Beiträge von Maylin85

    Subjektiver Erfahrungsbericht: bei uns wurden die Klassengrößen gesprengt oder es kam direkt die Ansage, das Kind doch bitte durchrutschen zu lassen, um die Klassengrößen des Nachfolgejahrgangs nicht zu sprengen (und irgendwer kippt dann meist eh immer um und liefert die gewünschten Noten... und der Rest fragt sich, wofür er sich die Mühe gemacht hat, authentische Noten zu erheben und Förderpläne zu schreiben).

    Widersprüche können sich meines Erachtens nur gegen Verwaltungsakte richten, also gegen das finale Zeugnis.

    Mir gehts gar nicht ums Lernen, sondern ganz schnöde um Arbeitsverteilung auf mehr Schultern. Wenn man auf diese Weise mehr Leute in einen inzwischen mitunter sehr unattraktiven Beruf zieht - super!

    Der Bildungsoutput spielt doch eh schon lange keine Rolle mehr bei Neuerungen und Entscheidungen. An dem Punkt reibe ich mich ganz sicher nicht auf.

    Ich halte eher was davon, das System zu verbessern damit sich Lücken natürlich schließen. Nur Symptome behandeln bringt nichts, selbst kurzfristig macht es das nicht besser.

    Gut, vielleicht bin ich zu pessimistisch, aber ich habe keinerlei Illusionen bezüglich nachhaltiger systemischer Verbesserungen. Für den Moment ist es wichtig, erst einmal Druck aus dem Kessel zu nehmen und die Belastungen für die noch verbliebenen Lehrkräfte herunterzufahren, damit uns das Ding nicht komplett um die Ohren fliegt. Eine "schlechte" Lehrkraft mag für die Schüler keinen Mehrwert haben, für den Kollegen, der die Gruppe dank dessen Anwesenheit nicht vertreten muss, aber halt schon.

    Aber in einem speech script würde ich es als Stilmittel sehen und nicht anstreichen - isses dann Grammatik?

    Prinzipiell gebe ich dir aber Recht, vermutlich ist das hier schon wieder Zeitverschwendung.

    Ich muss das nochmal eben ausbuddeln und in die Runde fragen: wenn jemand in summary und Analyse ständig (also wirklich in jedem Absatz quasi) elliptische Sätze raushaut, streicht ihr das an? Und als was - Grammatikfehler, Verstoß gegen Zieltextkonventionen, Register...?

    Hatte ich bisher nie und kann mich nicht entscheiden^^

    Wirklich ernstgemeinte Frage: Eine Schwangerschaft ruiniert den Körper? Und es ist wahrscheinlich, dass man "Schwabbelwampe, ...." bekommt davon? Ist das so?

    Das war vielleicht etwas fies formuliert. Aber mein erstes "nope, nix für mich"-aha-Erlebnis hatte ich, als ich den Bauch einer immer sehr schlanken Freundin gesehen habe, der aussah, wie ein Luftballon nach Luftablassen. Je nach Alter regeneriert sich das sicher besser oder schlechter. Meine Schwester ist mit Scheidenriss und Dammriss 3. Grades aus der Geburt gegangen, das war vom Hörensagen auch ganz fantastisch. Beckenbodenmuskulatur ist 2 Jahre später immer noch ein Thema gewesen, vielleicht immer noch, don't know. Kind 2 kam mit Kaiserschnitt, bleibt auch nicht narbenfrei.

    Wie Brüste nach dem Prozess aussehen, hatte ich noch vergessen, da scheint mir auch nichts mehr wie vorher.

    Für ein gewolltes Kind nimmt man das sicherlich in Kauf. Für ein ungewolltes stelle ich es mir grausam vor, danach mit dem veränderten Körper leben zu müssen.

    Es ist eben eine Güterabwägung und diese sind selten einfach.

    Diese Güterabwägung muss aber die betroffene Frau treffen und sonst niemand. Es ist die Frau, die sich ggf. ihre Bildungskarriere oder ihre Berufslaufbahn ruiniert, die die finanziellen Nachteile trägt, die im Falle des Weggebens des Kindes mit Stigmatisierung aus dem Umfeld konfrontiert ist und die sich den Körper ruiniert und, wenns blöd läuft, mit Schwabbelwampe, Dehnungsstreifen, Rissen, Inkontinenz etc. leben muss. Diese Opfer muss man freiwillig erbringen wollen und in diese Entscheidung hat auch niemand reinzugrätschen.

    Frauen haben immer abgetrieben und werden immer abtreiben. Die Frage ist lediglich, in welche Bedingungen und Risiken man sie zwingt.

    Mit der Auffassung kann ich leben. Es ist nicht polemisch gemeint, es gibt bloß meines Erachtens kein treffenderes Wort für ein Wesen, das im eigenen Körper steckt und nunmal abhängig von der Versorgung durch eben diesen ist.

    Sobald ein Alter erreicht ist, in dem ein eigenes Überleben möglich ist, befürworte ich Abtreibungen auch nicht mehr. Bis dahin - schwierig. Woche 12, wie in Deutschland, ist sehr früh. Skandinavien zeigt sich da zuletzt etwas moderater.

    Nein, ist es nicht. Ein Fötus zehrt in gleicher Weise am Körper der Mutter. Wir verfügen inzwischen glücklicherweise über die medizinischen Möglichkeiten, das zu unterbinden, also muss sich keine Frau ungewollt dieser Prozedur aussetzen. Die Festlegung einer Woche mag noch nachvollziehbar sein, die entsprechenden Rechte grundsätzlich in Frage zu stellen, ist dagegen nicht akzeptabel.

    Meine Angst ist gerade, dass ich wieder krank werde vor lauter Gedöns. Gerade kuriere ich ja immer noch eine Erkältung aus. Die sich hartnäckig in der 3. Woche hält. Gut, wie soll ich auch gesund werden, wenn ich wieder zu schnell arbeiten gehe? Und ich bin vor ca. 3 Wochen auch krank geworden nach einer wiedermal Überlastungsphase. Eben 2 Wochen nach den Osterferien, die de facto keine Ferien waren und wo ich danach ca. 2 Wochen nur korrigiert hatte. Ich hatte da noch zu meinem Mann gesagt, dass ich wahrscheinlich einfach mal einen Tag zu Hause bleiben müsse, um die restlichen Deutschklausuren (waren es da ja auch) abzukorrigieren. Und dann bin ich sonntags tatsächlich krank geworden und der Arzt hatte mich eine Woche rausgezogen. Wo ich "natürlich" auch die halbe Zeit am Schreibtisch saß. Traurig, aber wahr.

    Dann bist du eben krank. So what, was passiert dann? Und wenn du krank bist und deswegen eine Deadline nicht einhältst, dann ist das eben so. Mach dich frei von diesem Getriebensein. Das klingt insgesamt superungesund.

    ...genau wie diese NC/Anwalteltern-Überlegungen. Mach die Prüfung so, wie du sie für angemessen hältst, und gut ists. Kommt ein Widerspruch, wird die Note begründet und fertig. Warum machst du dir da schon im Vorfeld so einen Stress und Gedanken? Finde ich gegenüber Schülern, die nicht ihre Anwalt-Eltern droppen und ggf. nicht extraleichte Prüfungen bekommen, übrigens auch etwas fragwürdig/unfair.

    Das sind meines Erachtens Punkte, die das Klima an den meisten Schulen absolut vergiften. An meiner alten Schule hätte man auch nicht nach Korrekturtagen fragen brauchen, man hätte garantiert eine Absage kassiert. Aus heutiger Sicht: um sich selbst vor Überlastung zu schützen, sollte man sich in diesem Fall vielleicht auch einfach mal einen Tag nicht arbeitsfähig melden. Habe ich nie gemacht, aber gesund waren nächtliche Korrekturmarathons zur Einhaltung der Deadlines definitiv nicht. Aktuell brauche ich keinen Korrekturtag, würde aber bei echter Not ziemlich sicher einen bekommen.

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