Beiträge von Maylin85

    Ich war eben beim Schnelltest für eine Autoprobefahrt und verstehe Susanneas Argumentationslinie seitdem ein wenig besser. Trotz Termin durfte ich erstmal 26 Minuten Schlange stehen, dann wurde ein hochgradig oberflächlicher Nasenabstrich genommen (jeder der vielen Tests in der Schule fühlte sich anders an, die Dame war gefühlt keine 2cm in der Nase und das ganz bestimmt auch nicht länger als 2 Sekunden) und dann hieß es mehr als eine halbe Stunde in einem völlig überfüllten Wartebereich ohne Lüftung auf das Ergebnis warten (ich habe 76 Leute gezählt, Abstände waren durchschnittlich vielleicht tatsächlich 2 Meter, aber auch nur so gerade eben und halt lange und ohne Luftaustausch). Insgesamt dauerte der Spaß mit Fahrtwegen fast 2 Stunden. Das ist für die Allermeisten nicht mal eben so im Alltag unterzubringen und müsste verbessert werden.

    Ich bin abgesehen von der untragbaren Wartesituation auch ein bisschen entsetzt, dass dieser oberflächliche Tests unser Sicherheitsnetz sein soll. Meine Mutter musste im anderen Testzentrum einen Spucktest machen - ich dachte, der sei primär für Kindergärten, aber okay.

    Ich weiß, ich sehe die Probleme auch und habe keine Lösung dafür. Immer nur den Arbeitgebern einen Vorwurf zu machen, finde ich aber halt auch zu einfach gemacht... unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist es durchaus verständlich, das so agiert wird.

    (und aus Perspektive der Kollegin, die gleich 3x in Folge Klassenleitungen unbequemer Klassen von schwangeren Kolleginnen geerbt hat, wünsche ich mir im Stillen auch mehr männliche Neueinstellungen 🙈)

    chilipaprika

    Im privaten Bereich würde mir das massiv gegen den Strich gehen. Glücklicherweise ist mir sowas nie passiert, ich habe aber auch immer schon sehr klar gemacht, dass Kinder keine Option sind.

    Im beruflichen Bereich kann ich den Arbeitgeber (trotz aller Ungerechtigkeiten, die damit einhergehen) wie gesagt verstehen. Der unterstellt das ja nicht aus Boshaftigkeit. sondern auf Basis von Erfahrungswerten.

    Hm, du bist ein Jahr jünger als ich tippe ich und wir haben damals in der Klasse gegessen, mit dem obligatorischen Kakao, den der Milchdienst geholt hat. Ich finde das total verständlich. Und Kinder heute haben ja auch nicht wie wir dann um 12 Uhr schluss, sondern es gibt dann für die OGS-Kinder Mittagessen in der Mensa (wo sie ja auch ohne Maske essen).

    Und google mal nach Bento boxen und Pausenbrote für Kinder. das nächste Schlachtfeld für Eltern... meine Kinder bekommen jedenfalls wenn sie in die Schule bekommen die am wenigsten durchgestylten Frühstücksboxen, wenn ich mir so was angucke...

    Ja stimmt, das ist alles ein wenig anders heute. Gibt es derzeit denn Mensabetrieb? An der Schule der Kinder meiner Freundin ist das seit Corona hinfällig.

    Wir hatten tatsächlich erst in der 4. Klasse gemeinsames Frühstück, vorher gabs das an meiner Schule noch nicht.

    Bentoboxen finde ich ja insgeheim ganz schick 😄 Aber für die wenigen Schulstunden, die Kinder haben, wäre mir der Aufwand zu hoch - sitzt man bis nach 18h in Konferenzen, ist das was anderes, aber für (gut vor der Schule befrühstückte) Kinder tuts imo auch das Butterbrot.

    ...möglicherweise würde ich das bei eigenen Kindern aber auch völlig anders sehen 😄

    Ja, absolut ungerecht. Als jemand, der definitiv keine Kinder haben möchte, verstehe ich jede Frau, die sich ungerecht gehandelt und diskriminiert fühlt. Dennoch: aus Arbeitgebersicht würde ich selbst vermutlich nicht anders handeln, denn ausbaden muss das letztlich halt der Arbeitgeber (oder die vertretenden Kollegen). Ein Unternehmen funktioniert halt vermutlich besser, wenn wichtige Positionen auch mit verlässlich anwesenden Leuten besetzt sind. Und rein statistisch ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der männliche Konkurrent seltener kindbedingt ausfällt.

    Ich wundere mich gerade, wie viel Verpflegung die Kinder anscheinend für die paar wenigen Grundschulstunden mitschleppen 😅 Bei mir gabs damals 1 Käsebrot in Papier (nix Dose) und in der Schule hat man noch eine Flasche Kakao bekommen, das wars. Reichte völlig und wenn das Brot mal im Dreck landete, hat man es abgeklopft und trotzdem gegessen. Und überlebt.


    An der Schule einer Freundin machen die Klassen schon seit den Sommerferien individuell in den Unterrichtsstunden 10-15min Ess-/Trinkpause auf dem Hof mit Abständen. Das finde ich gut und würde es mir für uns auch wünschen, hält man bei uns aber für "nicht praktikabel". Warum genau kann allerdings keiner begründen...

    Und das nicht nur freiwillig. Frauen werden ja auch vom Arbeitgeber und von Kollegen als "wird eh wieder schwanger / fehlt ständig wegen kranker Kinder" abgestempelt, so bald das erste mal eine Schwangerschaft sichtbar ist.

    Ist das denn so falsch?

    Klar, trifft ganz sicher nicht auf jeden zu, aber der Anteil an Frauen, die nach der 1. Schwangerschaft ein paar Tage wieder am Arbeitsplatz auftauchen und dann die 2. verkünden, ist schon verdammt hoch. Ich meine das nicht wertend, aber ich verstehe jeden Arbeitgeber, der diesen Mitarbeiterinnen nicht gerade wichtige Projekte oder verantwortungsvolle Positionen anvertraut.

    Ich finde spannend, dass Lehrer aller Schulformen sich in einigen Bundesländern schon registrieren können, in anderen nicht. Müsste da nicht auch ein Gleichbehandlungsgrundsatz greifen?

    Mein Papa wird heute im Rahmen der Osteroffensive geimpft. So sehr ich ihm das gönne, so sehr ärgert mich, dass Leute geimpft werden, für die eigentlich gar keine Notwendigkeit besteht - er ist topfit, arbeitet nicht mehr, geht 1x wöchentlich zu strategisch sinnvoller Uhrzeit in den Supermarkt und spult ansonsten täglich 150km auf dem Fahrrad ab. Wo bitte soll sich jemand anstecken, der nicht im Berufsleben stehen muss und sich ansonsten maximal verantwortungsvoll verhalten kann..

    Meine Freundin hat FFP2 Masken für ihre Kinder (Grundschulalter) umgenäht und ich hab gehört, dass lokale Nähereien sowas in der Art auch anbieten (mit Möglichkeiten den Filterteil einzulegen und auszuwechseln). Dass es keine Kindergrößen bei Masken gibt, ist aber ein Problem, da stimmt leider.

    Lösung fürs Frühstücken wäre, ausschließlich mit Abstand auf dem Hof zu frühstücken. Aber scheint ja weder bei uns noch bei anderen Schulen drin zu sein (aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen).

    Das entspricht rechnerisch also ca. 3000 SuS. (140 pro 100000)

    Wenn man nun noch bedenkt, dass die Schnelltest nur die infektiöseste Phase abtesten, dann passen die Zahlen doch fast.

    Oder sind es 50 000 Schüler bei Euch.

    Kann hinkommen. Und ja, es bildet die infektiöseSTE Phase ab (mit Glück), da bleibt aber immer noch viel infektiöse Phase, die eben nicht erfasst wird.

    Frühstücken und "pädagogische Situationen" (welche sollen das sein?) sind natürlich ebenso wenig sinnvoll wie selbstgebastelte Stoffmasken. Wer so agiert bzw. das mitmacht, ist auch im Zweifelsfall halt auch selbst schuld, wenn er/sie sich im Klassenraum ansteckt.. ich finde, das kann man nicht mit angewiesenem Maskenabsetzen zum Testen gleichsetzen.

    Aber vielleicht bin ich ja auch notorisch pessimistisch und es erweist sich doch als überwiegend positiv. Wäre ja schön :)

    Wenn das infektiöse Kind mit schlecht sitzender Maske im Unterricht sitzt, ist das natürlich auch nicht prickelnd, klar. Aber zumindest Schüler mit gut sitzender eigener Maske sind dann vermutlich besser geschützt, sls wenn sie während des Tests ungeschützt 2 Meter daneben sitzen.

    Dennoch: bei aller Skepsis hoffe ich natürlich, dass die Tests sich als wirksam erweisen. Erfreulich wäre es ja. Allein mir fehlt der Glaube..

    Theoretisch mag das alles stimmig sein. Praktisch gab es bei uns laut Radio stadtweit vier Treffer nach Tests an sämtlichen Schulen (+200.000 EW, Inzidenz in der Woche vor den Ferien 140) und ich habe gesehen, wie meine Schüler diese Tests durchgeführt haben. Never ever war die Mehrheit tief genug in der Nase. Also tut mir leid, aber in der Praxis ist das für mich eine riesengroße Showveranstaltung, aber kein Sicherheitsnetz 😊

    ...und hätte ich eigene Kinder, würde ich es in diesem Fall extrem ungünstig finden, dass sie zum Test die Maske abnehmen müssen. Einfach, weil das eine unnötige Risikosituation bei wenig echtem Nutzen ist.

    Fragt sich, welches Risiko man als höher einschätzt - dass Eltern wenig verantwortungsvoll mit den Tests umgehen (oder sie gar nicht erst machen) oder dass Kinder sich gleichzeitig im gleichen Raum testen müssen.

    Angesichts der hohen Fehlerquote und ohnehin geringen Aussagekraft der Tests, finde ich Variante 1 besser.

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