Beiträge von dzeneriffa

    Zunächst mal Danke für die Erfahrungswerte, das stimmt mich schonmal zuversichtlich :)

    In meinem Studium sind insgesamt 4 Praktika vorgesehen. Je ein schulisches und ein außerschulisches im Grundstudium, wobei hier im schulischen im Grunde nur hospitiert wurde. Im Hauptstudium sind zwei Praktika vorgesehen, je eins im Förderschwerpunkt. Und da waren einmal 10 und einmal 3 Stunden gefordert. Klar hab ich mehr gemacht, aber ingesamt nicht mehr als 20, vllt. auch 25 Stunden selbst geplant und durchgeührt. Schulische Praktika habe ich insgesamt 14 Wochen absolviert.

    Ein Witz ist das, aber so sieht es die LPO von 2003 in meinem Fall vor. Die Praxis wird im Ref gelernt. Fachpraktika, wie sie bei Regelschullehrern vorgesehen sind, gibt es nicht. Ob es das Praxissemester im BA besser macht weiß ich auch nicht. Ich hätte im Grunde gerne einen Praxistag in der Woche gehabt, um die Theorie direkt in der Praxis ausprobieren zu können, oder um sie zumindest besser auf ihre Praxistauglichkeit hin einschätzen zu können. So in der Art wird es am Modellkolleg der Uni Köln auch gemacht, aber dazu hab ich einfach viel zu früh mit dem Studium angefangen.

    Hallo zusammen!

    Ich ein paar Tagen werde ich mein 1. Staatsexamen für Sonderpädagogik in der Tasche haben :tanz: Im Mai werde ich dann wohl mein Ref beginnen. Die vier Monate dazwischen würde ich gerne als Vertretungskraft an einer Schule verbringen. Ich frage mich nun, wieviele Stunden ich realistischerweise halten kann? Außer meiner Praktika habe ich noch nie Unterricht gehalten, insgesamt also nicht mehr als vllt. 20 Stunden. Eine halbe Stelle traue ich mir definitiv zu.
    Wie gehen die Schulen überhaupt mit Bewerbern ohne zweitem Staatsexamen um? Die wissen ja, dass man noch nicht so viel Erfahrung hat. Erwarten die Schulen dann (berechtigterweise) den gleichen guten Unterricht wie von erfahreneren Kollegen, oder wissen sie (realistischerweise), dass das nicht immer ganz rund laufen wird? Darf ich auf ein Mindestmaß an Unterstützug hoffen, also dass vielleicht mal jemand auf meinen Entwurf schaut, ob das so geht? Ich erwarte da zunächst mal nichts, schließlich würde ich eingestellt werden, um einen Mangel aufzufangen, ich soll Arbeit übernehmen und keine verursachen, das ist schon klar. Und zu guter Letzt: liege ich mit meiner Annahme richtig, dass sich Lehrer mit 2. Staatsexamen für kurze Zeiträume mit wenigen Stunden eher weniger interressieren?

    Vielen Dank für´s Lesen, ich merke gerade selbst, dass es etwas verworren wirkt ;)

    Das sollte kein Problem sein. Stichwort: Pendlerpauschale.

    Wenn man aber an ein Flächenseminar kommt, dann können sich die Fahrtkosten schon ziemlich schnell summieren. Soviele Steuern zahlt man ja in der Regel als Ref auch nicht, sodass man befürchten darf, dass man nicht alles zurück bekommt. Man kann ja nicht mehr Rückerstattung erhalten, als man vorher Steuern gezahlt hat ;)

    Hallo rotherstein,

    zunächst herzlichen Dank für deine ausführlichen Schilderungen des Inklusions-Wahnsinns an deutschen Schulen.

    Ich muss ehrlich sagen, dein Tagebuch kann einem schon Angst machen. Ich fange erst im Mai mein Referendariat an, mein Berufsstart wird also von Beginn an bereits auch vom Thema Inklusion dominiert werden. Zunächst mache ich mir Sorgen um die Schüler. Was soll denn die Inklusion, wenn sie sich in der Regelschule ausgegrenzter fühlen als an der Förderschule? Mehr zu lernen scheinen sie ja an der Förderschule... Dann muss man sich bereits Sorgen um die Kollegen machen, um die Sonderpädagogen ebenso wie um die Regelschulkollegen. Die Fahrerei ist eine Zumutung, besonders wenn nirgends vernünftig funktionierende Strukturen geschaffen werden, sodass zumindest verlässliche Absprachen möglich sind. Und in einer Regelschulklasse von mehr als 20 Kindern, von denen 4-5 Inklusionskinder sind (am besten noch mit mindestens 3 verschiedenen FSP) will ich auch nicht ohne sonderpädagogische Ausbildung stehen, naja, eigentlich auch mit der Ausbildung nicht...

    Nicht zuletzt mache ich mir Sorgen um meine Ausbildung. Wenn nahezu das gesamte Kollegium einer Förderschule abgeordnet an unterschiedlichen Schulen unterwegs ist, wie soll ich da vernünftig mein sonderpädagogisches Handwerk lernen? Uns wird doch von Beginn an beigebracht werden, den Mangel zu verwalten. (Vielleicht ist das gewollt, damit wir uns nachher nicht beschweren?) Wie sonderpädagogische Förderung richtig und effektiv funktioniert, kann so doch kaum mehr gelernt werden. Ich hoffe inständig (wenn auch egoistisch), dass ich noch in den Genuss einer nicht allzu "inklusionsgeschädigten" Ausbildungsschule kommen werde.

    Ich wünsche dir, liebe rotherstein, für deinen weiteren Weg viel viel Kraft und die Einsicht, dass kein Beruf der Welt es wert ist, sich die gesundheit zu ruinieren.

    Hallo zusammen!

    Ja, ich gebe es zu: ich bin nur hier, weil Referendar gerade down ist. :rotwerd:
    ABER: hier ist es ja viel schöner! Hätte ich vielleicht mal vorher hier reinschauen sollen... Das liegt vermutlich an der breiteren Zielgruppe.

    Zu mir: ich studiere seit einer Ewigkeit LA Sonderpädagogik in Köln, FSP Lernen und emotionale und soziale Entwicklung. Eins meiner Fächer ist Deutsch, das andere mag ich nicht nennen, weil ich sonst "in echt" zu schnell zu erkennen wäre. Ich werde wohl im Mai in´s Referendariat starten, hänge gerade in meiner Examensarbeit fest und hab mein Kolloquium in drei Wochen. Wird schon!

    Schöne Grüße,

    dzeneriffa

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