Ehrlich gesagt geht es mir langsam zu weit. Neuste Meldung: es würde "uns helfen", wenn man Gespräche mit Kollegen dokumentierte, die ohne Mindestabstand und Maske stattfanden, sowie Kleingruppenarbeit oder Schülerkontakt ohne Abstand und Maske. Ich spiele gern die Ordnungshüterin der Schulhausflure mit Mundnasenbedeckung, aber wenn unsere Schulleitung anfängt, zu dokumentieren, wer wann eine Maske getragen hat, dann gehe ich auf die nächste Coronademo. An den Studienseminaren finden normal die Kurse statt und aus ganz Sachsen kommen Leute zusammen und ich soll aufschreiben, wann sich meine Schüler unterhalten haben? Was kommt als nächstes?
Sorry, bin gerade wirklich aufgebracht. Wie seht ihr das, wie weit soll es gehen, dass Kollegen die Kinder, Schulleiter die Kollegen und Eltern uns Lehrer maßregeln sollen? Mir geht es definitiv zu weit. Ich soll meiner Arbeit im vollen Präsenzumfang nachkommen und dann wird mir nicht getraut, dass ich das angemessen erledige? Kontaktverfolgung hin oder her, wenn einer bei uns infiziert ist, wissen wir doch eh, wer in einem Zimmer saß
Bei mir gibt es weder Kleingruppenarbeit noch Schülerkontakte ohne Maske und Abstand noch Kollegengespräche ohne Maske und Abstand. Ehrlich gesagt sehe ich das Problem nicht, wenn man es einfach nicht zu solchen unverantwortlich gestalteten Situationen kommen lässt.