Zitat
Original von Flipper79
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Rechne aber auch damit, dass gerade SuS in Umfragen gerne Angaben machen, die nicht der Wahrheit entsprechen....
Das Thema "Alter" ist schwierig und sehr diffus. Als mich Grundschulkinder der 3.Klasse gefragt haben, wie alt ich sei, hab' ich sie raten lassen.
Die Spanne reichte von 19 bis 109
. Dabei lieg' ich ziemlich unter dem Mittelwert dieser Angaben... So viel zur 'Wahrheit' von Schüleraussagen. Alles was plus/minus über/unter dem Alter der Klassenstufe steht, ist zu alt oder zu jung.
Soll deine Befragung eruieren, was "alt sein" bedeutet - und wenn aus welchem Blickwinkel? Aus der Sicht eines Rioja Gran Reserva?
Soll die Befindlichkeit im Alter erkundet werden? Die ist jedoch so individuell, dass du keine philosophisch-allgemeingültige These darüber finden wirst.
Das Altern an sich? - Also die "Älterwerdung" einer 16-jährigen, der bewusst wird, dass sie plötzlich 17 wird? Welche Philosophie soll hier Erklärungsmodelle liefern? Andererseits - ein Kollege, der kürzlich 60 wurde, philosophierte im Pausengespräch lautstark über das Leben, den Tod und die Vergänglichkeit des Seins sowie die Magie der Zahl 60, sowie über die Tatsache, dass nun die 70 immer näher käme...
Letztlich hilft doch nur Fatalismus: "Wieder ein Jahr rum. Wieder ein Jahr älter. Sei's drum. So isses nunmal."
Daran ändert alles Philosophieren nix. Die 'recherche du temps perdu" verstellt nur den Blick auf die positiven Seiten der Gegenwart und Zukunft.
Als Thema für eine Zula? Glatteis. Und falls es doch Thema sein soll - was willst du Simone de Beauvoirs Buch: "Das Alter" an substanziellen Einsichten hinzufügen?
just my 2cents