Beiträge von Maylin85

    Ich werde niemals verstehen, wieso Leute, die 10 Stunden Betreuung in Anspruch nehmen müssen, unbedingt Kinder haben müssen. Ein paar Stunden überbrücken, okay, aber in dem Ausmaß einfach nur gruselig.


    Thema 9h Arbeitsbeginn: zumindest in so gut wie allen Bürojobs sollte das kein Problem sein. Ich kenne niemanden, der in einem Bürojob ohne Gleitzeit arbeitet (meist 6.30-9.30h oder sowas).

    Ich gebe normalerweise mehrere Lektüren zur Auswahl, stelle die zentralen Themen der Bücher kurz vor und lasse den Schülern Zeit für Rückmeldungen bis zur endgültigen Abstimmung. Wer gegen eines der Bücher oder Themen Vorbehalte hat, kann die gerne äußern (auch anonym). Auf diese Weise ist Handmaid's Tales auch mal von der Liste geflogen, weil mir anonym jemand geschrieben hat, er/sie würde sich aus persönlichen Gründen ungern mit sexuellem Missbrauch beschäftigen. Auch Thirteen reasons why habe ich mal bewusst nicht gelesen, nachdem eine Kollegin mir gesteckt hat, dass in meinem Kurs eine Schülerin sitzt, die zwei Selbstmordversuche hinter sich hatte. Wenn man von den Vorbelastungen der Schüler weiß, kann man sicherlich darauf reagieren - schwierig ist es eben, wenn man nichts weiß und auch niemand was äußert.

    Unabhängig davon denke ich, dass man mit bestimmten Themen ohnehin sensibel umgehen muss. Ich sage den Schülerm immer, dass sie sich auch gerne kurz rausziehen können, wenn ihnen eine Thematik gerade zu nahe geht. Wir hatten z.B. letztes Jahr im Zusammenhang mit women in Nigeria einen Filmausschnitt, in dem häusliche Gewalt gezeigt wurde (ich hatte das vorher auch angekündigt) und mittendrin ist jemand rausgegangen. Das ist okay und hat auch niemand kommentiert.


    Wichtig ist, denke ich, Schüler nicht ohne Vorwarnung mit möglicherweise triggernden Inhalten zu konfrontieren und ein Klima im Kurs zu schaffen, das es ermöglicht, sich zurückzuziehen oder ggf. auch zu sprechen, wenn ein Bedürfnis danach entsteht.

    Wieso muss man einen Bogen zwischen seinen Fächern schlagen können? Ich habe eine Kollegin mit Reli und Bio, das ist an einigen Stellen auch sehr interessant und vielleicht sogar konträr.

    Ich wäre auch vorsichtig, Bankkaufleuten generell fiese Charaktereigenschaften zu unterstellen. Als jemand, dessen halbe Familie in Banken arbeitet, kann ich dir versichern: das sind überwiegend ganz anständige Menschen, die nicht nur den ganzen Tag überlegen, wie sie Leute über den Tisch ziehen können 😉 Und einige davon sind sogar bekennend religiös.


    Ich sehe Fächer völlig unabhängig voneinander. Interessen können vielfältig sein und man sucht sich eben aus, was einen - warum auch immer - anspricht und interessiert.

    Wenn ich so an meine Ausbildung zurückdenke, dann wurde die Vorbereitung auf die IHK Prüfung ausschließlich (!) durch die Berufsschule geleistet. Der Betrieb hatte zusätzlich eigene Seminare, Schulungen und eine eigene interne Abschlussprüfung, die ergänzende Inhalte abgedeckt hat. Die Praxisphasen waren so lala lehrreich. Hing sehr von der Abteilung und dem Engagement der Leute, denen man dort zugeordnet war, ab.

    Es gibt vermutlich große Unterschiede zwischen einzelnen Betrieben und auch Ausbildungsberufsbildern, aber ich denke schon, dass es insbesondere am BK wichtig ist, dass die Lehrer grundständig ausgebildet sind. Die Anforderungen an die Lehrkräfte gehören ja nunmal auch zur Qualitätssicherung.

    Der Unterschied zu einer normalen Ausbildungsvergütung ist halt, dass man nicht mehr 18 oder 20 ist, sondern schon ein paar Jährchen älter und damit auch meist etwas anders lebt. In der Ausbildung hab ich noch zu Hause gewohnt und hatte kaum Ausgaben, mit 27 halt nicht mehr. Dazu kam, dass ich im Studium mit Nebenjob deutlich mehr Geld zur Verfügung hatte.

    Ich vergesse Zahlen immer schnell und kann zu meinen Ausgaben im Ref nichts mehr sagen. Ich weiß aber, dass ich ohne meine Eltern, die netterweise monatlich nochmal was beigesteuert haben, nicht klargekommen wäre.

    Das "antun" bezog sich nicht so sehr aufs Arbeiten, sondern auf die FFP2 Maske. Das fiel ihr schon durchaus teilweise schwer, glaube ich, und auch in meinem privaten Umfeld gab es Schwangere, die damit vor der Schwangerschaft überhaupt kein Problem hatten, in der Schwangerschaft aber arg mit der Maske zu kämpfen hatten. Das sollte man evtl. nicht unterschätzen.

    weil den ganzen Vormittag über FFP2-Maske zu tragen keine Option ist in der Schwangerschaft.

    Eine meiner Kolleginnen hat genau das gemacht und es bis zum Mutterschutz durchgezogen. Ich hab keine Ahnung, wieso man sich sowas antut, aber sie hat klar gesagt, dass sie arbeiten möchte und keine Lust auf Beschulung aus der Distanz hat.

    Alle anderen Kolleginnen waren und sind sofort raus gewesen.

    Ich finde, die Ausgaben für Tests könnte man sich sparen und besser an anderer Stelle im System investieren. Verbindliches Testen macht Sinn, freiwilliges Testen halte ich für völligen Blödsinn. Maskenpflicht wäre sinnvoll gewesen. Aber nun gut, mehr gibt die Rechtslage vermutlich wirklich nicht her.

    Zauberwald

    Ich finde es von der Freundin sehr sehr unglücklich und wenig rücksichtsvoll, euch (also den ganzen Rest) überhaupt in diese Lage zu bringen. Eigentlich muss einem doch klar sein, dass man in diesem Fall eben leider nicht dabei sein kann, so schade das auch ist. Für mich wäre klar, dass ich raus wäre, wenn sie auftauchen würde - insbesondere, wenn es Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf im direkten Umfeld gibt.

    Wir hatten Anfang des Jahres den Fall, dass jemand positiv zu einer Beerdigung kommen wollte (inkl. Kapelle). Das war insofern sensibel, als dass der Verstorbene halt ein direkter Angehöriger der Infizierten war und ja... dass sie dabei sein wollte, versteht natürlich jeder. Trotzdem haben wir als Familie geschlossen deutlich gemacht, dass das nicht geht. Mal abgesehen von der Isolationspflicht waren eben auch Risikogruppenzugehörige dort. Hat die Person dann letztlich auch verstanden und blieb ohne Drama zu Hause. Es gibt immer Situationen, in denen Leute sich zu extrem ungünstigen Zeiten infizieren und auf Dinge verzichten müssen, die ihnen wichtig sind... aber das muss man als erwachsener Mensch mit einem Funken Verantwortungsbewusstsein doch einsehen und aushalten können.

    Ich wünsche euch, dass ihr das ohne Missstimmungen lösen könnt!

    Das erste Drittel hätte man auch einfach mit dem Satz "Es werden keine Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen" zusammenfassen können, aber okay.


    Schulübergreifende Kooperation beim Vertretungsunterricht, gibts das wirklich bereits irgendwo? 😳 Oh Graus.

    In ALLEN Unternehmen, in denen ich gearbeitet habe, wurde eingestempelt Kaffee getrunken, geplauscht, mal privat am PC rumgedaddelt und in einem sogar geraucht, nachdem man Raucherkabinen eingerichtet hatte, um den Mitarbeitern zu ersparen vor die Tür zu müssen. Das war völlig normal.

    Ich denke, dass ich die Maske dauerhaft und unabhängig von Corona situativ beibehalten werde. Gerade in Erkältungswellen und mit vielen Menschen auf engem Raum, fühle ich mich damit wohler.

    Bei Open-air Konzerten habe ich sie zuletzt nicht getragen, wohl aber auf der Toilette. War damit aber definitiv in der Minderheit 😄

    Kann der Lehrerrat nicht veruschen, die Schulleitung dazu zu bringen, viel in Arbeitsgruppen auszulagern? Dann kann die Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse präsentieren und nach kurzer Nachfrage wird abgestimmt?

    Das wird grundsätzlich schon so gemacht. Die Bereitschaft zum Engagement in Arbeitsgruppen hat aber stark nachgelassen,. Oftmals wird in diesen Gruppen viel Zeit und Mühe investiert und wenn es dann zur Vorstellung der Ergebnisse kommt, wird von der Gesamtkonferenz wieder alles totdiskutiert und auseinandergenommen. Erschwerend kommt dazu, dass wir in 6 Jahren 4 Schulleitungen hatten, jede mit anderen Vorstellungen, jedes Mal wurden halb auf den Weg gebrachte Dinge wieder verworfen, dafür kam irgendwas anderes... ich glaube, es wurde zu oft für letztlich "nichts" gearbeitet, als dass da momentan viel Interesse besteht, sich in Arbeitsgruppen einzubringen.

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