Das ist doch das, was ich mit moralischem Druck gemeint habe. Solange sich das Kollegium nicht insgesamt gegen die Praxis wehrt, zu Fahrten verpflichtet zu werden, kann man als Einzelkämpfer doch kaum etwas dagegen machen. Man kann vielleicht erreichen, nicht selbst fahren zu müssen, aber einfach wird man es dabei bestimmt nicht haben.
Eine Klassenfahrt ist stressig, aber mit klaren Ansagen an die Schüler - und einem Ziel, das nicht zu weit von zu Hause entfernt ist - eine tolle Möglichkeit, eine Klassengemeinschaft zu bilden und eine Beziehung zu den Schülern aufzubauen. Aus diesem Grund wird das oft in Klasse 7 veranstaltet - weil diese Stufe pubertär chaotisch strukturiert ist. Die Fahrt möglichst wohnortnah zu veranstalten hat viele Vorteile:
- die meisten Kinder kennen Ziele weltweit - aber Ausflugsziele in der Umgebung sind ihnen fremd
- eine lange Anfahrt ist kostenintensiv. Die dafür aufgewendeten Beträge sind effektiver in erlebnis- und gruppendynamisch orientierten Aktionen angelegt - was wiederum der Gruppe zu Gute kommt
- bei gegebenem Anlass kann ein Schüler von den Eltern abgeholt werden - was nicht passiert, weil die Möglichkeit besteht ![]()
Ich hab' nach jeder Klassenfahrt einen Tag durchgeschlafen - aber keine Minute der Woche bereut.