Beiträge von dzeneriffa

    Wenn du dein 1. Statsexamen in Sonderpädagogik hast, dann machst du auch dein Ref in Sonderpädagogik.

    Man kann das Rief in Sonderpädagogik auch im GL machen, da hatte ich gerade eine Hand voll Kolleginnen im letzten Ref-Durchgang, die das so gemacht haben.

    Mit dem 2. Staatsexamen in Sonderpädagogik wirst du nach A13 besoldet, wenn du als Sonderpädagoge angestellt wirst. Wenn du dich an der Grundschule bewirbst und als Grundschulpädagoge angestellt wirst, wirst du nach A12 besoldet.

    Im Grunde ganz simpel ;)

    Leider erlebe ich ansonsten im realen inkludierenden Grundschulalltag überwiegend das Prinzip, dass die Förderschullehrer als HiWis durchs Klassenzimmer wuseln, keine Mühe mit Vorbereitungen und dem Erstellen von Materialien haben, nur Förderpläne für die Kinder mit anerkanntem sonderpäd. Förderbedarf schreiben (die für all die anderen, nicht anerkannten, aber individuelle zu unterrichtenden Kinder schreiben die Klassenlehrer, ebenso die Eintragungen in das Anmeldeportal zur Überprüfung auf Bedarf - da die Förderschullehrer eben nur wenige Stunden in der jeweiligen Klasse sind), weniger Stunden Unterrichtsverpflichtung haben und dafür A13 erhalten. Für die engagierten FöL ist dieses Inklusionsprinzip ein sehr frustrierender Zustand, für erschreckend viele andere aber offensichtlich ein sehr angenehmes Dasein :(

    So, mal ganz ketzerisch gefragt: Wie hättest du es denn gerne?
    Wer macht denn Förderschullehrer zu HiWis? Das gehört abgesprochen! "Das Thema liegt mir nicht so gut/besonders gut. Soll ich das vorbereiten? Möchtest du das tun? Vielleicht setzen wir uns mal zusammen..."
    Als Klassenlehrer ist man für bis zu 30 SuS verantwortlich. Das ist doof und arbeitsaufwendig, aber so ist es nun mal. Dazu gehört auch das Schreiben von Förderplänen. Warum sollte der Förderschullehrer deine Arbeit machen?
    Dieses Anmeldeportal zur Überprüfung auf Bedarf kenne ich nicht. Gibt es das in NRW? Falls ja, würde ich als Sonderpädagogin das als meine Aufgabe verstehen, dort die entsprechenden Eintragungen vorzunehmen. Allerdings erst nach detaillierter Rücksprache mit der Klassenleitung. Ihr kennt die SuS tatsächlich meist besser als wir.

    Ich bereite gerne auch meinen Unterricht vor. Nehme ich SuS aus der Klasse heraus, dann ist es selbstverständlich, dass ich meinen Unterricht vorbereite. Ich differenziere auch gerne Material für die Förderkinder der Klasse. Das brauche ich aber entsprechend früh im Vorfeld. Und falls ich nicht mit drin bin im Unterricht, dann differenziere ich so, dass die Kollegin ihren Unterricht macht und die Förderkinder daran mit arbeiten (im Lückentext schon die einzusetzenden Wörter vorgegeben sind z.B.) und nicht parallel an ganz anderen Dingen.


    Das aktuelle System ist für alle Beteiligten Käse. Aber dafür braucht auch niemand auf die "faulen Sonderpädagogen mit A13" zu schimpfen. Es steht jedem offen, die Zusatzquali zu machen und sich auf entsprechende Stellen zu bewerben.

    Nehmt das bitte nicht persönlich, aber das Schimpfen auf uns, das nervt tierisch!

    Ist es nicht auch so, dass an der Grundschule eingesetzte Förderschullehrer besser besoldet werden als Grundschullehrer?


    Wenn Sie als Sonderpädagogen eingestellt werden, dann ja. Man kann aber z.B. Als ausgebildeter Sonderpädagoge eine Stelle als Sek I Lehrer annehmen und wird dann als Sek I Lehrer besoldet. Dann also A 12 statt A 13. Meine verbeamtete Kollegin erhält an der Hauptschule ebenso A13 wie ihr Schulleiter...

    Zusatzqualifikationen, die auch mit einer zusätzlichen Lehrerlaubnis verbunden sind, werden in NRW von den BezReg nur dann genehmigt, wenn man schon eine feste Stelle hat. Als Vertretungskraft geht man da leider leer aus :daumenrunter:
    An den anderen Fortbildungen dürfen wir aber teilnehmen. Vielleicht ist das ja auch schonmal ein bisschen was wert bei der Stellensuche.
    Viel Erfolg!

    Schau dir doch das hier mal an : https://www.uni-siegen.de/zlb/studium/ba…ik.html?lang=de

    In Siegen kann man das reguläre Grundschullehramt mit integrierter Förderpädagogik studieren. Wenn man dann nach 10 Semestern noch will, kann man den Master für Sonderpädagogik noch anhängen. Allerdings sind die Förderschwerpunkte auf Lernen und emotionale und soziale Entwicklung beschränkt. Da bestehen aktuell auch relativ gute Einstellungschancen.

    Vielleicht ist das ja was für dich? Dann müsstest du dich erst später entscheiden...

    Hallo Hetfield,

    momentan ist es in NRW (noch) so, dass nach Qualifikation bezahlt wird, sodass man als Sonderpädagoge immer A13 erhält. Das waren auch schon die guten Nachrichten :daumenrunter:
    Die Grundschulen sind in NRW überlaufen, da wird man so schnell nicht rein kommen. Die Alternative Förderschule wird auch schwierig werden, denn jetzt schon kommt man nur noch mit Noten im oberen Einserbereich an eine Förderschule für Geistige Entwicklung, die sind also auch sehr gefragt. Ich habe im Ref am Rande erlebt, welchen Stress die Mitreferendare hatten, die unbedingt an die Förderschule GG wollten...
    Zusätzlich werden dank des Mindestgrößenerlasses in NRW gerade massenhaft Förderschulen Lernen geschlossen. Diese Schulen haben aber noch Kollegien, die an anderen Schulen untergebracht werden müssen.
    Es wird also vom Mangel an Sonderpädagogen gesprochen, aber so gut wie nix ausgeschrieben...Im gerade abgelaufenen Bewerbungszeitraum wäre für mich genau 1 (!!!) Stelle im Umkreis von 70km/1,5 Stunden einfacher Fahrzeit in Frage gekommen...
    Was deine Wunschfächer angeht, da würde ich eher zur mathematischen Grundbildung raten, wenn das für dich machbar ist. (Für mich wäre es das nicht gewesen) Das studieren meiner Erfahrung nach weniger Leute, damit würden deine Chancen also wieder steigen.

    Viel Erfolg bei deiner Entscheidungsfindung!

    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    hat jemand von euch einen Literaturtipp für Zeugnisformulierungen in der Sek I? Ich muss gerade die Zeugnisse für die Inklusionsschüler schreiben. Die Kollegen setzen sich kurz mit mir hin und erzählen wie der Schüler so mitgearbeitet hat. Das muss irgendwie gut verpackt formuliert werden. Ich würde auch gerne fachlich ein bisschen was rein schreiben und nicht einfach jedes Mal was zum Lern-/Arbeitsverhalten schreiben.

    Für die Grundschule hab ich was vom Persen-Verlag gefunden, das ist ganz gut zu gebrauchen. Mir würden aber insbesondere Formulierungshilfen a) für die Sek I und b) für die Fächer der Sek I (MINT, Geschichte, Politik etc.)weiterhelfen.

    Gibt es da was? Habt ihr Tipps/Vorschläge für mich?

    Lieben Gruß und vielen Dank im Vorfeld,

    dzeneriffa

    Ich habe diese Regelung so verstanden, dass Kolleginnen in Elternzeit nur noch für ein Jahr vertreten werden. So in etwa hat mir das mein Schulleiter auch erklärt, ich vertrete auch in dieser Situation. Wie es danach weiter gehen soll, weiß er auch noch nicht. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie der Bedarf denn dann gedeckt werden soll.
    Aber ich kann mir auch vorstellen, dass man das dann als Kollegium abfangen soll, bei dem, was bei uns gerade abgeht, kann ich mir das vorstellen :sauer:



    2. Ist der Finken-Verlag vertreten und gibt es dort Prozente? Und haben die auch andere Sachen als die kompletten Pakete für die Logicco-Geräte da?


    In den letzten beiden Jahren war der Finken-Verlag jeweils dabei. Es gab auch andere Dinge als die Logico-Geräte und Karten dafür. Ich ärgere mich heute z.B., dass ich mir das Methoden-Heft nicht gekauft habe. Ich glaube, dass es auch Prozente gab, da bin ich aber nicht sicher.
    Zum Kahndorf-Verlag kann ich nix sagen...

    Ich habe für mich beschlossen, dass ich nur noch nach Köln zur Didacta fahre, da bin ich in einer halben Stunde. Das Gedränge ist mir zu groß, die Prozente bekommt man während der Messe häufig auch so bei den Verlagen und nützliche, besonders kostengünstige Dinge habe ich bisher auch noch nicht gefunden.

    Im Ref hatte ich frei, da konnte ich morgens hin, da war es super. Aber je später es wurde, desto unangenehmer war es dann.

    Ich bin ganz frisch dabei. Aber momentan fühle ich mich ,ganz persönlich und egoistisch betrachtet, in der Inklusion wohler als an der Förderschule. Das mag am Förderschwerpunkt ES liegen, der vorher geballt und jetzt nur noch portionsweise vor mir steht.
    Momentan nehme ich die zieldifferent zu beschulenden SuS stundenweise aus dem Regelunterricht heraus und arbeite mit ihnen handlungsorientierter und kleinschrittiger an den gleichen Themen, wie ihre Mitschüler. Für mich ist das deutlich entspannter als eine Sek 1 Förderschule ES :pfeifen:

    @derPRINZ:

    aber schön war es trotzdem ;)

    Ich wünsche dir auch ganz besinnliche Weihnachtsvorbereitungen und bin damit einverstanden, dass wir uns diesmal nicht gegenseitig bewachten.

    Aber vielleicht findet sich ja noch jemand??? :engel:

    Ich falle da auch im Sommer durch...

    Ich mag bei solchen Artikeln ja (noch) immer ganz gerne die Kommentare überfliegen:

    "Was fest steht: disziplinarische Schwierigkeiten gingen immer einher mit unsachgemässer und ungepflegter Kleidung der Lehrperson.
    Eben: ein schlechtes Vorbild"

    Also: an allen Förderschulen ES ab sofort Anzug- und Köstumzwang, dann sind auch die SuS brav :rofl:

    SEVON= Bewerbung für´s Referendariat in NRW ;)

    Meines Wissens nach reicht die fristgerechte Einreichung. Mach dir also keine Sorgen, du hast ja die Bescheinigung, dass deine Bewerbung fristgerecht eingegangen ist. Wie lange da für die Bearbeitung gebraucht wird, das liegt nicht in deiner Hand und kann dir letzten Endes auch ziemlich egal sein.

    Viel Erfolg im Ref! Mach dich nicht vorher schon verrückt! :gruss:

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