Hätten die Eltern beim Mittagessen oder dem Schreibzeug dennoch ein Mitspracherecht?
Wozu? Wem das Angebot nicht passt, der nutzt es halt nicht, zahlt dann aber eben privat.
Hätten die Eltern beim Mittagessen oder dem Schreibzeug dennoch ein Mitspracherecht?
Wozu? Wem das Angebot nicht passt, der nutzt es halt nicht, zahlt dann aber eben privat.
Richtig wäre: sämtliche Sozialleistungen für Kinder streichen und dafür alles, was Kinder benötigen, über die Institutionen bereitstellen (vom Mittagessen über das Schreibzeug bis zur Klassenfahrt).
Irgendwie halten sich diese "14 Tage" als Gerücht. Mir wurde das auch schon mehrmals erzählt.
Richtig ist:
Und auch da steht immerhin "soweit möglich", was man sicherlich auch auf den Zeitraum beziehen kann.
Richtig, ich habe das jahrelang fälschlicherweise für den grundsätzlich einzuhaltenden Zeitkorridor gehalten.
70 kann mein Körper gar nicht und zieht die Notbremse 🙈
Es stimmt aber, dass man die in Klausurphasen vermutlich durchaus schaffen KÖNNTE, wenn man den Anspruch hätte, alles superschnell zurückzugeben. Am Vorabi habe ich vor 2 Jahren mal 48 Stunden rumkorrigiert (danach aufgehört, das Elend zu erfassen). Das, plus normales Wochenpensum, könnte sich schon auf 70 Stunden hochaddieren, wenn man innerhalb von 14 Tagen zurückgeben möchte.
Das ist ja schon deswegen schwierig, weil der Begriff "gesundheitlich nicht in der Lage" dehnbar ist. Dass jeder heute die passende Modedignose kriegt und kaum noch jemand schlicht "normal" und ohne Diagnosen durchs Leben geht, sehen wir ja bereits in der Schule. Bei der schon immer Hartz IV/Bürgergeld empfangenden Familie meiner Großcousine sehe ich das gleiche - 5 Kinder, alle 5 mit irgendeinem diagnostizierten Schaden, sie selbst hat Rücken und Migräne und Psyche und allerlei - sorry - Blödsinnsdiagnosen, mit denen jeder Mensch mit halbwegs Selbstachtung seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten würde. Tja, aber sind das jetzt missbräuchlich bezogene Sozialleistungen? Ich sage ja, die passenden vorhandenen Atteste sagen nein.
Das Thema ist komplex und um Missbrauch auszuschließen, müssen die Hürden für Leistungsempfang an diversen Stellen höher gelegt werden. Eigentlich müssten uneindeutige Fälle auch direkt mal beim Amtsarzt vorbeigeschickt werden.
Ein ergänzender Gedanke: offene Methoden sind toll, wenn der Laden läuft und die Schüler damit umzugehen wissen. In meiner "Schulbiographie" klappte das an 2 Schulen hervorragend, an der 3. überhaupt nicht und ist ordentlich schief gegangen. Nach der Erfahrung bin ich gut damit gefahren, zunächst einmal eher geschlossen und frontal anzufangen und erst schrittweise zu öffnen, wenn es die Lerngruppe hergibt (was keine Selbstverständlichkeit ist und nicht immer der Fall war). Zu viele Freiheiten und eingeforderte Eigenleistungen (wie im entdeckenden Lernen) können auch überfordern.
Mich interessiert das Gehalt auch mehr, als die Arbeitsbedingungen. Zumal doch nicht wirklich ernsthaft jemand glaubt, dass die sich mittelfristig in irgendeiner Weise verbessern werden 😄
Ich hab gehört, man möchte "Unwillige" möglichst nicht mehr an Grund- oder Förderschulen abordnen, weil das überraschenderweise nicht so gut funktioniert hat...
Vorgriffsstellen sind natürlich ein anderes Thema.
War bei uns vor einigen Jahren auch mal Thema, allerdings erfolgte die Rückkehr da erst spät abends. Ergebnis, kein freier Tag.
Interessant. Wahrscheinlich bei freier Sicht genauso sinnfrei wie so manches Stoppschild, aber nehme ich mal zur Kenntnis 😊
Die Anhaltregel ist mir auch neu, der Pfeil nicht.
Okay, das verstehe ich. Du bist mit deiner gesundheitlichen Vorgeschichte und als Opfer von Gewalt aber sicherlich auch nicht der Standardfall. Mir wurde damals ein Bewerbungstraining aufgebrummt, bei dem die Mehrheit der Teilnehmer aus jungen, gesunden Leuten (viele Handwerker) bestand, die beim Mittagessen offen darüber sprachen, dass sie genug Atteste für Hartz IV haben und nebenbei schwarz arbeiten. Da wurden monatliche Summen genannt, die einem soliden Vollzeitgehalt nichts nachstehen. Wer wirklich (!) krank und nicht arbeitsfähig ist, soll natürlich angemessen versorgt werden. Ich finde es aber nicht falsch, die Hürden höher zu legen und das alles nicht allzu leicht und zu bequem zu gestalten. Sozialleistungen müssen grundsätzlich eine Mindestversorgung zur Sicherung des Überlebens sein, nicht mehr, nicht weniger.
Und ich finde es auch nicht unzumutbar, wenn Leute sich dann eben ggf. auf Studenten-Lebenshaltungskostenniveau zurückregeln müssen. Studenten wohnen auch übrigens gerne mal im Wohnheim, ohne dass es direkt menschenverachtend ist.
Hm,
Zwangsunterbringung von Bürgergeld-Empfängern?
Du überraschst mich immer wieder. *kopfschüttel*
Zumindest würden die durch die arbeitende Allgemeinheit zu erbringenden Kosten erheblich reduziert und noch wichtiger) es wäre ein erheblicher Anreiz, seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Wenn auch vielleicht etwas radikal.
Muss man als Leistungsempfänger denn "unangemessen" wohnen? Wir haben Regionen mit Leerständen und passendem Mietniveau.
Ich habe zwischen Studium und Ref übrigens auch von ALG II gelebt. Ging sehr gut (und reichte, um noch einen mittelgroßen Hund mit Weidefleisch zu barfen - will sagen, ich fand, dass man damit sehr gut auskommen kann bei passender Priorisierung von Ausgaben). Was nicht drin war, war groß Weggehen oder Konzertkarten, was ich damals sehr betrauert habe, aber an sich ja völlig okay ist. "Sonderfälle" wie erhöhter Medikamentenbedarf sollten natürlich irgendwo Berücksichtigung finden (wobei Notwendiges in der Regel auch von den Krankenkassen erstattet wird?), der 0815-Regelfall sollte aber hinkommen. Auch kleidungstechnisch, wenn es kein gleichzeitiger Austausch der kompletten Garderobe und nagelneu sein muss. Bei den Sozialleistungen sind wir schon auf sehr sehr hohem Niveau und es ist trotzdem nie genug.
Thema Kommunikation: einen Vertrag mit Flatrate in alle Netze und 30GB Inklusivvolumen finde ich spontan für 12€. Da sollte man wohl unter 30€ hinkommen können.
In Anbetracht der Tatsache, dass Miete und Heizkosten bereits voll bezahlt werden und Mobilität ohne Job nur eingeschränkt nötig ist, sind 560€ meines Erachtens ein Haufen Geld. Zieh meinetwegen noch 50€ für Strom und 30€ für Kommunikation ab, dann bleibt immer noch mehr übrig, als eine Person für Lebensmittel und mal hin und wieder ein neues T-Shirt benötigt.
Ach, du nimmst das zu wichtig. Die meisten prokrastinieren hier doch nur. Ich jedenfalls 😅 Für mich klang und klingt das das alles rundum gruselig und ich wollte mein "Mitgefühl" ausdrücken.. werde mir das zukünftig verkneifen.
Niemand hier hat etwas geschrieben, was dich persönlich angreift.
Ich kenne auch nicht so wahnsinnig viele Lehrerpaare. Was aber zutrifft, ist das weibliche "nach oben Heiraten". In meinem Umfeld sind viele männliche Lehrer auch mit Frauen liiert, die selbst im pädagogischen oder sozialen Bereich arbeiten.
Bei genauer Überlegung: vielleicht tritt das "Hindernis Lehrerjob" verstärkt dann auf, wenn man genau das halt NICHT sucht 😄 Man muss zumindest erstmal die Klischeeschublade "bestimmt links-grün-versiffter Gutmensch" überwinden.
(...und der Vollständigkeit halber, wie immer: oftmals, häufig, nicht immer)
Firelilly, bist du's? Mal im Ernst, wahrscheinlich liegt's nicht am Beruf, sondern daran, dass man sich nichts zu sagen hat. Das ist doch albern mit den Vorurteilen.
1. Nein 🤔
2. Es geht doch darum, dass der Job offenbar auf viele direkt ein bisschen abtörnend wirkt und man damit vielfach direkt durchs Raster fällt, noch bevor es zu weiterem Austausch kommt. Natürlich ist das vorurteilsbasiert und natürlich können Kollegen, die in festen Partnerschaften leben, diese Erfahrung so nicht teilen 😄
Ich date übrigens auch eher ungern Lehrer.
Ich würde ja gerne mal eine Klassenpflegschaft erleben, wo man tatsächlich nur als beratender Teilnehmer erscheinen und nicht den Vortanzer machen muss, der zig Formulare im Gepäck hat, die Tagesordnung geschrieben hat und 80-90% Redeanteil hat. Gibts das tatsächlich?
LehrerInnen der Klasse sind alle Fachlehrkräfte, die in der Klasse unterrichten, zu denen auch die Klassenleitung gehört. "Sollen" heißt in diesem Zusammenhang so viel wie "müssen, wenn nicht besondere Gründe dem entgegenstehen". "Keine Lust" ist kein solcher besonderer Grund.
War an meiner letzten Schule absolut unüblich. Da ist kein Fachlehrer aufgetaucht.
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