Aus dem Blickwinkel der eigenen Arbeitsplatzsicherung verstehe ich das. Aus jedem anderen nicht, denn exakt so wird der Abschluss entwertet und eine unfaire Ausgangslage bei Studienplatzbewerbungen geschaffen. Eigentlich sollte es Aufgabe der Aufsichtsgremien sein, sich zu überlegen, wie man landesweit und schulformübergreifend gleichwertige und objektive Bewertungsmaßstäbe durchsetzt.
Beiträge von Maylin85
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Die Anpassung an das Level vor Ort gibt es ganz sicher, was eigentlich nicht in Ordnung ist. Ich wäre ein großer Befürworter davon, dass Korrekturen in Abschlussprüfungen generell schulextern und unbekannterweise erfolgen. Ich bin immer noch nachhaltig "beeindruckt" von dem Stapel, den ich mal extern von einer Gesamtschule bekommen habe und wo die Noten einfach überhaupt keine Grundlage hatten. Ich bin ja grundsätzlich der Auffassung, dass ich spätestens im Abitur nicht Fehler suche, sondern Punkte, und bemühe mich immer, das Maximum rauszuholen ohne zu verschenken. Was die Erstkorrektur da aber alles an Punkten gefunden haben will, blieb ein großes Rätsel. Wenn schon im Wissen um externe Zweitkorrekturen so gepunktet wird, will ich gar nicht wissen, was an solchen Schulen intern abläuft. Das darf eigentlich nicht sein.
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Genau diesen Deal "wir stehen erst auf, wenn ich aufstehen will" hatten wir auch jahrelang. Mit Nr. 1 null Problem. Nr. 2 war immer schon beim ersten Fitzel Dämmerung wach und hätte gerne losgelegt, hat aber schnell gelernt, dass Nr. 1 und ich das sehr hartnäckig ignorieren können und sich ihrem Schicksal ergeben. Ich weiß, dass sie immer früh wach war, aber sie blieb eben ruhig liegen und hat gewartet.
Was neuerdings gekippt ist, weiß ich nicht. Nr. 2 fiept und Nr. 1 steht mit auf und tippelt in Endlosschleife durch die Bude, es nervt einfach nur. Wahrscheinlich hab ich einen zentralen Fehler gemacht, als ich anfangs dachte, dass die Blase möglicherweise im Alter nachlässt und mindestens einer wirklich Nöte hat. EINMAL aufgestanden, auf ewig bei Nr. 2 verloren. Und es war natürlich nichts dringend 🙄
Aber stimmt schon, jeder Hund tickt anders 😄 Wir haben im Freundeskreis festgestellt, dass gerade Hunde von der Straße scheinbar fröhliche Frühaufsteher sind.
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Meine Hunde (immer Langschläfer bis 11, wenn man sie ließ) haben seit einigen Monaten senile Bettflucht und spätestens um 6, manchmal aber auch um kurz nach 5, steht Nr. 2 laut und ausdauernd fiepend im Flur. Es ist einfach nur schlimm 😭
Hab auch keine Lösung dafür und da ich selbst ja eher spät ins Bett gehe, komme ich derzeit selten überhaupt noch auf 5 Stunden am Stück. Und stelle fest, eigentlich bin ich definitiv zu alt für sowas.
Will sagen, genieße es, CDL 😉😊
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Dass eine ganz andere Note bei der Zweitkorrektur herauskommt, die sich aus genau diesem Bereich ergibt, habe ich noch nie erlebt. Eigentlich nur dann, wenn jemand irgendwo mehrfach 0 Punkte setzt, was ich in diesen Bewertungsbereichen nicht tue, da sie eben hochgradig subjektiv sind und ich 0 Punkte - anders als bei inhaltlichen Items - hier nicht für widerspruchsfest halte.
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Ich würde auch eher einen Raumwechsel anstreben.
Von langen Schreibphasen würde ich in Unterrichtsbesuchen absehen. Hab ich bei meinem allerersten Besuch gemacht und die Schüler waren fantastisch und haben mucksmäuschenstill 10-15 Minuten geschrieben - es war grauenhaft 😅 Ich fand die ewig lange Stille superunangenehm und da man selbst ja nicht komplett inaktiv wirken möchte, läuft man 15 Minuten im Kreis, guckt über Schultern, bietet Hilfe an, die keiner braucht/will... würde ich mir gut überlegen.
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Och, naja. Ich hatte in Englisch in Klasse 6 drei Fünfen, ab Klasse 7 lief es plötzlich und ohne viel Lernerei. Manches adaptiert man mit der Zeit auch einfach richtig und muss es gar nicht explizit lernen.
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Dann sollte man das System in Zukunft vielleicht optimieren. Also doch die Teilgabe am Kurssystem ermöglichen.😊
Maximal schwachsinnig, aber ok. Passt zum Gesamtunterfangen.
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Ist doch ok. Da gibt es bestimmt unterschiedliche Möglichkeiten.
Was habt ihr denn gemacht oder würdet es machen?
Von der Schule schmeißt ihr den Schüler oder die Schülerin wohl nicht.Die 8. Klasse wurde zweimal durchlaufen. Der Wechsel des sozialen Umfelds war für den einen oder anderen Betroffenen aber alles andere als einfach.
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Solche Diagnosen spekulativ rauszuhauen, ist einfach nur fahrlässig. Wir hatten das in der Familie mit pulmonaler Hypertonie, was quasi ein Todesurteil ist - nächster Facharzttermin erst 6 Wochen später und das waren keine schönen 6 Wochen. Letztlich war es eine Fehldiagnose. Ich wünsche dir sehr,dass sich alles als gutartig und harmlos herausstellt. Ein Termin in 6 Tagen hört sich für mich schon sehr zeitnah an, aber vielleicht hast du ja Glück und bekommst noch früher eine kompetente Einschätzung. Alles Gute!
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Genauso so aus wie auf allen anderen Schulen. Die SuS haben die Möglichkeit, in der Klasse dabei zu sein - in der Klassengemeinschaft zu bleiben. Es ist egal, ob G8 oder G9: Die SuS bleiben so lange in der Klasse, bis die Schulpflicht endet.
Äh, nein. In die Oberstufe unter G8 wurde bei uns keines der Kinder mitgenommen. Wie denn auch, da gibts Kurssystem und keine Klassen mehr.
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Maylin85 : Ich würde unterscheiden zwischen seheingeschränkten und wirklich blinden Schülern. Bei blinden Schülern geht es nicht nur um Vermittlung von Inhalten, sondern auch darum, zu lernen, sich möglichst selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen. Das kann ein Gymnasium gar nicht leisten oder könntest du mal eben 2 Stunden aus dem laufenden Unterricht ausgeplant werden, um dir einen blinden Schüler (m/w/d) zu schnappen und eine Tour durch die Stadt zu machen, um ihm oder ihr zu zeigen, wie man sich an stark befahrenen Straßen, auf der Suche nach öffentlichen Toiletten oder Behörden verhalten muss? Es geht bei dieser Schülerschaft ja nicht nur um Vermittlung von Fachinhalten im Klassenraum, mal plakativ formuliert.
Wieso muss die Schule das vermitteln? Das gehört meines Erachtens in den Bereich von Eltern oder Sozialassistenten.
Wenn ein Kind im 9. Schuljahr Inhalte erarbeitet, die Kinder mit durchschnittlicher Begabung im 3. Schuljahr erarbeiten, gilt doch dennoch ein Lehrplan, nämlich vermutlich der vom Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Ich kenne mich jetzt nicht mit diesem Förderschwerpunkt aus, würde aber vermuten, dass dieser nicht einfach nur Inhalte aus dem Curriculum für andere Schulformen streckt, sondern teilweise andere Schwerpunkte setzt, manche Themen streicht und dafür andere Themen hinzufügt, die bei Kindern mit anderer Fähigkeitsausprägung entweder keine Rolle spielen oder im Rahmen ihrer Entwicklung und Sozialisierung bereits unterbewusst erworben werden, ohne dass hier eine explizite Vermittlung im Unterricht notwendig ist.
NRW hat keinen Lehrplan, meine ich. Unsere bayrische Sonderpädagogin fand das seinerzeit völlig verstörend, wie auch diverse andere Inklusionsrealitäten, und ist ganz fix wieder an eine bayrische Förderschule zurückgegangen.
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Ich hatte letztes Jahr einen Schüler, der sukzessive erblindet ist und wo das Sehvermögen rapide schlechter geworden ist. Sowas ist doch gar kein Thema - dann kriegt er eben größere Kopien, Extrazeit, darf in Klausuren Laptop nutzen etc.
Alles, was zielgleich ist und ein tragbares Sozialverhalten aufweist, MUSS irgendwie ermöglicht werden. Inwiefern das beim Hören an Grenzen stößt, weiß ich nicht, aber alles andere ist doch gar nicht ernsthaft Thema bei der Inklusionsdebatte.
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In der Oberstufe hat sich das eh erledigt. Sie konnen evtl. den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 schaffen und darauf haben wir dann auch vorbereitet - so gut oder schlecht man das halt kann, wenn man in einem System gar nicht drinsteckt. Unter G8 hieß das, dass die Kinder irgendwo in der Sek I wiederholen mussten, da ihre Präsenzpflicht ein Jahr länger ging, als die Sek I der Mitschüler - ich erinnere mich an eine GE Schülerin, die mit dem Wechsel der Klassengemeinschaft extrem unglücklich war und sehr arg zu kämpfen hatte. Auch das ein Beispiel, warum das Ganze von vornherein nicht stimmig war.
Solange wir eine Sonderpädagogin hatten, hat die sich auch um irgendeine Art von Anschluss bemüht. Ich weiß aber, was meine Freundin an der Förderschule alles mit den Schülern macht, um sie bei potentiellen Praktikumsstellen oder Arbeitgebern unterzubringen und langjährige Kontakte zu knüpfen - auch das kann Regelschule "nebenbei" überhaupt nicht leisten und findet nicht statt.
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Weil die Gesellschaft auf alle Schulformen verteilt ist. Die Schüller*innen, die zieldifferent Beschult werden, würden nach dem ursprünglichen System, alle zusammen nur die Förderschule besuchen können. Das ist keine gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler*innen in allen Bereichen der Schule, unabhängig von der Behinderung.
Inwiefern ist es Teilhabe, in einem Raum mit anderen Kindern zu sitzen, die einen anderen Abschluss anstreben? Und welchen Sinn hat das Ganze, außer dass es die Lernbedingungen für Mitschüler durch häufige Störungen (ES, aber auch LE hatte häufig ein interessantes Sozialverhalten) sowie natürlich für die Lehrkräfte verschlechtert? Teilhabe am Bildungssystem ist meines Erachtens mit dem Recht auf passende Beschulung erfüllt - und das hatten Kinder hier immer.
Ich habe LE und GE Beschulung am Gymnasium (Klasse 5-9) und an der Realschule (Klasse 6 und 8 erlebt und am Gymnasium crashed es komplett mit dem notwendigen Tempo der Unterrichtsprogression. Man hat einfach keine Zeit, sich Studen durch Sozialverhalten zerschießen zu lassen oder ständig irgendwo zu unterstützen. An der Realschule was es auch nicht spaßig, ging aber irgendwie besser. Wir mussten übrigens am Ende auch schauen, ob wir die LE Kinder zum Hauptschulabschluss führen können und einige haben ihn auch geschafft. Dass es bei den Inklusionskindern von Anfang an nur um Dabeisitzen geht, ist also auch nicht richtig.
Wenn ich es richtig rauslese, ist das Hauptargument gegen Verzicht auf zieldifferente Inklusion am Gymnasium, dass es dort bitte genauso schlecht laufen soll, wie woanders auch. Finde ich etwas problematisch unter dem Aspekt, dass diese Schulform (eigentlich) die Aufgabe hat, Studierfähigkeit zu vermitteln und die Leistungsträger von morgen zu generieren, die den ganzen sozialromantischen Luxus, den dieses Land sich leistet, gegenfinanzieren sollen. Es hat gesamtgesellschaftlich niemand was davon, hier durch noch mehr Heterogenität noch schlechtere Rahmenbedingungen zu schaffen, als wir sie sowieso schon haben. Es ist auch nicht falsch, wenigstens eine Schulform vorzuhalten, wo Kinder halbwegs ungestört lernen können. Diese ominöse Teilhabe übersetzt sich bisher nicht sonderlich beeindruckend in Teilhabe außerhalb der Schule - man sollte also auch berücksichtigen, was man diesem Ideal alles an Leistungspotential bei anderen Schülern opfert und ob die Schaden/Nutzen-Rechnung unterm Strich so gelungen ist.
Naja Pisa wird später erhoben und da schneiden Sachsen und Bayern ja auch sehr gut ab 😊
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Wieso ist der Besuch einer Schule, die den eigenen kogitiven Fähigkeiten entspricht, eine Ausgrenzung? Nach der Logik werden Schüler aller Schuformen irgendwo ausgegrenzt (je nachdem, wo man halt die Bezugsnorm setzt). Vielleicht ist es ja gar keine Ausgrenzung. sondern lediglich eine schnöde Abgrenzung.
"Beide Seiten profitieren" halte ich für ein nettes Märchen. Durfte ich in der Praxis jedenfalls bisher nirgends feststellen.
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Es wird in Zukunft an jeder Schulform Inklusion geben.
Es geht nicht anders und ist richtig.
Ohne Ausnahmen. Und auch zieldifferent.Damit liefe man zumindest nicht Gefahr, den allgemeinen Abwärtstrend zu stören...
Zudem ein effizienter Booster fürs Privatschulwesen.
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Alle anderen Schularten schaffen das doch auch und auch dort ist das kein Spaziergang. Warum also sollen die Gymnasien zieldifferente Beschulung per se qua Schulart nicht leisten (müssen), jede andere Schulart aber schon?
Im Idealfall muss das natürlich keine Schule leisten, da es Förderschulen gibt.
Basierend auf dem, was ich an Realschule und Gymnasium erlebt habe, finde ich es in Realschulen aber noch praktikabler. In Englisch z.B. fand ich auffällig, dass es in den Realschulmaterialien zu jeder neuen eingeführten Grammatik erheblich mehr Übungsaufgaben gab, für die man laut internem Curricilum auch Zeit hatte. Wenn man also regelmäßig ausgedehnte Übungsphasen hat, hat man evtl. auch etwas mehr Zeit, sich um Inklusion zu kümmern. Am Gymnasium war es unter G8 oft so, dass es zu neuen Strukturen 1-2 Übungsaufgaben gab, die ich im Unterricht gemacht habe, Rest in der Hausaufgabe, next. Wenn man in erheblich höherer Schlagzahl neuen Input gibt, fehlt einfach die Zeit, "nebenbei" noch was anderes zu machen und sich um Belange von zieldifferenten Kindern zu kümmern.
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Ich hab in Prüfungen noch nie gebastelt oder Süßes hingelegt (letzteres eher mal zwischendurch), aber das finde ich tatsächlich mal irgendwie süß 😊
Nicht standardmäßig als "Pflichtaufgabe", aber vielleicht für besonders nette Kurse...
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Nenn mich naiv - aber es ist u.a. ein Ziel der Inklusion, dass genau das nach der Schule / in der Gesellschaft nicht passiert.
In der Arbeitswelt findet Inklusion faktisch aber nunmal nur sehr rudimentär statt und ich persönlich glaube auch nicht, dass sich das ändert, solange Unternehmen primär Ziele der Gewinnmaximierung verfolgen. Das ist eine nette Vorstellung, die im Einzelfall vielleicht auch mal in einem Vorzeigeprojekt realisiert wird, aber für die breite Masse der Förderschwerpunkte GE, LE und ES endet die Rücksichtnahme und gesonderte Behandlung vermutlich nach der Schulzeit.
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