Beiträge von Maylin85

    Ich habe bis Corona meist jeden Tag kurz eingekauft, was ich an dem Tag halt brauchte. Als dann die Hamsterer loszogen und es manche Dinge tagelang nicht gab, nervte das schon. Ich erinnere mich an ein Gassitreffen am Rhein, bei dem eine Freundin mich mit Klopapier versorgen musste, weil man als berufstätiger, erst mittags einkaufender Mensch über mehrere Tage nichts bekommen konnte und es tatsächlich langsam eng wurde. Man kommt sich bei der Klopapierübergabe auf dem proppevollen Parkplatz schon etwas dämlich vor. Ich schaue seitdem (und seit man mit Quarantäne rechnen musste), zumindest über eine Woche zu kommen. Das fällt für mich auch nicht unter Preppen.

    An mehrtätigen Wasserausfall glaube ich eigentlich auch nicht, mich hat aber letztlich der Einwand überzeugt, dass im Fall des Falles auch die Hunde nichts zu trinken hätten. Der Gedanke stört mich komischerweise mehr, als selbst irgendwo was auftreiben zu müssen.


    Verwandte waren seinerzeit vom Stromausfall im Münsterland betroffen, man muss also gar nicht bis in die späten 70er zurückschauen.

    Die Hunde können die Tiefkühltruhe leer fressen, wenn der Strom ausfällt 🙃

    Nein ernsthaft, ich hab dafür neuerdings 15kg Trockenfutter in Reserve (eigentlich bekommen sie Frisches). Was wir nicht brauchen und kurz vor Ablauf steht, bekommt dann der Tierschutz.

    Bei den Summen kommt man fast ins Grübeln, ob es ökonomisch sinnvoll wäre, sich doch noch ein paar Kinder anzuschaffen. Eine Freundin berichtete gestern, dass sie jetzt quasi ihre komplette Miete obendrauf bekommt - ich gönne ihr das, wirklich, aber ein bisschen unverhältnismäßig benachteiligt empfinde ich alle, die keinen Kinderzuschlag bekommen, damit schon.

    Für 4 Personen und 10 Tage hätte ich auch keine Vorräte. Aber mit 5 Raviolidosen kommt man schonmal über 5 Tage (1 Person) und die habe ich tatsächlich auch exklusiv für "krank und keine Lust zu kochen"-Fälle im Keller. Oder eben meinetwegen auch für Stromausfall, wo Nudelnkochen dann ja auch nicht funktioniert. Müsli oder dergleichen fürs Frühstück sprengt auch keine Lagerkapazitäten. Mir reicht das, ich müsste in Notfällen für ein paar absehbare Tage nichts Supertolles essen.

    Sixpacks Mineralwasser lassen sich auch recht platzsparend lagern. Ich hab welche für den Fall der Fälle auf der Kellertreppe stehen (nutze eigentlich Sodastream); die volle Treppenbreite braucht man ja im Normalfall eh nicht.

    Wahrscheinlich geht das Empfinden für die Notwendigkeit von Vorräten aber einfach auch deutlich auseinander. Ich habe die bis Corona und drohende Quarantänen auch nicht so wirklich gesehen.

    Theoretisch eine Option, ja. Ich bin aber auch nicht sicher, ob das die Abbruchquoten nicht eher noch verstärken würde, wenn Leute dann in mehreren Fächern Feststellungsprüfungen machen müssten.

    Mir widerstrebt trotzdem irgendwie, über den Punkt einfach mehr oder weniger großzügig hinwegzusehen. Suche gerade den für mich vertretbaren Mittelweg.


    Bei Attesten und Fristen war ich aber übrigens auch immer großzügig. Alles, was bis Noteneintragungsdeadline noch eintrudelt, entschuldige ich auch noch.

    Ich mache tatsächlich nach jeder Stunde im Schnellverfahren SoMi Noten, sonst kämen mir meine Endnoten auch nicht wirklich belastbar und valide vor. Unentschuldigte Fehlstunden fließen mit 6 ein. Hab ich immer schon so gemacht und finde auch eigentlich, dass ein weniger strikter Umgang mit Fehlstunden weder zielführend noch fair gegenüber den anwesenden Mitschülern ist.

    Mein System kommt allerdings gerade auch an Grenzen, wenn man Schüler mit 30-40% (oder mehr) unentschuldigten Fehlstunden hat und nicht direkt die Schule leerräumen möchte.

    Das ist in der Situation natürlich schwierig. Vielleicht sind das Phasen, in denen man über Grundsatzentscheidungen nachdenken muss. Vielleicht kann ja die Frau wieder arbeiten und du während der Stellensuche mit dem Kind zu Hause bleiben.. vielleicht lohnt es sich, Schulen in der Umgebung abzuklappern und die Chancen auf Vertretungsstellen auszuloten... vielleicht findet sich übergangsweise ein Job komplett außerhalb des Systems Schule... vielleicht kann man sich als Familie doch zu größerer regionaler Flexibilität durchringen etc. Kommt man bei allen Optionen zu dem Ergebnis, dass es nicht geht oder man nicht dazu bereit ist, bleibt nur durchziehen. Auch das dann wiederum mit allen Konsequenzen. Meine Sorge wäre bei den skizzierten Bedingungen, dass man dort auf absehbare Zeit nicht wegkommt und viele unschöne Jahre vor sich hat.

    Also wenn ich krank bin, gehe ich nicht einkaufen, sondern esse halt das, was die Tiefkühltruhe noch hergibt. Da ich alles andere als ein Prepper bin, ist das meistens nichts Dolles, aber zum Sattwerden reichts. Notfalls stehen auch noch irgendwo ein paar Raviolidosen. Kann mir kaum vorstellen, dass es Haushalte gibt, in denen man nicht mal 5 Tage überlebt ohne in Supermärkte zu rennen. Zumal man ja meist auch merkt, wenn was im Anmarsch ist, und rechtzeitig einkaufen kann, bevor es richtig losgeht.

    Richtig sichtlich kranke Leute in der Apotheke, okay. Aber im Supermarkt muss unter normalen Umständen wirklich nicht unbedingt sein.

    Kündigen, neu bewerben. Für solche Zustände wäre ich mir zu schade und würde schnellstmöglich den konsequenten Schlussstrich ziehen. Irgendwo wird sich schon wieder eine passende Stelle in deiner ursprünglichen Laufbahn auftun.

    Also ich bin gerade krank mit grippalem Infekt und mein Arzt hat noch einen PCR Test gemacht (glücklicherweise negativ). Und natürlich habe ich vorher auch Selbststests gemacht. Mir fällt kein einziges Argument ein, wieso man sich NICHT testen sollte mit Symptomen und ich verstehe ebenso wenig, wieso man symptomatisch unbedingt draußen rumspringen muss (Thema "einsperren").

    Wenn gehäuft Infektionen auftreten, fände ich testen (auch in der Schule) jedenfalls nicht verkehrt.

    Die Einwände sind alle richtig, dennoch verstehe ich den Frust. Auch über die Kriterien, die man sicherlich mal mehr (Schwerbehinderung), mal weniger (Familiengedöns) überzeugend finden kann. Ändert aber letztlich nichts daran, dass die Dinge sind, wie sie sind, und ggf. nur bleibt, sich gut zu überlegen, wie man damit umgehen wird. Neid und böses Blut gegenüber Kollegen finde ich nicht angemessen, denn bescheiden ist die Situation für alle und am Ende haben bei sowas eben einige Glück und andere Pech, that's life.

    Ich bin mir für mich inzwischen sehr klar, dass ich nicht mehr mit Kindern arbeiten möchte und im Fall des Falles den Beruf verlassen werde. Das habe ich dann aber inkl. aller Konsequenzen mit einer für mich wohl letztlich suboptimalen Berufswahl (denn in Schulen springen ja nunmal überwiegend Kinder rum/hätte man wissen können) selbst verursacht und kann ich nicht den übergeordneten Stellen ankreiden. Deren berechtigtes Interesse muss die Deckung der Unterrichtsversorgung sein.

    Mich würde interessieren, wozu ich rechtlich verpflichtet bin. Nicht die angebliche Meinung eines Therapeuten, den ich nicht kenne und mit dem ich selbst nie gesprochen habe. Unabhängig davon, was hier für die Schülerin das Beste ist, wäre meine Priorität bei der Geschichte, den Eltern keine Informationen vorzuenthalten, zu deren Weitergabe ich möglicherweise verpflichtet wäre.

    Ich würde es auf jeden Fall mit der Schulleitung besprechen.

    Canterbury Tales beim Pointner zufällig? Das hatte ich nämlich im Studium und fand das ebenfalls supergut 😊

    Ich bin auch sehr unbegeistert, dass Literatur im Englischcurriculum gefühlt immer weiter zurückgedrängt wird. Ich hab auch z.B. gar keine große Lust auf Media und International Relations, was demnächst dann in den Abi-Fokussierungen auftaucht. Dass Shakespeare raus ist, finde ich mehr als nur fragwürdig.

    Wer zur Kategorie "überall schlecht, aber muss irgendwas wählen" gehört, dem empfehle ich als LK eher Englisch als Erdkunde. In Erdkunde habe ich regelmäßig Schnitte schlechter als 4. In Englisch "schaffe" ich das auch bei komplett gruseligen Klausuren nicht, weil die Erwartungshorizonte so (luschig) gestrickt sind, dass es schon wirklich schwer ist, eine 5 zu bekommen.

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