Beiträge von alias

    Dein Vorschlag hat gewaltige Pferdefüße. Im Endeffekt läuft diese Form der Gehaltsfestlegung nach "Leistung" (Ist die in unserem Bereich überhaupt objektiv messbar?) auf eine Entsolidarisierung hinaus. Weiter gedacht würde diese Form der Gehaltsfestlegung bei "Bedarf" wohl auch Gehaltskürzungen bedeuten. Müssten Kranke und Ältere dann mit weniger Gehalt auskommen? Dass die Methoden der "freien Wirtschaft" nicht per se positiv sind, sehen wir derzeit wohl zur Genüge.
    Unsere Leistung ist oft erst in Jahren messbar, wenn Rückmeldungen von ehemaligen Schülern bestätigen, dass man sie mit einem passenden Paket an kognitivem und sozialem Wissen in die Welt geschickt hat. Kurzfristige Leistungszulagen fördern nicht die Bildung der Kinder, sondern oft nur die lauten Selbstdarsteller.
    Wenn ich die Klüngel und Verstrickungen an manchen Schulen betrachte, graut mir vor dem Gedanken, dass die Schulleiter auch noch Macht über die Existenzgrundlage der Kollegen erhalten sollen.

    daraus:

    Zitat

    „Man kann eine Usenet-Diskussion als beendet bezeichnen, wenn einer der Teilnehmer Hitler und die Nazis herauskramt.“
    Teilweise wird diese Interpretation angewendet, ohne zu überprüfen, ob der Nazi-Vergleich im Kontext legitim sein könnte.Zudem wird oftmals der Autor des Vergleiches zum Verlierer der Diskussion erklärt. Der Text von Godwin’s law sagt jedoch weder aus, dass ein solcher Vergleich bedeute, dass die Diskussion vorbei sei, noch besagt er, dass der Verlierer gefunden sei. Häufig verschiebt sich die Diskussion nach der Erwähnung von Godwin jedoch zu einer Diskussion darüber oder über
    das Nazi-Thema. Damit verlässt der Thread das ursprüngliche Thema, so dass die sachliche Diskussion nicht mehr fortgeführt wird.

    ... wobei das Ende der sachlichen Diskussion bereits vor einigen Seiten erreicht wurde ;)
    Dafür, dass die Nazis sich ebenfalls über andere gestellt hatten, kann ich nix...

    Zitat

    Der Begriff Herrenrasse bzw. Herrenvolk war ein zentraler Begriff zur Zeit des Nationalsozialismus. Innerhalb der NS-Ideologie wurde dieser Begriff benutzt, um das eigene oder verwandte germanische und „nordische“ Volk – als durch das „Blut“ überlegen – aus allen anderen Völkern herauszuheben.

    Im Verlauf dieser "Diskussion" kam mir der Begriff im Zusammenhang mit den "intellektuell überlegenen Mathematikern und Physikern" immer wieder in den Sinn.

    1. Um den Einzugsscanner zu nutzen, müsste ich die Leimbindung der Materialien entfernen. Da suche ich noch nach einer sauberen Methode.

    - Falls die Hefte nicht zu dick sind: Mit der Schlagschere in der Schule (Kunstabteilung) abschneiden
    - Den Rücken von dickeren Bänden mit der Profischneidemaschine im Copyshop abscheren lassen

    Zum Copyright:
    Die Privatkopie selbst angeschaffter Materialien - für die man ein (auch eingeschränktes) Kopierrecht besitzt, liegt imho in einer Grauzone - andernfalls dürften wohl moderne Kopierer auch nicht mit der Speicherfunktion ausgestattet sein. Die Weitergabe der (gesammelten) eingescannten Daten muss auf jeden Fall unterbleiben.

    Nun spendiere ich dieser "Diskussion" doch auch noch meine 2cents:

    Siliciums Grundannahme, dass eine stark intelektuell fordernde Ausbildung per se zu einer höheren Bezahlung führt, entspringt einer idealtypischen Wunschvorstellung die mit der Wirklichkeit nicht übereinstimmt. Wie Philosophus richtig bemerkt, leben wir im Kapitalismus, wo Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen - auch beim Angebot der Arbeitskraft. So verdient ein Maschinenbauingenieur mit 2.Bildungsweg oft mehr als der diplomierte Mathematiker, der (wenn er Glück hat) einen Job in der Versicherungswirtschaft ergattert - oder seinen Lebensunterhalt als Taxifahrer bestreitet.

    Der Beruf der Grundschullehrerin hat ein hohes gesellschaftliches Ansehen, wird (und wurde) deshalb von einer großen Zahl Abiturientinnen angestrebt. Es besteht für den Arbeitgeber somit keine Veranlassung, durch finanzielle Anreize Menschen für diese Tätigkeit zu gewinnen - es existiert ein Überangebot. Weil viele Grundschullehrerinnen zudem in Teilzeit arbeiten und über Ehepartner bereits finanziell abgesichert sind, ist in diesem Bereich auch eine geringere gewerkschaftliche Organisationsdichte vorhanden, die zur Durchsetzung höherer Lohnabschlüsse notwendig wäre.

    Meiner Meinung nach sollte die Bezahlung mit dem Grad an Verantwortung übereinstimmen, die man in der ausgeübten Tätigkeit zu tragen hat. Die Komplexität der Tätigkeit und die Verantwortung für den gesamten Lebensweg junger Menschen ist in der Grundschule immens. Ich habe absolute Hochachtung vor der Arbeit der Kolleginnen, die unseren Erstis Lesen, Rechnen und Schreiben beibringen. An ihrer Tätigkeit hängt der ganze Rest.

    Dieses ganze Gegeifere, wer denn der stolzere Pfau im Lehrbetrieb sein darf und die wichtigere oder schwerere Arbeit macht, ist imho Humbug. Die Versuche, die Arbeit von Grundschullehrern gegen die Arbeit von Gymnasiallehrern aufzurechnen sind genauso sinnfrei, wie die Gegenüberstellung der Tätigkeiten von Musiklehrern gegen die der Korrekturfachlehrer. Gleicher Lohn für alle sowie Zeitausgleich für zusätzliche Belastungen und Aufstiegsämter für alle. Und gut is. :!:

    By the way:
    Ein gewisses ADS-Level muss ein Lehrer haben.
    Wenn du allem und jedem deine Aufmerksamkeit schenkst, wirst du irre.

    edit & by the way2: Schreibt man in diesem Satz eigentlich "alles" und "jedem" groß oder klein?.... Mal so als Frage an die Germanisten in der Runde...

    Also: Anbrüllen geht schon mal gar nicht - schon weil der i-Pad diese Lautstärke gar nicht hergibt.

    Ich hab ein stinknormales A4-Heft, in das ich alles notiere, was am Tag anfällt oder geplant ist. Da kommen auch Kurznotizen zu Eltern- oder Schülergesprächen rein.
    Und wenn ich das Heft auf den Tisch knalle, hören das alle.

    Mach das mal mit einem IPad. Du wirst es bereuen. :D

    Ich betrachte das zunehmende Sponsoring an Schulen kritisch. Niemand verschenkt etwas. Die Firmen wollen auf jeden Fall genannt sein - und schwupps - sind wir bei der Bandenwerbung an der Schulwand oder der "McDonalds-Realschule", bei der auf der Eingangstüre als Dank für die Beteiligung am Smartboard Pommes mit dem M-Logo kleben.

    Wir sind dabei Partnerschaften mit Firmen aufzubauen, die potentielle Arbeitgeber für unsere Kinder am Ort sind. Diese haben ein eigenes Interesse an der guten Ausbildung ihres Nachwuchses und nicht nur ein Interesse am Verkauf ihrer Produkte an die Kinder oder Eltern. Daher sind sie auch bereit, Geld in die Hand zu nehmen.

    Volksbanken und Sparkassen haben eine "pfiffige" Idee, Geld für positive Promotion locker zu machen: Das Gewinnsparen. Die Gewinnsparer zahlen dabei einen monatlichen Obulos als Spieleinsatz. 50% vom Spieleinsatz müssen von der Bank für wohltätige und gemeinnützige Zwecke ausgegeben werden - und so ergibt sich für Schulen ein wohl gefülltes Füllhorn und für die Banken der Anstrich, wohltätig zu sein, obwohl sie vom Gesetz gezwungen sind, dieses Geld zu verteilen. Leider verbinden sie diese Wohltätigkeit meist mit der Auflage, ein großes Werbeschild "zum Dank" dafür anzubringen - womit wir wieder bei meiner Eingangsbemerkung sind - der "Sparkassen-Realschule" - dieses Füllhorn nehmen wir gerne (jedoch ohne Plakatwand) in Anspruch. Es lohnt, sich jetzt gegen Ende des Jahres zu regen, weil zum Rechnungsabschluss noch erkleckliche Summen ausgegeben werden MÜSSEN.

    Das Studium war in BW nie an einer Universität, sondern die Pädagogischen Hochschulen, die keine Fachhochschulen, sondern den Universitäten gleichgestellt inklusive uneingeschränktem Promotions- und Habilitationsrecht etc. pp. sind, sind erhalten geblieben! Kein Lehramtsstudium ist irgendwo in Deutschland an der FH gelandet (Ausnahmen sind vllt. gewisse Studienabschnitte mancher Berufsschullehrer, aber ganz sicher nicht das Grundschullehramt!)!

    Dieses Recht haben sich die PHs erst in den letzten Jahren erstritten. Die Studiendauer selbst liegt noch immer auf FH-Niveau. Und daran hängt auch die Besoldungsstufe.

    Ach, Silicium, schau mal in der Wikipedia unter
    http://de.wikipedia.org/wiki/Standesdünkel

    Du hast keine Vorstellung davon, wie komplex es sein kann, Hauptschülern die Volumenberechnung nahe zu bringen ;)

    Unsere Fähigkeiten als Lehrer messen sich nicht am Fachwissen - sondern daran, dieses Wissen zu transportieren - egal wie einfach oder komplex es scheint.
    By the way: Komplexe Zahlen, Gruppentheorie und Aussagenlogik waren bei uns an der PH Prüfungsthema.
    Darüber schüttle ich zwar noch heute den Kopf - weil das an der GHS niemals Unterrichtsthema sein wird - aber die Qualifikation mussten wir nachweisen.
    Also komm mal runter von deinem
    [Blockierte Grafik: http://img.fotocommunity.com/images/Bremen/Stadt-Bremen/Reiter-hoch-zu-Ross-a24653792.jpg]

    Schulrechtlich - und arbeitsrechtlich - ist das Ganze einfach zu beantworten.

    Falls du deinem Unterricht aus anderen Gründen als wegen Krankheit nicht nachkommen kannst, musst du den Dienststellenleiter um Befreiung vom Dienst bitten. Für eine derartige Dienstbefreiung gibt es Voraussetzungen, die in den Verordnungen festgelegt sind. Der Dienststellenleiter kann dich auch "nach eigenem Ermessen" vom Dienst freistellen. Dafür benötigt er einen fundierten Grund, der den Verordnungen genügt.

    Dienstbesprechungen haben denselben Verpflichtungscharakter wie Unterricht.

    Ich bin mal gespannt, welche Entwicklung in Baden-Württemberg geschehen wird. In der Studiendauer werden nun Haupt- und Realschullehrer angeglichen. Daraus wird sich wohl ergeben müssen, dass die Anfangsgehälter gleich werden. Wie ich unsere Fiskalritter kenne, werden da wohl neue Anfangsämter mit A12 auch an der Realschule entstehen.

    Derzeit orientieren sich die Gehaltsstufen an der Dauer der Regelstudienzeit und dem Uni/FH-Unterschied - und nicht an den Studieninhalten. Daher werden auch Förderschullehrer nach A13 besoldet. Das GHS-Studium gilt wegen der Dauer als "Fachhochschulstudium" und nicht als universitäres Studium.

    Persönlich halte ich eine identische Bezahlung für angemessen. Der unterschiedliche Vorbereitungsaufwand drückt sich ja bereits in den unterschiedlichen Deputaten aus.
    Ob es irgendwann neben dem Studienrat auch einen "Gemeinschaftsschul"-Rat gibt, bleibt abzuwarten - zumal es da eine Verwechslungsgefahr mit höheren Ämtern geben würde ;)

    In Ba-Wü sind auch Gedankenspiele vorhanden, die Gymnasiallehrer-Ausbildung von den Unis abzuziehen und an die PHen anzugliedern - um eine stärkere pädagogische Ausrichtung zu ermöglichen. Die Widerstände dagegen sind jedoch immens.

    Meinen Kindern ist nichts zugeflogen. Einen einskomma-Schnitt im Abi muss man sich erarbeiten. Sie haben sich jedoch leichter getan, weil sie entwicklungspsychologisch gut "verortet" waren. Eine frühere Einschulung oder ein 8-jähriges Gymnasium sind nur für die früheren Rentenbeitragszahlungen interessant. Den Kindern hilft das nix.
    Ist eigentlich
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Piaget
    noch Prüfungsthema?

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