<sarkasmus on>Wenn ich meinen Schülern die Noten nach Definition vergäbe, bekämen alle Schüler maximal eine 5 oder 6, weil ich in den Leistungen (noch behebbare) Mängel erkenne oder sie nach meinen (Bauch- und Erwachsenen-) Maßstäben als ungenügend betrachte. Wenn ich mit der Leistung zufrieden bin, gibt es eine 3. Sehr gut gibt es nur, wenn es mich vor Begeisterung vom Hocker haut
<sarkasmus off>
Im Ernst:
Die Notenvergabe nach dem Wortlaut der Definitionen ist Benotung aus dem Bauch heraus.
Meine Expertise besteht darin, dass ich Kriterien festlege, die zu erreichen sind (und die sich aus dem zuvor gehaltenen Unterricht ergeben), diese jeweils nach Punkten juriere und daraus mit Punkte-Noten-Tabellen eine (altersgemäße und nicht demotivierende) Note als Rückmeldung zum Kenntnisstand bilde.
@Plattenspieler
Ein Schüler kann z.B. in Physik die Formel zur Berechnung der (physikalischen) Leistung auswendig lernen, die richtigen Variablen einsetzen und das exakte Ergebnis erhalten. Das muss nicht bedeuten, dass er eine Ahnung von den physikalischen Vorgängen und Źusammenhängen besitzt - also eigentlich nichts verstanden hat.
Können wir uns darauf einigen, dass Notengebung ein hartes (und oft ungerecht verteiltes) Brot ist?