Aha - wenn Naturheilmittel wirksam sind heißt es plötzlich Schulmedizin....
Selbstverständlich. Auf diese Art ist die Schulmedizin entstanden. Es wurden über Jahrhunderte unterschiedlichste Planzen, Stoffe und Chemikalien ausgetestet und - ACHTUNG! - mit wissenschaftlicher Akribie auf ihre Wirksamkeit bei verschiedenen Gebrechen sowie auf ihre 'Nichtschädlichkeit' überprüft. Dann wurden diese Mittel analysiert und verbessert - dh. durch chemische Synthese nachgebildet.
BTW:Alles, was du schluckst oder auf andere Weise in oder an deinen Körper bringst, ist Chemie, besteht aus verschieden zusammengesetzten chemischen Elementen. Sogar die Luft, die du atmest. Diese "Chemiefeindlichkeit" ist mir unverständlich.
Viele homöopathische Medikamente sind deshalb wirksam, weil sie aus dieser Tradition stammen - und mit anderer Verpackung genauso in der Schulmedizin verwendet werden.
Viele andere homöopathische Mittel beruhen auf Selbstheilungskräften, die der menschliche Körper in sich hat, nach dem Motto: "Mit einem Rezept und Hilfe vom Arzt dauert eine Grippe eine Woche, mit homöopathischen Hausmitteln und Wadenwickeln 7 Tage."
Bei lebensbedrohlichen Krankheiten wie Krebs hört der homöopathische Spaß jedoch auf. Hier haben sich zahlreiche Heilpraktiker bereits unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge schuldig gemacht, weil sie "schulmedizinische" Behandlungen verhindert haben. Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeben hier festgelegt, dass Heilpraktiker ihre Zulassung verlieren, wenn sie gegen eine schulmedizinische Behandlung bei Krebs opponieren.
Auch Ratschläge wie erhöhte Vitamin-D, K, oder C-Gabe sind mit höchster Vorsicht zu "genießen". Bei der Blutkrebserkrankung einer nahen Angehörigen hätte eine derartige "Behandlung" den Krebs sogar gefördert, weil diese Vitamine auch die Krebszellen stärken und zu deren Vermehrung massiv beigetragen hätten. BTW: Dank "schulmedizinischer" Behandlung, Chemotherapie und medizinischer Hochtechnologie (Gewinnung von Stammzellen aus dem Eigenblut durch Zentrifugen, Tiefgefrieren und Rückübertragung nach der Chemo) ist diese Frau nun nach 2 Jahren Behandlung krebs- und beschwerdefrei. Ohne Behandlung wäre sie schon längst gestorben. (Mittlere Überlebensrate ohne Behandlung nach Diagnose: ein halbes Jahr)
Ein Hoch auf die Wissenschaft!
