Beiträge von Maylin85

    Wir haben eine AV-Klasse mit Schülern, die einen Abschluss haben und nur noch ihre Schulpflicht erfüllen müssen. Da ist Unterricht, wie man ihn kennt, mehr oder weniger möglich. In den anderen drei AV-Klassen habe ich aber auch viele Analphabeten. Da versuche ich natürlich auch Alphabetisierungsunterricht, für den es aber auch kein Lehrbuch gibt und auch verständlicherweise nicht gibt, denn das ist hochindividuell.

    Sehr clever von euch, diese beiden Gruppen zu trennen. Ist bei uns leider nicht der Fall.

    Gerade in die sehr schlecht qualifizierten Schüler müssten imo deutlich mehr Ressourcen fließen. Man kann nicht einerseits zunehmende Schülerabgänge ohne Abschluss beklagen, aber dann ausgerechnet dort nichtmals eine grundlegende Ausstattung ermöglichen. Wir haben dort auch in keinem Fach eingeführte Lehrwerke und wenn die Möglichkeit zu kopieren entfallen sollte (droht uns auch für die letzten Wochen), dann findet zumindest in meinen beiden Fächern effektiv kein angemessener Unterricht mehr statt.

    Geht gar nicht. Nicht temporär, aber schon gar nicht dauerhaft.

    Der Schüler muss zwei Wochen Schulhof kehren, weil er Eicheln ins Gebüsch geworfen hat und anwesend war, als ein Mitschüler (der lediglich verwarnt wird) einem Mädchen einen Stein an den Kopf geworfen hat?

    Finde ich auch nicht verhältnismäßig. Dass vorherige Vorfälle nicht dokumentiert und den Eltern nicht kommuniziert wurden, machts nicht besser.

    Die Reaktion der Eltern finde ich anstrengend und auch irgendwie etwas albern, in der Sache stimme ich ihnen aber tendenziell schon zu. Letztlich ist aber wichtig, ob ihr das Ganze weiterhin für verhältnismäßig haltet. Wenn ja, bleibt dabei und lasst die Eltern eben Beschwerden schreiben, wenn sie Spaß dran haben.

    Ich wüsste absolut überhaupt gar nicht, wie man in Ausbildungsvorbereitung und IFK ohne Kopien arbeiten sollte. Ich kopier mich für diese Bildungsgänge dumm und dämlich, weil es einfach nix ohne Anpassungen Einsetzbares gibt. Fehlt mir echt jede Phantasie für.

    Unser Träger hat informiert, dass es einen Toner-Engpass gibt und nicht sicher ist, ob dieses Schuljahr nochmal was nachbestellt werden kann. Wir sollen sparsam sein. Für Zeugnisdruck wurden Toner zurückgelegt, der Rest ist dann wohl jetzt Glückssache.

    Wenns nicht so absurd wäre...

    Natürlich läuft es letztlich auf eine Verringerung des Lebenseinkommens hinaus.

    Für Erste gehts hier meines Erachtens aber auch gar nicht darum, was ökonomisch sinnvoll ist oder am Ende wie teuer wird, sondern um eine Reaktion auf das Ungerechtigkeitsempfinden in Teilen der Wählerschaft. Ich finde ja, als erstes Zugeständnis daran könnte man die Familienzuschläge absägen, die sind nämlich wirklich niemandem rational zu vermitteln.

    "Kühlpack-Ausgabe" und "nervige Elternkommunikation" sind durchaus Aufgaben, die in den organisatorischen Teil einer Sekretariatsfachkraft fallen können. In der oben verlinkten Stellenanzeige steht explizit drin "zentrale Ansprechperson für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern". Es sollen nur eben keine pädagogischen, medizinischen, handwerklichen Aufgaben sein. Beim "Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung" stimme ich dir folglich zu. Wo ziehst du konkret die Grenze zwischen Sekretariatsfachkraft und Schulverwaltungsassistenz? In meinen Augen sind die Tätigkeiten nicht eindeutig trennscharf und gehen ineinander über.

    Ich kenne die Aufgabenbeschreibungen nicht, vom Gefühl her würde ich aber sagen, das Sekretariat wuppt das Tagesgeschäft und die Verwaltungsassistenten die "Extras", zu denen ich auch ggf. Materialbeschaffung zählen würde. Bei uns haben die Verwaltungsassistenten sowas wie Abrechnung von Mehrarbeit, Verwaltung der ausleihbaren iPad-Klassensätze, Protokollschreiben bei Konferenzen, Begleitung der Orga von Schulfahrten, Einladung zu Teilkonferenzen, Unterstützung bei Versäumnisanzeigen usw. gemacht.

    Es ist auch fragwürdig, Entlastung dadurch zu generieren, dass andere Mehrarbeit leisten sollen. Das Schulsekretariat macht doch sowieso schon häufig Dinge, die nicht zum klassischen Aufgabenbereich gehören dürften (von Kühlpack-Ausgabe über Betüddeln von kranken Schülern bis zur Abholung bis hin zu nerviger Elternkommunikation).

    Das sind alles Aufgaben für Schulverwaltungsassistenten.

    Danke dir! Das verstehe ich absolut und ist hier wahrscheinlich genauso... und ich glaube, das ist für mich auch okay so (zumindest momentan). Ich hatte meinen once-in-a-lifetime Hund fast 16 1/2 Jahre, was für einen Hund ihrer Größe mehr ist, als man je erwarten konnte. Das war ein großes Geschenk und wenn die Ebene mit anderen Hunden anders ist, dann ist das in Ordnun ohne dass es schlecht sein muss 😊

    Hund 2 freut sich jedenfalls von Tag 1 an (ein bissi pietätlos^^) des Lebens und findet es super, Einzelhund zu sein - und das ist dann ja wiederum auch irgendwie schön zu sehen.

    Meine ältere Hündin musste ich vor 3 Wochen leider (am Ende dann doch recht plötzlich) gehen lassen und ich würde lügen, wenn sie nicht die Nr. 1 gewesen wäre. Nr. 2 ist ein toller Hund und natürlich auch sehr doll geliebt, aber mit Nr. 1 war ich absolut symbiotisch. Hatte irgendwie eine andere Bindungsebene.

    Der Scheinheiligkeit stimme ich zu.

    Meine Frage war auf Maylin85s „Zeiteffizienz“ bezogen; die ist ja nur der vordergründige, bequeme Aspekt. Um die Folgen können sich dann ja andere kümmern.

    Das ist halt der Aspekt, der für mich unmittelbar relevant ist. Man kann vom System Amazon auf Grundsatzebene halten, was man will, aber es ist schnell, günstig, unkompliziert und funktioniert extrem zuverlässig. Deswegen wird es genutzt. Wenn eine Kommune Prozesse vereinfachen und die Abkehr von Privataccountnutzung erreichen will, ist es durchaus sinnvoll das System zu nutzen, das inzwischen eh eine Mehrheit verwendet. Sonst wird einfach weiter privat bestellt.

    Ich gebe zu, ich nutze Amazon sehr viel und oft mehrmals wöchentlich. Beim lokalen Einzelhandel fangen die Unannehmlichkeiten bereits bei fehlenden kostenlosen Parkmöglichkeiten an und schön sind die Innenstädte hier meist auch nicht, also lohnt auch nicht, dort zum Bummeln oder für eine angenehme Aufenthaltsqualität hinzufahren.

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