Beiträge von Maylin85

    Ach da kommst du her, wie schön. Ich wohne ja im östlichen Düsseldorf und habe mich Anfang des Jahres erstmalig dahin verirrt. Das wollte ich als positives Beispiel nennen. Auch Gräfrath (Solingen) ist ja ähnlich.

    Ja, stimmt. Generell gibts im Bergischen ein paar schöne Ecken 😊

    Ich bin damals von Gruiten erstmal ins (süd)östliche Düsseldorf gezogen 😄

    Ich hatte mal eine große Abweichung von der Erstkorrektur (Geographie), weil die Erstkorrektur volle Punkte für ein Inhaltskriterium gegeben hat, sobald ein Stichwort aus dem Erwartungshorizont auch nur irgendwie ansatzweise irgendwo (teilweise als "könnte damit gemeint sein") auftauchte. Für mich gehören Sachverhalte aber nicht nur grob benannt, sondern ich erwarte saubere Nachweise am Material (z.B. anhand konkreter Zahlen) und sachlogische Verknüpfungen. Außerdem habe ich abgewertet aufgrund der wirklich katastrophalen sprachlichen Darstellung. Die Erstkorrektur kam auf 12 Punkte, ich auf 5. Willkür? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht, sondern sehr ungut unterschiedliche Maßstäbe. Die Drittkorrektur war irgendwo dazwischen, aber deutlich näher bei mir.

    Genau für solche Fälle haben wir Drittkorrekturen. Das sollte man akzeptieren und wenn 2 Kollegen zu deutlich anderen Ergebnissen kommen evtl. mal die eigenen Standards hinterfragen.

    Ich war wohl nur in den hässlichen Teilen... naja meistens Industriebauten und Pommesbuden :D

    Ich bin in Gruiten aufgewachsen - das ist sehr z.B. sehr sehr süß und hübsch und es wäre ein Vebrechen, wenn der gesamte Ortskern nicht unter Denkmalschutz stünde und erhalten werden würde. Das Rheinland und Münsterland haben auch sehr schöne Ecken, ebenso wie der Niederrhein. NRW ist schon ein bissi mehr, als nur Industrie 😉


    Insofern, ich bin absolut Team Denkmalschutz und kann mit den allermeisten Einschränkungen selbst auch sehr gut leben 😊

    Das Problem, was aber nicht beantwortet wurde: Was passiert, wenn diese Häuser verfallen und auf dem Markt keine Abnehmer (m/w/d) finden? Ich meine, klar, wenn es eine ganze Siedlung mit einem bestimmten Bautyp gibt, macht es aus ästhetischen Gründen keinen Sinn, mittendrin ein Haus abzureißen und in die Baulücke ein "Klötzchenhaus" zu stellen. Aber trotzdem kann das Projekt nicht komplett unabhängig von der Nachfrage abgekoppelt werden, die aktuelle Handhabe ist da wenig zielführend. Was wäre daher eine zeitgemäße Lösung?

    Zumindest hier stellt sich die Frage nicht. Hier wird sowas gerade sehr viel und gerne von Investoren gekauft, saniert und weiterverkauft. Das sind dann die ganzen Infrarot-Häuser, mit denen keiner zufrieden ist^^ Nachfrage ist aber nach wie vor hoch hier.

    Da bin ich mir unsicher. Mir ist vorgeschrieben, wo im Garten meine Terasse und mein Gartenhaus zu stehen haben, in welcher Farbe (mit exaktem Farbcode) beides jeweils angelegt sein soll (hier verstoße ich dann auch mal gegen die Ordnung, denn mir gefällt das farblich leider nicht 🙄), gleiches gilt für Art und Farbe der Zäune zwischen den Gärten. Ob die Wärmepumpe auch zu festen Gestaltungselementen zählt, keine Ahnung, müsste man vielleicht mal anfragen.

    Ich persönlich würde mir so ein Ding aber niemals in den Garten stellen und meine schönen Sichtachsen zerstören. Bin auch unsicher, ob die Bausubstanz für Wärmepumpen so supertoll wäre.

    Ja, weil das historische Straßenbild zu erhalten ist. Es sind auch keine Garagen, Carports oder Mülltonnenabdeckungen erlaubt, nur bestimmte Hecken und Zäune, die Farbe der Haustür usw.

    Es wird zwar viel ignoriert und trotzdem gebaut, aber alle Jubeljahre gibts dann doch mal Rückbauanordnungen.

    Ich bin froh um den Denkmalschutz, sonst bestünden unsere Städte nur noch aus hässlichen Klötzchenhäusern, gradlinigen Fassaden und Mietshäusern in Einheitsbauweise. Historisch gewachsene Architektur gehört für mich zur lokalen Identität eines Raumes und ich finde es erhaltenswert, dass es in Süddeutschland anders aussieht, als im Bergischen oder in Friesland. Hier sind es eben die Zechensiedlungen, die erhalten bleiben sollen - zu Recht, wie ich finde, denn sie sind Teil der lokalen Siedlungsgeschichte und außdem hübsch 😊 Hier halten sich leider auch nicht alle an die Gestaltungsfibel und rein optisch stört mich das durchaus. Hätten wir hier flächendeckend schäbige Wärmepumpen in den Vorgärten stehen, wäre das keine Bereicherung.

    Bei Solar dürfte man meines Erachtens an der straßenangewandten Seite aber ruhig großzügiger werden. Immerhin wird inzwischen auf Schuppendächern genehmigt.

    In meiner Siedlung durfte wegen des Denkmalschutz bisher nichts mit Solar und Wärmepumpen gemacht werden. Einige Nachbarn sind auf Infrarot umgestiegen und man hört nur Negatives. Ich hab wirklich noch von keiner einzigen Person gehört, dass sie damit zufrieden ist.

    Naja, es ging um "Systemsprenger", darunter versteht man ja eine bestimmte Gruppe von Kindern und Verhaltensauffälligkeiten. Und die fallen nicht vom Himmel.

    Eine Freundin meiner Mutter hatte so einen Systemsprenger. Kind 1 und 2 ganz normal, Nr. 3 von Kleinkind an massiv verhaltensauffällig. Die Wände mit Kacke beschmiert, die Kaninchen vom Opa durch die Gitter im Stall mit Stiften aufgespießt, einfach richtig gestörte Verhaltensweisen von sehr jungen Jahren an. Schulzeit auch Katastrophe. Man weiß natürlich nie, was hinter verschlossenen Türen lief, aber das waren eigentlich komplett normale Leute. Vielleicht gibt es einfach Kinder, die "anders" geboren werden?

    Das würde heißen, ohne elterliches Versagen gäbe es keine verhaltensauffälligen Kinder?

    Ich weiß es nicht. Der Junge hatte 2 Förderdiagnosen und war sowohl kognitiv eingeschränkt als auch extrem unbeherrscht in seinem Verhalten. Dass die Kombination auch für Eltern nicht einfach ist, glaube ich gerne. Die Eltern wirkten sehr einfach gestrickt, aber bemüht und haben sich gekümmert. Es mag sein, dass es den Eltern intellektuell nicht möglich war, das Kind optimal zu fördern und zu begleiten, aber ist das direkt eine Kindeswohlgefährdung? Don't know.

    Ich bin jetzt an Schule Nr. 6 nach dem Ref und hatte nirgends Probleme mit dem Kollegium. An einer Schule gab es große Konflikte zwischen Teilen des Kollegiums und der Schulleitung (die in meinen 7 Jahren dort auch 4x wechselte) und auch erhebliche Spannungen innerhalb des Kollegiums und meiner einen Fachschaft. Letztlich liegt es aber ja auch an jedem selbst, ob und wie man sich an sowas beteiligt. Ich tue es nicht und es gab überall nette Kollegen, mit denen man gut zusammenarbeiten und Spaß haben konnte. Zum Rest wahrt man eben höflich-professionelle Distanz und beschränkt sich auf das notwendige Minimum an Zusammenarbeit.


    Mir sind Leute mit zu viel Kollegiumsproblemen immer ein bissi suspekt, denn meist sind das dann auch selbst nicht unbedingt unkomplizierte Persönlichkeiten.

    Viele Länder sind weiter. Deutschland quatscht viel, handelt aber nicht. Tempolimits gibt es in fast allen Ländern z. B.

    Ich verstehe nicht, was Schotter mit sich ausdehnenden Schienen zu tun hat. Das Problem ist aktuell, dass sich Gleise wellen (und im Süden ist es im Winter nicht so kalt, vielleicht bauen sie für 10 bis 100 Grad? Das gilt auch für Beton. Dann haben wir zukünftig ein Problem bei Temperaturen unter 10 Grad. Ja, Schotter und alte Brücken sind auch ein Problem, aber das gilt das ganze Jahr.

    Rasengittersteine gibt es auf Parkplätzen, allerdings brechen sie viel schneller und müssen ausgetauscht werden (keine SUV mehr? Wäre ich sofort dafür. Aber auch keine Lastwagen?)

    Die anderen genannten Maßnahmen bringen vielleicht etwas für wenige Grad, allerdings steigt die Hitze schneller und wie willst du die Pflanzen gießen? Rasen verdorrt, Wein auch, wenn wegen Wasserknappheit nicht mehr gegossen werden darf. Das Problem haben wir jedes Jahr, der Bodensee ist aktuell noch niedrig wie noch nie (und normalerweise ist im Juni dank Schneeschmelze Höchststand).

    Du nennst einzelne Maßnahmen und ich bin auch dafür, alles umzusetzen, was möglich ist. Ich denke aber immer noch, dass Klimaschutzmaßnahmen weitaus günstiger sind (und Wärmepumpen sind ganz vorne mit dabei).

    Das suggeriert aber, dass sich die Probleme damit auflösen und andere Maßnahmen nicht mehr nötig sein werden. Das wird aber nicht der Fall sein, selbst wenn wir morgen CO2-neutral wären.

    Ich denke, jede Kommune muss im Kleinen anfangen und viele kleine Einzelmaßnahmen in Angriff nehmen, die die Gesamtsituation bestenfalls verbessern. Vielleicht ist manches auch Trial & Error, auch gut. Wenn Bewässerung ein Problem ist, warum dann nicht kopieren, was südliche Länder machen? In Spanien werden Plätze und Gassen oft mit großen Sonnensegeln beschattet. Generell wären trockenresistentere Bepflanzungen wahrscheinlich sinnvoll.

    Ob Rasengittersteine wirklich so viel instabiler sind, weiß ich nicht. Hier hat sie jemand verlegt, der auf seinem Hof Stellplätze für Wohnmobile anbietet und das scheint zu funktionieren. Einige Park & Ride Parkplätze haben sie auch inzwischen.

    Zur Bahn: der interviewte Mensch erklärte, dass stabiler und gut verdichter Schotter Verformung begrenzen kann. Und dass Verformung generell eher an Gleisabschnitten vorkommt, die schon Schwachstellen haben.

    Ha, ich denke auch. Wenn man sich um die Folgen des Klimawandels kümmert, sollte man dabei die Augen vor dem Klimawandel verschließen.

    Oder man schaut sich den Wandel einfach ganz sachlich an und reagiert darauf mit angemessenen Adaptionsmaßnahmen. "In den Griff" kriegt man da faktisch nämlich nichts mehr. Schon gar nicht, wenn der Rest der Welt weniger Selbstaufopferungsbereitschaft zeigt.


    Kris24

    Naja, neulich erzählt irgendein "Bahnexperte", dass man präventiv schon einiges tun könnte. Schwache Gleisabschnitte ersetzen, Schotter verdichten, enge Kurven möglichst entschärfen, Schienen auf höhere Temperturen auslegen. Funktioniert in anderen Ländern ja auch.

    Zum Thema Autobahn hörte ich, dass hitzebeständigerer Asphalt, wie man ihn in Südeuropa nutzt, in Deutschland keine Zulassung hat.

    Und zum Punkt Notaufnahmen, wir brauchen einfach nicht nur ein paar wenige klimatisierte Gebäude pro Stadt, sondern es müssten mindestens alle öffentlichen Gebäude und Pflegeheime mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Neubauten am besten gar nicht mehr ohne geplant werden. Gestern ging groß durch die Presse, dass die Uniklinik Düsseldorf jetzt ein Hitzeschutzkonzept entwickelt, weil 38 Grad auf der Herzstation nicht so geil sind - wieso haben Krankenhäuser nicht längst Klimaanlagen?

    Und nein, Städte verhüllen vielleicht nicht, bewässern und beschatten aber evtl? Ich musste Dienstag was zur Post bringen und dazu quer über einen riesengroßen Parkplatz, eine Straße und einen großen asphaltierten Marktplatz laufen. Alles komplett versiegelte Fläche, kein einziger Baum. Das Thermometer an der Apotheke zeigte 40,1 Grad. Stünden da einfach ab und an ein paar Bäume, wäre schon viel gewonnen. Oder man überrankt Gehwege mit wildem Wein oder sonstwas. Und wieso baut man Parkplätze nicht auf Rasengittersteinen? Auch das ist doch alles Adaption und kann Sommertage angenehmer machen.


    Ich negiere den Klimawandel nicht, habe ich nie. Ich habe möglichst strenge Klimaschutzmaßnahmen auch lange befürwortet. Aber irgendwann holt einen auch die Realität ein und der Zug der Klimarettung ist nunmal abgefahren. Man kann ja gerne an sinnvollen und auch wirtschaftlich vertretbaren Schutzmaßnahmen festhalten, aber die dringendere Aufgabe liegt meines Erachtens momentan in der Anpassung (und darin, sich wirtschaftlich nicht komplett zu ruinieren).

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