In Wuppertal willste aber halt auch nicht wohnen...
Wirklich nicht. Also will sagen, das ist schon Ausdruck eines gewissen Maßes an Verzweiflung.
In Wuppertal willste aber halt auch nicht wohnen...
Wirklich nicht. Also will sagen, das ist schon Ausdruck eines gewissen Maßes an Verzweiflung.
Schon klar, aber ich hätte vermutet, dass Stadtteile wie Hösel, wo der tote Hund begraben ist, das in der Gesamtinzidenz vielleicht wieder aufwiegen 😊 Ist wohl nicht so.
Monheim und Langenfeld haben schon auch recht sozialschwache Stadtteile, da verwundern mich die Zahlen nicht so. Velbert kenne ich nicht wirklich gut.
Kreis Mettmann finde ich auch spannend. Ratingen, Langenfeld, Velbert und Monheim scheinen die Hotspots zu sein -> https://www.kreis-mettmann-corona.de
Ratingen wundert mich etwas. Das besteht ja nicht nur aus West..
Dass die noch nicht fertig sind liegt nicht unwesentlich daran, dass ihnen Astrazeneca nicht gut genug ist. Zumindest bei uns konnten Prio 1 und 2 gut an Termine kommen, es wird aber nicht von allen wahrgenommen. Ich bin bei meiner Suche nach einem Hausarzt über einen gestolpert, der auf seiner Website diesbezüglich auch Klartext redet, darauf hinweist, dass er keine Impfstoffdiskussionen auf dem Niveau "ich habe schlechte Presse gelesen" führt und an die Solidarität der älteren Generation appelliert, die durch ihre Verweigerung eines sehr guten Impfstoffs das Impfstoffangebot für diejenigen, für die er alterstechnisch nicht optimal ist, verknappen. Das ist halt auch wirklich unverständlich und arg fragwürdig.
Ich finde die Debatte um die Astrazweitimpfung nach 4 Wochen völlig absurd. Dass das ernsthaft diskutiert und wahrscheinlich auch noch umgesetzt wird, ist doch einfach nur irrsinnig. Und ich will auch nicht glauben, dass Leute sich fragwürdig wirksam impfen lassen, nur um dann in den Urlaub fahren zu können.
Ich hab nichts nach §3 bestätigt (auch bei Nordrhein). An der Stelle war ich vorher mal, als ich mal mit Anklicken von Vorerkrankung experimemtiert habe, aber gestern definitiv nicht.
Vielleicht war das ganz am Anfang noch so und sie haben den Fehler behoben, bis ich reingeschaut habe? Hab gegen y23h gebucht.
Nein, es gab bereits gestern abend eine zweite Auswahlmöglichkeit neben den Vorerkrankungen, nämlich dass man zu den Berufsgruppen nach Paragraph xy gehört. Aber es ging explizit nicht mehr um § 3.
Ich war bisher auch trotz Distanzunterrichts jeden Tag in der Schule (Abiaufsicht oder Q1). Morgen habe ich tatsächlich erst- und letztmalig einen reinen Distanztag, am Montag gehts dann eh zurück ins Wechselmodell.
Wie gesagt, rational ist das für mich auch schlüssig. Auf rein emotionaler Ebene frisst mich sowas aber langsam etwas an... möglicherweise würde ich anderes schreiben, wenn meine Kommune hier auch mal langsam anfangen hätte Lehrer der weiterführenden Schulen zu impfen. Ist man selbst geimpft und fein raus, denkt es sich auch leichter vernunftgesteuert.
Das Ding mit den Impfungen in gewissen Stadtvierteln ist, dass es sich subjektiv ungerecht anfühlt, wenn Gruppierungen, in denen ein vergleichsweise hoher Anteil sich bisher auch nicht wirklich verantwortungsvoll verhält, nun zur Belohnung priorisiert werden. Meine Stadt zieht das ebenfalls in Erwägung. Fährt man durch die Stadtteile mit den hohen Inzidenzen, entdeckt man Großgruppenversammlungen auf der Straße und sieht nur selten mal eine Maske. Hm. Auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, auch und gerade dort die Inzidenzen zu drücken. Rational weiß ich das, dennoch hätte ich als jemand, der sich seit einem Jahr extrem zurücknimmt, eigentlich vor dieser Gruppe priorisiert ist und teilweise auf ungeimpfte Kinder und Jugendliche aus diesen Virteln in der Schule trifft, gerne selbst erstmal einen Minimalschutz. Davon sind wir hier aber offenbar noch weit entfernt.
Selbstverständlich gibt es dafür keine wissenschaftliche Grundlage.
Ich vermute, es geht beim Testen wohl sowieso weniger um die zuverlässige Aufdeckung von Einzelfällen, sondern eher darum, einen groben Überblick über ein mögliches verdecktes Infektionsgeschehen zu bekommen.
Bei uns tut sich am Schulort absolut gar nichts (das Impfzentrum ist laut Eigenauskunft gerade noch bei Ü70 und Vorerkrankten aus Prio 2) und mich macht ehrlich ein bisschen wütend, wie unterschiedlich es sogar innerhalb eines Bundeslandes gehandhabt wird.
Woher bekomme ich diese Arbeitgeberbescheinigung? Gibt es da einen Vordruck für? Vielleicht lässt sich damit ja irgendein Hausarzt überzeugen, einen intern höher zu priorisieren..
Kommt drauf an, wie das Impfzentrum das regelt. Du kannst dich aber unabhängig davon an deinen Hausarzt wenden:
https://www1.wdr.de/nachrichten/th…corona-100.html
Ich meine insbesondere als Gruppe drei sollte man sich jetzt kümmern und nicht warten bis die Priorisierung aufgehoben wird.
Genau die Befürchtung, dass wir uns am Ende mit Homeofficlern, Hausfrauen & Co um Termine schlagen können, habe ich leider auch...
Ich hab blöderweise keinen Hausarzt. Mein letzter Arztbesuch war vor 6 Jahren am vorletzten Wohnort +100km entfernt. Im Impfzentrum habe ich angerufen, da gabs aber eine klare Absage vorerst.
Bei uns ist derzeit wieder Distanzunterricht angesagt, von daher habe ich es nicht so akut eilig und warte noch ein wenig. Wenn sich dann über die Schule nichts ergibt, werde ich mich wohl mal auf Hausarzt-Suche begeben...
Danke. Dann heißt es wohl noch warten...
Aber ich freu mich für euch alle, dass es auch hier endlich losgeht und so schnell klappt ![]()
Schön, dass es vorwärts geht! Wie funktioniert das denn konkret? Ich weiß aus Düsseldorf und Neuss, dass über die Schuken gegangen wurde, aber kann ich mich nicht theoretisch auch selbstständig irgendwo anmelden, wenn ich doch zur gleichen Gruppe gehöre? Oder muss man warten, bis man quasi geladen wird?
Ich sehe das auch so, zumal in der Schulmail steht, dass "in der Regel" keine Klassenarbeiten geschrieben werden können.
Anscheinend gibt es aber Schulen, due trotzdem welche ansetzen und sich auf den Prüfungs-Passus berufen. Konkret geht es hier um Klasse 7 und 8.
Wie sind die aktuellen Regelungen in Bezug auf Sek I Klassenarbeiten zu interpretieren? In meinem Freundeskreis entbrennt gerade eine Diskussion um angesetzte Klassenarbeiten in Präsenz bei Inzidenz über 165, für die die Kinder in die Schule kommen sollen. Rechtens oder nicht?
Ich bin mir unsicher, ob Klassenarbeiten tatsächlich Prüfungen sind oder ob die Begrifflichkeiten anders definiert sind.
Mir ist die Schüleranwesenheitsquote herzlich egal. In der Regel wollen meine Schüler einen vernünftigen Schulabschluss machen und ich mache ein bestmöglichstes Unterrichtsangebot, um sie dort hinzuführen. Ob und in welchem Ausmaß sie das annehmen, interessiert mich nur bedingt und liegt meinem Verständnis nach in ihrer Selbstverantwortung. Ich selbst hatte als Schüler in der Oberstufe wahnsinnig hohe Fehlzeiten in Deutsch und Englisch, weil ich da auch ohne Unterricht mein Sehr gut geschrieben habe und lieber meine Fahrstunden in diese Stunden gelegt habe und derlei Dinge. Zum Sportunterricht bin ich nicht gegangen, weil ich den Sinn darin nicht gesehen habe. Der SoWi Zusatzkurs lag Freitag um 15.30h, das war auch eher nicht so mein Fall. Hatte ich schlechte Lehrer? Definitiv nein, ganz im Gegenteil ![]()
Meine Entscheidung für den Lehrerjob ist per Ausschlussverfahren gefallen und für mich ist es exakt das -> ein Job. Nicht mehr, nicht weniger. Leidenschaft habe ich für meine Fächer, nicht zwingend für das Unterrichten meiner Fächer, und berufen fühle mich ebenfalls nicht. Das heißt aber nicht, dass ich nicht gewissenhaft arbeite und mir nicht regelmäßig Nächte um die Ohren schlage, um meinen Schülern bestmöglich gerecht zu werden. Das Stadium der ideellen Verklärung meiner Tätigkeit habe ich aber lange überwunden.
Natürlich ist es sehr individuell, ob man auf dauerinstitutionelle Betreuung steht und damit klar kommt oder nicht. Die Gefahr sehe ich halt darin, dass es irgendwann keine Auswahl zwischen OGS und GGS mehr geben wird, weil die Träger - wie ja schon richtigerweise bemerkt wurde - mehr Vorteile im gebundenen Ganztag sehen könnten.
Mal unabhängig von der Lehrerperspektive wäre das als Kind für mich der blanke Horror gewesen. Ich war in Klasse 2 mal kurz im Hort, bis wir uns nach wenigen Testwochen geeinigt haben, dass ich eigentlich alt genug bin nachmittags alleine zu Hause zu bleiben. Diese den ganzen Tag andauernde Zwangsvergesellschaftung mit anderen Kindern, keine Alleinzeiten für sich selbst, keine Zeit für Dinge und Freunde außerhalb des Schulkontextes finde ich gruselig. Würde die Entwicklung dahin gehen, dass es irgendwann kaum noch Alternativen zu (gebundenen) Ganztagssystemen gibt, würde mir das für die Kinder wahnsinnig leid tun.
Und den Grundschullehrerjob macht es natürlich auch nicht attraktiver.
Werbung