Beiträge von Maylin85

    Natürlich ist das nur Aufbewahrung. Vertretungsunterricht oftmals aber ja ebenfalls. Es geht ja nicht um ein qualitativ hochwertiges Angebot, sondern um pragmatische Lösungen, die möglichst wenig Personal mit Mehrarbeit belasten.

    ...und gegen Kälte hilft Bewegung. Schadet so manchem Kind eh nicht 😊

    Haben wir. Allerdings nicht unbegrenzt viele, wenn jede Stunde durch eine Bereitschaftsstunde abgedeckt ist, ist das schon gut. Allerdings gibt es manchmal eben auch fünf offene Stunden in der 3. Stunde

    Das ist kein Problem, wenn die 5 Klassen dann eben mit einer Lehrkraft als Aufsicht in der 3. Stunde Hofpause haben.

    Das Theater um Anmeldungen haben wir hier auch. Ich verstehe allerdings sowieso nichts recht, wieso man da als Gymnasium (woanders würde ich eh ungern arbeiten) groß mitmacht, denn an meinem alten Schulstandort gab es z.B. immer deutlich mehr Anmeldungen an den Gymnasien, als Schulplätze. Da die Aufnahme auch nicht nach Leistungskriterien wie Schulformempfehlung erfolgt, sondern durch das Los, kriegt man am Ende sowieso nicht das bevorzugte Schülerklientel, sondern "irgendwas". Im Sozialindex unterscheiden sich die Gymnasien an diesem Schulort auch nicht sonderlich, also unterm Strich alles völlig egal, ob sich durch irgendeine Statistik mininal das Anmeldeverhalten verändert.

    Mag je nach lokalen Begebenheiten vielleicht anders sein.

    Die geringsten Entfallquoten bei meiner nicht repräsentativen Stichprobe hier im Umkreis hatte übrigens die Gesamtschule mit dem schlechtesten Sozialindex. Dafür war die Zahl der Maßnahmen in unveränderter und veränderter Gruppe dort vergleichsweise überdurchschnittlich hoch. Ist als Dienstort doch ziemlich unattraktiv.

    Ich finde die Statistik durchaus interessant. Als Mensch, der sich ggf. nochmal nach einer anderen Schule umsehen muss, fallen schonmal alle mit zu hohen Quoten bei "Maßnahme mit Lehrkraft bei unveränderter Lerngruppe" durchs Raster, denn da schimmert die Mehrarbeit ja schon durch die Statistik. Schulen mit vergleichsweise hohen Quoten ersatzlosen Entfalls und wenig Maßnahmen mit veränderten Lerngruppen erscheinen mir dagegen spontan erstmal deutlich gesünder geführt.

    Was Eltern und Presse dazu sagen... muss man halt drüberstehen.

    Wenn du das Gefühl hast, dass es mit der Schule eh nicht passt: kündige und bewirb dich woanders neu. Ich bin zu meiner Planstelle anfangs etwa 40km gependelt und schon das ist zu viel, wenn man täglich zu einer Schule fährt, wo man eigentlich gar nicht hin will. 100km sind schon rein wirtschaftlich irrsinnig und bevor man sich durch eine Stelle an einen Ort ketten lässt, der einem nicht zusagt, würde ich rückblickend rechtzeitig die Reißleine ziehen. Sowohl am falschen Ort zu wohnen als auch jahrelang an der falschen Schule festzuhängen, mindert letztlich Lebensqualität.

    Ja, naja. Ich verstehe das schon. In meinem Sachfach hatte z.B. eigentlich keiner Bock auf Unterstufe und irgendwer muss es halt trotzdem machen. Genauso war die Oberstufe in Englisch in meinen ersten Jahren an der Schule quasi "dicht", weil per Gewohnheitsrecht immer die gleichen Leute drin waren. Es kann schon zu Unmut führen, wenn eine Schulleitung bei der Unterrichtsverteilung da nicht auch ausgleichend tätig wird. 25 Stunden nur in der Oberstufe unterzubringen, ist auch gar nicht so einfach (vor allem, wenn es im Zweitfach nicht viele Parallelkurse gibt).

    Ich hatte damals das gegenteilige Problem; ich wollte eigentlich ausschließlich mit beiden Fächern in die Oberstufe und man meinte, das sei wegen der Korrekturbelastung nicht zumutbar und außerdem wollen andere ja auch. Ich finde Englisch in der Oberstufe 1000x interessanter, als sich durch die Buchlehrgänge in der Sek I zu wurschteln und ständig nur Sprachaufbau zu betreiben. Inhaltlich ist in der Sek I über weite Strecken kaum irgendwas Interessantes dabei und noch dazu sind Unter- und Mittelstufen einfach so viel anstrengender 😄

    Korrekturbelastung hat man allerdings, das stimmt wohl. Ob man sprachlich fit ist und das passende Vokablular für ein Thema abrufbar hat usw. hängt ja an der eigenen Vorbereitung.

    treasure Lebenslanges Wohnrecht wird meines Wissens notariell eingetragen.Im mir bekannten Fall ging auch eine Trennung voraus und eine Partei wollte dort nicht wegziehen, daher war es eine gute Lösung - Partner konnte ausgezahlt werden und sie zahlt halt Miete und kann wohnen bleiben. Käufer war, meine ich, eine Bank oder Kapitalgesellschaft (irgendwie sowas). Muss man wahrscheinlich schauen, ob man zu den Konditionen einen Käufer findet.

    Der eigentliche Vorteil von Eigentum ergibt sich aus dem Gestaltungsfreiraum. Ich hab meine schöne alte Holztreppe ins Dachgeschoss rosa gepinselt, das wäre bei Miete vielleicht nicht so einfach möglich gewesen. Außerdem hab ich Wände rausgerissen, Wasserleitungen umverlegt, Böden und Fliesen (die nicht kaputt oder schlecht waren, sondern mir einfach nicht gefielen) rausgerissen, im Garten nach Gusto Bäume und Sträucher gepflanzt, die hässliche Terrasse zurückgebaut, etc. etc. Keine Absprachen treffen zu müssen, ist schon sehr angenehm und ein Luxus.

    Ansonsten hab ich ursprünglich eigentlich nur gekauft, weil die Tilgungsrate günstiger als meine letzte Miete ist und die Aktion mir mehr finanziellen Spielraum verschafft hat (der jetzt in ETF Sparpläne fließt). Ewig wohnen werde ich hier vermutlich nicht. Vererbt wird auch nicht, sondern das alles macht für mich eigentlich nur Sinn, wenn man irgendwann im mäßig fortgeschrittenen Alter verkauft und das Haus bis dahin quasi als Spardose betrachtet. Im Alter sehe ich mich eher in einer schnuckeligen, kleinen Stadtwohnung 😊

    Ich kann komplett verstehen, dass man - ausgestattet mit der entsprechenden Expertise - gerne irgendwo unterkommen würde, wo man seine über Jahre erarbeiteten Fähigkeiten auch einsetzen kann. Dieser Wunsch ist doch nicht "anstrengend", sondern eigentlich sollte das System selbst auch ein Interesse daran haben, Positionen mit gut ausgebildeten, motivierten Leute zu besetzen oder zumindest Perspektiven auszuloten.

    Ich bin an meiner alten Schule, die ebenfalls völlig ekalierende Veranstaltungspläne hatte, von Anfang an konsequent nie zu Terminen gegangen, die nicht verpflichtend waren. Wenn du keinen Bock darauf hast, lass es doch einfach - Mut zur klaren Linie 😊 Abgrenzung ist wichtig.

    Wie darf man sich das praktisch vorstellen? Gebe ich dann eine Klausur zurück, in der nix angestrichen ist, aber dafür liegt ein Blatt mit dem ChatGPT Gutachten bei? Kann mir schwer vorstellen, dass das akzeptiert wird. Sobald ich trotzdem in der Klausur rummalen muss, ist es kein wirklicher Entlastungsfaktor.


    Zum Thema: niemals würde ich zusätzlich zu Englisch noch Deutsch haben wollen. Den Punkt Korrekturaufwand sollte man echt nicht unterschätzen. Außerdem empfinde ich Sprachen manchmal auch als ziemlich zäh, wenn man Kurse hat, die wenig Zugang zu Textarbeit haben. Bin immer ganz froh, zwischendurch auch mal was anderes zu machen 😊

Werbung