Beiträge von Maylin85

    Mit dem Dienstwagen des Mannes meiner Mutter bin ich eine Weile jedes Wochenende zu meinem Ex in die Schweiz gependelt, weil auch der Sprit von der Firma übernommen wurde und es keine Beschränkung gab, wer danit fahren darf. Mit seinem schicken e-Jobrad gondelt meine Mutter durch die Gegend. Und oben darauf gibts noch dicke Mitarbeiterrabatte bei allen möglichen Unternehmen (von Autohäusern über Babymärkte, Markenkleidungungshersteller, Zalando & Co, Möbelhäuser, Parfümerien, Optiker, Fitnesstudios, Reiseportale (...) bis hin zu Zeitungsabos oder Veranstaltungsbranche). Das ist schon durchaus nett und bringt zusätzlich zum Gehalt nochmal ordentliche benefits.

    Wir haben beim Gehaltsvergleich im Freundeskreis übrigens mal festgestellt, dass am besten der Handwerker mit eigener Heizung/Sanitärfirma verdient. Ansonsten hängt es sehr von der Branche ab. Ich neide meinen "Büro-Freunden" mittlerweile die Homeoffice-Option und die geregelten Arbeitszeiten hzw. den "echten" Feierabend sehr. Verdiensttechnisch bewegen wir uns überwiegend auf ähnlichem Niveau. Ausnahmen nach oben sind Konstellationen wie Ärztin in elterlicher Praxis, Wirtschaftsjurist bei einer großen Bank in FFM oder Ingenieure. Das sind aber alles Bereiche, in denen ich mich sowieso niemals sehen würde, also brauche ich auch nicht auf die entsprechenden Gehaltsklassen schielen.

    Vielleicht bin ich ja zu unbedarft, aber ich würde meine Fächer nach Interesse auswählen und bei ernsthaften Sorgen eher schauen, ob man sich über ein Drittfach oder andere Zusatzqualifikationen ggf. noch etwas breiter aufstellen kann. Man verbringt mit seinen Fächern viele Jahrzehnte und sollte sich schon ernsthaft dafür interessieren können. Ich persönlich kenne auch niemanden, der nicht früher oder später (und mit ein wenig räumlicher Flexibilität) eine Stelle bekommen hat - selbst mit Kombis wie Deutsch/Geschichte, die wirklich miese Prognosen hatten.

    Wenn du Englisch behalten möchtest, wäre ein Sachfach, das auch bilingual unterrichtet wird, evtl. auch nicht uninteressant (das war bei mir letztlich ausschlaggebend für die Einstellung). Natürlich immer vorausgesetzt, dass du dich für eines der in Frage kommenden Fächer begeistern kannst.

    Deutsch und Englisch würde ich mir auch sehr sehr gut überlegen. Korrekturen sind für mich nach wie vor eine der Hauptbelastungen im Job und mit dieser Fachkombi schöpft man so ziemlich das Maximum an möglicher Korrekturbelastung aus. Jobchancentechnisch denke ich allerdings, dass man mit einer Hauptfachkombi eigentlich immer irgendwo was finden sollte... wenn nicht am Gymnasium, dann am Berufskolleg oder dergleichen.

    Oh wow. Helm und Piercings haben schon eine andere Qualität der Übergriffigkeit. Zu deinem Fall, Teppichboden, fällt mir gar nichts ein - das ist nicht nur anmaßend, sondern läuft dem Wertesystem, zu dem wir uns hierzulande bekennen, meinem Verständnis nach auch völlig entgegen.

    Ich finde die Einmischung in Privatangelegenheiten wie Tinder-Profile extrem fragwürdig und problematisch. Nichts davon hat etwas mit der Berufsausübung zu tun oder ist gesetzeswidrig und es sollte somit vollkommen irrelevant sein.

    Ich empfinde solche Dinge allerings auch als Balanceakt. Je nachdem, welche Apps oder Plattformen man nutzt, möchte/sollte man dort natürlich nicht zwingend von Schülern oder Eltern gefunden werden. Andererseits ist ein Profil ohne Bild aber eben auch witzlos und behindert ggf. die Anmeldeabsichten 😄

    Spannend wäre tatsächlich, wie die Schule damit umgeht, wenn mal was durchsickert. Wird es als Privatangelegenheit behandelt und ist allein "mein Problem", wäre es mir gegenüber Schülern und Eltern vermutlich ziemlich egal. Wird daraus eine Dienstangelegenheit und muss ich darüber Gespräche führen, stelle ich es mir aber durchaus unangenehm vor.


    Ich hab im Ref übrigens mal einen Vortrag zum Thema Vorbildfunktion von der Schulleitung bekommen, weil ich über eine rote Ampel gelaufen bin, um die Straßenbahn noch zu kriegen. An einem Samstag und völlig privat, wohlbemerkt. Gute Güte 🙄


    Och, Niedersachsen hat schon schöne Ecken und mir wäre eine Stelle in einer niedersächsischen Stadt (nicht unbedingt im ländlichen Raum) wohl lieber gewesen, als im Ruhrgebiet. Trotzdem wäre mir das alles zu einengend und zu potentiell kompliziert.

    Wenn man sich seiner Sache so sicher ist wie Humblebee, ist der Zuschlag natürlich eine nette Sache.

    Mich würde der Gedanke an den folgenden Papierkram abschrecken, mein Ref in Niedersachsen zu machen. Man weiß doch oft noch gar nicht 100%ig, ob man den Beruf überhaupt ausüben möchte und wohin es einen letztlich zieht/verschlägt... keine Ahnung, ob man auf diese Weise erfolgreich Absolventen binden kann, aber auf mich wirkt das Prozedere nicht wirklich gut gelungen.

    Ich war auch froh, dass ich erstmal in Ruhe ankommen durfte, bevor der erste Besuch kam. Die damalige Schulleitung hat die Besuche immer ans vertretbare Ende der zur Verfügung stehenden Zeitperiode gelegt - fand ich gut.

    Stimmt schon, dass vorrangig die Note interessiert. Mich ärgern besonders die Klausuren, die mangels Interesse und Anwesenheit in den letzten Stunden vor irgendwelchen Zeugnissen nie abgeholt wurden. Ich finde es trotzdem schwierig, von vornherein davon auszugehen, dass es kaum gelesen wird. Und letztlich sichern mich Kommentare ja auch ab, wenn jemand nach der 4. Klausur behauptet, ich hätte "nie" darauf hingewiesen, dass...

    Aber es stimmt natürlich, dass man dauerhaft einen praktikablen Weg finden muss, der auch zeitlich gut machbar ist. Ich merke jedenfalls, dass ich nicht mehr gut klarkomme, wenn ich 1,5 Stunden an jeder Klausur sitze.

    Hab gerade mal nachgeschaut bei Standardsicherung NRW. Dort heißt es u.a.: "In den Klausuren der Einführungs- und der Qualifikationsphase wird dem Korrekturzeichen in der Regel ein Korrekturvorschlag in Klammern hinzugefügt."

    Ok, in der Regel...

    Dass es am Ende niemand liest, stimmt leider ganz überwiegend. Ich habe mir auch fest vorgenommen, Randbemerkungen zu reduzieren - mal schauen, wie es dann letztlich klappt.

    Also ich brauche den Korrekturrand definitiv. weil ich eben nicht nur mit Korrekturzeichen hinkomme. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass zumindest für Englisch irgendwo festgeschrieben ist, dass Positivkorrektur erfolgen soll. Ich finde es auch (für die Schüler und auch für mich selbst, falls Nachfragen zur Note und zu einzelnen angestrichenen Stellen kommen) nicht hilfreich, nur Logikfehler oder fehlerhafte Auslegungen von Textstellen mit einem Zeichen zu markieren, sondern schreibe immer noch kurz dazu, was genau daran nun missverstanden wurde, unlogisch ist, wie man besser belegen könnte, etc.

    Und es stimmt zwar, dass die längere Schreibzeit nicht auch automatisch komplexere Klausuren bedeuten muss, aber viele Schüler schreiben halt grundsätzlich so lange, wie sie eben können. Zudem haben sich die Wortzahlen der Ausgangstexte in den letzten Jahren erhöht und auch das macht sich bemerkbar. Ich habe den Eindruck, dass sich die Korrekturzeiten durch diese zwei Stellschrauben deutlich spürbar verlängert haben.

    Ich habe am Anfang der Ferien 7 fette Ikeatüten an länger nicht genutztem Material und Büchern weggeschmissen und fühle mich extrem befreit 🤗 Das, was jetzt noch da ist, ist sortiert, ordentlich und passt auf 4 x 80 cm oder ist alternativ digital abgelegt. Das Chaos war wirklich nicht mehr auszuhalten.

    Bei uns hat die Fachkonferenz leider auch dafür gestimmt, das obere Maximum der Klausurzeiten auszunutzen. Korrekturtechnisch macht es wirklich einen (unerfreulichen) Unterschied, dass nun auch schon die Q1 180 Minuten schreibt und die EF 135.

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