Beiträge von Maylin85

    Aber was macht man nicht alles, wenn man prokrastinieren will.

    Freut mich, dass ich nicht alleine bin.

    Immerhin ist schon alles griffbereit in Reichweite ausgelegt. Seitdem hakt der Arbeitsflow merklich.


    Antimon

    Siehste, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Und klingt cool. Doch, hätte ich Lust zu 😊

    ...aber ohne Einbruch in Flüsse und so. Vielleicht ist deine Fußabsetztechnik ausfeilbar? 😄

    Ich würde es auch als Zumutung empfinden. Ebenso wie eine Grundschulabordnung. Ich habs nicht studiert, nicht gewählt, ich will es nicht machen, ich will mit der Altersgruppe nichts zu tun haben und wenn man mir das zumuten (im Wortsinne = etwas verlangen, was ich nicht oder nur schwer leisten kann) würde, dann kann man das auch genau so bezeichnen.

    Zu behaupten, es gäbe "keine prinzipiellen oder wesentlichen Unterschiede" ist so absurd lächerlich, dass man es gar nicht weiter kommentieren braucht.


    Antimon

    Autsch. Aber tolle Bilder 👍

    (Gibt es eigentlich einen prinzipiellen oder wesentlichen Unterschied zwischen Gletscherwanderung und Bummelrunde durch den durchschnittlichen großstädtischen Stadtpark? Der Thread lässt mich gerade grübeln.. fällt schließlich beides in die Kategorie "Gehen")

    Mag sein. Ich sehe eher den Effekt, dass auf der anderen Seite "ist ja gar nicht so schlimm" ankommt und an überhaupt gar nichts gearbeitet wird. Ich verstehe den Gedanken dahinter aber - könnte so aber nicht arbeiten, das würde sich für mich "unkorrekt korrigiert" anfühlen.

    Rechtschreibung korrigiere ich nur oberflächlich.

    Das finde ich unabhängig von Fach und Sprache zum Beispiel ganz schlimm. Viele Schüler schreiben eh schon gruselig schlecht und dann wird es ihnen nichtmals durch saubere Korrektur gespiegelt.


    Ansonsten werde ich mal versuchen, einige Impulse hier aufzunehmen 👍

    Mein Zeitfresser sind Anmerkungen. Ich erkläre gerne in episch langen Anmerkungen, warum etwas inhaltlich unschlüssig ist, warum die zitierte Textstelle nicht zur Untermauerung der eigenen Schlussfolgerung taugt, etc. Mache ich keine ausführlichen Anmerkungen, finde ich die Note für den Schüler schwer nachvollziehbar. Dass es oft gelesen wird, glaube ich allerdings auch nicht.

    Richtig raus hab ich den Dreh auch nicht, aber ich hab mich immerhin bei 1-1,5 Stunden pro Klausur eingependelt. In Ausnahmefällen auch mal 2-3. Aber 5 ist heftig 😳

    I feel you. Ich versuche (und nein, es gelingt mir auch oft nicht) nicht mehr in jedem Satz 8 verschiedene Fehlertypen exakt auszuweisen, sondern unterstreiche einfach alles und markiere es als Grammatikfehler (wahlweise mit Ergänzung "/Ausdruck"). Verbesserungsvorschläge gibt es auch nicht mehr zu jedem kruden und ohnehin überwiegend unverständlichen Satz, sondern nur noch selektiv über die Seite gestreut. Englisch ist teilweise wirklich ein Fass ohne Boden und man kann stundenlang daran rumkorrigieren in dem Wissen, dass der Schüler es vermutlich eh nicht liest. Perlen vor die Säue...

    Ergänzung Schriftbild: ich gucke 3 Sekunden aufs Wort, kann ich es dann nicht entziffern -> Kringel drum und Fragezeichen gepaart mit Wortfehler. Mein Spitzenkandidat brachte es mal auf 27 in einer Spalte.

    Bei uns in der Zeitung stand ein ausführlicher Artikel darüber, dass man seinen *Balkon* vor Silvester aufräumen soll. Weil da ja jederzeit ein Querschläger kommen könnte und dann steht alles in Brand.

    Sollte man sich nicht schnell etwas ausdenken, was passiert, wenn eine Rakete in einem Hundehaufen landet?

    Das ist uns tatsächlich irgendwann in den 90ern mal passiert. Wir hatten damals einen Holzbalkon mit Holzpergola und die Rakete ist gegen die Pergola geflogen und brannte dann auf dem Balkon rum. Wurde aber direkt bemerkt und behoben.

    Hundekacke nervt mich auch. Ich habe so gut wie jeden Tag Haufen im Vorgarten liegen und die stammen nicht von meinen Hunden.

    Was genau das mit sinnlosem Verstören von Tieren durch Böllerei zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.


    Und zum Thema Parken am Wald: ja, das Recht nehme ich mir raus 😊 Genau wie Jogger, Spaziergänger und wer da halt noch so alles parkt.

    Um Mitternacht ein paar (! - keine halbe Stunde oder Stunde lang!) Raketen zünden, stört mich nicht so arg (auch wenn ichs überflüssig finde und Feuerwerk noch nie was abgewinnen konnte, aber das sieht ja jeder anders und für manche macht es scheinbar halt optisch was her). Der Sinn und Zweck von Böllern erschließt sich mir allerdinhs nach wie vor vollumfänglich nicht.. einmal bumm, ja toll, und weiter? Schon ein bissi hohl irgendwie...? Dass Leute dafür Geld zahlen, ist bemerkenswert. Wäre allerdings auch noch zu ertragen, wenn es sich auf den Silvesterabend beschränken würde. Den Blödsinn über 3 Tage zu ziehen, ätzt mich aber ernsthaft an, wenn man zwischendurch halt mit Hunden raus muss, für die das ein ernsthaftes Problem ist.

    Und schlimmer noch finde ich es für all die Wildtiere da draußen, die unnötig aufgeschreckt und verschreckt werden. Es gibt kein Silvester ohne verstorbene Tiere (sowohl Haustiere als auch Wildtiere). Vor ein paar Jahren sind einem Nachbarn sämtliche Hühner vor Aufregung verstorben. Für Vogelhilfsvereine ist der 1.1. der schlimmste Tag des Jahres. Ich hatte dafür früher überhaupt kein Bewusstsein, seit verstärkt aufgeklärt wird und ich das Thema auf dem Schirn habe, finde ich das Geknalle aber extrem rücksichtslos und frag mich schon, ob das sein muss. Und mir geht auch null in den Kopf, wenn Leute zwar zur Kenntnis nehmen, wie arg Tiere darunter leiden, es aber mit einem Schulternzucken und "egal, mach ich trotzdem" abtun. Einfach krass empathielos.


    @Laborhund

    Danke dir 😊

    Bei uns waren die Inklusionskinder GE in Klasse 5 noch recht gut in die Klassengemeinschaft integriert und wurden auch mal zum Geburtstag eingeladen oder sowas. Das änderte sich mit Einsetzen der Pubertät aber. Die Kinder waren einfach ganz schnell auf völlig unterschiedlichem Entwicklungsstand und zwar wurde im Unterricht weiter geholfen und miteinander agiert, meinem Eindruck nach hatte sich das darüber hinaus aber schnell erledigt.

    Bei den LE-Kindern zeigte sich mehrheitlich (nicht bei allen) ein ähnlicher Effekt, aber eher, weil dort recht bald "Millieu-Unterschiede" deutlich wurden, die sich schon ganz profan im Sprachgebrauch, dem "Niveau" der Beleidigungen usw. gezeigt haben. Eine wirkliche Durchmischung und enge Freundschaften gab es in meiner Wahrnehmung nicht.

    Werden Menschen denn nach der Schulzeit inkludiert? Doch viel zu wenig. Man müsste alles neu denken.

    Das ist übrigens auch ein Punkt, an dem ich innerlich festhänge. Darf man ja besser nicht laut aussprechen, aber den Gedanken, wofür wir uns das in der Schule überhaupt antun und was es letztlich bringt, hatte und habe ich ebenfalls. Es ist ja schön, Schule furchtbar inklusiv zu gestalten, aber was bringt das in der Langzeitperspektive? Ändern sich dadurch die Arbeitsmarktperspektiven der Betroffenen?

    Neulich lief eine TV Doku zu einem Projekt, in dem Menschen mit Einschränkungen für den ersten Arbeitsmarkt fit gemacht wurden. Tolles Projekt, vom Eindruck her, die Leute wurden in Praktika vermittelt usw. und es gab einen Haufen positiver Äußerungen. Im letzten Satz der Reportage dann die Erwähnung, dass von +300 Teilnehmern EINER bisher den Sprung tatsächlich geschafft hat. Da fragt man sich schon, ob auch mal jemand Kosten/Nutzen-Rechnungen aufstellt oder ob das in diesem Bereich keine Rolle spielt. Und ob selbiges dann auch für den Bereich Schulen gilt und so Dinge wie das Ausbremsen des Lernfortschritts der Regelschüler halt als Kollateralschaden in Kauf zu nehmen sind (und bitte, jetzt nicht wieder irgendeine Studie, wie toll auch die Regelschüler profitieren - wir wissen alle, dass es in der Realität anders aussieht).

    Mir scheint die ganze Inklusionsdebatte sehr übermoralisiert und entrückt von nüchterner, realistischer Bestandsaufnahme.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hatten unsere GE Schüler gar keinen Lehrplan, weil es in NRW keinen gibt (?). Was unsere bayrische Sonderpädagogin sehr irritierte, die sich dann in den Hauptfächern am bayrischen Plan orientiert hat.

    Das ist natürlich insofern bequem, als dass man als Regelkraft formell dann auch nix können muss, sondern halt selbst irgendwelche Ziele definiert (oder auch nicht).

    Wenn es üblich ist, dass viele Schüler:innen in den Klassen an verschiedenen Aufgaben arbeiten, weil man von GE bis Hochbegabung alles in den Klassen hat, dann ist es für alle normal, in Arbeitsphasen zu arbeiten, in Präsentationsphasen zu präsentieren - auf unterschiedlichem Niveau.

    Da fängts ja schon an... was bringen diese Präsentationen denn den Zuhörern des jeweils anderen Niveaus? Die Inhalte der Regelschüler werden von den Inklusionskindern möglicherweise gar nicht verstanden und die Präsentationen der Inklusionskinder haben wenig bis keinen Nutzen für die Regelschüler. Für mich klingt das nach kompletter Zeitverschwendung (und in meiner Vorstellung muss man parallel noch gegen die aufkommende Unruhe anerziehen, weil die Schüler das vermutlich auch selbst merken).

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