ch alias. In Unternehmen mit Vollzeit-Administratoren werden oft die USB-Ports der Computer gesperrt, damit diese kein Einfallstor für Schadsoftware in das Unternehmensnetzwerk bilden. Und du wilst mir erzählen, dass ein Teilzeit-Administrator in der Schule da so viel schlauer ist, dass er verhindern kann, dass Computer, die unter einem Betriebssystem auf irgendeinem mitgebrachten USB-Stick laufen, das Netzwerk nicht kompromittieren können ?
Wer ein Schulnetzwerk wie ein Unternehmensnetzwerk betreibt und konzipiert, dem ist sowieso nicht zu helfen. Die Anforderungen an diese Netze sind nicht vergleichbar. Während im Unternehmen in der Regel jeder User seinen PC "Personal Computer" an seinem Arbeitsplatz hat, müssen sich an Schulen manchmal hunderte Schüler (auch durch Platzwechsel innerhalb der Computeräume) einen PC teilen. Dass in Unternehmen die USB-Ports gesperrt werden und keine Wechsellaufwerke vorhanden sind, liegt nicht an der mangelnden Sicherheit des Netzwerkes, sondern daran, dass Datendiebstahl verhindert werden soll.
Ein richtig konfiguriertes Netzwerk kompromittierst du nicht.
Es sind auch mehrere Systeme für Netzwerke im Schuleinsatz entwickelt worden, die auf die Erfordernisse der Schulen zugeschnitten sind (Nutzerverwaltung, Quota, Virenschutz, Rechteverwaltung). In Baden-Württemberg ist dies die sogenannte "Musterlösung für Schulen", die in verschiedenen Versionen auf Windows-, Linux,- und Novellbasis erhältlich ist.
Mein Favorit ist die freie Linux-Musterlösung, die virtualisiert auf XEN läuft und .... schwäbisch kostenlos zu haben und bereits an vielen Schulen in Betrieb ist:
http://linuxmuster.net
Zurück zum Stick. Selbstverständlich hat Meike Recht, wenn sie kritisiert, dass dafür zahlreiche Rechner an der Schule vorhanden sein müssen. Klar. Die brauchst du mit oder ohne Stick. Als Tablet, Laptop oder Desktop. Am besten 25 Stück pro Klassenzimmer - was dir jedoch kein Kämmerer je genehmigen wird.
Beim Stick geht es jedoch um die Software, nicht um die Hardware.
Vorteil des Sticks: Du kannst jede Hardware überall mit derselben Programmausstattung nutzen. Zu Hause oder in der Schule hat mit dem Stick jeder Schüler dieselben Softwarevoraussetzungen für die Arbeit zur Verfügung. Ob arm oder reich. Und weil die Hardwareanforderungen gering sind, können es gerne Leasingrückläufer-Rechner sein.
Wer das Stick-System auf die Spitze treibt, benötigt als Netzwerkserver eigentlich nur noch einen Internetserver. Und "dumme" Rechner ohne Festplatte. Was willst du da kompromittieren? Wo will da der Trojaner hin? Den nimmt der Schüler auf seinem Stick wieder mit nach Hause. No way in.
Und der Teilzeitadmin der Schule muss sich nicht ständig mit Softwareupdates und einem Rechnerzoo mit verschiedensten Hardwaretreibern herumschlagen, der Lehrer muss nicht nachforschen wo der Schüler seine Daten nun abgelegt hat. Jeder ist für seine Daten verantwortlich.
BTW: Es gibt mittlerweile Sticks, die sind so klein, das sie als Schlüsselanhänger kaum auffallen. Schafft man diese an, ist das Problem des Vergessens oder Verlierens vom Tisch.