Aber hallo..... 
Der Reihe nach: Die Orthografie eines Forenteilnehmers muss nicht unbedingt zum Diskussionspunkt in einem Thread werden und ich bin über diesen Punkt der Diskussion nicht glücklich. In einem Forum für Lehrer fallen Rechtschreibfehler jedoch gerne auf - aus diesem Grund korrigiere auch ich meine eigenen Postings gerne und häufig - da wird auch bei mir selbst beim zweiten Lesen der implantierte Rotstift automatisch aktiviert. Das ist Lehrerschicksal. Gott helfe mir - ich kann nicht anders. 
Zur Thematik der Seiteneinsteiger:
Ich halte Seiteneinsteiger (bzw. Leute mit einem anderen beruflichen Background) für eine wichtige und gute Bereicherung der Schule. An unserer Hauptschule haben von 8 männlichen Kollegen sechs "was Richtiges" gelernt. Es haben jedoch ALLE zusätzlich das komplette Studium durchlaufen. Über die Studieninhalte und die Inhalte des Referendariats kann man getrost getrennter Meinung sein. Aber ich bin sicher, dass ich - falls ich völlig unbeleckt gewesen wäre - bereits im Referendariat gescheitert wäre.
Jogi1984:
Ich werte mal deine Reaktionen so, dass du enttäuscht bist, dass dir von deinem Plan, den du dir zurecht gelegt hast, abgeraten wird. Wäre ja auch schön für dich, falls du auf diese Weise Lehrer werden könntest.
Ein Tipp: Notiere mal für dich deine Motivationspunkte, weshalb du gerne Lehrer werden willst. Falls dort Gehalt, Status und Sicherheit an oberer Stelle auftauchen, kannst du bei diesen drei Punkten auf dem von dir angedachten Weg ziemlich enttäuscht werden.
Falls du - wenn ich deine Kritik an den Lehrern richtig deute - das Schulsystem und die Lehre verbessern möchtest, MUSST du dich genauer mit der Materie befassen. Dann führt kein Weg am Vollstudium vorbei. Sonst merkst du nach einigen Jahren im Beruf, dass deine tollen Reformpläne, die du dir ausgedacht hast, bereits ein Herr Pestalozzi vor 200 Jahren schriftlich niedergelegt hatte. Oder ein anderer der Vordenker und Reformer, über die wir im Studium eine Menge erfahren und gelesen haben.
Wenn du im Lehrerberuf - falls das klappen würde - auf dieselbe altkluge Art und Weise mit deinen Kollegen umspringst und glaubst, dass alles, was die Kollegen an der Uni gelernt haben, sowieso für die Katz und unnötig war, wirst du im Schuldienst vor die Hunde gehen - oder dich bis auf die Knochen blamieren.
Lehrer sind Profis - müssen das sein und müssen entsprechend ausgebildet sein. So wie Leute in jedem anderen Beruf auch. Ich bin der Meinung, dass wir sogar professioneller sein müssen als in anderen Berufen (von Medizinern und ähnlichen Berufen abgesehen) - weil wir mit Menschen arbeiten und nicht mit Werkstücken, die man - falls man die verpfuscht hat, in den Ausschuss wirft. An den Schulen und Seminaren wird die Lehrerausbildung immer wieder scharf kritisiert - weil sie zu sehr den fachwissenschaftlichen Bereich in den Vordergrund setzt und den pädagogisch-didaktischen Bereich zu wenig berücksichtigt und lehrt. Und nun kommst du und meinst, dass man auf diesen Bereich sogar ganz verzichten kann? Mit Verlaub - du befindest dich nicht auf der aktuellen Diskussionsebene, was die Lehrerausbildung betrifft.