsvermögen dem Staat und er kann relativ frei über dich verfügen.

    Da wird zB der Alleinstehende, der nie fehlt und seine Arbeits zum allergrößten Teil vorschriftsmäßig macht, ggf versetzt, weil es ihm zuzumuten ist.

    Der schwerbehinderte Kollege, oft krank und über dessen Unterricht sich SuS nicht positiv äußern, bleibt.

    Richtig, weil du dem Alimentationsprinzip unterliegst. Du wirst angemessen und im zumutbaren Rahmen versorgt. Genau wie der schwerbehinderte oder kranke Kollege. Für den sind andere Dinge angemessen und zumutbar. Darum werdet ihr auch nicht gleich behandelt.

    ... und hoffe, dass die Stellenausschreibung erst kommt, wenn manche Dinge politisch entschieden sind. Dann weiß man wenigstens, wofür oder wogegen man sich entscheidet. Das wäre halt irgendwie hilfreich. ;)

    Leider klingt der Gesetzentwurf nicht danach, sondern nach "Schieben wir auf in ein paar Jahren/die nächste Legislaturperiode".

    Ich würde dir empfehlen eine Tabelle mit deinen persönlichen Vor- und Nachteilen zu machen.

    Da kannst du dann optional die denkbaren Gratifizierungsmöglichkeiten (Zulage, Deputatsreduktion, Besoldungsstufe) eintragen. Oft hilft ja so eine Visualisierung bei der Entscheidungsfindung und um sich einen Überblick zu verschaffen, welcher Aspekt einem selbst richtig wichtig ist.

    Da wäre natürlich die Frage, wo endet Respekt und wo ist Toleranz.

    Respekt = Wertschätzung, Anerkennung

    Toleranz = Duldung, gewähren lassen

    Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied, wenn du dich auf den Glauben beziehst.

    Das ist auch davon zu trennen, wie man dem jeweiligen Menschen gegenüber tritt.

    Dein alter Job ist doch ein super Ausgangspunkt:

    Ich kann mir vorstellen, dass es viele gibt, die Hilfe bei der Einkommenssteuererklärung haben wollen.

    Oder ganz aktuell bei der Grundsteuererklärung.

    Ansonsten Tutor an der Uni. Kommt auf deine Fächer an. Für Mathe werden z.B. immer welche gesucht. Das hilft dir auch ggf. für deinen Lehrerberuf weiter.

    Unser Berufsstand sammelt ja schon so einige schräge Vögel.

    Eine Provokations-Strickerin kann ich mir da leicht vorstellen. Außer platty kennt keiner die genaue Situation. Ich würde daher erst einmal davon ausgehen, dass seine Beobachtung und Interpretation stimmt.

    Natürlich gibt es alle möglichen harmlosen Strickfreunde. Mein persönliches Schmunzel-Highlight war eine grüne Wahlkampfveranstaltung "Stricken mit Anton".... bzw. eher das Plakat dafür.

    Im Grunde wäre es ein guter Zeitpunkt um die antiquierten Beförderungsstellen zu ersetzen.

    Aufgabengebundene Zulage oder aufgabengebundene Entlastung wären meiner Meinung nach ein guter Weg. In gewisser Weise ist der bisherige Weg ein Unding, weil die einmal gewährte Beförderung nicht mehr zurückgenommen werden kann, wenn jemand seinen Beförderungsaufgaben nicht (mehr) nachkommt.

    Dazu kommt dann noch ein absurdes Mißverhältnis der Beförderungsaufgaben zwischen Schulen und Schulformen. Da macht z.B. einer die DAZ-Koordination für eine Entlastungsstunde bei A12 und der andere bekommt dafür A14. Der eine betreut die Nawi-Sammlung für lau nebenher, der nächste bekommt Entlastung, ein weiterer A13 und noch ein anderer A14. Völlig irrer Wildwuchs, wenn man das mal aufgabenorientiert von außen betrachtet.

    Bezüglich der individuellen A13-Aufstiegsstellen-Entscheidung derzeit:

    4 Jahre eher A13 ist doch immer noch gut und zumindest eine zukünftige Zulage nicht völlig unwahrscheinlich.

    Ein wenig Respekt vor den Glauben anderer Menschen sollte man schon aufbringen können.

    Nö, Respekt muss ich davor nicht haben.

    Toleranz gerne, solange sie den auf sich selbst beschränken und mit ihrem Glauben nicht übergriffig gegenüber anderen werden.

    Wie sind den so die Meinungen bzgl. Barmenia und Debeka (in meinem Kollegenkreis sind wesentlich mehr bei der Debeka, weniger bei der Barmenia, aber alle soweit zufrieden)?

    Solange du gesund oder ein Standardfall bist, sind immer alle zufrieden. Die Unzufriedenen findest du vermutlich nicht mehr im Kollegium oder Lehrerforum. ;)

    Stiftung Warentest hat einen Test aus 11/2019.

    Schau dir bitte im Gegenzug mal einen Adventsbasar einer Waldorfschule in deiner Nähe an, es ist wirklich etwas Besonderes.

    Ist doch eine gängige Extremisten-Masche. Mach eine schöne Aktion und beriesel den Rest der Zeit die Leute mit deiner Ideologie. Spricht dich einer drauf an, verweist du auf die schöne Einzelaktion.

    Wie ist es denn genau mit der Schweigepflicht?

    Die hast du nur (in "schwacher Form") unbeteiligten Dritten gegenüber. Nicht gegenüber den Eltern, nicht gegenüber den Ämtern (Ausnahme: Aufenthaltsstatus!).

    Daher ist es manchmal sinnvoll, Probleme von einem Sozialpädagogen bearbeiten zu lassen, der einer starken gesetzlichen und strafbewehrten Schweigepflicht unterliegen. Ansonsten sollte man dem Kind/Jugendlichen das vorher transparent machen.

    Danach habe ich mich gefragt, ob diese Person, die ich übrigens menschlich durchaus schätze, sobald ich den Raum verlasse, sich bei allen anderen beschwert, wie chaotisch/faul/etc. ich bin?

    Kurz gesagt: Ja!

    Es sei denn es ist jemand, der nur einmalig wegen akuter Überlastung Frust abgelassen hat.

    Wie erlebt ihr das? Habt ihr Dauerlästernde/sich laufend Beschwerende in der Runde? Wie reagiert ihr darauf?

    Meistens so nach dem Motto. "Was schlägst du zur Veränderung/Verbesserung vor?" Manchmal auch nach dem Motto: "Schade, dass du das so empfindest, nehme ich anders wahr." Kommt immer auf die Situation an.

    Ich vermeide dabei grundsätzlich in die Klage einzustimmen, wenn es nicht lösungsorientiert ist. Das bringt sonst nix außer mieser Stimmung.

    Erwischt ihr euch selbst dabei, wie ihr euch sinnlos irgendwo beklagt, außer an der richtigen Stelle und was macht ihr dann, wenn es euch bewusst wird?

    Wer hat sich dabei nicht schon einmal erwischt. Sobald ich das merke, breche ich das ab.

    Gibt es überhaupt ein so abgeklärtes Kollegium ohne Animositäten?

    Ja gibt es. In der Regel wenn es allgemein gut läuft und die Arbeitszufriedenheit hoch ist.

    Ja, wegen des Wechselrichters, der braucht Strom.

    Das hat damit nichts zu tun. Das ist eine rein rechtliche Sicherheitsvorschrift.

    Sie müssen halt so gebaut werden, dass sie bei Netzausfall sofort potentialfrei schalten.

    Es wäre zum Beispiel ziemlich blöd, wenn der Strom wegen Reparaturarbeiten abgeschaltet wird und dann trotzdem noch jemand einspeist und dadurch die Arbeiter gefährdet.

    Du kannst das umgehen, wenn dein Wechselrichter auch als Insel arbeiten kann und im Fall eines Netzausfalls dann einen Netztrennschalter auslöst, also dein Haus vom Netz trennt und dann in den Inselbetrieb geht. Dazu brauchst du aber relativ zwingend einen Akku, weil bereitgestellte und abgerufene Leistung gleich sein muss, damit die Hausnetzspannung nicht einbricht.

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