Beiträge von Maylin85

    Ich würde ebenfalls beide Fragen des Gedankenexperiments mit einem klaren Nein beantworten. Ich brauche nichtmals den riesen Geldgewinn, die Sofortrente der Aktion Mensch (mein einziges Glücksspielunterfangen) würde mir bereits reichen, um den Job an den Nagel zu hängen 😊

    In meiner aktuellen Situation bin ich zufrieden und mag auch gar nicht motzen. Aber mir ist auch klar, dass meine Arbeitsbedingungen gerade deutlich besser sind als an den Schulen und Schulformen, an denen ich die 10 Jahre vor meinem Wechsel verbracht habe. Wenn meine Schulform weiter in Schieflage gerät und es ganz blöd läuft, weiß ich nicht, ob ich nochmal bereit wäre, zu unveränderten Konditionen zurück in den Wahnsinn des ersten Bildungswegs zu gehen. Richtig vorstellbar ist das für mich eigentlich nicht und ein Teil von mir sucht langsam nach Plan B für ein möglicherweise persoektivisch notwendiges Ausstiegsszenario aus dem Beruf.

    Edit: sieht man aktuell schön an der FDP, die kaum einer "an der Macht" haben wollte und die jetzt trotzdem die größte Klappe haben und jeden Fortschritt torpedieren.

    OT, aber ich finde interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmung hinsichtlich der Rolle der FDP ist. Die einen sehen den großen Blockierer, die anderen eine Partei, die ständig umkippt, letztlich alles mit abnickt und zum Steigbügelhalter für unbehinderte rot-grüne Politik wird.


    Zur Frage nach einer möglichen Koalition mit der AfD sollten sich alle Parteien vor den anstehenden Wahlen klar positionieren. Ich denke schon, dass das für viele Wähler ein entscheidender Punkt in der Wahlentscheidung sein könnte.

    Tja, wie das trotz Aufsicht ging, weiß ich auch nicht so recht. Ich gebe zu, ich fand das Theater von wegen Tische leer räumen, Taschen nach vorne, Handys nach vorne, Uhren nach vorne immer etwas albern und habe es bisher nicht konsequent gemacht. Werde ich ändern.


    O. Meier

    Ich will weder ungerechtfertigte Noten verschenken noch fast die halbe Lerngruppe nicht versetzen. Ich will einen Nachweis, dass sie können, was sie für die Q-Phase brauchen, dann gebe ich auch gerne eine entsprechend ausreichende Note. Die Einsicht, dass das blöd gelaufen ist und nicht zielführend war, hatten zumindest alle und es gab auch keine Diskussionen. Die Frage ist, ob es verhältnismäßig ist, sich auf die Klausurnote zu versteifen und reihenweise Defizite zu setzen (es gibt bei uns ja kein Halbjahr, durch das man einfach so durchrutscht, sondern es geht um die Versetzung Ende Januar und es war die einzige Klausur, also gibt es auch keine Chance noch auszugleichen), oder ob man schaut, dass man trotz dieses Fails noch auf andere Weise den tatsächlichen Kompetenzstand erhebt und guten Gewissens eine andere Noten setzen kann. Momentan tendiere ich zur zweiten Option.

    Was soll das für ein informativer Hinweis sein? Ein informativer Hinweis an dich braucht keinen Mitschnitt. Mehr noch würde ich von jemandem, mit dem ich mich gut verstehe, in so einer Situation einen "informativen Hinweis" an die Lästertrulla erwarten, dass sie sich wen anders zum Tratschen suchen möge. An deiner Stelle würde mir vermutlich zu denken geben, wie vertrauenswürdig die Mitschnittperson ist, wenn die lästernde Dame sich offensichtlich bei ihr über dich auslässt. Scheint ja öfters zu passieren, sonst wäre man ja nicht darauf vorbereitet, das Audiorecording zu starten - wieso würgt diese Person das also nicht ab, sondern sitzt schweigend daneben? Wer weiß,ob da nicht in zwei Richtungen gezündelt und der Konflikt befeuert wird. Daher bleibe ich dabei, ich finde es suspekt.

    Und ganz generell klingt das nach übelstem Kindergarten.

    Das stimmt nicht so ganz. Ich habe schon KI im Unterricht genutzt (auch in dieser speziellen Lerngruppe), allerdings nur in Englisch und in der Hoffnung, Anregungen für einen konstruktiven Umgang zu geben. Wir haben natürlich auch Grenzen diskutiert. Scheint nur nicht so angekommen zu sein.

    Mich wundert nicht, DASS es genutzt wird, sondern WIE und wofür. Wenn eine Klausur maßgeblich auf Materialauswertung hin ausgerichtet ist und ChatGPT das Material nicht kennt, sollte einem klar sein, dass da kein brauchbares Ergebnis bei herauskommen kann. Mir war nicht klar, dass der mündliche Hinweis nicht ausreicht und ich das im Vorfeld einer Klausur evtl. mal konkret demonstrieren müsste, damit es anmommt.

    Wieso ziehst du dich so sehr daran auf, was irgendeine irrelevante Person redet? Irgendwie liest sich das alles ein bisschen grotek - mach dein Ding und gut ists.

    Wenn einem dieser Dorfklüngel so nahe geht, sollte man vielleicht einfach mal die Region wechseln.

    Ich gebe dir vollumfänglich Recht und war in der Vergangenheit auch deutlich rigoroser. Wenn man allerdings zahlentechnisch um jeden Schüler kämpft, macht das die Sache nicht einfacher.

    Ich tendiere zähneknirschend zur Wiederholung der Klausur. Oder zumindest zu einer ergänzenden schriftlichen Übung, um noch was rauszureißen.

    Ich hatte gerade eine Geoklausur auf dem Tisch, bei der nicht wenige Schüler es für clever hielten, die Aufgabenstellung einfach bei ChatGPT einzutippen und abzuschreiben. Ergibt einen nicht falschen, aber oberflächlichen Blabla-Text, der natürlich die Materialien und Daten der Klausur nicht berücksichtigt, dafür aber Aspekte beinhaltet, die dem Klausurmaterial gar nicht zu entnehmen sind. Ergebnis, einen Haufen 6en und ich kann mir jetzt kreativ überlegen, wie ich auf eine versetzungsfähige Endnote komme 😕

    Ich bin immer wieder "fasziniert", wie schlichtweg saudumm dieses Tool genutzt wird.

    Man könnte auch einfach anerkennen, dass jedes Fach seine ganz eigenen intellektuellen Tiefen und Herausforderungen hat. Zu wirklich anspruchsvoller Auseinandersetzung mit Literatur sind vermutlich genauso wenig Schüler in der Lage, wie zu naturwissenschaftlichen Spitzenleistungen. Und es ist auch zweifellos richtig, dass nicht jeder in allen Feldern gleichermaßen begabt ist - ich denke da beispielsweise an den Schüler, der in sämtlichen MINT Fächern mühelos überall sehr gut stand, aber selbst eine schnöde Charakterisierung nicht hinbekommen hat, weil er sich einfach null in fiktionale Texte und Charaktere reindenken konnte, und auch keine verständliche, kohärente Inhaltsangabe verfassen konte. Und dann gibt es Schüler, die fantastisch analysieren und/oder sehr pointierte, reflektiere Kommentare schreiben, aber keine Gleichung lösen können. Wer bin ich denn mir anzumaßen zu beurteilen, wer von beiden nun intellektuell besser aufgestellt ist und die größeren Leistungen erbringt? Es sind einfach andere Felder. Im Idealfall ist eine Gesellschaft so zusammengesetzt, dass alle Bereiche ausreichend bedient werden.

    Geisteswissenschaften als Geschwafel abzutun zeigt letztlich auch nur, dass man keine Ahnung davon hat.

    Ich habe noch nirgends erlebt, dass Schule sich in die Anschlussbeschäftigung reinhängt. KAoA, Berufsberatung, Praktikum in der EF -> ja. Aber alles andere liegt dann beim Schüler und ich wüsste auch nicht, dass irgendwo festgehalten wurde, wer welche Pläne für nach dem Abgang hat. Und ob. Ich würde mich da als Klassenlehrer auch absolut nicht verantwortlich fühlen.

    Wir hatten eine Bachelor-Studentin im 2. Semester (Englisch, Pädagogik), die in beiden Fächern ein Jahr am Gymnasium vertreten hat, dann an die Grundschule ging und dort dann sehr zeitnah irgendeinen Einstieg machen konnte mit Englisch und Musik (privates langjähriges Hobby). Inzwischen ist sie unbefristet angestellt.

    Ob das im Hinblick aufs spätere Gehalt ein cleverer Weg ist und ob man die Ausbildung für adäquat erachtet, sei mal dahingestellt, aber es gibt mittlerweile offensichtlich wundersame Pfade in den Schuldienst.

    warum meinst du war es alternativlos ?

    Die Aufforderung zum Rausrücken der Gegenstände wurde ignoriert, also gibts halt die Konsequenz der Festnahme. Wenn wegen so eines bescheuerten Kleinkrams schon extra die Polizei ausrücken muss, kriegen die Damen halt auch das Komplettprogramm - selbstgewähltes Schicksal.

    Schon aus erzieherischen Gründen ist es begrüßenswert, in einem Fall derartig demonstrativer Renitenz dann konsequenterweise auch die Samthandschuhe stecken zu lassen.

    Na, ich weiß nicht. Ich brauchte in den letzten3 Jahren häufiger Handwerker und der Elektriker und der Dachdecker waren die Einzigen, die nicht gefragt haben, ob ich zwingend eine Rechnung brauche. Letzterer auch nur beim Dachfenstereinbau, nicht beim Flicken der Dachrinne. Mir scheint Schwarzarbeit nach wie vor sehr verbreitet.

Werbung