1. Mach' eine Steuererklärung. Schon alleine, um das zu üben. Denn es wiederholt sich jährlich.
2. Wenn du dich richtig in die Materie knien willst, kauf dir den "Großen Konz". Das ist ein Steuererklärungsbuch, witzig geschrieben- man sollte allerdings nicht alles umsetzen, was man darin lesen kann. Wer zu pingelig ist, bekommt pingelige Finanzbeamte. Das kostet auf beiden Seiten unnötige Energie - wegen 20 € hin oder her ist's das nicht wert. Die Tipps haben mir jedoch in den letzten Jahren sicher einige Tausend Euro gebracht.
3. Vorsorgeaufwendungen kannst du kicken. Da sind die Pauschalen großzügig bemessen und als Beamter kommst du in der Regel kaum drüber. Konzentriere dich auf die Werbungskosten. Hier musst du jedoch zunächst mehr als den Freibetrag von 1020 € mit Belegen zusammenklauben, damit sich das überhaupt auswirkt. Da gilt es also auch Belege für das "Kleinvieh" zu sammeln. Es ist erstaunlich, wie viel da im Jahr für Bleistifte, Schreibpapier, Magnete, Fachzeitschriften, Fahrtkosten zur Kreismedienstelle oder zu Elternabenden zusammen kommt.
Merke: Jeder Euro, den du für deine berufliche Tätigkeit ausgibst, zählt zu den Werbungskosten.
4. Zu kannst es auch lassen. Es ist dein Geld.
5. Ein Steuerberater kann dir nur helfen, wenn er weiß, wie viel du für Arbeitsmittel usw. ausgegeben hast. Sonst setzt er die Pauschalen ein. Damit kommst du jedoch nicht über den Freibetrag - so what. Außer Spesen nix gewesen. Was du ausgegeben hast, weißt nur du. Und du musst es belegen. Also kannst du's auch gleich selbst in Elster hacken.
Vorteil: Nächstes Jahr weiß Elster schon eine ganze Menge deiner Grunddaten - und alle Eingaben beschleunigen sich.
BTW: Mein Steuerordner ist dick und es kostet mich jedes Jahr mindestens 3-4 Tage, bis die Steuererklärung fertig ist. Ich habe jedoch an diesen Tagen den höchsten Stundenlohn des Jahres. Die Erstattung ist in der Regel vierstellig.