Beiträge von Maylin85

    Wie gesagt, dass wir den Auftrag formell haben, ist mir schon klar. Ich habe aber ein Zeitkontingent x für jedes meines Fächer und "nebenbei" noch einen Erziehungsauftrag in variierendem Maße. Ich sehe da schon durchaus ein Problem in Klassen, in denen massive Interventionen nötig sind. Vor einigen Jahren war ich als Unterstufenklassenlehrerin einer recht problematischen Klasse und ohne Klassenstunden im Stundenplan durchaus im Konflikt, wie viele meiner Englischstunden ich denn wohl für Klassenangelegenheiten und Thematisierung von Problemen & sozialem Miteinander abzwacken kann. Der Fachunterricht hat darunter ganz klar (wieder und wieder) gelitten und das halte ich in einer Bildungsinstitution dann auch nicht für angemessen. Von daher empfinde ich es schon als grundsätzlich falsch, zwar einen Erziehungsauftrag auszusprechen, aber keine expliziten Stundenkontingente für soziales Lernen und Klärung von Konflikten einzuräumen.

    Gerade das frontale Arbeiten entspricht aber dem Universitätsalltag. Als Studienvorbereitung in der Sek II finde ich das durchaus gut - und dass man auf diese Weise schneller und effizienter Stoff einführen kann als mit Gruppentralala, ist ja nun auch recht unstrittig. Setzt halt voraus, dass die Lernenden zu Hause nacharbeiten (wie an der Uni ja nunmal auch gefordert). Ich bin kein Fan von Waldorfschulen, aber oftmals ist die geäußerte Kritik auch sehr undifferenziert und klischeebehaftet.


    Zum Thema: für mich wäre diese Idee von Schule nichts, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass das, was in Worten ja durchaus schön und erstrebenswert klingt, in der Praxis funktioniert. Aber ich würde sehr gerne mal 1-2 Wochen in einer auf diese Weise arbeitenden Schule hospitieren und mir den Schulalltag anschauen :)

    Ich finde alternative Formen von Schule unter Förderung eines anderen Miteinanders grundätzlich interessant, aber das liest sich in der beschriebenen Form ehrlich gesagt nach wahnsinnig viel Arbeit und Individulisierungsaufwand und zeitintensiven Entscheidungsprozessen zu mauen finanziellen Konditionen.

    Wenn der Erziehungsauftrag so elementarer Bestandteil der Arbeit sein soll wie hier geschildert, dann braucht es dazu ebenfalls fest definierte Erziehungsziele und ein Stundenkontigent bzw. eine Berücksichtigung bei der Arbeitszeit. Den Erziehungsauftrag als "Nebenbeiaufgabe" mit in die Verordnungen zu schreiben ist extrem billig gemacht und berücksichtgt nicht, wie unterschiedlich viel Arbeitszeit darauf an Schulen mit unterschiedlichem Klientel entfällt. Nein, ich schaue nicht weg, aber ich sehe die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten ebenfalls als begrenzt an - ebenso wie mein Zeitkontingent mich damit auseinanderzusetzen. In erster Linie ist mein Job die Vermittlung von Fachwissen. Bei massivem Auseinandersetzungsbedarf mit anderen Aspekten muss anderes Fachpersonal übernehmen (Sozialpädagogen), das kann nicht auch noch ganz selbstverständlich Aufgabe des Lehrers sein.

    Ich fühle mich sehr verarscht von dem Satz in irgendeiner der letzten Schulmails in NRW, dass alle Schulen mit Masken ausgestattet worden seien. Bei uns sind keine angekommen. Genau wie auch keine sonstigen Schutzmaßnahmen. Ich hätte schon irgendwas a la Plexiglas an den Tischen erwartet - geht in jedem supermarkt ja auch und ist auch in vielen Großraumbüros realisiert worden.

    Wenn die Zeichen auf Normalbetrieb stehen und das Land schnödes Nichtstun als Strategie ins Schuljahr zu starten verkaufen möchte, kann das letztlich nur heißen, dass man sich eben bestmöglich selbst schützen muss. Ich sitze gerade mit einigermaßen Kopfzerbrechen an meiner Unterrichtsplanung. Ob ich Maskentragen dauerhaft aushalte, weiß ich nicht, muss ich testen. Aber ich möchte schon gerne bestmöglich Abstand halten, werde überwiegend frontal arbeiten, keine Gruppenarbeiten machen und möchte weder viel Bewegung und noch viel gleichzeitiges Sprechen im Raum haben. Ergebnis sind Stunden, die schon auf dem Papier gruselig aussehen. Schönes Arbeiten wird das jedenfalls nicht. Ich würde halbierte Kurse und Schichtsystem bevorzugen.

    Stimmt schon, "christliche Werte" ist vielleicht zu generalisiert ausgedrückt. Wo es allzu dogmatisch im Sinne einer bestimmten christlichen Lehre zugeht, wäre ich fehl am Platz gewesen, das war aber halt nicht der Fall.

    Über die angesprochenen vertraglichen Dinge sollte man im Vorfeld evtl. einfach offen sprechen. Ich hatte ein Gespräch mit dem Generalvikar und angesprochen, wie Dinge wie unverheiratetes Zusammenleben etc. gehandhabt werden. Vieles wurde in der Praxis liberal gehändelt, wichtig wäre gewesen zukünftige Kinder christlich zu taufen.

    Ich bin formell evangelisch, habe faktisch aber null Bezug zur Kirche und bin nicht gläubig. Ich habe an 2 verschiedenen katholischen Privatschulen gearbeitet und fands super. An beiden Schulen waren sowohl das Klientel als auch der allgemejne Umgang untereinander irgendwie "netter" und das Schulklima sehr angenehm. In Schule Nr. 1 wurde morgens ein Gebet gesprochen und es gab übers Schuljahr verteilt recht viele Gottesdienste (während der Schulzeit, also nicht angehangen/als Mehrarbeut). In Schule Nr. 2 wurde kein Gebet gesprochen morgens, es gab aber mehr Gottesdienste (nicht nur Schulgottesdienste, sondern auch Klassengottesdienste oder jahrgangsstufenweise - ebenfalls alles während der Unterrichtszeit). War alles völlig okay und wenn man sich grundsätzlich mit christlichen Werten identifizieren kann, sehe ich kein Problem dort zu arbeiten.

    Ich habe ein uraltes ipad mit zersprungenem Display, das ich an den Beamer hänge, um PPP und Videosequenzen abzuspielen. Meine Unterrichtsplanung und alles andere habe ich auf dem anderen Gerät. Das funktioniert recht gut, allerdings weiß ich natürlich auch, dass ich damit die Möglichkeiten des ipads gar nicht ausschöpfe. Digitale Tafelbilder o.ä. kann ich auf dem Beamer-ipad gar nicht erstellen.

    Bei geteiltem Display ist mir das ehrlich gesagt alles zu klein, um meine Unterrichtsplanung, Impulsfragen etc. gescheit lesen zu können.

    Ah, interessant! Das würde die Verwendungsdauer ja erheblich erhöhen können.

    Zum Geruch kann ich nichts sagen, ich hatte die nur auf nüchternen Magen ohne Ausdünstungen der letzten Mahlzeit an. Vielleicht ein nützliches Tool, um das Intervallfasten konsequenter durchzuziehen 😄

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Maskenpflicht im Unterricht geben wird - eben aufgrund der auch hier deutlich herauszulesenden eingeschränkten Akzeptanz und auch aufgrund der Tatsache, dass es über die vielen Stunden eines Schultages tatsächlich für viele Menschen eine erhebliche Belastung sein kann. Unabhängig davon würde ich die Pflicht im Unterricht allerdings auch sinnvoll finden.


    Übrigens habe ich beim Abfräsen meiner Treppe gestern festgestellt, dass ich die FFP2 Maske wesentlich angenehmer finde als normale Baumwollmasken. Leider wird die allerdings schnell zum Kostenfaktor.

    Was genau wäre denn schlimm daran, notfalls halt 10 oder 20 jahre mit Maske durch den Supermarkt zu laufen? Ich finde die Maske auch nervig, insgesamt ist die dadurch bedingte Einschränkung aber doch faktisch sehr überschaubar und sicher kein Grund, Risikogruppen zu gefährden.

    Ich will auch sehr gerne wieder normal Unterricht halten, ich will aber auch dieses Virus mit seinen doch recht vielfältigen potentiellen Spätfolgen möglichst nicht kriegen und ich würde es durchaus angemessen finden die Schulsituationen weiterhin so zu gestalten, dass Abstandswahrungen einigermaßen möglich sind vor allem endlich mal für gescheite Belüftung gesorgt wird. Volle Gruppenstärken und normales Stunden-/Pausenraster mit sich knubbelnden Kindern finde ixh extrem fragwürdig.

    Ich habe sämtlichen Schulkram mittlerweile in Clouds gespeichert. Zu Hause arbeite ich am Windows PC, in der Schule am iPad - es klappt problemlos von allen Geräten zuzugreifen, auch Filme spielen problemlos ab. In Räumen mit wackeliger Internetverbindung speichere ich Filme aus der Cloud vorher auf dem iPad ab, auch das funktioniert gut. Alle Office Programme laufen kompatibel, allerdings sind am iPad einige Funktionen eingeschränkt und die Handhabung ist teilweise umständlicher. Wenn man aber nichts aktiv am iPad erstellen möchte, sondern es nur zum Zeigen oder Lesen nutzt, fällt das nicht sonderlich ins Gewicht.

    Zum Thema Apps möchte ich noch iDoceo erwähnen. Für mich DIE Orga-/Verwaltungsapp schlechthin, die ich nie wieder missen möchte.

    Ich lese das ständig hier im Nettwerk und auch in der Lokalpresse (inklusive der ganzen Beschimpfungen von wegen "wie kann man nur" und "man weiß doch" ...). Als meine Hündin jünger war, habe ich sie auch mal draußen warten lassen und hab nicht imTraum daran gedacht, dass sowas passieren könnte, aber seit diesen ganzen Meldungen mache ich das nicht mehr.

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