Beiträge von Maylin85

    Gerade in Ballungsräumen sind kleinere Wohnungen auf den Quadratmeter umgerechnet häufig teurer als große. In Anbetracht dessen sowie der Tatsache, dass es immer günstiger ist, eine Wohnung mit 2 Gehältern zu unterhalten, müsste es eigentlich der Fairness halber einen Singlewohnzuschlag geben 🤗

    Anna Lisa

    Der Anspruch ist auch nicht, dass deine Kinder komplett gegenfinanziert werden (warum auch). Aber mit 900€ wird dir in Mietstufe III bei nicht allzu abgehobenen Ansprüchen bereits die komplette Miete geschenkt - das ist doch sehr generös und in der Summe auch völlig übertrieben.

    Inwiefern hilft es denn gegen Lehrermangel, wenn Lehrer zum (offensichtlich ja nicht sonderlich nötigen) Teamteaching herangezogen werden? Dadurch wird doch keine einzige Stunde mehr erteilt.

    So richtig verstehe ich die Argumentation nicht. Wären es Vertretungsstunden, okay, aber das...?

    Die Antworten hier fallen deswegen aus, wie sie ausfallen, weil jeder fachlich ausgebildete Lehrer um den Wert seines Fachstudiums weiß. Es befremdet einfach jedes Mal aufs Neue, wenn Pädagogen ohne einen blassen Schimmer von Sachfächern meinen, sie seien qualifiziert Unterricht zu erteilen, nur weil sie fit in kindlicher Entwicklung, Lerntheorien und Co sind. Das ist ja alles schön, dennoch sind sie fachlich nunmal schlicht unqualifiziert. Dass aus der Not heraus auch solche Leute eingestellt werden, ein Schulbuch in die Hand gedrückt bekommen und sich nach bestem Wissen und Gewissen durch die Praxis wurschteln, ist ein absolutes Armutszeugnis für das Bildungssystem. Dennoch kann man irgendwo verstehen, dass Menschen, die sich umorientieren wollen, diese Chance nutzen. Taucht aber ein junger Mensch mit klarem Berufswunsch Grundschullehrer auf und entscheidet sich gezielt für einen dafür ungeeigneten Ausbildungsweg, dann ist das nicht wirklich nachvollziehbar.


    (Meine Schwester hat mit ihrem exzellenten 1,3 Pädagogik Bachelor und 1,0 Pädagogik Master dann übrigens noch angefangen Deutsch auf Lehramt nachzustudieren und nach 1,5 Semestern geschmissen, weil ihr das alles zu aufwändig und kompliziert und lernaufwändig war - seitdem rätsel ich insgeheim ein bisschen, was Pädagogik für ein Luschenstudium sein muss, und sehe das alles ohne Fachstudium noch deutlich kritischer als vorher eh schon 🙈)

    Ich hab nicht geschrieben, dass es viele gibt. Die gibts hier auch nicht. Wenn man die aber wieder schwerpunktmäßig an Förderschulen "bündelt", statt sie wild durch die Gegend zu schicken, können dort auch wieder mehr Schüler beschult werden. Genug für alle gibts eh nicht. Wie du richtig sagst, müssen viele Regelschulen sowieso ohne auskommen - gerade deswegen würde es Sinn machen, wenn genauer geschaut würde, wer dort landet.

    Und ja, die Umsetzungsebene und der Rechtsrahmen sind ein anderes Thema. Wie bei so vielen Themen bei so vielen Parteien, auch das ist kein AfD-Alleinstellungsmerkmal.

    Die Idee scheint ja zu sein, die Förderschule wieder zum Regelfall zu machen. Ganz ehrlich: ich habe 3 Sonderpädagogen im Freundeskreis und die würden alle liebend gerne wieder an Förderschulen arbeiten und nicht in der verunglückten Regelschulinklusion. Das gleiche sagte jede einzelne Sonderpädagogin, die für jeweils ein Jahr an meine letzte Schule abgeordnet war. Ich denke nicht, dass es schwerer sein wird Förderschulen wieder zu bestücken, als Sonderpädagogen an Regelschulen zu bekommen (die sind ja auch Mangelwaren und müssen sich meist noch auf mehrere Schulen stundenweise aufteilen).

    Mir sagt jedenfalls die Idee zu, Inklusion zur Ausnahme zu machen für diejenigen, die tatsächlich realistische Chancen haben, die Regelschule zielgleich abschließen zu können.

    Deswegen ja vermutlich.

    Also ich hasse Massen an Korrekturen. Mit Englisch wäre ich da regelmäßig ganz dicke dabei - und das womöglich zweimal im Jahr. So ad hoc mag mir die Arbeit am WBK nicht so wirklich zusagen. Gibt es tatsächlich noch andere Vorzüge?

    Ich war positiv überrascht, dass in den GKs weniger Klausuren geschrieben werden und Schüler teilweise nur eine statt zwei im Semester schreiben. Auch hat man im 5. Semester (also quasi Q 2.1) plötzlich kaum noch Klausurschreiber im GK. Von meinen 18 schreiben noch 8, das ist eigentlich ziemlich angenehm. Facharbeit wird in der Regel auch nicht geschrieben bzw. ist freiwillige Option.

    Vlt. eine etwas private Frage. Aber hattest du Probleme in deiner Familienplanung durch diese Arbeitzeiten? Oder wenn nicht Familie dann mit dem sozialen Umfeld? Sprich man arbeitet wenn viele Feierabend haben? Oder mache ich mir da zu sehr Gedanken drum? Ich persönlich habe keine Probleme mit den Arbeitszeiten, aber wenn der Partner zum Beispiel 16 Uhr von der Arbeit kommt und man dann gerade zu seiner Arbeit fährt und es immer so ist außer in den Ferien ... :grimmig:

    Ich bin am WBK mit Vormittagsunterricht. Aber ich habe und will auch keine Kinder und würde sehr sehr gerne im Abendbetrieb arbeiten. Käme mir als Eulentyp total entgegen. Mit Familie kann ich die Bedenken aber verstehen. Der Mann meiner Schwester arbeitet an einer Schule mit teilweise Abendbetrieb und sie nervt das teilweise ziemlich.

    Tom123

    Den Begriff "normal" habe ich zitiert, weil er zuvor verwendet wurde. Ich unterscheide eher in demokratisch legitim wählbar, da nicht verboten, oder halt nicht. "Normal" oder nicht, liegt sicher im Auge des Betrachters. Solange sie partizipieren dürfen, muss man sich mit ihnen auseinandersetzen.

    Bei der Bildungspolitik hast du den Punkt Inklusion vergessen ;)

    Ich habe auch den Eindruck, dass gerade der Punkt Clankriminalität von Herrn Reul im Rahmen der Möglichkeiten recht konsequent angegangen wird. Aber es dauert eben, bis das auch durchschlägt. Diese Parallelgesellschaften hat man über Jahrzehnte ungestört heranwachsen lassen und die sind jetzt halt erstmal da. Dazu eine schlechte Haushaltslage, Personalmangel in allen möglichen Bereichen (2022 mehr als 700 unbesetzte Stellen bei der Stadt in allen möglichen Bereichen), wahrscheinlich auch schlichtweg keine Ideen, wie man diese Stadtteile aufwerten und Bevölkerung besser durchmischen könnte.

    Traumhaft, würde ich sofort nehmen. In Ergänzung zu den bereits genannten Punkten: erwachsene Schüler, keine Elternarbeit, keine Förderpläne, erheblich reduzierte Lautstärke (das kann man gar nicht fett genug hervorheben und macht den Alltag so viel angenehmer).

    Hängt aber sicherlich von deiner Alltagsorganisation ab, ob die Uhrzeit zusagt.

    Wieso geht in diese Stadtteile kein Ordnungsamt und warum wird das- wenn es so ist- hingenommen, dass Exekutivorgane ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen oder nachkommen können?

    Zum Beispiel, weil die Polizei selbst die öffentlichen Sicherheit als "extrem gefährdet" einstuft und von rechtsfreien Räumen spricht. Siehe dazu auch hier: https://www.spiegel.de/panorama/justi…-a-1045222.html

    Ordnungsamt und Polizei werden bei Einsätzen regelmäßig angegriffen (Beispiel hier https://rp-online.de/nrw/staedte/du…oh_aid-92097007) und für eine simple Unfallaufnahme braucht es direkt ein Großaufgebot, weil oft sofort die ganze Großfamilie am Start ist (Beispiel https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50510/5589755). Es ist ja nicht so, als fahren die nicht mehr raus, aber Einsätze dort binden anscheinend wahnsinnig viel Personal und ich denke, da beschränkt man sich auf Wesentliches und geht nicht jeder Ordnungswidrigkeit nach. Die Dame in dem von Gymshark verlinkten Video berichtet ja ebenfalls, dass die Polizei auf Anruf hin oft gar nicht kommt.

    Die Aktion findet monatlich in einem wechselnden Stadtteil statt. Bei 46 Stadtteilen geht damit nicht unbedingt die Präsenz einher, die es in den Hotspots bräuchte. Ich denke, darauf zielte der Antrag an,

    Dass der Artikel von einem AfD Vertreter verfasst wurde, geht ja beteits aus dem letzten Absatz deutlich hervor. Es bleibt beim Leser vermutlich trotzdem etwas hängen.

    Nein, es ist ein wunderbares Beispiel, wie der Eindruck entsteht, dass Probleme ignoriert und Menschen vergessen werden. Wenn so etwas in der Lokalzeitung auftaucht, braucht man sich über Zulauf für die AfD und den Eindruck "die tun wenigstens was" nicht wundern. Mir gehts hier ja nach wie vor nicht darum, die Werbetrommel für die AfD zu rühren, sondern zu verdeutlichen, dass das Narrativ "die Wähler sind alle ausländerfeindlich und that's it" manchmal einfach zu kurz gegriffen ist.

    Abgesehen davon geht das Ordnungsamt in diese Stadtteile unbegleitet so gut wie gar nicht rein. Das gehört auch zur Wahrheit. In Marxloh oder Hamborn brauchst du kein Parkticket ziehen, da läuft grundsätzlich kein Ordnungsamt rum. Dass man da geundsätzlich gut zu tun hätte, ist denen sicher auch ohne AfD Antrag klar.

    Die AfD hat bestimmt ein besonderes Konzept gegen Armut, Sachbeschädigung und illegale Müllentsorgung. Könntest du das bitte noch verlinken, Gymshark? Ein Migrationshintergrund ist ja offenbar nicht die Problemursache, wie du mit dem Doku-Ausschnitt noch einmal bestätigt hat.

    Die AfD hatte damals zumindest so Punkte wie Wiedereröffnung von Polizeiwachen insbesondere in den Brennpunktvierteln (hier wird eher abgebaut und geschlossen), höhere Präsenz durch verstärkte Streifen, Schwerpunktstaatsanwälte für Brennpunktstadtteile zur Beschleunigung der Verfahren, Beschlagnahmung und Abriss von Problemhäusern, Eindämmung der Armutsimmigration (wie auch immer man sich das vorstellt) usw. im Programm.

    Ob das umsetzbar oder realistisch ist oder letztlich nur hohle Phrasen, sei mal dahingestellt, aber ich denke, es wird erfreut zur Kenntnis genommen, dass überhaupt mal eine Partei Dinge anspricht, die woanders wenig im Fokus stehen und weitgehend unter den Tisch fallen.

    Sowas hilft auch nicht: https://www.lokalkompass.de/duisburg/c-pol…hal-ab_a1840801

    Die ständig aufgestockten Milliardenzusagen ärgern mich langsam. Bei den ganzen Milliardenbeträgen, die an die Palästinenser geflossen sind und fließen, müssten das blühende Landschaften sein. Offensichtlich ist wenig davon bei der lokalen Bevölkerung angekommen - wie kommt man auf die Idee, dass das zukünftig anders sein wird? Für mich sind diese Zusagen derzeit völlig unverständlich und es müssten zunächst einmal Strukturen geschaffen werden, die sicherstellen, dass das Geld nicht straight in die Terrorfinanzierung fließt, vorher dürfte kein Cent mehr fließen.

    Ein GK mit 30 Schülern? 😳 Wow. Das wird ja ein spaßiger Prüfungstag für dich 🙈

    Grundsätzlich schmeiße ich in Kursen, in denen Schüler mit Vollverweigerungshaltung sitzen, zwischendurch immer mal wieder die SoMi Kriterien an die Wand (und teile die Kriterien auch unmittelbar vor der Notenbesprechung nochmal aus und bitte auf der Basis um begründete Selbsteinschätzung). Wer sich nicht beteiligt, dem wird auch keine ausreichende Leistung attestiert. Bei der Gelegenheit kann man auch klarstellen, dass ein Ansprechen nicht die Absicht verfolgt jemanden vorzuführen, sondern ein Angebot zur Beteiligung ist.

    Ich bin gerade auch mit 2 Kursen in der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung und im GK läuft es teilweise ähnlich. Ich erwarte, dass sie in den Kleingruppen (zu beiden Prüfungsteilen) aktiv arbeiten und mache mir dazu auch Notizen, gehe rum, höre mit, gebe Feedback, lasse mir erzählen, was gut oder nicht gut klappt usw. Im Plenum "nötige" ich grundsätzlich nie jemanden zu Simulationen, weil ich weiß, dass ich das als Schüler auch bescheiden gefunden hätte. Wenn es Freiwillige gibt (gibts ja glücklicherweise meistens), super, ansonsten gibts eben keine Plenumsdiskussionen. "Zurückhaltende" Gruppen, die nicht vor der Klasse präsentieren, aber trotzdem ein Feedback möchten, dürfen mir auch gerne Audiomitschnitte ihrer Diskussionen schicken.

Werbung