Ich weiß nicht, ob das nur mir so geht; ich habe schlicht und einfach ein prinzipielles Problem damit, wenn an der Schule sachlich falsche Dinge gelehrt werden, bloß weil sie so scheinbar einfacher und kindgerechter vermittelt werden können.
DAS verstehe ich daran auch einfach nicht. Es ist einfach nicht logisch die Kinder auf den Holzweg der scheinbaren Graphem-Phonem-Korrespondenz zu führen, die so im Deutschen nicht existent ist. Warum sollte man den Kindern dann vermitteln, dass es sie gäbe und dies eine gute und sichere Methode wäre, etwas zu verschriftlichen?
Sprechen wir in Standardlautung ist es nicht möglich, einzelne Phoneme die einem Graphem entsprechen von einander getrennt zu hören. Was jedoch schon sehr kleinen Kindern möglich ist, ist Silben zu erkennen. Macht auch Sinn, das Deutsche ist - grade in seiner Verschriftlichung - sehr am silbischen Prinzip orientiert.
Interessanter Weise können soweit ich weiß bei Untersuchungen fast alle Kinder kurz vor Einschulung Silben intuitiv richtig erkennen - ein halbes Jahr später, wenn sie in der Schule schreiben mit Anlauttabelle etc. lernen sollten, hatten die meisten Kinder plötzlich große Probleme, die Silben zu hören...