Beiträge von Stamper95

    Eigentlich geht es doch gar nicht um die telefonische Erreichbarkeit an sich, sondern um eine "vehemente" Mutter.


    (Ich kenne dafür aus dem Ref. noch den Begriff "fanatisierte Kampfmutter" :P )


    Ich persönlich finde Anrufe jetzt nicht so tragisch, notfalls wird das Gespräch eben abgebügelt. Telefone lassen sich nebenbei auch mal abschalten.


    Ansonsten halte ich Kommunikation per email für einen sinnvollen Kompromiss.

    Musste mich gerade vergewissern, ob ich lehrerforen.de vor mir habe, oder doch versehentlich ein pdf von 'Brave New World'...



    Okay, bei dir gibt es also kein "gewünschtes Verhalten"? Dann erlaube ich mir also eine Prise Polemik: ob ein Schüler seine Aufgaben bearbeitet, oder mit dem Handy rumspielt ist dir also quasi egal? Dann wäre es dir im logischen Schluss auch egal, ob Schüler etwas lernen.



    Nimm es mir bitte nicht persönlich, aber ich werde aus deinen Beiträgen nicht schlau (und ich habe den ganzen Faden gelesen). Ich höre da irgendwie nur eine schöne Utopie heraus. Natürlich klingt das alles wünschenswert, keine Frage. Anscheinend hast du die Schüler dafür. Die meisten anderen hier haben sie nicht. Du fährst offensichtlich eine ganz andere Schiene, und ich finde es wirklich schade, dass du nicht konkret deine Erfahrungen mit uns teilst.

    @ robischon


    Okay, du negierst alle Begriffe, die irgendwie mit Autorität zu tun haben, und meidest "Verhaltensanpassung" wie der Teufel das Weihwasser. Jedoch hast du auch du eine erwünschte Arbeitshaltung, zu der du deine Lernenden hinführen willst. Soll heissen, ganz ohne "Führung" kommst auch du nicht aus.


    Nach deiner Ansicht entsteht dieses gewünschte Verhalten quasi von allein, wenn man die Zügel nur locker genug lässt (Gebe zu, das ist jetzt stark vereinfacht.). Die Diskussion wird wohl zu keinem gemeinsamen Nenner führen, weil schon auf einer anthropologischen Ebene unterschiedliche Vorstellungen herrschen, bspw. bei der Frage, ob es denn sein kann, dass ein Schüler einfach nicht lernen WILL. Viele (ich eingeschlossen..) bejahen dies, du siehst immer extrinsische Gründe. Um mal bei deinem Beispiel des "kleinen Arabers" zu bleiben: nehmen wir mal an, er ist immer so übermüdet, dass er erstmal zwei Stunden schlummern muss. Er nutzt also damit weniger Zeit zum Lernen, als der Rest der Lerngruppe. Irgendwann wird sich das in seinen Leistungen niederschlagen.


    Interessant ist auch folgender Aspekt: wir gewähren die Autonomie, und lassen Schülern die individuelle Entscheidung, was sie lernen wollen. Trifft der Schüler jedoch die Entscheidung, nix zu machen, wird das Individuum von jeglicher Verantwortung befreit. Freiheit mit Vollkasko-Mentalität.


    Persönlich habe ich ferner die Erfahrung gemacht, dass sich manche Schülern mit offenen Unterrichtsformen, die ein hohes Maß an Selbstorganisation (beinahe hätte ich Disziplin gesagt...) verlangen, große Probleme haben. Ich beziehe mich hierbei explizit auf eine binnendifferenzierte Gesamtschulklasse. Die leistungsstarken kamen bestens damit zurecht, bei einigen leistungsschwachen waren alle Ansätze als blankes Chaos zu bezeichnen. Mit einer kleinschrittigen, direkten Lehrerinstruktion hatte ich bessere Erfahrungen gemacht, und bei den entsprechende Schülern auch bessere Lernfortschritte erzielt.

    Und so landen wir bei der Zensur, natürlich alles im Rahmen der guten Sache.



    Persönlich finde ich die Liedauswahl etwas unglücklich. Man sollte hier die Hintergründe beleuchten, ohne in öffentlichen Aktionismus zu verfallen und medienwirksame Bauernopfer zu bringen.



    Nebenbei: die Band Sleipnir ist wahrscheinlich hocherfreut über dir Werbewirksamkeit, die ihr zugute kommt. Eine solche Band schafft es nur selten in den Spiegel, und ihr Bekanntheitsgrad dürfte enorm gestiegen sein. Müssig zu erwähnen, dass Verbote und Dämonisierungen auf Jugendliche i.d.R. sehr anziehend wirken...

    Hallo beisammen!


    Zuerst mal nette Grüße an alle Kolleginnen und Kollegen hier, da ich mich gerade erst neu registriert habe :)


    Zum Thema:


    @ robischon


    Mich stört ein wenig deine einseitig negative Auslegung des Begriffes "Disziplin". Wer sagt denn, dass Diszipiln etwas mit Drill zu tun hat? Ich merke deutlich, du stellst dir unter dem Begriff (im günstigen Fall...) den preußischen Kasernenhof vor, und siehst Befürworter wie Elternschreck oder Silicium als Diktatoren o.ä.


    Disziplin bedeutet für dich also: gnadenloser Drill, absolute Anpassung und die Erziehung zum klassischen Untertanen. Mir persönlich entsteht der Eindruck, dass du auch jedesmal einen deutlichen braunen Ruch unterstellst... Wertschätzung ist hierbei natürlich nicht möglich, und gegen die Menschenwürde verstösst es ohnehin.


    Bei dir hingegen geht es im Unterricht ziemlich quirlig zu: da wird rumgelaufen, Mitschüler gefragt, der "Lernbegleiter aufgesucht, mal eben neue Materialien gebastelt, auf dem Flur gegenseitig Formeln oder Vokabeln abgefragt, etc.... Weisst du, wie ich ein solches Arbeitsverhalten nenne?


    Antwort: DISZIPLINIERT!. Begründung: in einer ARBEITSPHASE wird GEARBEITET! Ich bin mir ziemlich sicher, nicht mal Elternschreck würde meckern, wenn das Lerngeschehen (Unterricht machst du ja nicht :P ) so abläuft. Seine Frage war (oder auch die von Silicium): was machst du, wenn sich jemand mal komplett verweigert, und hier kam leider keine Antwort.



    Viele Grüße,


    Stamper95

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